Kind bekommen oder nicht?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von lieber anonym 15.10.10 - 13:51 Uhr

Hallo,
ich schreibe in schwarz weil meine Gedanken doch recht intim sind.

Wie ich oben im Betreff angebe denke ich über das "pro und contra" des Kinder bekommens nach (bin weiblich).
Das klingt sehr sachlich, ich weiss, aber ich möchte gut vorbereitet sein und habe schon einie Erfahrungen gemacht die recht einschneidens waren.

Bisher hat bei mir keine Beziehung über 5 Jahre gehalten und ich habe (hoffentlich) aus meinen Fehlern gelernt und auch Fehler bei den Ex-Partnern gesehen. Ich habe beruflich und auch privat fast ausschließlich mit Männern zu tun. Bin Kollegin, Kunmpel und Freund.
Höre sehr viele "Storys" aus dem Eheleben und von den Gedanken der Männer. Wohlgemerkt, nur deren Seite und nicht die der frauen.
Themen sind, wie hier im Forum auch meist: Frau meckert immer, sehr hohe Erwartungen, zu wenig Sex,....

Ich bin 30, bisher kinderlos und nicht verheiratet. Habe einen Parter der dazu bereit ist, ich kann es mir mit Ihm besser vorstellen wie mit den anderen Beziehungen vorher. Er selbst hat schon Kinder und liebt sie sehr. Ich sehe wie er mit ihnen umgeht. Nahezu alles ist so wie es meiner Meinung nach sein sollte.

Nun habe ich aber große Zweifel, denn ich habe aus verschiedenen Grunden sehr wenig Vertrauen in die Menschen.

Wie verändert sich Mein Körper? Ich achte auf mich, bin aktiv und ganz schön eitel.
Was ist wenn ich später keine Lust mehr auf Sex habe? Ich weiss das eine Beziehung ohne Sex auf dauer einfach nicht funktioniert.
Schaffen wir das zusammen? Alleinerziehend möchte ich möglichst nicht sein, obwohl das sicher auch schaffbar wäre.
Wofür das Studium in das ich viel Zeit investiert habe? Ich weiss dass Kariere und Familie zugleich für mich nichts wäre.
Wie finde ich wieder in den Job? usw....

Diese Gründe halten mich stark davon ab obwohl mir der Gedanke ein Kind zu haben gefällt (vor allem mit diesem Mann).
Von einer Biologischen Uhr merke ich übrigens nichts. Jeder sagt mir "wart nur ab blabla..." aber esist da keine Uhr.
Ich denke schon seit ein paar Jahren auf diese Weise darüber nach und je mehr ich höre/lese, desto weniger glaube ich daran das es funktionieren kann. Nicht nur im Bekanntenkreis auch eben hier sind immer die selben Gründe das Problem. Kaum einer berichtet davon wie toll alles ist.

Ihr könnt nun sagen "sei nicht so egoistisch" oder "dann lass es eben" oder "es wird schon klappen" oder " "wenn dien man dich liebt dann..." "mach doch Sport für deien Körper" und so weiter.

Aber das reicht mir nicht. Ich möchte es nicht drauf ankommen lassen und
weiss auch dass es nie eine Sicherheit gibt. Daher stecke ich in diesem Teufelskreis.

Mich interessiert nun: Hattet ihr ähnliche Zweifel und wie habt ihr euch entschieden?

Beitrag von redrose123 15.10.10 - 14:06 Uhr

Ich finde deine Überlegungen gut, es gibt Menschen die wollen Kinder und können das packen, andere bekommen Kinder und packen es nicht weil sie nicht drüber nachgedacht haben usw.

Ich finde jeder muss das für sich entscheiden ob mans will, und versuchen obs was ist, hört sich für mich an wie ein Auto Probezufahren welches man aber wieder abgeben kann wenns nicht passt.....Deshalb #pro für deine Überlegungen. Was du machen solltest deine Bedenken deinem Partner mitzuteilen, sonst wäre es unfair wenn er unbedingt noch Kinder will.....#winke

Beitrag von litalia 15.10.10 - 14:07 Uhr

Hallo :-)

was ich sagen muss ist, andere leute sind nicht das maß der dinge ;-)
andere menschen, andere beziehungen... das alles kann man nicht so ernst nehmen.

jeder mensch ist individuell.

klar gibts das typische: frau meckert, wenig sex, mann geht fremd.... etc etc.

ABER es gibt auch viiiiiieeele andere beispiele über paare die schon jahre, jahrzehnte glücklich sind, die sich nehmen so wie sie sind, die zufrieden sind, die sich nie betrügen würden, die jedes problem meistern.

nur, genau diese menschen reden nicht darüber und hängen es nicht an die große glocke ;-)

menschen sind sensationsgeil, wen interessiert schon die 20 jährige ehe von nebenan? viel interessanter ist doch das junge paar wo regelmäßig teller und tassen fliegen.

lass dich nicht von negativ beispielen anderer leute runter ziehen.

aus meiner familie gibts gute beispiele: großeltern 43 jahre verheiratet, eltern 23 jahre verheiratet, schwiegereltern 32 jahre verheiratet ;-)



es gibt NIE eine garantie aber die gibts für nichts im leben. manchmal darf man sich nicht so den kopf zerbrechen sondern muss auf seinen bauch hören. was sagt denn dein bauch?

vielleicht sieht dein körper nach der schwangerschaft erstmal etwas anders aus, vielleicht habt ihr erstmal weniger sex und mehr schlaflose nächte.
aber eine gute beziehung hällt das locker aus und man kann vieles schaffen/verändern.

schwangerschaftsstreifen stellen keinen weltuntergang dar und verblassen auch mit der zeit ;-)

alles gute

Beitrag von zucchini78 15.10.10 - 14:16 Uhr

Vielleicht solltest du dir eine Frage stellen zum Thema Kinderwunsch: Kannst du dir ein Leben ohne Kind(er) vorstellen? Also nicht jetzt, sondern in 20-30-40 Jahren? Irgentwann muss man sich entscheiden, ob man Kinder möchte oder nicht. Du hast ja noch ein bischen Zeit, nur irgentwann ist es eben zu spät.

Wie dein Körper danach aussieht, kann dir keiner sagen. Du kannst dann aber das beste aus der Situation rausholen. Und auch ohne Kind wird sich dein Körper verändern - man wird eben älter. Oder auch durch Krankheiten.

Wirst du noch Lust auf Sex haben? Wird deine Beziehung halten? Und behältst du deine Arbeit?
Keine Ahnung, aber auch das alles kann dir ohne Kind passieren.


Ich hatte auch eine Menge Zweifel. Kann ich das schaffen? Werde ich eine gute Mutter sein? Hält das unsere Beziehung aus? Was wird mit meiner Arbeit.....Aber ich hatte auch das Bauchgefühl, dass es der richtige Zeitpunkt für ein Kind ist und ich nicht ohne Kinder leben möchte. Es ist definitiv nicht alles toll und vieles anders, aber in positiver Hinsicht. Arbeit und Kind ist stressig, aber ich habe auch nicht studiert, um zu Hause rumzusitzen. Und mit dem nötogen Ehrgeiz bekommt man das alles hin. Mal besser und mal weniger gut ;-)


Mach was dir wichtig ist.
LG

Beitrag von anna_lucas 15.10.10 - 14:20 Uhr

Ich habe mal gelesen (und finde es trifft den Nagel auf de Kopf): Die meisten Leute bekommen Kinder denn es ist das kleinere Übel.

Wie stellst Du Dir denn Dein weiteres Leben vor? Wenn Du dann mal 50 oder 60 bist, hast materiell alles (bist studiert) und kannst es mit keinem teilen außer dem Partner?

Und dann, wenn Du alt bist, geht Dein Körper doch auseinander (wirst evtl. dicker, graue Haare, Falten, das übliche halt...).

Und später sitzt Du dann alleine im Altersheim, keiner kommt Dich besuchen und dann stirbst Du, keiner da der um Dich trauert... (Das habe ich jetzt mit Absicht etwas überzogen dargestellt.)

Für mich ist Familie alles. Wir haben schon schwere Zeiten durchgemacht (Trauerfälle noch und nöcher) und wenn ich in der Zeit meine Kinder nicht gehabt hätte, die mir zeigen das das Leben doch noch einen Sinn haben, das das Leben weitergeht, so oder so...

Ich wünsche Dir alles Gute.

Beitrag von rosenrot1974 15.10.10 - 14:39 Uhr

Ich habe eine Freundin... Ihr ging es genauso wie Dir.

Sie wurde irgendwann ungeplant schwanger. Die diese Zweifel währten die ganze SS über weiter. Es ging so weit, dass sie ein Mal im 8. Monat weinend von einem Spielplatz ging weil sie sich einfach nicht vorstellen konnte, dass das ihr Leben ist.

Beim Anblick ihres Sohnes bei der Geburt waren all diese Gedanken SCHLAGARTIG weg. Sie war von der ersten Sekunde an einfach nur verzaubert von diesem Wesen und sagt Heute er ist das BESTE war ihr je passiert ist. Und Heute ist es ihr sogar egal, ob ihre Partnerschaft das aushält oder nicht.

Manchmal ist es so... Dass diejenigen, die die meisten Zweifel hegen am Ende am wenigsten Probleme haben.

Sie hat weitaus weniger Probleme mit ihrem Mutter-dasein als viele verheiratete Frauen mit geplanten Kindern in unserem Umfeld.

Rosenrot

Beitrag von gh1954 15.10.10 - 14:43 Uhr

Du gehst das "Problem" Kind ja oder nein so sachlich an wie die Frage: Mercedes oder doch lieber BMW.

Ich meine, solange du überhaupt keinen richtigen Kinderwunsch hast, solltest du das Thma ruhen lassen.

>>>obwohl mir der Gedanke ein Kind zu haben gefällt <<<

Das ist etwas wenig.

>>>Ich möchte es nicht drauf ankommen lassen<<<

Das Leben mit Kindern ist ein einziges darauf ankommen lassen und sich ständig nach Unvorhergesehenem richten müssen.

Beitrag von ug2712 15.10.10 - 15:07 Uhr

Wenn ich deinen Text so lese, kommt mir doch der Gedanke, dass dir ein Kind wohl sehr gut tun würde, dann könntest du dir nicht mehr so viele Gedanken um dich selbst machen :-p.

Aber Spaß bei Seite.
Grundsätzlich finde ich es gut, sich genau diese Gedanken vorher zu machen und dann zu entscheiden.
Was bei dir aber definitiv noch fehlt, ist der Kinderwunsch.
Der kommt auch nicht immer bis 30, bei mir hat es auch etwas länger gedauert.
Wenn der Wunsch erstmal da ist, kannst du dir immer noch Gedanken machen, dann wirst du sicher für jedes Problem eine Lösung finden.

Beitrag von lieber anonym 15.10.10 - 15:19 Uhr

Hallo und danke für eure Antworten!
Es ist eine gutes Gefühl eure außenstehenden Meinungen zu lesen.

Hm... ich bin leider von Zweifel und Angst zerfressen und mache mir daher so viele Gedanken.
Ja, es klingt sachlich was ich schreibe. Das ist meine Art mit eben diesen Dingen umzugehen, da ich von Natur aus eher emotional bin, kompensiere ich dieses mit realistischen Gedanken.

Meinem Partner habe ich davon erzählt. Er findet es gut, dass ich darüber nachdenke und nicht "überstürzen will" er meint er habe es nicht eilig und wenn es nicht sein soll wäre es für ihn kein Problem (er hat ja schon Kinder).


@Rosenrot
Die Geschichte deiner Freundin klingt sehr schön.
So etwas kann man nur jedem wünschen dem dieses widerfährt.

@gh1954
Ja, genau weil es "etwas wenig" ist, denke ich ja darüber nach. Wenn es mir ganz egal wäre könnte ich es ja sien lassen ;-)

@anna_lucas
Wie ich mir mein Leben vorstelle? Das weiss ich noch nicht so genau.
Ich weiss ich möchte auf jeden Fall arbeiten und finanziell möglichst unabhängig sein und eine funktionierende Beziehung führen.
Was das Leben im Alter angeht bin ich recht entspannt. "Nur" um später nicht allein zu sein würde ich kein Kind bekommen wollen. Da gibt es auch andere Möglichkeiten, denke ich. Freunde, Bekannte, "Oma Kaffeeklatsch" und so Dinge ;-)

Beitrag von marleni 16.10.10 - 09:54 Uhr

Ich würde einfach warten, bis der Kinderwunsch kommt oder eben nicht. Hast ja noch 10 Jahre Zeit. Und falls es dann nicht mehr klappen sollte, wirst Du auch nicht daran zerbrechen, und das ist gut so.

Ich habe ein Kind und bin schwanger mit dem zweiten, ich liebe mein Kind und auch mein neues Leben, das ich seit zwei Jahren führe, und natürlich könnte ich mir nie vorstellen, mein Kind wieder herzugeben. Und trotzdem bin ich sicher, dass ich auch ohne Kind(er) nicht unglücklich wäre. Es wäre halt anders. Ich hätte meine Karriere weiter verfolgt (arbeite jetzt zwar auch, aber die klassische Karriere ist vorbei und ich will sie auch gar nicht mehr), hätte viel Geld verdient (jetzt halt nur halb so viel), vielleicht eine tolle, nicht kindgerechte Altbauwohnung gekauft und weiter die Welt bereist. Mir vielleicht den ein oder anderen Traum erfüllt und so weiter. Ich hätte andere Freunde und ein anderes Leben, aber es wäre auch gut.

Das Leben mit Kind(ern) ist: Wunderschön, anstrengend, erfüllend, nervenaufreibend, bunt, hektisch, laut, arbeitsam und sehr, sehr lustig. Man erlebt sehr viel, jeder Tag ist anders, es gibt unglaublich viele "erste Male", man kommt an seine Grenzen und geht darüber hinaus.

Aber was man - gerade am Anfang - kaum hat: Zeit für sich selbst und die ureigenen Interessen. Man muss zurückstecken. In allen Bereichen. Muss auf Zeit, Geld, Zweisamkeit verzichten.

Dafür bekommt man natürlich etwas, was man nicht beschreiben kann: ein eigenes Kind. Diese Wesen sind unglaublich toll, genauso, wie sie unfassbar nerven können.

Mir hat mein Kind gut getan, ich wäre sonst wahrscheinlich immer mehr zur Egoistin geworden. Jetzt muss ich zwangsläufig erst an das Kind denken und dann an mich. Das ist nicht immer schlecht!

Was den Körper angeht: Ganz ehrlich, seit ich mein Kind habe, bin ich viel zufriedener und selbstbewusster. Obwohl mein Körper sicher objektiv gesehen nicht mehr ganz so straff ist wie vorher, aber das hat auch mit dem Alter zu tun, die Schwangerschaft hat wenig verändert. Aber meine Einstellung ist eine ganz andere. Dieser Körper hat ein Kind ausgetragen und tut das gerade mit einem zweiten, und ich bin ihm dankbar dafür, dass er das so gut hinbekommen hat. Orangenhaut hatte ich schon mit 25, so what? Und ich war zwischen meinen Schwangerschaften so schlank wie nie zuvor. Allerdings war es mir auch so egal wie nie zuvor ;-)

Ich bin auch eitel und ich schminke mich, achte auf Kleidung und Haare. Aber trotzdem, es ist mir nicht mehr soooo wichtig. Ist doch eh alles äußerlich und vergänglich.

Auch was den Job angeht: Ich arbeite ca. 40 Stunden die Woche (wobei mein Kind 30 Std. in die Kita geht), früher waren es 60, und ich verdiene die Hälfte von vorher. Aber auch das ist mir nicht mehr so wichtig.

Karriere kann auch so hohl sein. Ich habe eine Bekannte, die ist Ende dreißig und klettert schnell die Karriereleiter rauf. Sie macht Produktmanagement für einen linksdrehenden Joghurt und fährt einen schicken Dienstwagen. Sie hat Geld ohne Ende und ihr Job ist unglaublich wichtig. Ich freu mich für sie, wenn ihr das Ganze Spaß macht, aber man muss mal den Tatsachen ins Auge blicken. Sie hilft mit, damit eine große Firma über den Verkauf eines linksdrehenden Milchprodukts mehr Geld verdienen kann. Da ist vielleicht schon die Überlegung erlaubt, ob das reicht, um eine ganzes Leben mit Sinn zu füllen? Nur mal so.

So, jetzt muss ich mich um mein Kind kümmern, Alleinzeit ist vorbei ;)

Lass es auf Dich zukommen! Es kommt wie es kommt!

LG
M.

Beitrag von landmaus 15.10.10 - 15:49 Uhr

Hallo,

warum sollte Deine biologische Uhr denn schon ticken? Du bist doch erst 30. Ganz platt gesagt, ist jetzt biologische Halbzeit. Ich würde an Deiner Stelle gar nicht darüber nachdenken. Entweder der Kinderwunsch kommt oder er kommt nicht. Das ist alles.

Ich selbst wollte immer später Kinder. Ich bin schon lange verheiratet und Kinder waren nie ein Thema. Irgendwann wollten wir wahrscheinlich welche, aber wann genau? Keine Ahnung. Und dann kam der Kinderwunsch urplötzlich doch. Wir haben renoviert, ein richtiges Nest gebaut, meine tage blieben aufgrund des Streß aus, wir dachten ich bin vielleicht schwanger, haben einen Test gemacht. Und? Ergebnis negativ.
Man was waren wir enttäuscht. Da dämmert es uns dann, dass es vielleicht Zeit wäre ein Baby zu bekommen. Ein paar Wochen später war ich schwanger.

Und mein Beruf? Meine Karriere? Ich hab immer gedacht, wenn ich mal Kinder kriege, dann bin ich so eine italienische Mama. Auch da hab ich mich gettäuscht. Ich hab kaum den Mutterschutz ausgehalten, wir haben uns selbständig gemacht, ein zweites Kind bekommen, ich hab noch eine weitere Qualifikation erworben und arbeite heute etwa 60 Stunden pro Woche. Mein Mann auch. "In guten wie in schlechten Zeiten" hat in den letzten 5 Jahren für mich eine ganz andere Bedeutung bekommen. Es war ein langer und anstrengender Weg, mein Leben fordert mich jeden Tag und an manchen Tagen auch über meine Grenzen hinaus, aber ich würde nichts, auch gar nichts davon missen wollen.

Und die Kinder? Unsere Kinder sind 45 Stunden/ Woche in der Kita. Beide lieben das und lieben natürlich auch ihre Bezugserzieher. Teilen ist da manchmal schwer. Ich liebe die beiden nämlich wie verrückt. manchmal gehen Sie mir auch auf die Nerven, sind anstrengend oder unausstehlich, aber: Das Glücksgefühl, das meine Kinder in mir auslösen, ist mit nichts auf der Welt zu vergleichen. Sie zu erleben, mit ihnen zu schmusen, von unserem jeweiligen Tag zu erzählen, Bücher zu gucken, Spiele zu spielen, uns zu zoffen und auseinanderzusetzen, den beiden die Welt zu erklären und dafür von Ihnen das Leben erklärt zu bekommen, löst eine unglaubliche innere Zufriedenheit in mir aus. So eine ganz tiefe Wärme. Das ist unfassbar schön.

Lass ihm einfach Zeit. Es ist in Ordnung zu warten, bis der Wunsch aus Dir heraus kommt. Jeder hat einen eigenen Lebensrhythmus und jeder hat seine Berechtigung.

Liebe Grüße

Beitrag von sniksnak 15.10.10 - 16:08 Uhr

Ja also das ist schon sehr rational, fast kühl, wie ich finde! ich gebe gh recht, es klingt, als ginge es um eine materielle Anschaffung (naja, vielleicht kann man das ja so sehen *hust* kleiner Scherz...)...

Auf deine Fragen gibt es keine auf jeden treffende Antworten, wie hier schon gesagt wurde: Jede(r) ist individuell.

Zur Figur: Viele gehen mit Riesenbauch ins Krankenhaus, kommen fast ganz schlank mit Baby wieder raus. Andere knabbern Monate lang an 6 blöden Kilos ( #aerger #heul ). Die Einen kriegen massig Schwangerschaftsstreifen, die Anderen eben nicht ( :-D ).
Ich weiss nicht, ob ich einen Kinderwunsch von solchen - leider vergänglichen - Oberflächlichkeiten abhängig machen würde!

Zum Beziehungsleben: Ja, die Beziehung verändert sich! Den Grund sehe ich darin, dass sich eben auch beide an der Beziehung beteiligten Personen verändern. Es KANN passieren, dass BEIDE mal gestresster sind, als vor den Baby und es kann bestimmt auch mal "meckeriger" zugehen.
Ob es weniger Sex als vorher geben wird, hängt von vielen Faktoren ab: Wie war die Geburt? Wie "anstrengend" ist das Kind - schläft es gut und viel oder nur an Mamas Brust oder auf Papas Arm? Versteht man sich noch? Stillt Mutti? Etc... Ich glaube aber, wenn man eine Basis hat und das Kommunizieren nicht verlernt hat, klappt das. Hochs und Tiefs gibt es sicher immer mal...

Jobs... Schafft man! Meine Tochter ist 8 Monate alt und ich gehe seit September nachmittags, wenn mein Mann von der Arbeit kommt, wieder arbeiten - und bereite mich nebenbei auf meine Abschlussprüfungen an der Uni vor. Es geht alles, man muss es nur organisieren und an einem Strang ziehen.

Zur Frage ob ich ähnliche Zweifel hatte: Ja. Allerdings hab ich mir um meine Figur keine Sorgen gemacht und bin davon ausgegangen, dass sicher wieder alles wird wie vorher... Nö.

Ach und last but not least - keiner berichtet im Bekanntenkreis, wie toll das ist: Ich glaube, dass viele ein Kind als viel zu selbstverständlich sehen und oft die Müdigkeit überwiegt. Also wird gejammert.
Ich bin TOTMÜDE! Echt. Mehr als 4 Stunden am Stück krieg ich seit knappen 8 Monaten nicht, boah und die kann Krach machen, die Kleine - unglaublich. Und nervig manchmal. ... Aber morgens, wenn sie den zweiten Teil der Nacht zwischen mir und meinem Mann geschlafen hat und dann aufwacht, zieht sie solange an meinen Haaren, bis ich mich endlich umdrehe (um 6 Uhr)... Und dann strahlt dieses Kind über's ganze Gesicht! Dann ist alles vergessen :-D

LG
sniksnak

Beitrag von agostea 15.10.10 - 16:53 Uhr

Die Frage Kinder oder nicht, stellte sich mir nicht. Ich verunfallte einfach und habe mich im Doppelpack unkontrolliert vermehrt. #rofl Mit 32. Karriereorientiert, unabhängig, finanziell frei - das war dann erstmal Essig.

Vorher schlank und nett proportioniert,war ich dann zwar zügig wieder schlank, aber nicht mehr so nett proportioniert#schwitz

Dann haute der "Vadder" auch noch ab - alleinerziehend. Bingo. Ich hatte das volle Programm gebucht. Juchuu! #augen Das sind die Dinge, die braucht die Welt echt nicht.

Was ICH aber brauch(t)e, sind meine Kinder. Trotz allen Widrigkeiten - ich habe nie auch nur eine Sekunde überlegt, oder gehadert.

Sie sind da, sie sind ein Teil von mir. Sie sind mein Leben.

Glaub mir - mein Leben war vor den Kindern alles andere als langweilig. Aber Rückblickend betrachtet war es nicht halb so erfüllt, wie heute.

Ok, das weiss man natürlich nicht....vorher. :-) Lass dir Zeit.

Gruss
agostea

Beitrag von fancy82 15.10.10 - 17:07 Uhr

meiner meinung nach machst du dir viel zu viele gedanken. ich finde es sehr schade, dass wegen solcher gedanken die meisten frauen sehr spät oder gar nicht kinder bekommen.

ich kenne frauen, die wegen solcher gedanken das kinder kriegen verpasst haben und heute (mit über 50) das lange zögern bitter bereuen, sogar schwerste depressionen deshalb bekommen haben oder mit mitte 50 versuchen, mit teuren künstlichen befruchtungen das doch noch nachzuholen.

ich selbst bin mit 20 geplant schwanger geworden, habe dennoch ausbildung und studium erfolgreich absolviert und immer mein eigenes geld verdient und würde es immer wieder so machen.

dazu muss ich auch noch sagen, dass ich selbst ein kind sehr später eltern bin und darüber recht unglücklich war (meine eltern wurden für meine großeltern gehalten), für mich war darum klar: so früh wie möglich kinder oder gar keine.

also: trau dich, zumal dein partner anscheinend sehr hinter dir stehen würde #klee

Beitrag von kleenerdrachen 15.10.10 - 18:05 Uhr

Ich denke, wenn man sich mit dem Gedanken trägt ein Kind zu bekommen, dann überlegt man schon auf eine ähnliche Weise wie du es ja auch tust. JEder hat halt seine Gedanken- aber viele Dinge werden sich überschneiden: ist es der richtige Partner? was wird aus meinem Job? würde ich es notfalls auch allein schaffen?

Ich denke, du solltest mal dein Herz fragen, ob es für ein Kind bereit ist, du wirst es spüren!

Beitrag von asimbonanga 15.10.10 - 19:32 Uhr

Hallo,
ich kann deine rationalen Gedankengänge sehr gut verstehen.Es ist letztendlich nur deine Entscheidung ob du ein Kind bekommst oder nicht.
Im Vorfeld habe ich mir auch viele Gedanken gemacht,besonders darüber, wie ich nicht werden wollte.
Allerdings war mir immer klar, das ich irgendwann mal ein Kind haben würde, eher später als früher.Eines wohlgemerkt, gut zu integrieren in den Arbeitsalltag.
Es wurden dann drei Kinder- ich lernte sogar Kuchen backen und kochen.;-)
Ich behaupte trotzdem mir selbst treu geblieben zu sein und nicht komplett in die Babyfallen getappt zu sein.
Für meine Eitelkeit habe ich etwas getan--z.B. viel mehr Sport als vor den Kindern gemacht, nach spätestens 6 Monaten waren die Babypfunde weg.Das Interesse für meine äußere Erscheinung verschwand auch nicht durch die Kinder. Meine finanzielle Unabhängigkeit konnte ich mir erhalten, als meine erste Ehe scheiterte, ging es auch ohne Mann.
Heute würde ich sagen, ich könnte auf vieles verzichten---------auf meine Kinder nicht.
Es ist eine Freude sie aufwachsen zu sehen-auch wenn es manchmal Kummer und Sorgen gibt.
Wirklich hilfreich kann auch ich nicht antworten----wann und ob es losgeht mit dem Kinderwunsch macht sich unterschiedlich bemerkbar, da kannst du nur auf dein Bauchgefühl hören.

L.G.


Beitrag von nini.78 15.10.10 - 19:59 Uhr

Ich habe gerade meine 16 Monate alte Tochter ins Bett gebracht - zum ersten von vermutlich drei Malen heute abend.
Seit der Geburt habe ich nie mehr als vier Stunden Schlaf am Stück bekommen, und die nur in absoluten Glücksfällen.
Früher hatte ich eine Frisur, heute habe ich Haare.
Früher hatte ich eine ganz nette Figur, heute sieht nach der SS und das Stillen alles etwas derangiert aus.
Früher war ich super organisiert und trotzdem immer für spontane Ideen zu haben, heute ist selbst eine einzelne Übernachtung auswärts dank gefühlter 12 Tonnen Kinderkram quasi eine Weltreise.

Ich war in meinem ganzen Leben noch nie so müde, aber auch noch nie so glücklich und ausgefüllt!
Zu sehen, wie dieser Minimensch, dessen Mutter ich sein darf, wächst und gedeiht, jeden Tag ein Stückchen Welt entdeckt, ist ein Geschenk, das man sich vorher nicht vorstellen kann.
Meine Tochter anzusehen löst in mir immer noch und immer wieder eine überwältigende Mischung aus Stolz und Ehrfurcht und Liebe und wildem Glücksgefühl aus, wie es keine bestandene Uniklausur, kein Lob vom Chef, keine Gehaltserhöhung oder kein Wellness-Wochenende mit meinem Partner je gekonnt hätten.

Allerdings war es für mich nie eine Frage, ob ich Kinder haben will - eher, ob ich welche bekomme, unser Weg war recht steinig. Aber es hat sich jede Etappe davon gelohnt.

Liebe Grüße,
Nini
(die beim Durchlesen festgestellt hat, dass das eigentlich nur eine sehr indirekt Antwort auf Deine Frage ist, wenn überhaupt)


Beitrag von nini.78 15.10.10 - 20:01 Uhr

Ich kaufe ein "durch": "durch das Stillen" #schwitz

Beitrag von hannih79 15.10.10 - 20:40 Uhr

Hallo,

erstmal finde ich an deinen Überlegungen grundsätzlich nichts Ungewöhnliches.... ich habe mir (fast) all diese Gedanken auch gemacht.
Das mit dem Job verstehe ich allerdings nicht - den verlierst du doch durch Kinder nicht ?!? #kratz

Allerdings wusste ich IMMER, dass ich Kinder haben möchte - wie sieht es denn da bei dir ganz grundsätzlich aus ????

Zweifel kommen immer auf (ob man es schafft, wie sich der Körper verändert, ob die Beziehung das aushält )..... aber jeder Körper, jeder Mensch, jede Beziehung "reagiert" ja anders auf eine Schwangerschaft und Kinder..... man wird erst eine Antwort auf all die Fragen haben, wenn man selbst die Erfahrung macht, und " ins kalte Wasser gesprungen ist".

Die Herausforderung ist groß, und das bisherige LEben verändert sich stark, aber wenn man Kinder haben möchte, nimmt man diese Dinge gerne in Kauf. #verliebt

So war es bei mir, und ich bin ziemlich schnell nachdem ich mit meinem Partner zusammen kam, schwanger geworden ( geplant ) - habe garnicht erst ZU lange darüber nachgedacht - und ich bereue nichts - ganz im Gegenteil....... die Zweifel, die ich vorher hatte, waren absolut berechtigt, aber ich schaffe alles gut, und bekomme sooooo viel von meinem Mäuschen geschenkt...... das kann durch nichts im Leben ersetzt werden . glaub mir #verliebt

LG
Hannih

Beitrag von claerchen81 15.10.10 - 20:43 Uhr

Hi,

nur meine bescheidene Meinung: ich gewinne in deinen Texten den Eindruck, dass du ein vorsichtiger/ängstlicher und daher kontroll-verliebter Mensch bist (Vermeidungsverhalten, Lebensbereiche wählen, die kontrollierbar sind, um "Gefahrensituationen" auszuweichen).

Kinder haben und aufziehen (das bekommen ist ja nicht das einzige an der Sache) ist jedoch im Grunde etwas für mutige, risikofreudige (oder zumindest akzeptierende) Menschen. Nichts macht so verletzlich, so unsicher wie ein Kind, denn niemand wird dir jemals so nah und wichtig und gleichzeitig so unkontrollierbar sein.

Andererseits: no risk, no fun. Mag ein dämlicher Slogan sein, stimmt aber im Grunde in Bezug auf das ganze Leben. Solange man nicht gerade eine psychische Störung hat, werden Kinder (um genau zu sein: ein Kind) als unglaublich bereichernd und glücklich machend empfunden, für viele sogar erfüllender als alles andere.

Wenn dich meine bescheidene Meinung interessiert: überleg dir mal, wovor du solche Angst hast. Dass du das Leben niemals kontrollieren kannst, solltest du wissen - so sehr du es auch versuchst. Du wirst alt werden und weniger ansehnlich, vielleicht sogar krank, vielleicht hast du sowieso irgendwann man keine Lust mehr auf Sex, deine Gedankenleistung wird nachlassen, die Jüngeren werden dich im Job überholen.
Das ist die Vergänglichkeit unserer Welt. Wenn alles, worüber du dich jetzt definierst, also vergeht: was bleibt von dir? Und soll überhaupt etwas bleiben? In dem Herzen deines Kindes wirst du auf ewig sein - ob es das nun will oder nicht (gibt ja auch grausame Eltern, aber auch die hinterlassen etwas in ihren Kindern).

Mein Mann und ich haben uns geschworen, diese ewige Jammer-Litanei der Familien um uns rum nicht zu übernehmen, haben uns nämlich auch darüber geärgert, dass immer nur schlechtes berichtet wurde, das gute aber verschwiegen (und ich empfinde es immernoch als einfach unbeschreiblich toll, Kinder zu haben!)

Wenn es dich also beruhigt: ich habe NACH der Elternzeit unseres Sohnes einen super Karrieresprung gemacht, eben WEIL sich mein Verhalten/ meine Weltsicht durch ihn geändert hat und mich dies im Job unglaublich weiter gebracht hat. Außerdem sah ich auch noch besser aus als vorher, wog auch weniger. Unser Sexleben ist - nach der Schwangerschaft und dem Wochenbett - wieder so wie vorher geworden. Es wird nicht automatisch alles schlechter danach, aber über die schlechten Sachen sprechen die Menschen leider eher als über die Guten, zumal gerade die positiven Dinge so leise stattfinden (das eigene Kind im Schlaf beobachten... ein tägliches Wunder!).

Also: denk ruhig noch eine Weile nach, vor allem über dich selbst und deine Lebenseinstellung und was du am Ende deines Lebens mal erreicht haben möchtest. Ein paar Jahre hast du ja noch Zeit (hoffentlich: siehe Kiwu-Forum).

Ich kenne wenige Menschen, die wirklich keine Kinder wollen (die sind aber mit sich im reinen und zweifeln nicht), aber viele, die Angst davor haben.

Gruß, C.

Gruß, C.

Beitrag von eisprinzessin. 15.10.10 - 20:55 Uhr

Liebe "lieber anonym",

ich finde du machst dir viel zu viele Gedanken über ungelegte Eier, obwohl es im Prinzip nicht schlecht ist, dass du dir da so viele Gedanken machst.
Du kannst in deinem Leben nicht alles planen und kontrollieren. Wieviel du zunehmen wirst, ob du danach wieder alle pfunde verlieren wirst, ob du schnell wieder einen Job findest oder nicht...das kannst du doch garnicht kalkulieren und das kann niemand dir vorhersagen.

Auch wie das alles wird, kann man nicht planen.

Ich habe damals nicht schlecht gestaunt, weil ich mir das Leben mit Kind stressfreier vorgestellt hatte.

Und dann saß ich eines Tages alleinerziehend mit einem einjährigen Kind da. das war für mich der Supergau, hatte ich doch alles was man sich wünscht und "wie es sein sollte", jedenfalls äußerlich. Verheiratet, Haus, Mann mit gutem Job...und ich liebte meinen Mann von Herzen. Dass er eines Tages mal zum Arschloch mutiert, hätte ich auch niemals gedacht.

Was ich damit sagen will ist, dass man heutzutage lieber einplant alleinerziehend zu werden (hört sich bescheuert an, ist aber so). Wenn du dir vorstellen kannst auch dann ein Kind zu wollen, ist glaub ich dein Wunsch stark genug :-)

Ich liebe mein Kind über alles und bin froh, dass ich es habe- ohne Kind ging es mir zwar früher auch nicht schlecht, aber heute ist es der Sinn meines Lebens:-)

Zweifel hatte ich damals keine. Für mich war die Schwangerschaft zwar überraschend schnell eingetreten (gerade erst Pille abgesetzt und dann direkt beim ersten "kritischen" Mal in den fruchtbaren Tagen hat es dann geklappt) aber dass es selbst dann nicht funktionieren kann, wenn offensichtlich alles stimmt, dafür bin ich das beste Beispiel.
Gedanken über meine Figur o.ä. hab ich mir nicht gemacht. Für mich war nur wichtig, dass ich mich gesund ernähre und dass ich es schaffe mit rauchen aufzuhören#cool
Beruflich einsteigen wollte ich wieder nach einem Jahr in Teilzeit, was dann aber leider an der Trennung scheiterte (hatte gerade ein Jobangebot und musste dann wegen der Trennung umziehen).

Ich wünsch dir alles Gute und dass du für dich mit dir ins Reine kommst.

LG

Beitrag von clautsches 16.10.10 - 16:17 Uhr

>>Glaub mir - mein Leben war vor den Kindern alles andere als langweilig. Aber Rückblickend betrachtet war es nicht halb so erfüllt, wie heute. <<

Dieser Satz von Agostea trifft für mich den Nagel auf den Kopf! #pro

Ich bin völlig ungeplant schwanger geworden und hatte damit sehr massive Probleme. Erst einige Zeit nach der Geburt habe ich angefangen, mich voll und ganz auf meinen Sohn einzulassen.

Inzwischen ist dieses wunderbare Wesen 3,5 Jahre alt und ich bin schon lang alleinerziehend. Und ich frage mich jeden Tag, was ich denn vor seiner Geburt jemals Sinnvolles gemacht habe.. #gruebel

Alles Gute!
LG Claudi