dringende frage, bitte um hilfe

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von winterbine 15.10.10 - 20:52 Uhr

meine nachbarn haben ein kind mit down-syndrom. der kleine wird im dezember drei jahre alt und hatte noch nie irgendeine förderung. weder logopädie, noch ergotherapie noch krankengymnastik oder sonstwas. er wird behandelt wie ein gesundes kind und meiner meinung nach überfordert, da er auf n dreirad gesetzt wird, obwohl er sich nichtmal festhalten kann. lauter solche dinge. der kleine mann tut mir so leid, aber mit den eltern kann man nicht reden, denn die sagen, der kleine hat nur nen herzfehler ansonsten sei er gesund.
was soll ich tun, oder soll ich nix tun und es einfach hinnehmen und mich um meinen eigenen kram kümmern?
danke für eure antworten.

lg bine

Beitrag von skbochum 15.10.10 - 22:18 Uhr

Hallo,

also nicht jedes Kind mit Downsyndrom hat automatisch einen großen Förderbedarf.
Ich finde es in erster Linie gut, dass er behandelt wird wie ein gesundes Kind. Es wäre ja schlimm, wenn er automatisch durch das Downsyndrom wie ein krankes Kind behandelt würde ;-)

Wenn die Eltern sagen, er habe nur einen Herzfehler, warum kannst du ihnen das nicht glauben?

GrussGruss

Beitrag von butler 19.10.10 - 20:50 Uhr

Ich bin der Meinung das diesen Kindern meist zu wenig zugetraut wird. Meist können Sie viele Sachen sogar besser als normale.
#pro Bewunderung für die Nachbarn der TE

Beitrag von sabrinimaus 15.10.10 - 22:31 Uhr

Hallo Bine,

Ganz ehrlich? Ich glaube es wäre besser, wenn du dich da heraus hälst!

Meine Tochter hat zwar nicht das Down Syndrom aber ein anderes Syndrom. Unser Kia hat uns zum Beispiel dazu geraten unsere Tochter völlig normal zu behandeln! Er meinte, dass das eine der besten Förderungen wäre! Ein Kind wie ein behindertes zu behandeln macht es doch erst recht behindert. Einen großen Förderbedarf hat meine Tochter bis jetzt auch nicht! Wir machen nur Physiotherapie.
Ich setzte meine Tochter auch auf ein bobbycar, obwohl sie damit nichts anfangen kann und ich bin nicht der Meinung, dass sie das überfordert.;-)

Und nur weil ein Kind eine Behinderung hat ist es doch nicht krank.

#winke Sabrina mit Viktor (3) und Rosalie (8M)

Beitrag von winterbine 17.10.10 - 20:31 Uhr

Danke für eure antworten, ich freue mich, dass es so gesehen wird und werde mich raushalten!!

Beitrag von losel 19.10.10 - 02:58 Uhr

Sowas ist immer schwierig... ich selber habe ein Down Syndrom kind und weiß das viele down kinder Förderbedarf haben auch wenn es kein großer sein muss. (bei einem zusätzlichem Herzfehler haben laut meines wissens die meisten Down kinder einen größeren Förderbedarf als welche ohne herzfehler) Und bei einem Down kind sollte man nicht so tun als ob es "gesund" ist (zwar auch nicht als behindertes kind behandeln sondern normal mit ihm umgehen) man muss wissen ab wann wird mein Kind überfordert und wo fördere ich es weil das später auch störungen mit sich tragen kann.

Ich behandel meinen Sohn wie ich jedes Kind behandeln würde nur das ich eben das eine oder andere nicht von ihm verlangen kann oder ihn auf die selbe stufe stellen kann wie ein "gesundes" kind.

Vllt. braucht er nicht mehr förderung weil er sich so super entwickelt?! Es kommt drauf an wie alt ist er? und was kann er so in dem alter?

Aber als außenstehende ist es wirklich schwer was zu verändern oder zu helfen weil wenn die Eltern es nicht merken (bzw. Kinderarzt muss es ja mercken oder die Physiotherapeutin) dann werden sie (leider) auch nicht auf fremde oder bekannte hören.


Hoffe konnte etwas helfen Lieben gruß da lass Losel #winke