Selbstständigwerden in Sachen Essen und Trinken

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von zibbe 16.10.10 - 13:00 Uhr

Hey ihr Mamas,
tja, da habe ich doch mal eben meinen Ratgeber zu Rate gezogen und schon bin ich bezüglich meiner Tochter (18 Monate alt) wieder einmal ein wenig verunsichert. (Wieso gucke ich da eigentlich noch rein? Man kann eh nicht alles richtig machen!) Aber mich würde trotzdem mal interessiern, was ihr davon haltet bzw. wie ihr es angegangen seid. Folgendes:

In dem Buch stand, dass die meisten Kinder mit 18 Monaten selbstständig mit dem Löffel essen können und auch aus einer Tasse trinken können. Tja, meine Süße ist zwar teils schon recht gekonnt mit dem Löffel, lässt sich aber ordentlich von Mama oder Papa zufüttern, weil es ihr sonst einfach zu lange dauert. Und was das Trinken angeht: Sie trinkt noch immer aus einer Trinklernflasche, aber eine Tasse oder einen Bescher rührt sie nicht an. Sie spielt Trinken mit ihren Eimern, wenn sie in der Wanne sitzt, aber immer wenn ich ihr den Becher anbiete, verweigert sie das Dingen.

Was tun? Muss ich was tun? Soll ich rigoroser werden oder sie einfach machen lassen? Helft mir mal. Wie habt ihr das gemacht? Und können eure das scon in dem Alter oder lügt das Buch? ;-)

LG, zibbe

Beitrag von plaume81 16.10.10 - 13:06 Uhr

Hallo,

Zwergi trinkt seit er ca. 13 Monate alt ist aus dem Glas oder aus der Tasse und isst auch genauso lange etwa ganz selbstständig. Anfangs halt mehr mit den Finger, jetzt eigentlich schon ganz gut mit dem Löffel oder Gabel.

Aber da ist halt, wie überall, jedes Kind anders in der Entwicklung. Manche Zeige früher Interress, die anderen später. Würde mir da jetzt nicht groß Gedanken drüber machen.
Zwergi will generell ALLES selbst machen und das ist auch nicht immer lustig, zehrt manchmal ganz schön an den Nerven ;-).

LG

Beitrag von rommi1 16.10.10 - 13:23 Uhr

Also unsere Maus ist 16 Monate.
Sie trinkt auch aus dem Trinklernbecher und isst eigentlich gar nicht selber.
Mal nen Fruchtzwerg, der nicht vom Löffel rutscht:-), aber den Löffel taucht sie auch nur ein und deshalb dauert es ewig.
Ich denke, bei uns bin einfach ich zu bequem und wähle den saubereren Weg.
Sollt mich mal an der Nase packen!!

Beitrag von nini.78 16.10.10 - 13:29 Uhr

Hallo Zibbe,

Sarah trinkt mit 16 Monaten passabel aus Bechern, findet es allerdings ungemein lustig, den Rest dann irgendwo hinzukippen oder mit der Hand darin herumzurühren - deshalb benutzen wir unterwegs meist trotzdem Strohhalm- oder Trinklernbecher.
Essen klappt mittelmäßig - wenn man ihr eine Gabel oder einen Löffel in die Hand drückt, die schon "beladen" sind, bugsiert sie sie zwar recht zielstrebig in den Mund.
Sie schafft es aber noch nicht, selbst zu löffeln oder mit der Gabel etwas gezielt aufzupieksen - meist nimmt sie die Stücke dann in die Hand und steckt sie auf die Gabel oder greift in den Joghurt und streift die Finger am Löffel ab - es ist momentan immer eine Riesensauerei.
Glücklicherweise lässt sie sich aber auch noch ohne großen Widerstand füttern, meistens zumindest.

Deine Tochter sieht Euch aus Gläsern trinken und mit Gabeln/Löffeln essen. Früher oder später wird sie das nachmachen wollen. Mit Zwang wirst Du das kaum beschleunigen. Sie lernst wahrscheinlich gerade etwas anderes, das momentan wichtiger für sie ist :-)

Liebe Grüße,
Nini

Beitrag von zibbe 16.10.10 - 13:38 Uhr

Hey, genauso machen wir es auch. Ich belade ihr den Löffel oder die Gabel und sie schaufelt es rein. Aber dann muss Mama oder Papa füttern, weil sie dann lieber mit dem Löffel oder der Gabel spielt. #augen Aber naja, Kleinkinder halt. Und was die Sauerrei angeht: Japp, hier auch! #putz

Ich bin halt nur so verunsichert, weil die im Buch tatsächlich schreiben, dass wenn man den Drang zur Selbstständigkeit unterdrückt und das Kind weiter selbst füttert, weil es zuviel Sauerei macht o.ä., dann würde man deren natürliches Bestreben nach Selbstständigkeit unterdrücken und schlimmstenfalls eine Essstörung hervorrufen, weil das Kinda auch mit 5 Jahren noch gefüttert werden möchte. #schock Meine Tochter war noch nie ein Durchschnittskind wie es in den Büchern beschrieben wird, aber manchmal packt mich dann doch wieder die Sorge.

Beitrag von nini.78 16.10.10 - 13:56 Uhr

Was ist das denn für ein kluges Buch? Du hinderst sie ja nicht unter Einsatz von Gewalt daran, selbst zu essen, obwohl sie das möchte ;-)
Die Mutter möchte ich sehen, die ihr Kind in dem Alter bei jeder Mahlzeit selbst essen lässt, auch wenn das dann Stunden dauert und alles im Umkreis von mehreren Metern verwüstet ist, nur um nicht zu helfen und den "Drang nach Selbständigkeit" damit zu unterdrücken #kratz

Ab und an das Gematsche zuzulassen und ansonsten dadurch zu helfen, dass man den Löffel belädt oder zumindest die Hand führt, genügt meiner Meinung nach, um den Lernvorgang nicht zu unterdrücken. Außerdem bietet man ja automatisch auch immer wieder Lebensmittel an, die die Kleinen ganz alleine aus der Hand essen oder an denen sie ihre Fähigkeiten ausprobieren können, was das Essen mit Löffel und Gabel angeht.
Sarah bekommt zu fast jeder Mahlzeit Besteck - auch zB zu kleingeschnittenem Brot. Sie versucht meist 1,2 Mal, ein Stück auf den Löffel oder die Gabel zu bekommen und isst dann mit den Händen, weil das nach wie vor am schnellsten geht. Wenn sie satt ist, schubst sie die Reste dann mit dem Besteck vom Teller oder macht sonstigen Blödsinn ;-)

LG, Nini

Beitrag von alexandra0276 16.10.10 - 14:41 Uhr

Hallo Nini,

meine Tochter ist schon 21 Monate, trinkt mit dem Strohhalm und isst maximal die ersten 5 Löffel selbst und dann muss Mama weiterfüttern. Noch schlimmer beim Brot, da muss ich vom ersten Stückchen an alles in den Mund gabeln ... ich weiß auch nicht was tun .... :-(

LG
Alex

Beitrag von karna.dalilah 16.10.10 - 15:22 Uhr

lass deiner Tochter ihr Tempo.
Du bist doch hoffentlich auch nicht rigoroser geworden, wenn dein Kind andere Dinge nicht "termingerecht" konnte.
Oft kommen die DInge schubweise und wenn sie älter ist, wird niemand fragen wann sie aus einem Becher trank.
Das Interesse selber aus dem Becher kommt schon vor allem wenn sie oft sieht wie ihr und euer Besuch und ähnliche aus einem Becher trinkt.

Bei uns haben wir es bei unseren Söhnen wie folgt gehalten:
Von der Brust zum Becher. Ich fand es unsinnig mein Kind an etwas erlernen zu lassen, was er einige Wochen später dann doch nicht mehr tu soll.

Allerdings konnte ich lange voll stillen und so war die Notwendigkeit von Flaschen und Saugern nie da.

Sei ganz relaxt, sie lernt es schon noch

Karna

Beitrag von rmwib 16.10.10 - 16:33 Uhr

#gruebel

Ja das konnte meiner in dem Alter schon, mit selber Flasche aufdrehen, sich Wasser eingießen, trinken und wieder wegstellen.

Gegessen hat er von Anfang an nur selbst. Mit 18 Monaten mit Gabel oder Löffel.

Beitrag von miss-sheep 16.10.10 - 19:33 Uhr

Hallo,
ich hab mal in einem Buch gelesen("Mein Kind will nicht essen.") daß Kinder irgendwann von alleine anfangen sich fürs "Selberessen" zu interessieren.
Man sollte dann ihnen einfach die Gabel, oder den Löffel überlassen... Solange man den Kleinen das nicht verbietet, macht man alles richtig(Manche tuen das ja aus hygienischen Gründen#augen,weil sie keine Lust zum Putzen haben;-)) Sollte man den KIndern das verbieten, werden sie das Interesse am "Selberessen" verlieren und man muss sie füttern bis sie erwachsen sind..;-) So,oder so ähnlich wars geschrieben...
Ich hab das einfach so gemacht, weil ich die Erklärung für sinnvoll halte. Erisst jetzt mit der Gabel und mit dem Löffel, sieht süüüß aus.. vieles wird aber mit den Händen gegessen..geht ja auch schneller..
Aus dem BEcher trinken tut er seit er 6 Monate ist. Als er 10 Monate war, konnte ers auch schon allein. Ich hab ihm nie eine Flasche angeboten. Er kennt das garnicht. Ich hab sehr lange gestillt(16monate)und zum Essen einen kleinen Becher gereicht..
lg isa