Jeden Abend Schreiattacken der Zwillinge

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von anjockel 16.10.10 - 08:51 Uhr

Hallo, Meine beiden Mäuse Laura und Julian sind nun seit dem 5.10. zu HAuse, aber jeden abend ab 19 Uhr geht eine riesengroße Schreierei los. Sie haben beide auch mit Koliken zu tun, habe deswegen schon NAhrung beba sensitiv umgestellt, lefax regelmäßig gegeben und es wird besser mit den BAuchschmerzen. Der Stuhlgang ist auch nicht mehr so schaumig. Trotzdem haben sie seit Entlassung abend solche Schreiattacken. Sie schreien wie am Spieß 1 Minute, schlafen für 2 Minuten ein vor Erschöpfung und wachen plötzlich wieder auf, fuchteln wie wild mit den Armen und Schreien ganz laut. Als wenn sie vor etwas wegrennen wollten, oder Alpträume haben. Sie lassen sich auch nicht beruhigen, pucken geht nicht, Nuckel, Bauchmassagen helfen nicht usw... Ich weiß nicht was in ihren Köpfen vor sich geht. Ich muss weinen wenn ich die beiden so leiden sehe. Auf der Frühchenstation habe ich davon nie etwas mitbekommen. geben die dort Beruhigungsmittel???? :-(
Ich habe auch 12 Wochen Faustan im Krankenhaus bekommen, aber die Ärzte meinten es gibt keine Entzugserscheinungen, weil ich Faustan 1 Woche vor der Geburt abgesetzt bekommen habe.
Ich bin langsam am verzweifeln, denn die Schreiattacken dauern ca.3 Stunden an. Sie schlafe dann auch nicht in ihrem Bett ein, sondern bei uns im großen Bett. Sie lassen sich weder durch mich noch durch eine andere Person beruhigen. ich weiß nicht mehr weiter. Hebamme und Kinderarzt können sich das auch nicht erklären. Ich hab schon wieder Angst vor heute abend. Mein Freund hat Spätschicht und ich allein abends mit den beiden.

Liebe Grüße von der traurigen Anjockel :-( mit Laura und Julian #schrei #schrei

Beitrag von angelbabe1610 16.10.10 - 09:38 Uhr

Hallo,
lass dich #liebdrueck!
mein Sohn hatte in den ersten Wochen abends ab 18h heftige Schreiattacken :-(. Er wollte dazu noch Dauerstillen, wohl als Beruhigung, und das ging teilweise bis 3.30h #schock.
Wir haben dann angefangen, ihn zu pucken. Darf ich fragen, warum das bei euch nicht geht?
Mir hat das Buch von H. Karp "das glücklichste Baby der Wekt" sehr geholfen, mein Kind zu verstehen. Alles ist für die Kleinen soooo groß und neu und dadurch auch beängstigend. Abends wird dann auch noch der ganze Tag verarbeitet, was zu Schreiattacken führen kann:-(.
Im Zweifelsfall würde ich auch mal zum Osteopathen gehen. Wir hattenvor 6 Wochen plötzlich wieder Schreianfälle, aber Tag und Nacht. Semih hatte eine Kopfgelenksblockade (hat er schon seit der Geburt, aufgrund der Geburt und bei dem 19-Wochen-Schub wurde das schlimmer).
Blockaden oder Verspannungen im Körper lösen auch Schreien aus :-(.
LG, Alexia

Beitrag von anjockel 16.10.10 - 17:18 Uhr

Osteopath hat mein Kinderarzt (ist auch mein Chef) abgeraten. Er meinte sie sind nicht blockiert, nur Laura leicht verspannt, kann ich selbst mit Massagen am Nacken versuchen zu lockern.

LG Anjockel #winke

Beitrag von angelbabe1610 16.10.10 - 17:30 Uhr

Es können auch innere Verspannungen vorliegen, die ein Osteopath beheben kann. Und mit Massage alleinist es leider oft nicht getan :-(. Chef hin oder her, osteopathen helfen auch bei Hypertonien, effektiver als Massagen. Außerdem hat unser Orthopäde die Blockade auch nicht erkannt, da sie im Kopfgelenk Saß. Ich würde sie beide vorstellen. Wenn nichts ist, hast du es wenigstens ausgeschlossen.
Warum geht pucken nicht? Wehren sie sich? Das tuen viele Babys, was nicht bedeutet, dass es nicht geht und dass sie es nicht wollen. Pucken tut den Babys gut, da es sie an die Enge des Mutterleibes erinnert und nach ein paar amal wehren sie sich auch nicht mehr, da sie sehen wie gut es ihnen tut. Da muss man durch.

Beitrag von turbokristel 16.10.10 - 09:40 Uhr

Hallo,

ich kann dir nicht speziell helfen, aber dir vielleicht mal unsere "Geschichte" erzählen. Mein Sohn wurde bei 26+0 geboren und lag 4 Monate lang im KH. Er war dort immer ruhig, ich hab ihn eigentlich nie wirklich schreien gehört. Wenn dann hat er vor sich hin geknötert, aber eigentlich war er immer sehr zufrieden.

Als er dann nach Hause kam, war plötzlich alles anders. Er trank schlecht, fing an ständig zu spucken, schlief schlecht, schrie, knöterte und war überhaupt nicht ruhig zu kriegen. Gleich am zweiten Tag rief ich schon im KH an, ob es dort vielleicht auch manchmal so war, doch die Schwestern versicherten mir, dass er wirklich selten schrie und auch selten spuckte. Ich dachte gleich an eine Infektion, aber der KIA konnte mich beruhigen. Ich war völlig fertig, dachte, er will gar nicht zu Hause sein, im KH hätte es ihm anscheinend viel besser gefallen#heul.

Es wurde besser. Allerdings nicht von heute auf morgen. Rückblickend kann ich sagen, dass es ungefähr 6-8 Wochen gedauert hatte bis er endlich zu Hause "angekommen" war. Bitte vergiss nicht: Alles riecht anders, alles sieht anders aus. Der Tagesablauf ist anders, die Nebengeräusche sind anders. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich kann in fremden Umgebungen auch erstmal schlecht schlafen. Sie müssen sich einfach erst daran gewöhnen.

Ich hab einfach versucht, zu Hause viel gewohntes einzurichten. Also es hing das gleiche Monile wie im KH über seinem Bett, ich stellte die Matratze schräg (so lag er immer im KH), baute ihm ein Nestchen usw... Ich wollte ihm so ein bißchen "Sicherheit" vermitteln.

Wie gesagt, ich konnte dir jetzt nicht wirklich helfen, aber es geht nicht nur dir so #klee

LG Kristin

Beitrag von corinna2202 16.10.10 - 09:53 Uhr

hi

das was deine babies da haben nennt man dämmerungsschreien und das haben gaaaanz viele babies auch zum termin geborene und hat nichts mit medis zu tun die du genommen hast. du mußt das halt im doppelpack durchstehen, beim dämmerungsschreien hilft auch nichts es geht von selbst vorbei sei einfach für sie da leg ihnen deine hand auf den brustkorb und versuche selber möglichst ruhig zu bleiben vielleicht summst du ihnen ein lied vor. je ruhiger du mit der situation umgehst desto schneller ist es vorbei.

alles gute
corinna

Beitrag von kolbo-sauri 16.10.10 - 09:56 Uhr

Hallo,

hast Du denn Kümmelzäpfchen, Windsalbe, tragen (Tragetuch), etc. schon versucht?

Gerade wenn sie wild mit den Armen fuchteln, kann ich Dir wiedermal nur das Pucken ans Herz legen. Warst Du schon beim Osteopathen?

Du hast ja die letzten Tage schon einige Tipps bekommen, hast Du denn die schonmal ausprobiert?

Ansonsten wünsche ich Dir starke Nerven!

VG

(im Übrigen würde ich es ganz nett und höflich finden, wenn Du mal auf die Antworten bei Deinen anderen Beiträgen reagieren würdest.... zumindest ein kleines "Dankeschön" für die Antworten wäre angebracht...nix für ungut)

Beitrag von anjockel 16.10.10 - 17:21 Uhr

Sorry aber hab im Moment immer nur kurz Zeit ins Inet zu gehen. Pucken hilft nicht. Ich soll sie auch laut meiner Hebamme nicht zu lange schreien lassen, dass fördert noch mehr die Blähungen. Windsalbe hab ich auch probiert. Durch Beba sensitiv Nahrung seit 2 Tagen sind die Blähungen leicht besser, aber ob es auch mit diesen Schreiattacken zusammenhängt??? Wahrscheinlich alles zusammen ist einfach zuviel neues.

Liebe Grüße Anjockel #winke

Beitrag von 98honolulu 16.10.10 - 10:53 Uhr

Hallo,

ich kann dir auch nur sagen, dass das alles nicht unnormal ist. Unser Sohn kam bei 35+0 und im KH war er total ruhig und hat nur geschlafen. Zu Hause war eben alles neu und ungewohnt und er war auch sehr, sehr unruhig, hatte Blähungen...
Folgendes kann ich dir raten:
- trage deine Kinder ganz, ganz viel am Tag
- lass sie regelmäßig bei euch schlafen, damit sie es als Gewohnheit ansehen und nicht ständig woanders liegen
- Kümmelzäpfen und Bauchmassagen gegen die Blähungen
- pucken wenn möglich
- viel Ruhe, viel frische Luft, gleichbleibende Abläufe

LG Honolulu

PS: Ich finde auch, dass du dich mal für die Tipps bedanken kannst!

Beitrag von yvschen 16.10.10 - 11:14 Uhr

hallo

du schreibst das sie aufwachen und mit den armen fuchteln.Das klingt sehr danach das sie erschrecken.So war es bei meinen.Sie brauchen mehr enge.Eigentlich wäre pucken das optimale.Ging bei uns auch nicht.Ich hab sie dann auf dne Bauch gelegt.Wird nicht gern gesehen.War mir aber egal.Wir hat kein estchen, kein kopfkissen, kein plüschtier, kein himmel,und ein shclafsack.Ab dem moment haben sie viel besser geschlafen.

Lg yvonne

Beitrag von franzie 16.10.10 - 14:27 Uhr

Hallo Ihr drei,

hatte Dir schon geschrieben und habe jetzt erst gesehen, dass Du auch gepostet hast. Da beantworten sich schon viele Fragen...
Ich könnte mich auch manchmal in die Ecke setzen und heulen. Meine beiden schreien auch abends besonders viel. Aber ich hatte mal nachgelesen, dass dieses unbegründete Schreien bis zu 6 bis 8 Wochen nach der Geburt besonders ausgeprägt ist und dann nachläßt. Das hat mich dann doch beruhigt. Es hat nichts mit uns zu tun!!!
Obwohl die Eingwöhnung zu Hause bestimmt auch nicht ohne ist. Und dann sind es noch zwei. Sei nicht traurig! Das gibt sich bestimmt mit der Zeit. Kostet jetzt halt ein bißchen Nerven.
Ich habe übrigens gemerkt, dass sie ein bißchen ruhiger sind, wenn ich sie tagsüber viel mit mir rumgeschleppt habe. Immer im Wechsel bzw. einen auf dem Schoß, den anderen neben mir. Und gehe viel raus, auch wenn das Wetter nicht das Beste ist! Aber das schreiben andere ja auch schon.
Mich würde auch interessieren, warum das pucken nicht geht? Wir haben extra solche Schlafsäcke. Manchmal stellen wir die beiden in den Säcken auch mal schräg hin-wie die Indianer:-p-das wirkt Wunder. Oder auch mal Bauchlage unter Beobachtung.
Na ja, das wichtigste ist wohl, sich keine Vorwürfe zu machen oder zu denken, sie fühlen sich bei Euch nicht so wohl wie in der Klinik!
Laßt Euch ein wenig Zeit und gebe die beiden auch mal ab. Schlafmangel macht Dich auch hektisch und das merken die beiden auch. Wenn wir bei meinen Eltern sind, machen die drei einen laaaangen Spaziergang und wir ratzen erst einmal;-).
Ratschläge über Ratschläge! Aber wir kommen da durch! Hast Dich doch im KH schon in Geduld geübt#augen.
Wenn Du Zeit hast, ruf mich an!

Liebe Grüße!

Beitrag von anjockel 16.10.10 - 17:16 Uhr

Vielen Dank für die Atworten. Pucken hab ich schon versucht aber sie lassen sich nicht beruhigen. Ich werde mich in Geduld üben und irgendwann wird es besser werden. Meine hebi meinte auch das sie evtl. den Geburtsstress durchmachen, dauert wohl auch 6-8 Wochen lang. Hatte Wehen von 20 Uhr bis früh 5 Uhr zur Geburt und da schreien viele Babys dann. Kümmelzäpfchen habe ich als einziges noch nicht versucht, werde ich mir mal besorgen.

Beitrag von tabea33 17.10.10 - 20:20 Uhr

Hallo,

ich hatte 5 Monate lang ein Schreikind (täglich 5-6 Stunden, davon 3 ab 19 Uhr) und bei uns half nur: anziehen und mit dem Kinderwagen rumfahren. In der Wohnung habe ich sie stundenlang getragen, gepuckt, alles mögliche. Hat nie geholfen und ich habe mich so hilflos gefühlt. Sobald sie aber in dem engen Kinderwagen lag und an der frischen Luft geschuckelt wurde, war nach wenigen Minuten Ruhe. Allerdings durfte ich dann nicht nach 20 Minuten heimgehen, denn dann ging das ganze von vorne los...

Erst dachte ich, dass das nicht gut sein kann, weil gerade im Kinderwagen so gar keine Nähe zu mir entstehen konnte. Aber es war die einzigste Lösung, auch wenn es dann Winter wurde und es wahrscheinlich besseres gibt, als zwischen 19 und 22 Uhr auf der Straße rumzulaufen.

Versuch es, auch wenn man eigentlich denkt, Babies müssten zu der Zeit brav in ihren Bettchen liegen.


Grüße und alles Gute
Tabea