Wie verhalten?

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von kleine_blume 16.10.10 - 23:05 Uhr

Hallo zusammen,

ich bin momentan in einer Situation, wo ich nicht weiß, wie ich mich verhalten soll. Hintergrundgeschichte: Eine Arbeitskollegin (Anna), andere Abteilung und ich machen seit rund 2 Jahren auch privat mehr miteinander. Sie vertraute mir in der Vergangenheit vieles an.
Im Frühjahr diesen Jahres bekam ich einen neuen Arbeitskollegen (Ben), der mit mir plus einer anderen Kollegin (Lisa) ein Team bildet. Von Anfang an hatten ich und meine Kollegin Lisa viele Auseinandersetzungen/Diskussionen mit ihm, weil er Arbeitsprozesse anders angeht, einiges noch dazulernen musste (er machte bei seinem alten Arbeitgeber andere Arbeitstätigkeiten) und eine eher "eigenartige" Art hat (derbe Witze, Geltungsdrang, unglaubhafte Dinge erzählen). Rund 2 Monate nach seinem Eintritt in unsere Firma begann sich Anna aus der anderen Abteilung von mir zu distanzieren, während man gleichzeitig Flirts zw. ihr und Ben beobachten konnte und die beiden viele Pausen (Mittags-/Raucherpause) miteinander verbrachten. Anna war in jahrelanger Beziehung, so dass ich eine Zeit lang nicht recht glauben wollte, was ich da sah. Für Wochen schließlich distanzierte sich unser Kontakt und das Thema neuer Kollege/Teamprobleme wurde komplett ausgespart, wenn man mal miteinander redete... anfangs war ich enttäuscht, wütend... irgendwann wurde es mir egal. Vor 3 Wochen nun erfuhr ich über andere, dass Anna sich von ihrem Freund trennte und angeblich bei Ben eingezogen ist.
Mein Problem nun: Anna schrieb mich vor einigen Tagen an, erzählte mir nun persönlich von ihrer Trennung und sucht nun den Kontakt zu mir/will sich treffen. Ich selbst bin zwar zu einem Treffen bereit, aber ich kann mir nicht vorstellen, wieder mit ihr näher befreundet zu sein (also sich privat zu treffen, wie vorher). Denn ich kann ihr nicht mehr vertrauen und könnte weiterhin über manches nicht mit ihr sprechen (z.b. Teamprobleme mit Ben, die weiter recht problematisch sind), weil sie ihm ja nun sehr nahe steht.

Habt ihr eine Idee, wie man sich am besten in dieser Situation verhält? Es tut mir zwar leid, sie als frühere Vertraute zu verlieren, aber ich bin sehr eingenommen ihrem neuen Freund ggü, gleichzeitig enttäuscht davon, dass sie mir für Monate die Veränderung verheimlichte - obwohl es offensichtlich war. Ihr jedoch sagen, dass ich ihren neuen Freund nicht neutral ggü. sein kann, sondern eine schlechte Meinung über ihn habe, kann ich mir schwer vorstellen. Lügen will ich jedoch auch ncht.

Was also tun?

Beitrag von bruchetta 16.10.10 - 23:20 Uhr

Na ja, sie befand sich ja schon in einer schwierigen Lage und wollte die Situation (Partner und dann Ben) offensichtlich für sich lösen, was sie ja auch getan hat.
Das sehe ich überhaupt nicht als Vertrauensmißbrauch Dir gegenüber an!

Was Ben betrifft, Du MUSST ja nicht über Teamangelegenheiten mit ihr sprechen, sondern hälst Ben komplett raus.

Wenn Dir das die Bekanntschaft mit ihr nicht wert ist, mußt Du ihr wohl sagen, dass ihre Beziehung zu Ben Eure private Bekanntschaft aus Deiner Sicht irgendwo im Weg stehen wird und Du es deshalb bei dem belassen möchtest, wie es jetzt ist!

Beitrag von litalia 16.10.10 - 23:21 Uhr

ich hoffe für dich das anna, lisa und ben hier nicht auch angemeldet sind...

#augen

Beitrag von litalia 16.10.10 - 23:24 Uhr

ps: lerne privates und arbeit zu trennen!

1. WO hat sie dein misstrauen verbraucht?

2. du kannst doch weiterhin mit ihr befreundet sein, kann dir doch egal sein ob sie mit dem ben zusammen ist oder nicht.
das du mit ihr nicht über ihn LÄSTERN kannst ist logisch oder? was hat das mit der freundschaft zu tun.

sorry, wie im kindergarten.

Beitrag von kleine_blume 16.10.10 - 23:51 Uhr

Ich halte es für sehr schwierig, privates und berufliches zu trennen, wenn beides sich überkreuzt? Wie soll ich ihr freundschaftlich zuhören, wenn sie privat von jemanden spricht, den ich beruflich negativ erlebe? Ist das nicht nachvollziehbar für dich, dass man das nicht trennen kann?

Weiterhin halte ich es für schwierig, wie man freundschaftlich Kontakt pflegen soll, wenn das Thema "Arbeit", welches verbindet als auch eigene Beziehungen ausgespart werden? Klar gibt es noch andere Themen "Freizeit, Interessen etc." - aber wenn man bewusst was ausspart, ist das ein Unwohlpunkt für beide.

Mißtrauensbruch war für mich der Punkt, dass Sie durch ihn genau wußte, welche internen Teamschwierigkeiten wir haben und sie dadurch im Bilde war, dass es mir und Lisa auch nicht gut damit ging (viele Chefgespräche etc., bitte um Teamwechsel), sie aber trotzdem kein Wort verlor, sondern so tat als sehe sie nichts und gleichzeitig von uns verlangte so zu tun, als sehen wir ihren Beziehungsstart zu ihm nicht. Das fand ich nicht okay.

p.s. wenn ben und anna mitlesen, dürfen sie das gerne tun.

Beitrag von redrose123 17.10.10 - 08:09 Uhr

Ich würde es oberflächlich machen, keine Privaten Treffen, im Büro nur über das nötigste Reden, wenn du Ihr was sagst über diesen Ben wird es nicht gut ausgehen.....

Beitrag von gedankenspiel 17.10.10 - 08:48 Uhr

Ich finde, die "Kränkung", die du gerade empfindest, sollte nicht ins Arbeitsverhältnis hinein spielen.
Das ist unprofessionell.

Unausgegorene Prozesse würde ich auch nicht im Kollegenkreis ausbreiten wollen.
Möglicherweise hat Anna auch deshalb so lange hinterm Berg gehalten, bis ihre Beziehungskiste eindeutig geklärt war - immerhin bist du Bens Teamkollegin... vielleicht wollte sie Spekulationen und Komplikationen aus dem weg gehen.

Evtl. hat auch Ben sie um Stillschweigen gebeten?

Ich verstehe auch nicht ganz, warum du mit deinen Bedenken, was Bens Teamfähigkeit angeht, nun nicht mehr mit ihr reden kannst.
Wie ich herauslese, bist du nicht Bens Vorgesetzte, oder?
Es steht dir frei, jemanden zu mögen oder auch nicht - warum solltest du jetzt plötzlich deine Meinung nicht mehr frei äußern dürfen?

Außerdem sollte Anna ja wissen, wie du zu Bens Arbeismoral / Charaktereigenschaften stehst.
Immerhin habt ihr euch ja bereits im Vorfeld über ihn unterhalten.

Ich sehe dein Problem nicht ganz - Halt!
Doch, ich sehe es.

Es geht lediglich um deinen verletzten Stolz.


Beitrag von rausdamit 17.10.10 - 12:42 Uhr

Ich vermute, dass sie dir nichts erzählen wollte, weil sie der Meinung ist, dass du damit nicht in der Lage bist umzugehen.
Ich nehme auch an es war deren gemeinsame Entscheidung dir nichts davon zu erzählen oder offen gegenüber dir zu sein.

Sie hat sich in Ben verknallt und brennt nun mit ihm durch. Eine Freundin, welche ihr das Ausreden könnnte, stört diesen Plan nur.
Er sah keine Vorteile für sich um mit ihr zusammen zu kommen, wenn du davon erfährst und ist auch bestimmt nicht derjenige, dem dein Wohlergehen interessiert.

Was wichtig zu wissen wäre bevor du die echte Freundschaft abhakst (Sowas macht wirklich traurig), zu erfahren wie wichtig ihr diese Freundschaft zwischen euch beiden wirklich ist? War es ein Versuch sie damit zu bewahren oder weil es so am einfachsten war.

Das man Arbeit und Privates trennen kann halte ich für sehr schwer umsetzbar. Genau deine Geschichte ist wieder so ein Beispiel dafür.

Wenn du dich als ihre Freundin gesehen hast und noch siehst, dann wäre es angebracht ihr klar zu sagen, dass der Typ ein Problemfall ist und dir diese Entwicklung sorgen bereitet. Ich finde, echte Freundschaft zeigt sich dadurch, dass man sich Hilft Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.
Ansonsten: zuhören, lächeln, ausfragen und verstehen warum und wieso es zu diesen Entscheidungen bei ihr gekommen ist und die Sache abhaken und schlauer sein, wenn man wieder der Meinung ist, dass man eine echte Freundschaft gefunden hat.

Was euren neun Teamplayer betrifft kann ich nur eins vorschlagen: Gesammelt mal ab zur Abteilungsleitung und sich mal auskotzen und sagen, dass man echt lange versucht sich mit dem Herrn Ben zu einigen und nun bei dem Punkt angekommen ist, wo es nicht mehr Sinn macht weiter Tolleranz entegenzubringen. Liest sich bei euch so, als wär dies schon längst überfällig.
Das klingt jetzt wie eine Racheaktion, aber du stehst ja mit deiner Meinung ja nicht alleine da und ich würds dir zur liebe mir mal überlegen, ganz unabhängig davon ob sie mit ihm zusammen ist oder nicht.
Ist ja nicht seit gestern so, dass du/ihr ihn nun nicht mehr ausstehen kannst?