Zurück zur Uni??? Im Betrieb bleiben?

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Forum: Allgemeines

Aktuelles und Zeitloses rund um das (Familien-) Leben im Allgemeinen. Auch gesellschaftliche Themen sind in dieser Rubrik willkommen. Alles rund um den Internet-Handel, Versand etc. gehört in das Forum "Internet & Einkaufen".

Beitrag von scotland 15.10.10 - 21:40 Uhr

Kurze Meinungen bitte? Geschichte: Ich konnte - aufgrund familiärer Verhältnisse - erst durch ein Begabtenförderungsprogramm Abitur machen und dann studieren. Die Jahre auf der Uni waren meine schönsten! Ich fühlte mich wie in einer Wunderkiste und saß von morgens bis abends in Vorlesungen, weil ich alles soooooooooooooooooooooo interessant fand. Ich lebte auf dem Campus (Studiwohnheim), arbeitete in der Nähe und es gab Monate (ich war damals Single) in denen ich immer im Dreieck: Uni, Wohnheim, Arbeit sprang und niemands etwas anderes als die 2km sah.

Dann passierten zwei Dinge: (1) Ich lernte einen Nicht-Akademiker kennen (2) Ich bekam eine Doktorantenstelle angeboten. Ich war total aus dem Häuschen! Dann passierte, völlig unvorhergesehen (3) = Ich wurde schwanger.

Schnell war klar, dass der Doktorantentraum ausgeträumt war, da es geldmäßig nicht reichte. Ich bewarb mich und bekam in meiner Heimatstadt eine Stelle (nach zig Bewerbungen). Erst war die Stelle befristet, ich habe aber sehr schnell geschafft, eine Festanstellung zu bekommen und mich hochzuarbeiten. Nun bin ich in der höchsten Position, die ich je schaffen werde, da ich mich einfach nicht eigne, 50+ Mitarbeiter zu führen.

Ich liebe meine Arbeit: Aber - das Klima in der Arbeitswelt ist eben sehr, sehr hart. Bei uns gibt es nun zunehmend Leute, die auf meine Position scharf sind, und beginnen, heimtückisch an Stühlen zu sägen. Dem etwas entgegenzusetzen, ist schwer. Ich liebe meine Arbeit, aber es ist sehr, sehr schwer, die Anforderungen zu erfüllen und gleichzeitig meinen Kinder gerecht zu werden.

Nun kam ein Anruf von meinem alten Prof. Er startet ein Forschungsprojekt und hat mir eine Promotion angeboten. Ich habe noch zwei Jahre Elternzeit übrig, fianzielle Rücklagen haben wir auch. Aber - irgendwie kommen mir Zweifel. Ich weiß nicht, was ich tun soll.
Ideen?

LG
Scotland

Beitrag von hinterwaeldlerin09 15.10.10 - 21:49 Uhr

Ganz spontan aus dem Bauch - mach es! so eine Chance kommt nicht wieder!

Beitrag von asimbonanga 15.10.10 - 21:56 Uhr

Hallo,
ich würde dir raten die Chance zu ergreifen.

L.G.

Beitrag von spatzl75 15.10.10 - 22:00 Uhr

Huhu, #winke

ich dachte auch spontan-tu es!
Wenn es Euch finanziell möglich ist, würde ich es wagen!
Rede mit Deinem Partner und entscheidet zusammen!
Vielleicht ist es eine Chance, die ungenutzt zur Unzufriedenheit mutiert!? :-)

Ich wünsche Dir viel Glück für die Entscheidung!

lg

Beitrag von miss-lacrima 15.10.10 - 22:14 Uhr

Hi Scotland,

ich würde es tun!
Stell dir vor du bist irgendwann 90 Jahre: Kinder groß, Enkelkinder groß und sitzt in deinem Schaukelstuhl vorm Feuer und erzählst wehmütig von den Dingen die du verpasst hast...

Wenn du diese eine Chance nicht nutzt wer weiss wie schnell du es bereust? Und ob so eine Chance nochmal (da sie ja schon zum 2. Mal kommt) auftritt ist ja eher fragwürdig. Ich würde zugreifen!

Lieben Gruß und alles Gute,
Jenny

Beitrag von ippilala 15.10.10 - 23:05 Uhr

Welche Arbeiten würde die Doktorandenstelle denn beeinhalten? Nur Forschung oder ist das so eine halbe komische Profassistenstelle ?

Du könntest doch auch eigentlich nebem dem Beruf (in 2 Jahren dann)promovieren.

Unabhängig jetzt davon, ob dir der Beruf passt oder nicht. Das sind für mich unterschiedliche Probleme. Selsbt wenn du nicht promovierst, solltest du dir überlegen zu wechseln, wenn du dich dort nicht so wohl fühlst und das Gefühl hast allem nicht gerecht zu werden.

Was möchtest du denn nach der Promotion machen? Weiter in der freien Wirtschaft arbeiten oder wieder ins Universitäsleben? Einfach nur so vor dich hinforschen oder strebst du auch einen Lehrstuhl an? Und falls du gerne Lehren möchtest, könntest du das auch so, ohne Promotion. Nur eine Professur wird halt ohne Doktor nicht möglich sein.

Du solltest dir zuerst überlegen, was du in z.B. 6,7 Jahren möchtest. Und wenn die Promotion dazu passt, solltest du das auch machen. Falls deine Ziele auch gut ohne Promotion erreichbar sind, dann kannst du dir den zusätzlichen Stress auch sparen.

Beitrag von zucchini78 16.10.10 - 13:59 Uhr

In 2 Jahren zum Doktortitel? In welcher Fachrichtung ist das denn möglich? (Ich habe wohl das falsche gewählt #kratz)

zu TE: Mach es! Wenn jemand so gern in den Vorlesungen saß, dann kann es nichts besseres geben, als sich dem betreffenden Arbeitsgebiet zu widmen. Und i.d.R. wirst du mit einer halben Stelle angestellt bzw. bekommst ein Stipendium.

LG

Beitrag von ippilala 16.10.10 - 15:19 Uhr

Sie könnte neben den Beruf, der ja erst in 2 Jahren wieder losgeht, da sie ja in Elternzeit ist, wenn ich das so verstanden habe, neben dem Beruf promovieren.
So war das gemeint.

Beitrag von ciocia 16.10.10 - 10:31 Uhr

Ganz ehrlich- du bist die geborene Wissenschaftlerin. Eine solche Begeisterung für ihr Fach bringen nicht alle mit. Die meisten wollen schnell fertig werden und weg von der Uni! Solche Leute wie dich braucht die Forschung, mach deinen Doktor!

viel Erfolg

Beitrag von xandria 16.10.10 - 22:41 Uhr

Mach es! Denk nicht lange nach, nutze ein Potential! Wenn nicht jetzt, wirst du es nie wieder tun!

Beitrag von morjachka 17.10.10 - 19:41 Uhr

Promovieren!