Muskelhypotonie daher I Kiga empfohlen....

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von minniflecki 15.10.10 - 20:51 Uhr

Hallo,

meine Kleine fällt sehr oft und kann sich nicht abfangen daher fällt sie dann auf den Kopf. Sie kam im August in den Kiga und seitdem wird nur gemeckert. Sie kann dies und das nicht ist in allem die schlechteste usw...

War jetzt bei der Lebenshilfe um abklären zu lassen was los ist da sie so oft fällt, ist mir halt auch aufgefallen und ich denke da muss jetzt gehandelt werden.
Es stellte sich raus das sie eine Muskelhypotonie hat, das erklärt ihre ungelaubliche biegsamkeit und das sie keine Kraft hat bzw sich sehr viel mehr anstrengen muss um manche Dinge zu tun. Sie empfehlen einen Integrativen Kigaplatz damit sie entsprechende Therapien dort bekommen kann.

Meine Große ist auch als I Kind im Kiga sie hat auch diese Muskelhypotonie aber nicht so stark und eine Sprachentwicklungsverzögerung die sie aber gut aufgeholt hat.

Ich dachte eigendlich das bei meiner Kleinen mal alles "normal" läuft aber das Glück scheine ich wohl nicht zu haben. Jetzt geht das ganze von vorne los und ab nächsten Sommer würde sie dann in die I-Gruppe wechseln.

Ich frage mich echt was bei uns so schief läuft und meine Kinder nicht einfach so akzeptiert werden wie sie sind. Klar ich will das ihnen geholfen wird aber sie werden als "krank"dargestellt was sie für mich nicht sind.
Die Erz. aus der Gruppe meiner Kleinen hat mich gefragt wie das denn heißt was sie hat damit sie sich informieren kann wie man mit ihr umgehen soll. Mein Gott, ganz normal nur ab und an etwas mehr helfen würde ich sagen. Mich macht das echt fertig. Will doch nur das Beste für meine Kinder aber irgendwie wird es mir super schwer gemacht.

Nicole

Beitrag von kati543 19.10.10 - 14:07 Uhr

Hallo,
ich habe auch 2 besondere Kinder. Der Große ist bereits I-Kind im Regelkiga und der Kleine kommt ab Januar in den Kiga - auch I-Kind. Beide haben unter anderem auch eine Muskelhypotonie. Beim Großen war das so extrem, dass er dadurch schon eine Fußfehlstellung bekommen hat und dann Einlagen brauchte - das mit dem permanenten Hinfallen kennen wir auch. Ein Kind mit nur einer Muskelhypotonie würde ich nie in einen integrativen Kiga geben. Ein Kind mit einer rein körperlichen Behinderung geht doch im I-Kiga ein.
Was willst du denn für dein Kind? Das Beste ist klar, aber was ist denn das Beste? Warum bist du der Meinung, dass Hypotonie keine Krankheit ist? Es ist eine. Aber mit Therapien kann man das zumindest verbessern oder ganz heilen. Also mit "etwas mehr helfen" wird sie es definitiv nie lernen. Sei doch froh, dass die Erzieherinnen so auf dich zu kommen. Es ist doch auch in der Gruppe wichtig, dass die anderen Kinder Bescheid wissen und das Mehr an Hilfe akzeptieren können.