Mir wächst gerade alles über den Kopf............(sehr lang)

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von allesbanane 16.10.10 - 19:25 Uhr

Hallo,
ich schreibe sonst nur sehr selten in den Foren, bin eher ein stiller Mitleser, aber heute muss ich schreiben, sonst platz ich - glaub ich...


vor einer Woche hatte mein Lebensgefährte mit erst 46 Jahren einen Schlaganfall und liegt seitdem in der Klinik. Es geht im soweit ganz gut, allerdings wurde festgestellt, dass er einen schweren Herzfehler hat, der auch der Grund für das Gerinnsel ist und er operiert werden muss. Am Montag entscheidet sich nach einem Kernspin, ob er gleich zur Reha muss oder erst nachhause kann....

ich mußte ihn letztes WE geradezu überreden, den RTW anzurufen, er hat die Symptome (Lähmungen, Sehstörungen, Schwindel) total runtergespielt.

Einen Tag später fuhr mein Exmann in den Urlaub und übergab mir unsere Kinder (die die meiste Zeit bei ihm leben, aber da Herbstferien sind, war es geplant, dass sie die ganze Woche bei mir sind, was ja "normalerweise" auch okay ist und ich mich gefreut habe).
Mein Lebensgefährte und ich sind sechs Jahre zusammen (HEUTE ist unser 6. Jahrestag!) und sehr eng verbunden, waren kaum getrennt in den Jahren.
Es ist für mich furchtbar gewesen, ihn letztes WE auf der Intensivstation alleine zu lassen, mit der Prognose der Neurologen, dass in den anschließenden 3-4 Tagen ein erneuter schwererer Hirninfarkt folgen kann).
ch habe mich die ganze Woche bemüht, gute Mine zum bösen Spiel für ihn und die Kinder (9 und 11 J.) zu machen, bin mit den beiden 2 x in der Klinik gewesen (2 Stunden Fahrtzeit mit Bus und Bahn), war mit ihnen ins Kino, habe gekocht, gemacht und getan....

weder Arbeitskollegen noch die Familie meines Freundes ruft EINMAL an und fragt, wie es MIR geht....mein Exmann ruft nicht EINMAL an und fragt nach den Kindern und mir und meinem Freund...nichts...

morgen abend gehen die Kinder zu ihm und Montag kann ich das erste Mal ohne Kind im Schlepptau in die Klinik fahren.
Ich merke, es geht mir richtig beschissen, ich weine seit heute morgen immer wieder, mag kaum reden, schnauze die Kinder an, bemühe mich dann wieder, kann seit einer Woche kaum schlafen und habe Dauerkopfschmerzen.

Manchmal ist das Leben ganz schön beschissen, muss ich sagen.
Vielleicht erwarte ich auch zuviel von meiner Umwelt...Kinder in dem Alter sind wohl einfach so egoistisch, ich weiss es nicht. Mein Ex ist mein Ex, was interessiert ihn meine Psyche und mein neuer Partner, ich weiss...trotzdem kotzt es mich an.

Ich will einfach auf den Arm :-(

Seid mir nicht böse fürs Ausjammern...diese Sorge um meinen Freund macht mich auch "wahnsinnig", wenn ich mir vorstelle, ihn zu verlieren, würd ich mich gleich einweisen lassen. Ich liebe ihn sehr.

Beitrag von bellababy 16.10.10 - 20:21 Uhr

Hallo,

mir fällt dazu nur ein wenn es kommt dann richtig!


Komm her ich drück Dich #liebdrueck


Wünsche Deinem LG gute Besserung!


liebe Grüße
Janine

Beitrag von aussiegirl600 16.10.10 - 23:04 Uhr

Ich drücke dich auch ganz fest und schicke dir übers Netz ganz viel Kraft und Gelassenheit!

Ich kann völlig verstehen, dass dich ärgert und verletzt, dass sich niemand meldet, aber oft trauen sich die Leute einfach nicht was zu sagen. Das macht es für dich nicht einfacher, aber die meinen es nicht böse.

Ruf doch vielleicht eine gute Freundin an oder auch die Familie deines Freundes und sag ihnen ruhig, dass du am Ende bist. Vielleicht kann dir jemand nen halben Tag lang die Kinder abnehmen - wobei Kinder in dem Alter die Situation zumindest ein bisschen auch verstehen können.

Besonders wenn du unfreundlich warst: nimm die beiden in den Arm und sage ihnen ganz klar, dass du traurig bist weil dein Freund im Krankenhaus ist und dass du es nicht böse gemeint hast. In so einer Situation ist gegenseitiges Verständnis und Familienzusammenhalt wichtig und auch Kinder verstehen das, zumindest instinktiv.

Das wird schon wieder!
Viel Glück also dir und gute Besserung an deinen Freund!

Beitrag von milka700 17.10.10 - 17:02 Uhr

Kinder egoistisch?
Und was bist DU? Schiebst deine Kinder ab zum Vater und bist sogar froh, sie wieder loszusein, damit du "in Ruhe" zum KH kannst (musst?).
Da fehlen mir weitere Worte!
Kein Wunder dass den Freund irgendwann der Schlag trifft...

Beitrag von aussiegirl600 17.10.10 - 17:34 Uhr

Also bitte - wir kennen ja wohl die genaue Situation nicht. Außerdem heißt dann dass automatisch, dass alle Kinder, die bei ihrer Mutter aufwachsen, vom Vater abgeschoben wurden. Aber nein, DAS wird als normal angesehen.

Beitrag von milka700 17.10.10 - 19:00 Uhr

Aber hier in diesem Fall lese ich nur ICH ICH ICH.
Ich lag selbst schon ziemlich krank im KH und wenn ich da gemerkt hätte, der Besuch ist eher widerwillig, hätte ich drauf verzichtet.
Und ich vertrete den Standpunkt, dass Kinder eher von der Mutter erzogen werden sollten, dass manche Mütter allerdings eine Vollklatsche haben, ist halt leider Flurschaden.
Nichtsdestotrotz tun mir solche Kinder besonders leid.
Da wird oft Potenzial vergeudet.

Beitrag von besser jetzt 18.10.10 - 03:18 Uhr

Wieso ist der Besuch der TE widerwillig?
Hast du irgendwas von ihrem Beitrag richtig verstanden?
Sie kommt um vor Sorge um ihren Partner und ist fix und fertig.
Nur weil du diesen blödsinnigen antiquierten Standpunkt vertrittst, musst du die TE nicht so angreifen.

Beitrag von milka700 18.10.10 - 11:02 Uhr

Ich vertrete meinen Standpunkt zumindest in blau.
;)

Beitrag von zoe74 18.10.10 - 01:04 Uhr

Was nimmst Du Dir bitte heraus, die TE derart anzugreifen?? Was sie über sich und ihre familiäre Situation geschrieben hat, ist nicht sehr viel...jedenfalls viel zu wenig, um sie zu verurteilen und insbesondere zu beleidigen!

Nur weil DU (!) der Meining bist, dass Kinder generell bei der Mutter aufwachsen sollten, heisst das nicht, dass das in ALLEN Familien immer das Beste für die Kinder ist!

Musstest Du schon einmal um das Leben Deines Partners (ernsthaft!) bangen? Wenn ja, dürfest Du nachvollziehen können, dass man sich dann im Ausnahmezustand befindet. Wenn nein, dann wünsch ich Dir, niemals eine solche Erfahrung machen zu müssen. Die TE ist sicher nicht egoistisch, sondern schlichtweg verzweifelt. Meine Güte, sie hat Angst, ihren Lebensgefährten zu verlieren. Da kann sie solche sinnfreien Kommentare von Dir sicher gerade noch gut gebrauchen!

Wir waren selbst vor einigen Jahren in der gleichen Situation, nur war es bei uns kein Schlaganfall, sondern eine Lungenembolie. Die Angst während der lebensbedrohlichen Phase frisst Dich auf.

Beitrag von allesbanane 18.10.10 - 08:05 Uhr

Hallo,

ich war geschockt über die Bemerkung von Milka. Aber dann dachte ich mir, was muss sie für ein Problem haben, SO zu reagieren. Was schlummert da an Selbstzweifeln und Selbsthass in ihr, SO zu reagieren...das tut mir sehr leid.

Mir ging es einfach darum, mich mal ausweinen zu dürfen, mal schwach zu sein.
Welche Mutter wünscht sich nicht manchmal, "frei" zu sein, ich glaube, sich das in Gedanken auch mal einzugestehen, nimmt viel Druck. Wie oft wandere ich in Gedanken auf den Mond aus..nur um es nie zu tun :-).

Aber darum ging es mir ja auch gar nicht. Mir ging es gestern auch schon wieder besser, so schwankt meine Stimmung seit Tagen auf und ab. Die Kinder haben mir sogar tageweise richtig geholfen durch ihre kindliche, nicht sorgenvolle Art, durch diese Lebendigkeit, sonst wäre ich wohl echt verrückt geworden vor Sorge. Natürlich können sie nicht wirklich Rücksicht nehmen wie ein Erwachsener, meine Tochter ist sowas von in der Pubertät mit erster Verliebtheit, die hat gar keinen Sinn für Krankheiten. Soll sie ja auch nicht.

Und noch ein Satz zu Mütter/Väter: Kinder brauchen beides. Aber sie brauchen gesunde, stabile Eltern. Wenn das nicht gegeben ist, ist die Mutter nicht der bessere Part. Ich kenne Familien, da wäre esvon der Mutter der richtige Weg gewesen, die Kinder (zeitweise) woanders hinzugeben, weil die Mutter zu instabil oder krank war. Ich selbst bin adoptiert und sehr dankbar dafür, denn wäre ich bei meiner Herkunftsfamilie großgeworden, wäre ich wohl nicht mehr hier. So pauschal zu urteilen wie Milka ist schlichtweg dumm!

Ich danke den anderen für ihre lieben Worte!
Viele Grüße

#sonne

Beitrag von milka700 18.10.10 - 09:54 Uhr

Dumm?
Du wirst an deinen Vorurteilen wohl noch ersticken. Manche hier denken wirklich, dass sie die Krönung der Schöpfung sind und merken gar nicht, dass sich die Erde um die Sonne dreht und nicht umgekehrt.
Krankheiten und Unfälle haben immer einen Hintergrund - macht ihr hier immer schön weiter mit eurem blasphemischen Heiteitei. :)
Nach außen sonstwie tun und innendrin kalt wie Stein.
Und ich bleibe dabei: Wer seine Kinder froh ist, loszusein und denen auch noch indirekt abverlangt (im ersten Post) Verständnis zu haben (von einer 11jährigen!!!), der ist in meinen Augen irgendwie nicht ganz dicht.
Vor allem hier von Problemen faseln, aber die Pupertät so negieren - hast DU denn Verständnis für deine Tochter? (sicher zuviel verlangt)
Was anderes wäre es, wenn das eigene Kind im KH ist, aber ein 46jähriger wird wohl wissen, was da abgeht und wird sich auch mal ein paar Tage oder Wochen im KH zurechtfinden. Der menschliche Körper ist ja nicht aus Zucker und regeneriert sich ziemlich gut.

Gut, dass deine Kinder hauptsächlich beim Vater sind - du scheinst ja komplett überfordert mit ihnen und sie kommen erst noch in die Pupertät, das wird noch lustig. ;)
So...ihr 2 Grazien - nun lobt euch, wie toll, ohne Probleme und intelligent ihr doch seid. Viel Spaß.
Ich geh mal meinen Selbsthass füttern. *g* Ich seh auch schon ganz hässlich aus von diesen Zweifeln immer...:D
Urbia ist echt besser als Geißen, We are Family und Frauentausch zusammen. :D

Beitrag von stormkite 18.10.10 - 10:51 Uhr

Milka,

du wirkst echt wie eine Giftspritze. Du kommst jedenfalls völlig aggressiv und garstig hier rüber.

Beitrag von milka700 18.10.10 - 10:59 Uhr

Ich passe mich nur den Threaderöffnern an. ;)
Evtl. hilft es, mehr als nur 2 Postings von mir zu lesen - ich bin hart, aber herzlich. Mehr gibts dazu nicht zu sagen.
Ich merke sehr wohl, ob jemand willens ist, Hilfe anzunehmen oder einfach nur wie ein kleines Kind seinen Willen erweitern möchte.
Und ganz fuchsig werde ich, wenn es um Kinder geht!
Kinder sollten IMMER! vorgehen. Und in diesem Fall werden sie als Ballast beschrieben und das!, obwohl die TE selbst adoptiert ist. Sie sollte es bei ihren Kindern eigentlich anders machen, aber leider...
Ich gebe meinen 4 auch nicht weiter, was ich erfahren habe und verzichte dafür gern auf eine "Prestigefamilie", Karriere, Geld oder ähnlichem.
Ich weiß einfach, dass ZEIT kostbarer ist als alles andere. Und hier in diesem Fall tritt die TE die Zeit mit ihren Kindern mit den Füßen zugunsten der neuen Beziehung. (die besteht, seit die 2 Kleinen ca. 4 und 6 waren - und seidem quasi fast ohne Mutter aufwachsen)
Tut mir leid - Null Verständnis!

Beitrag von allesbanane 18.10.10 - 17:04 Uhr

Weißt Du, mich berührt das nicht wirklich, weil Du mich gar nicht kennst bzw. meine Geschichte oder unsere oder wie auch immer.

Ein passendes Zitat: " Wer keine Ahnung hat - einfach Fresse halten" (und da Du eh denkst, ich bin "asozial", kann ich ja ruhig so derbe reden ;-)).

Was mich wundert ist, wie Du auf den Trip kommst, dass meine Kinder nicht bei mir waren...gut, es gibt viele (meist) Väter, die nach der Trennung den Kontakt einschlafen lassen, was ich sehr sehr traurig finde.

Ich habe die Kinder seit der Trennung 1/3 des Monats bei mir leben, von Anfang an. Sie haben das Glück, zwei Zuhause, zwei Zimmer, Mama und Papa nun ohne Streit zu haben...bei Papa gibt es das tolle, bei Mama das (in dem Fall Hund und Katze) und stell Dir vor, wir wohnen nur zwei Häuser nebeneinander. Das alles weisst Du natürlich nicht.

Aber eins zeigt wirklich Deinen geistigen Horizont: Dieses Verurteilen. Das ist für mich wirklich ein Zeichen von wenig Grips und wirklich vielen eigenen Problemen. Was hat Dich so hart gemacht, dass Du schreibst, ein Erwachsener kann ruhig alleine im Krankenhaus liegen, egal, ob es um Leben und Tod geht, wenn die pubertierende Tochter sich wegen ihrem Pickel auf der Nase aufregt??? Also wirklich, mit Dir möchte ich nicht verpartnert sein!!!

Ich wünsch Dir alles Gute und einen Menschen, der Dir zeigt, dass es wahre Liebe gibt, nicht nur zwischen Kind und Mutter, sondern auch zwischen Partnern.

#liebdrueck

Beitrag von zoe74 18.10.10 - 13:52 Uhr

"Ich geh mal meinen Selbsthass füttern. Ich seh auch schon ganz hässlich aus von diesen Zweifeln immer"

DAS glaube ich Dir auf´s Wort... Wer andere Leute über ein Forum verbal so attackiert, sich zu solch beleidigende Aussagen hinreissen lässt, ohne AUSREICHENDE Hintergrundinformationen, muss wohl selbst einen Ar... voll Probleme haben oder dermaßen unzufrieden mit sich selbst sein.

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Kinder immer Vater und Mutter brauchen, im Trennungsfalle idealerweise bei der Mutter aufwachsen, was aber nicht automatisch immer das Beste für die Kids ist. Es ist nicht immer nur alles schwarz oder weiss.

Beitrag von stormkite 18.10.10 - 10:56 Uhr

Hi du,

ich kenne dein Problem: Der geliebte Mensch braucht einen, aber da sind die Kinder, die Betreuung brauchen.

Meine beiden Kinder leben bei mir, bei mir ist das immer so. Was es nicht besser macht, nur noch schwieriger, weil man die gesamte Zeit damit umgehen muss. Und ja, ich habe mir auch mehr Anerkennung und Unterstützung in so einer Situation gewünscht.

Ich wünsche dir, das dein Lebengefährte bald wieder auf die Beine kommt - alles andere wird sich finden. Kinder können zwar nicht wirklich Rücksicht nehmen, aber durchaus verstehen, warum jemand auch mal ungerecht und unfreundlich reagiert wenn der Stress überhand nimmt.

Liebe Grüße. Kite