Ist das normal ?

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von stern8 15.10.10 - 17:22 Uhr

Hallo!

Und zwar geht es um meinen Sohn, der ist 6 Jahre alt.

Zur Zeit rastet er wegen jeder Kleinigkeit aus. Bei den Hausaufgaben, wenn ihm die Buchstaben oder Zahlen nicht gelingen, wenn er etwas spielt z.B. Lego und es funktioniert irgend etwas nicht so wie er will. Im Fußball, wenn er nicht gewinnt usw... Er wirft dann alles von sich, das aller schlimmste er (flänt)weint, er schreit dann usw.
Weiß gar nicht, wie ich mit ihm umgehen soll. Ich versuch ihm zu erklären, das die Hausaufgaben trotzdem so in Ordnung sind oder wenn er Lego baut er das mal anderst probieren soll. Aber es muß alles nach seinen Vorstellungen gehen. Sonst rastet er aus.
Er weiß auch meist gar nicht was er Anstellen soll, dann wird halt sein kleiner Bruder 3 Jahre geärgert und dann habe ich 2 Kinder mit gebrüll-

Ist das eine Phase? Wie kann ich ihm helfen diese Ausraster besser in den Griff zu bekommen? Das es so OK ist was er macht, oder das er noch einfach viel in seinem Leben üben muß, oder das manche Sachen auch halt einfach nicht funktioniern.


Danke Stern 8

Beitrag von bine3002 15.10.10 - 18:04 Uhr

"Das es so OK ist was er macht, oder das er noch einfach viel in seinem Leben üben muß, oder das manche Sachen auch halt einfach nicht funktioniern."

Alles irgendwie.

Wenn meine Tochter z. B. anfängt zu zetern, weil etwas nicht so klappt, und ich bin nicht im Zimmer, dann laufe ich zu ihr und frage erstmal, was denn los ist. Dann kommt "Buuuuuaaaaaah, das geht nicht." Ich sage dann: "Ach Gott und ich dachte, Du hättest dich verletzt oder so. Was geht denn nicht?" Obwohl ich schon am Zetern gehört habe, dass sie sich nicht verletzt hat, das klingt anders. Aber es geht mir darum, ihr zu zeigen, dass es weitaus Schlimmeres gibt.

Wenn sie dann heulend und zeternd erklärt, was überhaupt los ist, sage ich: "Ich kann dich gar nicht verstehen, wenn Du so zeterst, erkläre es mir mal in Ruhe.", dabei streichele ich ihr über den Rücken (oder so).

Also erstmal Ruhe reinbringen.

Sie wird dann auch schon ruhiger und erklärt es mir. Ich sage dann: "Ja, aber deswegen muss man sich doch nicht so aufregen. Weißt Du, mir gelingt auch nicht immer alles und manchmal gibt es Tage, da klappt gar nichts. Das ist so im Leben. Manchmal muss man auch gaaaaaanz viel üben bis es klappt."

Gleichzeitg versuche ich sie auch in dem zu bestärken, was sie schon geschafft hat und zu motivieren, es nochmal zu versuchen, also z. B. "Guck mal da oben hast Du doch schon ein tolles 'A' geschrieben, dann schaffst Du das hier unten auch. Komm, versuch es nochmal ganz in Ruhe."

Kinder sind natürlich unterschiedlich, aber so in der Art sollte das eigentlich gehen.

Beitrag von delfinchen 16.10.10 - 17:01 Uhr

super :-)
beruhigen, erklären und bestärken.
das ist echt ein toller weg!!!

werd ich mir merken und hoffe, dass ich so ruhig bleiben kann, wenns mal soweit ist :-)

lg,
delfinchen