Was soll ich tun???

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von talina21 16.10.10 - 01:50 Uhr

Hallo,

Entschuldigung aber jetzt wirds lang kann mir jemand zu Rat stehen, kennt sich jemand aus Vielen Dank im Voraus.

Durch die Sprach- und Entwicklungsverzögerung wurde ich vom Kinderarzt zum Familienzentrum geschickt, da er mit 2,5 Jahren nur wenige Worte sprach.

Da er aber zu diesem Zeitpunkt schüchtern und eher ignorierte, äußerte Sie den Verdacht auf Autimus, aber Sie ist sich nicht sicher und Sie wolle mich in die Kinder- und Jugendpsychiatrie schicken für weitere Diagnostik.

Er kam dann mit 3 1/4 Jahren in den Kita, dann begannen erst richtig die Probleme (er wäre ein schlimmes Kind, könne sich nicht äußern, hält sich nicht an Regeln, Kommunikation mit Kindern schlecht, steht da und schaut den Kindern beim spielen zu, kann sich nicht einbringen) die Logik fehlt anscheinend bei denen (wie soll er sich äußern wenn er nicht viele Worte spricht, meine Erklärungen kamen nicht an)

Durch sein Verhalten durfte er nur noch 3 Stunden kommen und wurde dann regelrecht ausgesondert, Punkt 12 saß er dann angezogen auf einem Stuhl und wartete auf die Abholung während die anderen Kinder am Mittagstisch saßen und Ihr Essen zu sich nahmen, nach dem dritten mal habe ich mich beschwert (das zu sehen brach mir das Herz und ich hätte am liebsten geheult).

Von vielen bekam ich zu hören Hol ihn raus, aber er war gerne drin.

Sie haben nicht darauf geachtet das er frühstückt, auch da habe ich sie mehrmals darauf aufmerksam gemacht das er frühstücken soll, es wurde mir dann mitgeteilt das sie ihn aufgefordert haben essen zugehen, Aufforderung allein hilft nicht wenn ein Kind nur kurze Zeit im Kindergarten sein darf besteht kein Interesse jetzt zu frühstücken wenn er jetzt grad am spielen ist. Als ich ihn dann um 12 abholte war er richtig schlecht gelaunt, natürlich hatte er Hunger.

Tag für Tag hatte ich Angst was kommt heut.

Er kriegt nun Logopädie.

Endlich mit 3 1/2 den ersten Termin bei der Kinder- und Jugendpsychiatrie, mit zwei- drei-Wort-Sätzen konnte er sich äußern, durch sein schüchternes Verhalten (nicht in die Augen schauen eher verschüchtert auf den Boden) und die leichte Ablenkbarkeit, habe dann leider auch noch die Schweigepflicht entbunden, wusste nicht, dass dieses zum Verhängnis wird. Jeweils der Kita und ich mussten einen Fragebogen ausfüllen, der Kita beschrieb durch seine Kreuze ein unnormales Kind und mein Fragebogen ein normales Kind, klar den so wie der Kita sich ständig äußerte war er nicht. Seit Oktober 2009 Jugendamt vom Kita mit eingeschalten meine ganzen Beschwerden über den Kita finden keinen gehör, Familienhilfe im Gespräch. Obwohl ich nicht diejenige bin die Probleme mit meinem Sohn hat.

Hör von vielen sowas noch nicht erlebt zu haben, verletzt sich werde nicht angesprochen als ich ihn hol sondern telefonisch, danke aber nachdem Mittagsschlaf hab ich dann auch die Schwellung gesehen die längs über das Gesicht läuft.

Schließlich die Diagnose Verdacht auf frühkindlicher Autismus, Verdacht auf ADS.

Sprache war im November 2009 wesentlich besser auch wurde mir dann wieder angeboten den kleinen ab November eine Stunde mehr.

Schließlich durfte er dann auch wieder normale Zeit der Frühgruppe kommen.
Er bekam dann auch im Februar 2010 eine begleidende Hilfe und eine Heilpädagogin im April, man drängte mich den kleinen in einem Sprachheilkindergarten vorzustellen.
Dort vorgestellt und angeschaut fand ich den super viele Angebote herzlich und einfach toll.

Die begleidende Hilfe und die Heilpädagogin waren nicht so begeistert davon (mittlerweile Mai 2010) sie sagten er sei integriert, er hat seine Freunde dort drin und spricht richtige Sätze (Fortschritte klar zu sehen)
Ich alle Hebel in Bewegung gesetzt das Sie nicht dagegen sprechen und er doch aufgenommen wird im Sprachheilkindergarten. Aussage dann hier "er hat alles, der Platz wurde an ein anderes Kind weiter gegeben" am Telefon erfuhr ich dann das die Begleidene Hilfe gekündigt hätte wegen zu vielen Fehltagen (Leider hatte mein Sohn alle 3-4 Wochen Erkältung, den andere schicken ihr Kind mit Fieber in den Kindergarten, hielt an bis zu den Sommerferien)

Nächster Tag habe ich mich gleich beschwert bei der Leitung, wer sagt sowas, warum weiß ich da nix davon das sie nicht mehr da ist.

Die Leiterin hat dort angerufen und dachte Sie könne das Ruder rum reissen, wenn Sie sagt, dass er doch nicht mehr alles hat, hat es natürlich an den Fehltagen liegt hat sie aber nicht zugegeben. im nachhinein erfuhr ich den wirklichen Grund der Kündigung von der begleidende Hilfe, sie sagte mir auch den ersten Tag als Sie da war, hat Sie was vollkommen anderes erwartet wie dort immer erzählt wurde und er nicht so ist, endlich die erste auf meiner Seite.

Nun wollen die aber dringlichst einen Kindergartenwechsel da sie die beste Förderung für mein Kind wollen (Kita mit Waldorfpädagogik (nicht meine Lebenseinstellung und mein Kind ist sicherlich nicht schwer erziehbar) und Ihn nicht los werden wollen, jetzt wo er solange dabei ist, sich eingelebt hat, sich wohl fühlt, er seine Freunde hat und es eigentlich andere schlimme Kinder gibt nicht vergleichbar mit meinem versteh ich das ganze nicht.

Im nachhinein erfuhr ich das bei vielen anderen Müttern die selbe Aktion vor mir ausgeführt wurde, sie es aber nicht solange mit gemacht haben und nach einer weile eine klare Ansage gemacht haben, dann kam ihre Freundin dran die wusste aber schon bescheid und hat noch früher das ganze gestoppt.

Die haben mir auch erzählt, zwei größere Kinder hatten die Möglichkeit ein Loch unter dem Zaun zu Buddeln und abzuhauen (Aufsichtspflicht??)

Die Sachbearbeiterin beim Jugendamt hat gewechselt neuer Termin zum kennen lernen, Kita macht klare Ansage, dass sie ihn nicht wollen immer mit dem zusatz beste Förderung, die Leiterin hat hinterrücks mir verbaut im Ort einen anderen Kita zu wählen soll ihn ganz klar in den Kita mit Waldorfpädagogik bringen, werde richtig tyrannisiert.

viele Müttern sagten zu mir ist es der selbe Junge über den die sprechen.

Alle argumente die ich bring finden kein gehör, er macht große fortschritte aber das interessiert keinen.

In die Kinder- und Jugendpsychiatrie soll ich mich wieder vorstellen nach EEG und Hörtest (beides in Ordnung) bei den Fortschritten die er gemacht hat bin ich gespannt darauf was Sie nun zu sagen hat, den Schüchtern ist er schon lange nicht mehr, er spricht mit Fremden Leuten (was ich nicht so too finde) und fragt manche z.B. bei der Blumenpflege "Was machst du da, machst du die Blumen sauber", kann mir nicht vorstellen das, dieses ein Autist macht.

Nun meine Frage muss ich mir den Terror gefallen lassen?

Darf die Frau vom Jugendamt hinterrücks bei der Kinder- und Jugendpsychiatrie anrufen und einen Termin vereinbaren wo alle wieder zusammen finden und über mein Sohn diskutiert wird (wenn ich den Termin für den EEG Termin früher bekommen hätte, hätte eine Nachuntersuchung statt gefunden, so wieder eine Erstuntersuchung)?

Müsste ich nochmal neu wenn überhaupt die Schweigepflichtsentbindung unterschreiben?
(das ich bestimmt nicht mehr mache, weil der Kita sich immer negativ über mein sohn äußert)

Dürfen die Überhaupt sagen er hat frühkindlicher Autismus und ADS und beharren darauf, das er das hat obwohl im Bericht ganz klar steht "Verdacht auf..."??

Nochmals Vielen Dank

gruss talina

Beitrag von meandco 16.10.10 - 08:17 Uhr

#augen warum bist du in dem kiga noch?

so, erst mal einige punkte abklappern die mir aufgefallen sind:

autismus:
nicht in die augen schauen ist typisch für autisten, das hat dann nichts mit schüchternheit zu tun, die können das einfach nicht.
und ja, autisten sprechen wildfremde leute an und quatschen mit denen über alles mögliche (stellen vor allem unendlich viele fragen) wenn die mal in logopädischer behandlung sind.

waldorfkiga:
hat nichts mit schwer erziehbaren kindern zu tun, wie kommst du da drauf?
dort werden kinder im allgmeinen respektvoller und kindgerechter behandelt als in anderen einrichtungen. würd ich dir eher empfehlen.
meine tochter ist in einem montessori-kiga, dafür fahr ich ne halbe stunde mit dem auto hin. ich find den perfekt, dort werden kinder für voll genommen und ihren fähigkeiten entsprechend behandelt, alle anderen halten mich für verrückt, der örtliche kiga ist doch auch gut und deine tochter braucht doch ganz bestimmt keine förderung mehr für irgendwas ... #augen tja, ich suche kiga für mein kind aus und nicht umgekehrt #cool

eure vorgeschichte:
ich hätte den schon viel früher rausgeholt, denn: er will zwar "da" hin, aber nur weil er da mit anderen kindern spielen will. ich denke dass er sich schnell in einen anderen kiga eingewöhnen würde.

vergleichsfälle:
scheint wohl ne übliche praxis dort zu sein sich auf bestimmte kinder einzuschießen. kenn ich so durch alle jahrgänge (auch schule durch). wenn dein kind dran ist hilft nur eines: gehen und das rechtzeitig. ansonsten wird es zum machtkampf wie bei dir. offensichtlich sind sie willens ihn gehen zu lassen, dann hol ihn auch bitte aus der hölle raus (kinder glauben was man ihnen sagt und was glaubst du was man ihm da über ihn sagt????). die einzige chance für dich ne halbwegs normale situation für ihn zu schaffen ist auf die suche zu gehen, nach einem kiga wo der wieder komplett neu anfangen kann (auch wenn die die vorgeschcihte kennen).

dürfen die das sagen:
ja, dürfen sie und müssen sie. grade eltern von autisten sehen nicht gerne, dass ihr kind so ist. daher müssen alle anderen kontaktpersonen da sehr sensibel reagieren damit man möglichst früh anfangen kann das kind entsprechend zu fördern. dann ist das vielleicht auch mit schulbeginn schon wieder erledigt! kommt drauf an was für einer und wie stark ausgeprägt. generell gilt aber: je früher man beginnt zu arbeiten desto besser. daher der starke druck von allen seiten.
allerdings bist jetzt auch willens was mit ihm zu machen, auch wenn du die diagnose so nicht hören willst (sorry, für die härte, aber ich kann den so nicht beurteilen, kenn den a) nicht und bin b) keine fachfrau). daher müsste sich ein weg finden lassen mit dem thema umzugehen - ich glaube aber nicht dass das in diesem kiga möglich ist.
übrigens: mein wissen über autisten kommt daher, dass meine schwägerin den umgekehrten kampf gekämpft hat :-( keiner wollte ihr glauben dass was nicht stimmt ...

ich würd dir also jetzt raten:
untersuchungen machen lassen, solange die ihm nicht körperlich schaden oder ruhigstellen und förderangebote annehmen (sprachprogramme, ergotherapie, etc).
zum anderen würd ich beginnen alle kigas in reichweite abzuklappern (vor allem motessori und waldorf) und mir das programm erklären lassen, gucken was die zu seiner geschichte sagen (bitte keine übermäßigen vorwürfe an den vorgehenden kiga, nur dass er dort nur wenig bleiben konnte und die wenig verständnis für sein verhalten aufbringen konnte und das nur wenig konstruktiv gearbeitet wurde). wenn der wirklich immer wieder auf kinder eingeschossen ist, wissen andere kigas schon bescheid auch wenn die dir das nicht direkt sagen werden. einfach genau zu hören was die anbieten können für dein kind.
und hör dich bei andern müttern und beratungsstellen um, welche kindergärten die empfehlen, was die über die betreuer sagen etc.
und wenn du ein richtig gutes bild von den kindergärten hast suchst du den aus, von dem du glaubst, dass dein kind dort am besten behandelt und gefördert wird #cool

alles gute
me

Beitrag von talina21 16.10.10 - 13:43 Uhr

Hallo,

danke für deinen Beitrag und möchte hinzufügen

zu diesem Zeitpunkt war er recht schüchtern wahrscheinlich wegen seinem Sprachproblem kann auch genetisch bedingt sein wenn wann Familienmitglieder schüchtern sind, habe ein Bericht aus dem ich das gelesen hab dieser Bericht beschreibt auch damals sein Verhalten.

In die Augen schauen kann er auch bei Fremden.

Hab ihn leider immer noch da drin, da die mir die Kitas im Dorf verbaut haben alles Diakonie ziehen alle an einem Strang werde jetzt ausserhalb des Ortes noch suchen.

Was mich im Prinzip richtig stört das die anderen Kitas wie auch dieser im Ort auch andere Kinder mit Defiziten haben nur bei meinem manchen die so ein Problem, wahrscheinlich weil Sie so viel Wind aufgewirbelt haben beim Jugendamt und nicht im Unrecht stehen wollen.

Die Aussagen von der begleidenden Hilfe und Heilpädagogin werden ignoriert, es heisst immer Soziale Kontaktschwierigkeiten obwohl es 1. gesagt wurde von den zwei oben benannten keine Probleme und 2. auf Spielplätzen hat er auch keine Probleme mit Fremden Kinder zu spielen und Kontakt zu finden.

Auch die Logo findet das alles recht widersprüchlich

gruss

Beitrag von meandco 16.10.10 - 20:21 Uhr

wie gesagt, ich kenne dein kind nicht und bin auch keine medizinerin ... aber förderung schadet nie ;-)

das mit dem recht haben meinte ich mit machtkampf ... da hängt deren job und deren "faullheit" und ruhiger alltag dran. sobald du versuchst dein kind zu verteidigen sind die wie die kobras #schock

daher hilft nur eines: rausholen und wo anders hin.

wie gesagt, ich bin bereit dafür auch zu fahren. mein kind ist mir das wert - und im umkreis von ner halben stunde sollte es doch was geeignetes geben hoffe ich, oder wohnt ihr so weit am land?

lg

Beitrag von zahnweh 16.10.10 - 17:24 Uhr

Hallo,

das liest sich leider echt gruselig. Das schlimme daran, es ist wirklich passiert :-(

Es gibt tatsächlich Kinder die auch von sebst "erst" mit 2,5 - 3 Jahren loslegen mit sprechen. Gut dass due es abklären lassen wolltest. Aber was drauß gemacht wurde ist furchtbar.

Warum durfte er nicht länger bleiben? Nur weil die zu faul waren, sich sprachlich mit ihm auseinander zu setzen?
In dem Fall schreibe ich bewusst "faul". Denn wie soll er Kontakte knüpfen können und Fortschritte machen, wenn er von oben herab ausgemustert wird und von anderen Kindern ferngehalten wird.

Alles andere zu heftig und ich bin sprachlos...


Autismus? Nein! Dazu hat er sehr viel Selbstbewusstsein und spricht inzwischen Fremde an. Außerdem würde ein autistisches Kind, diese vielen Wechsel und neuen Personen nicht mitmachen. Ja, es gibt unterschiedliche Formen des Autismus und jedes Kind ist anders. Aber meistens ist es so, dass autistische Personen ihren exakten Tagesablauf brauchen. Neue Bezugspersonen oder Veränderungen der Uhrzeiten werden nicht so leicht hingenommen.

Gibt es die Möglichkeit, dass du in einen anderen Kindergarten wechselst? Zur Not mit Autofahrt. Ist doof, aber allemal besser als deren Spielchen auf Kosten deines Sohnes mitzumachen.
Irgendwo einen Neuanfang. Sohn vorstellen, Kindergarten anschauen und sozusagen neutrale Dritte mal beobachten lassen?

Beitrag von talina21 16.10.10 - 22:53 Uhr

Hallo,

vielen dank für eure Antworten.

Er hat logo, und macht ergo mit der Heilpädagogin.

Ja es stimmt um so mehr ich was gesagt habe umso heftiger wurde es,
es kamen auch Sachen von meinem Sohn und das erst kürzlich wie z.B. "Mami, bist du trauig das ich im Kindergarten bin" da haben die bestimmt ihn bearbeitet das war am selben Tag als ich dort drin mal wieder ein Gesprächstermin hatte, natürlich Jugendamt wieder anwesend.

Ein paar Tage später dann sagte er "ich bin hässlich" ich fragte natürlich gleich wer sagt sowas zu dir, er wollte mir nicht darauf antworten.

Werde versuchen die Ortschaft weiter einen normalen Kita zu finden, (hab kein Auto und kein Führerschein, bei uns geht es nur mit Bus und Bahn, aber an dem soll es nicht liegen) denn ich will, das er die möglichkeit hat Fortschritte zu machen, herzlicher behandelt wird das jedem Kind zusteht und auch angemessene Angebote stattfinden.

Normaler weise die haben es gelernt und manch einer ist Pädagoge, die sollten mit jedem Kind umgehen können, denn jedes Kind hat seinen eigenen Charakter, Kinder sind keine Hunde die aufs Wort hören jedes versucht auf seine eigene Art die Grenzen bei jeder Person auszutesten, das ist normal.

Mir kommt es vor wie beim Militär wo Ausmusterungen stattfinden und Symphatie am Geldbeutel liegt. Den diese Kinder können noch soviele Defizite haben die Eltern haben keine Probleme.

Meine Frage noch zum Text 1:

Kann das Jugendamt einen Termin vereinbaren bei der Kinder- und Jugendpsychiatrie und auch noch die Person (Kindergartenleiterin die den wenigsten Kontakt zu meinem Sohn hat aber das größte Mundwerk) und mir, um dann über die weitere Zukunft meines Sohnes zu debattieren, ich habe zu Anfang mal die Schweigepflicht entbunden (gutgläubig wie zu diesem Zeitpunkt war). ist die noch gültig? es wird wieder eine Erstuntersuchung mit 5 Terminen

Obwohl ich sagte warum möchte Sie sich mit Ihr unterhalten bevor überhaupt eine zweiten diagnose gemacht wurde.

es ist genau ein Jahr vergangen und er hat sich verändert z.B er zählt bis zehn, kann mir sagen was das für eine Hausnummer ist bis zehn nätürlich, er schreibt in Druckschrift alle Buchstaben die ich ihm vorschreibe und kann seinen Namen schreiben (einen italienischen manch Erzieherin kann den nicht schreiben) und das schön in einer Größe und reihe aber das Interessiert dort niemand. Manche Kinder dort können es nicht und sind älter.

Mir geht es eigentlich nicht darum den Platz unbedingt zu erhalten mir geht es ums Recht, das er nicht so ist wie die ihn darstellen (soziale Kontaktschwierigkeiten, die hat er bestimmt nicht)

Für die ganze Schikane die mein Sohn und ich aushalten musste, sollen die mal an den Branger gestellt werden und zur rechenschaft gezogen werden, kann ich denn nix machen die sollen nicht so weiter machen dürfen und können.

Die verurteilen ihn schon vorher, sodass ich mal mitbekommen hab, allein beim einkaufen das eine Mutter (die Tochter geht in die selbe Gruppe) zu einer anderen gesagt hat "das ist die Mutter von dem schlimmen Kind"

nochmals danke im Voraus

gruss

Beitrag von meandco 17.10.10 - 09:16 Uhr

tja, in der praxis sitzt das jugendamt immer am längeren ast ... und gegen den kiga hast du auch keine chance, weil der unterstützung von den staatlichen einrichtungen erwarten kann.

du hast nur die möglichkeit erst mal zähneknirschend zu versuchen, da möglichst gut rauszukommen, auch wenn die ihn erst mal als autisten einstufen.
das lässt sich jederzeit rückgängig machen, wenn du nen guten arzt findest der sich richtig mit ihm beschäftigt (der staat hat ohnehin lieber weniger kinder die den status bekommen, ist günstiger, weil kein zusätzliches personal an den bildungseinrichtungen gestellt werden muss ...).

schau, dass du da so ruhig wie möglich bleibst und lass dich nicht von der kindergartenleiterin provozieren! bleib immer bei den tatsachen, nicht schreien oder sonst wie ausrasten. ich kann verstehen dass du wütend bist und dein kind verteidigen willst, aber dazu brauchst du einen klaren kopf. argumentiere immer direkt auf die fragen, bei vorwürfen von seite des kindergartens immer genau überlegen wie du argumentierst!
nimm am besten immer wenn du kontaktgespräche hast einen zeugen mit (kiga!!!!) - also mutter, mann, ... vielleicht auch diktiergerät. schau mal was es an ausbeute gibt. und geh nicht alleine zu diesen erstgesprächen!

du kannst dem kiga nichts anhaben, da schadest du nur deinem sohn. also lieber stillhalten und schauen, dass du so schnell wie möglich aus der szene rauskommst.

dann schau dich sofort (!!!!!) um nach neuen kindergärten. nicht den nächstbesten nehmen, weil der am schnellsten zu erreichen ist. schau genau wieviele kigas irgendwie erreichbar sind. schau sie dir alle an, sprich mit den betreuern dort, sprich auch an, welche probleme er angeblich bisher hatte (die erfahren das sowieso ...) und schau wie die reagieren. hör dich bei bekannten und verwandten um, was die über verschiedene kigas und betreuer sagen. lass diese suche erst mal am jugendamt außen vor, nicht erwähnen!!! niemals! damit gräbst du dir nur eine weitere grube.

und wenn du den hast beginnst du dich zu schulen umzuhören. da wird das noch mal ein stück heikler. die muss passen, auf anhieb. da kriegst du dein kind nicht mehr so leicht raus und da gehts noch mal richtig ab, wenn die den abstempeln. ich spreche aus erfahrung - meine schwester hat 2 jahre gebraucht ihren sohn aus so einer schule wieder rauszukriegen, nach genau den geschichten wie du sie auch schilderst. (sie hat sich jetzt übrigens eine schule nach ihrer wahl gesucht, und er ist seither tip top in der schule, keine probs mehr!).

und dann such dir noch deinen eigenen betreuungsstab. ärzte und alles. die die gestellt werden sind erstmal interessiert niemanden ans bein pinkeln zu wollen der sich wehren könnte. ich vermute, dass du da in jedem fall ausscheidest ...
wenn du selber mit ihm ärzte aufsuchst (kh, psychater etc) hast du die wahl wo du hingehst. du kannst die vorab selektieren, dich umhören, auch bei beratungsstellen ... dann hast du die ärzte die sich ernsthaft mit deinem sohn auseinander setzen und dir eventuell eine andere diagnose geben.

du musst aktiv werden, nimm alles selber in die hand. du wirst mit den nerven am ende sein und auch körperlich wenn alles rum ist, aber wenn es vorbei ist, habt ihr eine chance auf ne normale zukunft.

was dein sohn dir über sich erzählt ist was er über sich selber hört. von den betreuern, von den kinder, von den eltern und wer weiß wem sonst noch. "kinder glauben was man ihnen über sie sagt". was glaubst du was der über sich hört? ich würd es mal so zusammenfassen: du bist ein unterbelichteter assi ohne wert.
kein kiga wo ich mein kind hingehen lassen würde ....

lg

ps:
übrigens glaub ich nicht, dass es eine gute idee ist, ihn bei euch im ort in die schule zu schicken. die sind vom kindergarten infiltriert und beziehen da ihre infos (freundschaften, etc). also: wirklich genauso sorgfältig aussuchen, wenn du nicht noch mal das gleiche prob haben willst.

und: sollten doch immer alle der meinung sein, dass er autist ist, dann geh in die vollen und lass ihm jede therapie zukommen die du kriegen kannst. mein neffe ist jetzt 13 und geht in eine normale hauptschule und ist da gut. bis er ein völlig normales leben auf eigenen füßen führen kann ist es nur noch ein kurzer weg #freu

ES GIBT IMMER HOFFNUNG #pro#klee#liebdrueck

Beitrag von puenktchens.mama 17.10.10 - 03:18 Uhr

Guten Morgen

also, ich hätte mich nicht lange über diesen Kiga geärgert! Ich hätte ihn längst gewechselt. Ich kann mein Kind doch nicht ruhigen Gewissens in einer Einrichtung lassen, in der es ganz offensichtlich nicht erwünscht ist. Wo gibt es denn sowas?! Also: Ganz schnell wechseln! Ich wünsche Euch alles Gute.

Ach ja, Waldorfpädagogik ist nicht (nur ;-)) für "schwer erziehbare" Kinder...

p.mama