Ab wann normale Kost anstatt Brei?Kommt es von selber oder...?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von lilja123 16.10.10 - 13:54 Uhr

Hallo,

ich habe da mal eine Frage:

Also, Hannes ist 16 Monate, hat 4 volle Zähne (vorne) und zwei die gerade oben dazu kommen.

Er ist sein Brot mit Aufschnitt und Kruste, aber alles andere muss ich noch voll purieren, denn er spuckt es mir sonst entgegen oder verschluckt sich.
An Obst ist er nur Banane und Pfirsich!
Apfel und Co ist zu hart und wird nur ausgesaugt und dann ausgespuckt.
Ich puriere alles, das Mittagessen und den Abendbrei. Sogar Haferbrei/Milchreis puriere ich.

Ich frage mich jetzt:
Muss ich es ihm anbieten, so dass er es lernt, oder kommt das durch mehr Zähne ganz von selber.
Nur wenn ich es ihm anbiete, dann isst er so ein bis zwei Löffel ! Naja und ihr kennt das ja, somit schläft er dann auch Mittags nicht richtig!

Und nochwas, ich stecke ihm die Brotecken/Löffel immer selber in den Mund, weil er nach dem 4 Stück nur matscht.Er lässt sich gerne füttern!! Mit Löffel kann er garnicht, ausser ich führe den Löffel zum Mund.
Sollte ich ihn einfach lassen und die Sauerei um ihn rum akzeptieren,damit er es lernt, oder kommt auch er und zeigt mir wenn es soweit für ihn is(s)t?

Danke

Beitrag von centrino2inside 16.10.10 - 14:05 Uhr

Also meine Tochter hatte mit 16 Monaten zwar schon alle Zähne (bis auf die letzten 4 Backenzähne) aber auch sie hat sich immer gerne füttern lassen.
Mit der Gabel konnte sie recht früh umgehen mit dem Löffel gar nicht.
Ich habe sie gefüttert und es hat uns nicht gestört. Mit 20 Monaten hat sie dann gesagt, sie möchte es alleine machen und von da an konnte sie mit dem Löffel fast perfekt umgehen, kleckert kaum und es hat sofort super geklappt.
Wenn es dich nicht selbst stört füttere ihn weiter, aber biete ihm immer die Möglichkeit es auch selbst zu versuchen.

Nun zu den "Stücken".
Meine Tochter hat nie gerne Stücke gegessen, also so halb püriert meine ich jetzt.
Wenn ich ihr aber eine ganze Nudel oder ein ganzes Stück Möhre/kartoffel o.ä. hingelegt habe, hat sie es gegessen, aber auch nur wenn sie es sich allein in den Mund gesteckt hat.
Ich habe also darauf geachtet ihr solches Essen zuzubereiten, dass sie es mit den Fingern essen kann.
Vielleicht klappt das ja. Dafür braucht er keine Gabel, keinen Löffel und kann dabei auch noch ein bisschen "rumsauen".

Beitrag von lilja123 16.10.10 - 14:24 Uhr

Hallo,

also mch stört es überhaupt nicht, dass ich ihn fütter. Ich machte mir nur so meine Gedanken, dass ich vielleicht auch etwas falsch mache oder ihn nicht genug in seiner Motorik fördere. Du hast recht, wenn ich ihm etwas so hinlege und er es sich selber in den Mund steckt, dann isst er es. Allerdings nicht so viel wie wenn ich ihm seinen lieben Möhrtebrei oder Pastinake mit dem Löffel füttere.
Aber ich glaube er wird mir irgendwann ein Zeichen geben!

Beitrag von annahoj 16.10.10 - 14:21 Uhr

hallöchen,

versuch mal, ihm verschiede gemüsesorten (möhren, kartoffeln, broccoli etc) weich zu kochen und am stück zu geben, das kann er sicher prima allein essen.

und ja...ich würde ihn mit dem löffel rum"sauen" lassen. am besten kannst du die meisten kleckereien abfangen, in dem du ihm eine spuckwindel umhängst und den teller da drauf stellt (ich hoffe, du weißt was ich meine) :-)

Beitrag von nynne 16.10.10 - 15:14 Uhr

Ich habe meiner Maus ab ca. 8 Monaten gedünstetes Gemüse im ganzen angeboten.
Habe ihr zB Brokkoli, Zucchini, Blumenkohl und Kartoffel auf einem Teller angerichtet, es ihr hingestellt - da hat sie es mit den Händen genommen und eins nach dem anderen gegessen.
Natürlich wurde sie anfangs davon nicht satt, da alles erst mal genau angeschaut und untersucht werden muss, also habe ich ihr prallel dazu bzw. danach noch das ganze in pürierter Version angeboten, wobei ich da Stück für Stück grober wurde.

Mit dem Löffel ist sie selber seit sie 10 Monate ist.
Ich habe ihr immer einen Löffel in die Hand gegeben und mit dem anderen gefüttert und ihr mit ihrem Löffel immer geholen.
Habe sie anfangs geführt: Schaufeln und in den Mund - das ist unser Standardsatz. Das hat sie schnell verstanden und irgendwann hat es gereicht, es nur noch zu sagen - oder wenn sie anfängt zu spielen hat der Satz geholfen, weiter zu essen :-D

Kauen ist nicht abhängig von der Anzahl der Zähne, der Kiefer ist stark genug, um zB gedünstetes Gemüse zu zermahlen.

Grundsätzlich sass ich immer mit ihr und habe ihr mit jedem Bissen gesagt: und jetzt schön kauen - und es ihr vorgemacht - das hat sie schnell übernommen. Dazu noch süsse Essgeräusche wir "mmhhhm" und "njamnjam" #mampf
Breisachen hat sie meist nur runtergeschlungen und kaut sie auch heute kaum, weil die ja schon "schlingfertig sind"
Klar wird immer mal wieder was ausgespuckt, es dauert ja auch seine Zeit.
Aber wir waren immer fleissig dabei und es hat auch schon mal ne Stunde gedauert, bis wir mit dem Mittagessen durch waren, aber es hat sich gelohnt.

Jetzt mit fast 13 Monaten isst sie immer selber mit Löffel und ich muss selten mit füttern, nur mal den Löffel korrigieren, da sie neuerdings anfängt, den Löffel vorm Mund umzudrehen.
Die Gabel haben wir vor 1 Monat eingeführt, das lernt sie gerade, wenn es was zum aufpieksen gibt.

Wenn Du mit Brei und püriertem weiter machst, wird er es nicht richtig lernen - er braucht schon einen Anstoss und man braucht ein wenig Geduld ;-)
Viel Spass!
Ich fand diese Zeiten, trotz dass sie lange dauerten immer irgendwie gemütlich
und erstaunlicherweise haben wir kaum Schweinereien - sie isst extrem sauber

Beitrag von sharlely 16.10.10 - 15:19 Uhr

Hallo,

hmm keine Ahnung. Hab nie wirklich Brei oder Glässchen gegeben und auch nicht wirklich viel püriert. Die Maus (15 Monate alt) hat von Anfang an bei uns mitgegessen. Mit fünf Monaten hat sie halt mehr darauf rumgelutscht, hat dann aber recht schnell ein Gefühl für die Lebensmittel bekommen. Bevor jmd. meckert, man nennt dieses Prinzip Baby led weaning.
Selbst bei uns in der Krippe wird nichts püriert. Da isst jedes Kind ab nem Jahr, manche auch schon früher, alles so wie es serviert wird. ;-)

Also an deiner Stelle würd ich es ihm mal unpüriert anbieten. Du wirst sehn er wird schnell raushaben, wie man das macht. Vll. ist er am Anfang nicht so beigeistert, ist ja doch schon mehr Arbeit das ganze zu kauen, als einfach zu schlucken. Aber das wird schon. Und das er den Apfel nur auslutscht ist doch auch kein Problem, er muss es halt noch lernen.;-)
Wenn dir das zu ne große Sauerei ist mit dem löffeln, kannst du ihn ganz einfach überlisten. Gib ihm nen Löffel in die Hand und nimm du aber auch einen. Du fütterst ihn und er darf nebenbei immer mal wieder mitlöffeln. So wird er satt, hat aber trotzdem das Gefühl selbst was dazu beigetragen zu haben, er kann das löffeln üben und die Sauerei hält sich in Grenzen. Bei uns hat das total gut geholfen.Mittlerweile isst die Maus selbständig mit Löffel/Gabel und wird sogar satt dabei.....

LG S.

Beitrag von tragemama 16.10.10 - 18:12 Uhr

Christina isst unpüriert und alleine mit uns, seit Beikostbeginn mit 7 Monaten. Kathrin konnte das mit einem Jahr erst, ihr Kehldeckel war etwas höher als normal angelegt, deswegen hat sie schnell gewürgt. Nach einer Woche "da muss sie durch" hat es geklappt.

Andrea

Beitrag von hailie 16.10.10 - 23:33 Uhr

Nein, das kommt nicht von selber.
Wie soll er es denn lernen, wenn du ihn nicht alleine essen lässt?

Meine Große bekam in dem Alter gar keinen Brei mehr.
Die Kleine bekam nie Brei, sondern isst mit ihren 9 Monaten normal bei uns mit.

LG