Ob man in DL eine Chance hat? KIÄ verklagen??

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Beitrag von whitewitch 16.10.10 - 13:50 Uhr

Ich habe ein kleines Tagebuch geschrieben, wer mehr wissen will schaut mal hier, dann brauche ich die Geschichte nicht nochmal ausführlich zu schreiben. Der Anfang ist ganz unten!

http://olivers-leidensgeschichte.blogspot.com/


Desweiteren kommt dazu das die KIÄ eine eventuelle Wachstumsstörung nicht erkannt hat. Mein Sohn ist ein halbes Jahr nicht mehr gewachsen. Zur Antwort bekam ich nur, sie sind klein ihr Mann ist klein, da werden sie keinen Riesen großziehen.

Ich bin am überlegen doch gegen diese Ärztin vorzugehen, frage mich aber ob man da eine Chance hat.

Hat schonmal jemand seine Ärztin, seinen Arzt verklagt??

Vielleicht finde ich sogar gleichgesinnte Muttis deren Kinder auch Diabetes haben und denen es ähnlich erging.

Ich rechne mir hier in DL nicht viele Chancen aus, einen solchen Prozeß zu gewinnen und eine Rechtschutzversicherung dürfte in dem Fall die Kosten sicher nicht übernehmen??!!

Viele Grüße Andrea

Beitrag von landmaus 16.10.10 - 14:17 Uhr

Hallo,

ich hab Dein Tagebuch nicht gelesen, aber ich wollte ein paar generelle Anmerkungen hinterlassen:

Ob die RSV zahlt hängt von Eurer Police ab. Da hilft nur anrufen und nachfragen.

Gute erfahrungen haben wir mit dem Gutachterausschuss der Krankenkassen gemacht. Da könnt Ihr euch hinwenden und das vorgehen Eurer Ärztin prüfen lassen.

Ansonsten würde ich ein Beratungsgespräch bei einem Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Arzthaftungsrecht empfehlen. Die Kosten einer Erstberatung sind frei verhandelbar. Solange Ihr nicht mehrmals hingeht oder der Anwalt für Euch telefoniert oder schreibt, habt Ihr daher kein Kostenrisiko. Um Eure Chancen zu erfragen, sollte das alle Mal reichen.

Rechtsanwälte mit entsprechendem Fachbereich kannst Du hier finden: http://anwaltauskunft.de/anwaltsuche

Alles Gute

Beitrag von whitewitch 16.10.10 - 15:57 Uhr

Danke für den Tipp, werde mich an unsere KK wenden bezüglich des Gutachterausschuß.

VG Andrea

Beitrag von haarerauf 16.10.10 - 16:06 Uhr

Ich kenne einen Fall bei dem eine Mutter Zwillinge geboren hat.

Etwas zu früh (glaub 36. Woche). Zwei Jungs. Spontangeburten und der erste kräftigere, sehr fitte Kerl wurde schnell vom Kreissaal in einen Nebenraum gebracht.

Der zweite Bub folgte schnell danach.

Das erste Kerlchen wurde auf dem Weg vom KS zum nächsten Raum mit dem Kopf am Türstock gestoßen und ist dabei runtergefallen.

Die Schäden waren enorm.

Heute ist A. 13 Jahre alt, behindert und wird kein wirklich selbstständiges Leben führen können. Sein Zwillingsbruder ist kerngesund.

Nach jahrelangem Prozess haben die Eltern bzw. Mama aufgegeben.

Die Eltern hätten nachweisen müssen dass das Kind aufgrund des runterfallens bzw. Türstocks behindert ist. Die Eltern!!!

Haarerauf
Gegen Ärzte/Krankenhäuser klagen ist ein Ding der Aussichtslosigkeit.

Beitrag von whitewitch 16.10.10 - 16:10 Uhr

Oh mein Gott, das ist ja absolut dramatisch. #schock da stockt einem der Atem und es beweisst mir, dass man hier in DL keine Chance hat.

Sehe das ja auch im täglichen Leben, da wird vertuscht von den Ärzten, Dinge vertauscht oder einfach nicht notiert. Was natrülich nicht Dokumentiert wurde, kann auch nicht bewiesen werden.

Ich werde sie auf jedem Fall in einem persönlichen Gespräch sehr freundlich auf ihren Fehler hinweisen und ihr die Fotos meines Sohnes unter die Nase halten. Sicher wird das nichts bringen, aber ich finde so vielleicht meinen Seelenfrieden.

Beitrag von haarerauf 16.10.10 - 16:13 Uhr

Ich wünsche Dir alles Gute, Deinem Sohn natürlich auch.

#herzlich

Haarerauf

Beitrag von alkesh 16.10.10 - 21:28 Uhr

< Sehe das ja auch im täglichen Leben, da wird vertuscht von den Ärzten, Dinge vertauscht oder einfach nicht notiert. Was natrülich nicht Dokumentiert wurde, kann auch nicht bewiesen werden. >

Und dann vertraust Du Ärzten blind weil sie studiert haben? #schock

Selbst Schuld, echt, so naiv kann man doch gar nicht sein #klatsch

Beitrag von schullek 16.10.10 - 18:44 Uhr

es gibt in dl auch fälle von vor gerade mal 10 jahren. ein kind wurde ohne wissen der mutter operiert. es kam als zwitter auf die welt und die ärzte entschieden eigenmächtig zu handeln. sie bestimmten das geschlecht. erst jahre später kam das ganze raus, dadurch, dass die mutter den arzt wechselte. der fall ist sehr komplex, ich hatte ihn in einem seminar letztes jahr. das ende war: die mutter konnte den ärzten gar nichts.

so viel dazu!

aber es gibt immer auch andere wege, wenn man zu seinem recht kommen will bzw. die verantwortlichen zur verantwortung heranziehen möchte.

lg

Beitrag von landmaus 16.10.10 - 22:17 Uhr

Hallo,

in Deutschland muss (fast) immer derjenige, der behauptet einen Anspruch zu haben, die Voraussetzungen nachweisen. Stell Dir vor ich hätte ein blaues Auge, würde Dich auf Schmerzensgeld verklagen und Du müsstest beweisen, dass Du mich nicht geschlagen hast. Das würde wohl die absurdesten Blüten treiben.

Ich selbst habe beruflich an einigen Verfahren mitgewirkt und kann aus dieser Erfahrung sagen, dass man sehr wohl erfolgreich auf Schmerzensgeld und Schadenersatz klagen kann. Man kann sogar sagen, dass das Arzthaftungsrecht zurzeit ein Trend unter Rechtsanwälten ist. Viele sehen darin einen mehr als interessanten Markt.

Liebe Grüße

Beitrag von alkesh 16.10.10 - 14:39 Uhr

Ich denke nicht das es was bringt, denn es wäre ein leichtes gewesen einen anderen Arzt aufzusuchen!

Gerade von Jemanden mit medizinischem Hintergrund würde man so was ja erwarten, also ich würde mich jedenfalls nicht so abfrühstücken lassen wenn ich so einen begründeten Verdacht hätte!

Zu der Wachstumsstörung: in erste Linie hat sie Recht damit, ein halbes Jahr ist keine Zeit was das angeht.
Es wäre möglich das unser Sohn den hormonellen Kleinwuchs seines Vaters "geerbt" hat, die Tests lassen wir aber erst machen wenn wirklich Grund zur Sorge besteht, denn mit einmal Blut abnehmen ist es da nicht getan. Er wächst sehr langsam, aber er wächst und so lange werden wir und der Kinderarzt die Füße still halten.

LG

Beitrag von whitewitch 16.10.10 - 15:51 Uhr

Den zweiten Passus habe ich jetzt mal überlesen, schließlich bin ich nicht Ärztin und schon gar keine KIÄ. Ich bin KS und ich bin zum Arzt gegangen als Mutter und nicht als allwissende Krankenschwester!! Ich liege jetzt mit meinem Sohn im KH aber auch nicht als Krankenschwester sondern als Mutter eines Kindes mit Diabetes!

Ein leichtes gewesen, sicher wenn man kein vertrauen zu seinem Arzt hat!! Ich jedoch hatte vertrauen zu ihr, da sie als gute KIÄ bekannt war!

Das sie natürlich einen Fehler nach dem anderen macht, kam erst viel später herraus!




Beitrag von alkesh 16.10.10 - 20:16 Uhr

Sorry, aber was Du beschreibst kann ich so gar nicht nachvollziehen und ich kenne auch Niemanden der sein Wissen in den Hintergrund schiebt weil er gerade nicht arbeitet #kratz

Beitrag von danja1983 16.10.10 - 14:53 Uhr

Hallo,

schlimme Geschichte und ich hoffe eurem Sohn gehts es nach der Diagnose besser und er wird endlich richtig behandelt.

Gleich gesagt ich bin nicht vom Fach aber ich denke in Deutschland einen Arzt zu verklagen wird nichts bringen.
Ich muß immer an die Geschichte von dem kleinen Jungen denken der nach einer Routine OP eine zu hohe Glukoseinfusion bekommen hat und verstarb. Der letzte Stand war, glaube ich, das die Ärztin Bewährung bekommen hat, obwohl ihr eine vollkommene Schuld nachgewiesen wurde. Die Ärztin hat gewußt das die Dosis zu hoch war aber hat lieber alles vertuscht und hat ihn sterben lassen:-(
Ich glaube die Mutter ist hier angemeldet.
Meine Meinung, hier steht ein Menschenleben unter einem Arzt.
Es werden Fehler gemacht aber sehr wenig Ärzte würden das zugeben.
Das fängt bei eigenen Erfahrungen an und hört bei Bekannten und Verwanden auf.
Bei meiner ersten Entbindung stand eine gähnende Ärztin vor mir, während mein Kind schlechte Herztöne hatte(Nabelschnur um den Hals).
Erst der Oberarzt hat mit viel Geschrei die Ärztin dazu gebracht lieber mal das Kind auf die Welt zu holen.
Mein Schwager lief ein halbes Jahr, nach einem schweren Unfall, mit Kreuzbandriss herum. Die Ärzte haben es übersehen und ihn noch als Simulant hingestellt........alles passiert.

Versuche es gar nicht erst, es würde dich zu viel Kraft und Nerven kosten die letztendlich dein Sohn benötigt.

LG und alles Gute
Dani

Beitrag von whitewitch 16.10.10 - 15:56 Uhr

An den Jungen musste ich auch denken, dann fiel mir eben diese Geschichte der Ärztin ein. Es ist wirklich so, ein Menschenleben zählt nichts, dass musste ich jetzt schmerzlich feststellen.

Na mal schauen, wie wir weiter vorgehen. Mein Mann erzählte unserer Anwältin im Bezug auf ein anderes Thema vom Schicksal unseres Sohnes und sie schaute ganz merkwürdig als sie fragte wer unsere KIÄ sei und mein Mann antwortete. Vielleicht sind da ja mehr Fälle bekannt, dann hätte man sicher bessere Chancen. Im KH Haben sie mir geraten das Ganze der Ärztekammer mitzuteilen, dann wäre eventuell eine Abmahnung drin. Das würde mir schon reichen fürs erste. Ich denke aber im Grunde hat man mehr Streß wenn man das wirklich versucht vor Gericht zu bringen, das sind ja Jahre die da vergehen können.

Dann habt ihr ja auch schon einiges durch!! Man oh man...

Viele Grüße Andrea

Beitrag von schullek 16.10.10 - 17:46 Uhr

hallo,

wie eure chancen bei einem prozess stünden weiß ich nicht. damit kenne ich mich nicht aus. aber ich denke ich würde einmal eine beratung bei einem entsprechenden anwalt in anspruch nehmen.
ausserdem würde ich das ganze der ärztekammer melden und mich mit der krankenkasse in verbindung setzen. die dürften ein berechtigtes interesse haben.

was ich mich allerdings frage ist: wenn du sie einfach anzeigst, dann würde ja auch schon mal was ins rolen gebracht werden. die staatsanwaltschaft würde ich dann entscheioden, ob die sache weiterverfolgt wird, oder nicht.

lg

Beitrag von whitewitch 16.10.10 - 18:24 Uhr

Bei der Ärztkammer werde ich das auf jeden Fall anzeigen. Ich will aber erst alle Unterlagen zusammen haben, dass heißt ihre Behandlungsunterlagen der Monate wo mein Sohn in Betreuung war und den Arztbrief vom KH. Dann werde ich mich auf jeden Fall mit der hier zuständigen Ärztekammer in Verbindung setzten. Habe mir gerade alle dafür benötigten Adressen zusammen gesucht.

Ich bin mir gerade nicht sicher auf was man sie anzeigen könnte? Wahrscheinlich Körperverletzung oder ähnliches.

Ich denke aber das mein persönliches Gespräch mir ihr, die Anzeige bei der Ärztekammer und eventueller Gutachter von der KK schon einiges für sie an Einbußen bringen dürfte.

Danke für deine Meinung!!

Viele Grüße Andrea

Beitrag von vwpassat 16.10.10 - 19:10 Uhr

Wenn Du wirklich Krankenschwester bist, dann solltest Du mal drüber nachdenken, ob es der richtige Beruf ist.

Das Verklagen kannst Du Dir sparen, es würde Dich finanziell ruinieren.

Beitrag von whitewitch 16.10.10 - 19:20 Uhr

Da du sicher kein Arzt bist und auch kein Psychologe kann ich solch eine inkompetente Antwort getrost überlesen!!

Wenn ich eins in den 14 Tagen gelernt habe dann mir selbst keine Vorwürfe zu machen, denn ich habe viel getan meine Bedenken oft klar geäussert. Wenn einer Schuld hat dann die studierte Ärztin, denn sie hat Kindermedizin studiert und nicht ich. Mal nicht zu vergessen, das ich beruflich KS bin und privat Mutter!! Das einzige was ich mir selbst zum eventuell Vorwurf machen könnte, der KIÄ zu viel vertraut zu haben!! Ich gehöre aber auch nicht zu den hypochondrischen Müttern die 5 Ärzte aufsuchen um sich eine Bestätigung der vorangegangenen Ärzte geben zu lassen!

Beitrag von alkesh 16.10.10 - 20:25 Uhr

Irgendwie ist es einfacher NUR der Ärztin die Schuld zu geben, oder?

Aber glaub mir, Deine Teilschuld wird Dich einholen! Ich bin vom Fach und würde es mir NIE verzeihen wenn ich so gehandelt hätte wie Du. Ich für meinen Teil vergesse aber auch mein Medizinwissen nicht wenn ich die Arbeit verlasse #augen

Beitrag von vwpassat 16.10.10 - 20:51 Uhr

Eine Krankenschwester ist es 24 Stunden lang und 7 Tage die Woche.

Ich weiß, wovon ich rede, habe selbst eine zu Hause.


Und was das Thema Vertrauen anbelangt, wirst Du auch noch Einiges im Leben lernen müssen.

Beitrag von alkesh 16.10.10 - 21:22 Uhr

#pro

Beitrag von mansojo 16.10.10 - 20:00 Uhr

krankenschwester und mutter sein sind zwei paar schuhe

auch krankenschwestern vertrauen auf erfahrene kinderärzte


allerdings muss ich sagen ich hätte längst den arzt gewechselt da hier von anfang an das vertrauen hin war
aber das hilft jetzt auch nicht weiter


ich wünsch der te alles gute
und für den kleinen mann gute besserung

lg

Beitrag von alkesh 16.10.10 - 21:25 Uhr

< krankenschwester und mutter sein sind zwei paar schuhe

auch krankenschwestern vertrauen auf erfahrene kinderärzte >

Ich hab überwiegend medizinisches Personal im Bekannten- und Freundeskreis, studiertes und assistierendes Personal aber was Du beschreibst würde, gerade wegen dem Wissen, Niemand von denen tun!

LG

Beitrag von mansojo 18.10.10 - 02:02 Uhr

was nicht tun?

den kinderarzt wechseln?

oder auf das wissen des kinderarztes vertrauen?

Beitrag von alkesh 18.10.10 - 10:46 Uhr

Einem Arzt blind zu vertrauen, vor allem wenn man selbst eine Verdachtsdiagnose hat und das abgeklärt haben will!

In so einem Job lernt man im Laufe der Zeit so viele Ärzte kennen die eindeutig den Beruf verfehlt haben, das man nicht einfach so einem Arzt vertraut!

LG