wer hat Politik bzw. Politikwissenschaft studiert ?

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Forum: Politik & Philosophie

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Beitrag von marathoni 15.10.10 - 21:56 Uhr

Und kann mir dafür eine gute Uni nennen mit hohem NC ? D.h. mit einem super Abiabschluss?
Was habe ich hinterher für berufliche Chancen mit dem Studium?
Oder würdet ihr lieber auf eine FH gehen ?

Beitrag von ippilala 15.10.10 - 23:24 Uhr

Solltest du nicht eventuell eine Hochschule in deiner Nähe in Betracht ziehen? Oder seid ihr wohnlich nicht so gebunden und wollt umherziehen?
Ein guter NC sagt kaum etwas über die Qualität des Studiengangs aus. Wenn der NC in Berlin bei 1.0 ist un der in Wurstdorf bei 2.5 liegt das eher daran, dass sich in Berlin mehr Leute bewerfen als in Wurstdorf. Wozu also ein hoher NC ?

Was möchtest du denn beruflich gerne machen? Forschen? Lehren? Parteiarbeit (da stellt dich in deiner Partei ganz sicher irgendwer an ) Schreiben oder was anders cooles mit Medien? Beraten? Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Beitrag von marathoni 16.10.10 - 13:14 Uhr

Es ist nur so, dass mein Sohn sich sehr für Politik interessiert. Er ist sich aber unschlüssig ob er es lieber an einer FH oder an einer Uni studieren soll. Vorallem was er hinterher alles damit anfangen kann. Das mit dem NC ist eben so eine Sache. Er macht eben ( voraussichtlich )ein super Abi. Da wäre es doch sinnvoller an eine Hochschule zu gehen, wo nicht jeder, auch noch mit Abischnitt 2,7 reinkommt. Meinst du nicht das hat was mit der Qualität zu tun ?

Beitrag von daddy69 16.10.10 - 13:28 Uhr

Nein, der NC hat nicht unbedingt was mir der Qualität zu tun.

Er soll lieber mal im Web nach Ratings der verschiedenen Unis recherchieren.

Beitrag von berta.in.schwarz 18.10.10 - 13:44 Uhr

Du sagst es!

Beitrag von lisasimpson 16.10.10 - 13:30 Uhr

redest du von deinem 16- jährigen sohn?
wann wird er abi machen?

wenn er ein gutes abi machen wird, ist er hoffentlich clever genug sich über seine zukunft Gedanken zu machen, sich hochschulen anzuschauen, sich vor Ort beraten zu lassen, sich Informationen zu besorgen und für sich, seine ziele und wünsche eine Entscheidung zu treffen


zu deinen fragen
- ein nc sagt nichts über die qualität der hochschule aus, sonern nur über das verhältnis von bewerbern zu studienplätzen
- ein WISSENSCHAFLICHES Studim ist an einer Uni besser aufgehoben als an einer (praxisbezogeneren) FH


lisasimpson

Beitrag von marathoni 16.10.10 - 18:24 Uhr

Ja, es geht um meinen großen Sohn. Er macht übernächstes Jahr sein Abi.
Wollte nur mal so fragen, da ich nicht weiß ob wir ihm dieses Studium empfehlen können. Aber eigentlich muß er ja selbst wissen was er will. Und das ist eben das Problem. Er interessiert sich für so vieles, ist in so vielem richtig gut, da ist es schwer eine Entscheidung zu treffen. Sportmanagement bzw. BWL mit der Ausrichtung Sportmanagement würde ihm auch zusagen. Aber wie sind das die Chancen später einen guten Job zu bekommen? wahrscheinlich noch schwieriger wie die politische Ebene. Danke schonmal für eure Antworten.

Beitrag von lisasimpson 16.10.10 - 18:39 Uhr

meiner erfahrung nach steigen seine chancen sowohl beruflich wie privat, wenn er sich weitestgehend von seiner mutter emanzipieren kann und in der lage ist das für sich zu finden, was IHM spaß macht

lisaismpson

Beitrag von wasteline 16.10.10 - 19:07 Uhr

#pro

Beitrag von marathoni 16.10.10 - 21:33 Uhr

Er weiß ja gar nicht das ich hier schreibe. Er ist komplett selbstständig.
Mein Gott, wird man hier für Fragen angegiftet. Habe du erstmal ein Kind in dem Alter. Da macht man sich halt solche Gedanken.

Beitrag von lisasimpson 16.10.10 - 22:36 Uhr

wo habe ich denn gegiftet?

Es war ein ernst gemeinter Einwand.

Aber die "werd du erst mal erwachsen" Sprüche passen da tatsächlich gut in mein Bild:)

Ich danke meinen eltern, daß ich diese niemals von ihnen hören mußte, daß ich meinen eigenen weg gehen durfte, ohne daß mir irgendwer tips überden NC in einem wissenschaftlichen fach, daß man evtl. auch eher praxisnah an einer fh studieren könnte, mit mehr oder weniger guten abi in 2 oder 8 jahren bekommen mußte.

Vielleicht bin ich dann deiner meinung nach noch eher an der sitaution des Kindes dran (wenn du mir schon absprichst aus sich der mutter zu sprechen), dann kannst du meine Meinung als eher dahingehend verbuchen: Ich bin froh darüber, daß meine eltern sich da rausgehalten haben, daß ich nach dem abi erst mal ein freiwilliges soziales jahr machen konnte, daß ich erst mal zeit hatte, zu ergründen, was ich eigentlich will, daß ich die chance bekam was völlig anderes als schule oder uni kennenzulernen, daß ich alle zeit der welt zu haben glaubte, daß meine eltern niemals eine meiner spleenigen Ideen in meiner gegenwart kommentierten.
das haben sie bis heute druchgehalten. ich selbst habe 2 Studiengänge parallel gemacht, habe danach noch eine 5 jährige nebenberufliche Weiterbildung drangehängt, mein mann hat 2 studengänge mit insgesamt 6 studienfächern (darunter auch Politikwissenschaft:) abgebrochen.
dank unserer völlig spilingen, zum teil unkonventionellen und vir allen nicht von mama geplanten beruflichen laufbahnen sind wir heute in der glücklichen lage sehr gutes geld mit dem zu verdienen, was uns wirklich spaß macht.

lisasimpson

Beitrag von nele27 18.10.10 - 09:00 Uhr

Das klingt zwar wirklich gut - aber ich hätte ehrlich gesagt auch Bauchschmerzen, wenn mein Sohn sich plötzlich erstmal selbst verwirklichen will statt Ausbildung oder sich für irgendwelche brotlosen Künste als Beruf entscheidet... wäre da misstrauisch. Ich denke mal, dass das auch verständlich ist, wenn man das Beste fürs Kind will (und selbst hart gearbeitet hat um einen gewissen Berufsstatus zu bekommen...).

LG, Nele

Beitrag von fred_kotelett 18.10.10 - 09:15 Uhr

Naja zum Teil kann ich das nachvollziehen.

Aber meine Familie hat zum Beispiel auch gekotzt, als ich mich damals bei meinem Erststudium für Sozialpädagogok entschieden habe.
Alle haben mir gepredigt, studier doch lieber was mit dem du Geld verdienst.
Hab ich natürlich damals ignoriert, da mich das Studium interessiert hat.
Zum Glück hat mich die Bezahlung in diesem Beruf, dann so dermaßen genervt das ich doch noch einen einkommensoptimierten Studiengang nachgeschoben habe.

Abgehalten hätte mich von der Wahl meines Studienganges jedoch keiner, dazu bin und war ich immer zu stur.



Beitrag von nele27 18.10.10 - 09:26 Uhr

Klar, dass man nicht versucht, den Kindern etwas zu verbieten... aber ich kann es durchaus verstehen, wenn man versucht Einfluss zu nehmen. Schließlich hat man 18 Jahr die Brut aufgezogen, nun soll auch was draus werden :-) Liegt doch eigentlich nahe...

Ich hab auch nicht gerade den Sitzenstudiengang hinter mir - auf die angebotene Promotion hatte ich dann gar keinen Bock mehr.
Aber ich hab mich dann in dem gebotenen Rahmen ziemlich durchgebissen um da zu stehen wo ich jetzt bin.
Trotzdem fände ich es besser, wenn Anton Zahnmedizin oder Maschinenbau studiert und keine Laberfächer :-)

Beitrag von fred_kotelett 18.10.10 - 09:30 Uhr

Ich habe zur zeit ziemliches Glück.
meine Emma will entweder Dinoforscherin oder Astronautin werden.

Unterstütze ich beides:)

Beitrag von nele27 18.10.10 - 09:34 Uhr

Anton will zur Müllabfuhr #heul

Beitrag von happy_mama2009 18.10.10 - 09:40 Uhr

Hey, aber die verdienen nicht schlecht. #liebdrueck

Beitrag von nele27 18.10.10 - 09:47 Uhr

Ich kann ihm ja später mal n Praktuikum in der Kläranlage vorschlagen :-p Vll ist er dann geheilt...

Ich will am liebsten das er Zahnarzt wird, dann kann er gleich unsere maroden Gebisse in Schuss bringen #schein

Beitrag von happy_mama2009 18.10.10 - 10:37 Uhr

So ganz ohne Zuzahlung. Das hat was.

Mein Sohnemann will abwechselnd mal Arzt mal Pilot werden :)

Beitrag von lisasimpson 18.10.10 - 13:16 Uhr

"brotlose kunst" war einer der begriffe, die im Rechtssteit meines Mannes mit seinem (stief-) vater fielen, als diese seine finanzille Unterstützung entzog.
Nun ja- und da mein mann sogar noch einen draufsetzte und das studium abbrach könnte man annehmen, er hätte doch mal besser aus seine eltern hören sollen, oder?!

Da er sich aber genau auf das spezialisierte, was ihm spaß machte und wo er einfach einer der besten ist verdient er mittelrweile etwa 3 mal so viel wie ich, die mit doppelstudiengang und Weiterbildung nicht uuunbedingt zu den Geringqualifizierten oder Geringverdienern gehöre.

Ich glaube, daß jedem damit geholfen wäre, den prozess der berufswahl von den wünschen, erwartungen, dem druck und der einmischung der eltern möglichst frei zu halten und sich zeit und m zu gönnen um das zu finden, was einem liegt und spaß macht.
hat man das geschafft, wird man im zweiten schritt sehen, wie sich ds zu geld machen lassen.

wie gesagt, das ist meine idealvorstellung und ich hoffe inständig, daß ich zu meinen Kindern so viel vertrauen haben werde, daß ich mich zurücknehmen kann

lisasimpson

Beitrag von wasteline 17.10.10 - 19:10 Uhr

Ich habe drei, die sind mittlerweile raus der Schule, alle haben ihren Weg alleine gefunden. Gerade weil sie sehr selbstständig sind.

Beitrag von nele27 16.10.10 - 18:46 Uhr

Ich hab Politik studiert - an der Uni, allerdings nur im Nebenfach. Ich bin heute Pressesprecherin.

Einen NC gab es bei uns nicht für Politik. Aber der hat auch nicht direkt was mit Qualität zu tun, sondern mit dem Verhältnis Bewerber/vorhandene Studienplätze.

Ich halte den NC eh für mittelsinnvoll. Wenn ich in Mathe ganze 2 Punkte hab, ansonsten aber ein super Abi kann ich, wenn es nach einem NC geht, eher Mathe studieren als jemand der in Mathe 15 Punkte hatte, aber sonst mittelmäßig war.

LG

Beitrag von berta.in.schwarz 18.10.10 - 13:48 Uhr

Generell ist FH meist wesentlich praxisorientierter und Uni sehr theoretisch.
Womit man nun bessere Chancen hat, kann ich nicht sagen, ich kenne solche und solche.
Man sollte auch daran denken, daß nicht jedem die Unistruktur liegt oder die verschulte Struktur an der FH.

Beitrag von zeitblom 18.10.10 - 15:17 Uhr

Eine dritte Alternative waere der Diplomabschluss, den man nur noch auf der Hochschule fuer Politik in Muenchen ablegen kann.

Ohne niemandem zu nahe treten zu wollen: Abidurchschnittsnoten sind auch nicht besonders aussagefaehig....

Beitrag von nele27 19.10.10 - 18:46 Uhr

***Abidurchschnittsnoten sind auch nicht besonders aussagefaehig.... ***

So ist es.