Sorry, mal wieder das leidige Thema...Was könnt ihr mir raten?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von puenktchens.mama 17.10.10 - 02:25 Uhr

Kiga - Eingewöhnung - Loslassgruppe

Hallo,
ich versuche mich kurz zu fassen:
Nach einer absolut missglückten ersten Eingewöhnung im Kiga (eigentlich war es 'nur' das erste schnuppern) war meine Tochter, fast drei, entgegen ihres üblichen Verhaltens sehr, sehr anhänglich. Kiga haben wir jetzt von November auf nächsten Sommer verschoben. Besuchen aber eine Loslassgruppe, die auf mich allerdings sehr chaotisch wirkt. Im Moment mag ich keinen Trennungsversuch wagen - habe Sorgen, dass es dann noch schlimmer wird. Soll ich das ganze nun einfach erstmal sein lassen und sie mit dem Thema völlig in Ruhe lassen oder weiter diese Gruppe besuchen, in der Hoffnung sie macht irgendwann mal Anstalten sich ein wenig zu lösen? Denn für mich steht momentan zumindest fest, dass ich sie zur derzeitigen Situation nicht allein dort lassen werde.
Vielleicht klingt es jetzt so, als könnte ich nicht loslassen (Liegt aber vermutlich nur an der Kurzfassung), mir ist schon bewusst, dass Trennungsschmerz dazu gehört und es vielleicht nicht ohne Tänen geht, aber die Geschehnisse im Kiga waren recht unschön und ich hab einfach Angst, was kaputt zu machen.
Also, was soll ich tun? Am Ball bleiben, oder das Thema erst mal völlig ruhen lassen, bis das Erlebte für sie vielleicht nicht mehr so präsent ist?

Danke für's Lesen. Bin für jeden Tipp dankbar!
p.mama

Beitrag von waldfee_78 17.10.10 - 08:26 Uhr

Guten Morgen,

wenn es nicht unbedingt sein muss, also Du nicht drauf angewiesen bist, dass das alles jetzt von statten geht, würde ich es einfach erstmal ruhen lassen und im Sommer einen Neustart machen. Kinder brauchen manchmal einfach etwas mehr Zeit. Bei meinem Großen in der Gruppe sind auch zwei Kinder bei denen es erst nicht geklappt hat und die aufgrunddessen dann erst ein Jahr später in den Kiga gekommen sind und siehe da es klappte ohne größere Probleme.
Ich denke auch das Dein Kind merkt, wenn Du kein gutes Gefühl dabei hast und sich das auf sie projeziert. Hör auf Dein Gefühl und warte bis Sommer;-)

Schönen Sonntag
waldfee:-)

Beitrag von maschm2579 17.10.10 - 08:49 Uhr

Hallo,

solltest Du nicht darauf angewiesen sein würde ich auch die Loslösegruppe nicht mehr besuchen! Es heißt Loslösegruppe und wenn du bis nächsten Sommer mit da bleibst, ist A. für die anderen Kindern total unfähr und b. denkt Deine Tochter Du bleibst für immer und ewig mit da.

Dann bleib mit Ihr zu Hause und lass Sie erstmal noch ganz in ruhe mit dem Thema Kindergarten.

Da ich nicht weiß was passiert ist würde ich Dir aber sagen das der Kindergarten wohl nicht der Richtige für Euch ist. Eingewöhnung ist schwer und Tränen fließen zu 90% aber ein Kindergarten der perfekt ist für Mutter und Kind - dem vertraut man und da schafft das Kind auch das.

Wir hatten jetzt eine Mutter die echt tapfer 3 Wochen mit in der Gruppe saß und irgendwann ging es nicht mehr. Der kleine kam am ersten Tag und weinte und weinte und weinte und schrie und nach einem hysterischen Anfall und viel viel kuscheln meinte er ganz trocken: geh jetzt pielen #rofl
Dann gab es noch 2 Tagen Tränen und er weinte nicht mehr. Seitdem ist er viel viel entspannter und die Mama ist froh das sie dann einfach irgendann gegenange ist.
ABER sie hat den Erzieherinnen 100% vertraut!!!!

lg und Euch alles gute

Beitrag von xandria 17.10.10 - 09:08 Uhr

Guten Morgen!

Bei uns war das letztes Jahr genauso. Wir sind im September in die Zwergengruppe gegangen. Am 1. Tag habe ich den Fehler gemacht zu gehen, weil es ihr so gut gefallen hat. Danach ging gar nichts mehr. Ich musste erst ganz langsam ihr Vertrauen wieder aufbauen, deshalb bin ich bis Anfang Februar jedes Mal mitgegangen. Zwischenzeitlich hab ich auch ans Aufgeben gedacht, weil ich keinen Sinn darin sah, aber ich bin dran geblieben. Ab Februar konnte ich dann sogar mal auf Toilette gehen oder sowas. Und dann ging es plötzlich, ich war die ganzen 2 Stunden weg. Die ersten 3 mal hab ich sogar diese 2 Stunden im KiGa verbracht, um ihr Vertrauen nicht wieder zu zerstören, aber sie ist nicht einmal rausgekommen. Seit September diesen Jahres geht sie nun in den "richtigen" Kindergarten und es gab noch nicht einen einzigen Tag, an dem sie nicht hinwollte oder sonst was. Sie ist dort mit den Mädchen, die sie schon aus der Zwergengruppe kannte, in einer Gruppe und sie geht gerne hin.

In der Zwergengruppe und auch in der großen Gruppe sind schon auch ein paar Sachen geschehen, die ich nicht toll fand, aber ich gehe hin und spreche das an.

Ich rate Dir, erstmal zu überlegen, ob du dein Kind wirklich in diesen Kindergarten schicken möchtest (ich weiß ja nicht, was genau vorgefallen ist). Wenn du das möchtest, dann bleib doch einfach mit ihr in der Gruppe, solange sie Dich braucht und solange du es für richtig hälst.

LG, Kathrin

Beitrag von claudia_71 17.10.10 - 09:44 Uhr

Hallo!

Ich weiß ja auch nicht, was vorgefallen ist. Wenn du nicht auf diese Loslassgruppe angewiesen bist, lass sie daheim!

Ich hab unseren Kleinsten (damals gut 3 Jahre) letztes Jahr nach 4 Tagen wieder aus dem Kiga genommen, weil es einfach noch nicht ging (er saß den ganzen Vormittag leise weinend rum).
Und dieses Jahr? War ich die ersten Tage noch ca. 15 Min. dabei und bin gegangen - keine Tränen, kein Schreien. Ok, dass ich nicht lüge - 2x hat er geweint, beim 1.Mal wurde der Rhythmus innerhalb der Gruppe umgestellt, d.h. der Morgenkreis + Morgenlied erst später gesungen (das hab ich normalerweise mitgemacht, ging dann nicht mehr). Beim zweiten Mal hatte er nachmittags Fieber, d.h. ihm gings am Morgen wahrscheinlich schon nicht sooo gut.

Für uns war das die ideale Lösung, ging auch gut, weil ich nicht arbeite ;)). Auch wenn die Erzieherin damals meinte, ich soll dem Kind doch nicht alles durchgehen lassen #nanana#augen, für mich war klar, ihm gehts dort noch nicht gut!

LG Claudia

Beitrag von puenktchens.mama 17.10.10 - 12:03 Uhr

Vielen Dank für Eure Meinungen und Erfahrungen!
Ich denke, ich werde die Loslassgruppe nicht mehr besuchen. Sie merkt ja schon, dass dort etwas passiert, schon allein, wenn andere Mütter gehen und die Kinder weinen. So wird sie vielleicht immer an ihren Kindergartenbesuch erinnert. Der lief übrigens so ab, dass die Erzieherin mir beim ersten Besuch mitteilte, dass ich eigentlich gehen sollte. Ich hab meine Tochter gefragt und für sie war es okay - bis ich dann weg war. Nach einer Stunde, beim Abholen, meinte die Erzieherin, es hätte ein paar Tränchen gegeben, ansonsten war es okay. Eine Woche später wollte meine Tochter erst gar nicht hin, dann wollte sie mich nicht gehen lassen. Eine Erzieherin hat sie genommen und meinte, die würden das 'schon machen'. Da meine Tochter so geweint hatte, bin ich nur aus ihrem Sichtfeld gegangen, wollte aber erst heim gehen, wenn sie sich beruhigt hatte. Aber nach fünf Minuten hatte sie sich gar kein bißchen eingekriegt und das war mir zu extrem (vor allem, wenn man bedenkt, dass es sich ja noch nicht mal um die eigentliche Eingewöhnung handelte und sie dort nioch gar nicht alles kennenlernen konnte). Ich bin dann zurück, um die zwei Stunden bei ihr zu bleiben. Da habe ich mich noch mit der Gruppenleiterin in die Haare gekriegt, weil sie meinte, dass das so nicht gehen würde und meine Tochter das nächste Mal auf jeden Fall OHNE Mama da bleiben soll. Während meines Aufenthalts hat ein anderes neues Kind eine Stunde am Stück, ununterbrochen nur geweint #schmoll. Und ich möchte nicht, dass das mein Kind ist. Seinem Vater wurde übrigens gesagt, dass es ein paar Tränchen gegeben hätte.... Das dritte Mal waren wir gar nicht mehr da. Selbts wenn es Monate später besser geklappt hätte, zu diesen Erzieherin konnte ich gar kein Vertrauen aufbauen. Ich habe sie dann abgemeldet. Daraufhin hat der Leiter der Einrichtung mich zu einem Gespräch gebeten und ich habe ihm unsere Erfahrungen mitgeteilt. Und er eröffnete mir, dass die Einrichtung 'eigentlich' nach dem Berliner Modell arbeitet #kratz. Wenn meine Tochter im nächsten Sommer doch noch diese Einrichtung besuchen würde, und das wünscht er sich natürlich, würde das nie wieder passieren, das würde er mir versprechen. Natürlich könnten wir uns auch eine andere Gruppe wünschen etc....Nun habe ich mich mit Müttern anderer Gruppen ausgetauscht, die tatsächlich ganz andere Erfahrungen gemacht haben, und der Kindergarten ist nur sechs Häuser weiter - was natürlich schon verlockend ist. Deshalb spiele ich schon mit dem Gedanken, es nächsten Sommer noch mal mit dieser Einrichtugn, allerdings in einer anderen Gruppe, zu versuchen....

Nun ja, wir werden sehen. vielen Dank nochmal - auch für's lesen...

pünktchens.mama

Beitrag von zahnweh 17.10.10 - 16:02 Uhr

Hallo,

was sagt dir denn dein Bauchgefühl?

Spontan würde ich sagen, abwarten. Sie wird die Entwicklung auch von sich aus machen. Je mehr du sie dazu nötigst, desto mehr wird sie an dir hängen.

Eigene Erfahrung und Erfahrung mit meinem Kind.

Der Tag wird kommen, da wird sie sich lösen.

Meine klammerte mit 2 - 2,5 Jahre total an mir. Alle redeten mir ein, sie zu zwingen, weil sie es sonst NIE lernen würde.
Tja, ich hab gewartet, mit 3 Jahren kam sie in den Kindergarten und sie löste sich. wenige Tage spter "Mama, ich will dich jetzt rausschmeißen" "bitte geh jetzt endlich" :-p
Auch die Leiterin vom Kiga war der Meinung. Lieber ein bisschen Zeit geben, als unter Druck zu nötigen.

Wenn du das Gefühl hast, dass sie soweit ist, kannst du dich ja im Laufe des Jahres noch mal an die Loslösegruppe wenden. Bis dahin erst mal noch mal Sicherheit bei Mama tanken lassen :-)

Beitrag von puenktchens.mama 17.10.10 - 16:32 Uhr

Mein Bauchgefühl?
Würde mir der beste und kompetenteste Professor der Pädagogik raten, mein Kind auf jeden Fall so bald wie möglich allein in der Loslösegruppe zu lassen - ich würd's nicht tun. Fühle mich bei dem Gedanken nicht sehr wohl. Abgesehen davon scheint meiner Tochter diese Gruppe eh nicht so zuzusagen, wobei es auch daran leigen kann, dass sie ahnt, dass noch mehr dahinter steckt.
Ich suchte hier wohl nur weitere Bestätigung. Gibt es dieses Thema immer wieder wird es für alle viel zu krampfig. Und wer weiß, vielleicht hat sie ja nächsten Sommer genug Sicherheit und es klappt besser...