Stiefsohn 13j. macht mir das Leben zur Hölle....Hilfe!!!!

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von monacoengerl 17.10.10 - 10:15 Uhr

Bin total am verzweifeln.
Seit 4 Jahren bin ich nun mit meinem Partner zusammen.
Er hat 4 Kinder(13,10,8,6) aus 1.Ehe und ich habe einen Sohn (mittlerweile 8J.) mitgebracht.
Seine Kinder lebten am Anfang alle bei seiner Ex,doch sie sind alle am WE bei uns.
Seit 2 Jahren lebt sein Großer auch bei uns weil die Mutter nicht mehr mit Ihm klar kam.Am Anfang tat er mir ja "LEID" weil er von allem abgeschoben wurde,doch mittlerweile bin ich mit meinen Nerven am Ende.
Er hat ADHS ist ziemlich agressiv,respektlos und es gibt JEDEN TAG Stress wg Ihm und mit Ihm.Schule,Hort alle verzweifeln und wissen nicht mehr weiter.Mein Sohn hat leider schon ziemlich viel angenommen und hört auch immer weniger.
Wir haben vor einem Jahr ein gemeinsames Baby zusammen bekommen und nun bin ich wieder schwanger.
Ich weiß nicht wie ich das schaffen soll,mit einem Kind Ihm Haushalt der täglich negatives ins Haus bringt.Mit meinem Partner streite ich auch ziemlich viel wg Ihm,weil er natürlich immer zu seinem Sohn hält.
Und dann möcht auch noch der 10jährige zu uns kommen.Wir hätten dann 5 Kinder in der Wohnung :-( Der Gedanke daran lässt mich jetzt schon verzweifeln.Jedoch nicht das noch einer kommt,sondern hauptsächlich weil der 13jährige so EXTREM ist.Es ist die Hölle.....so schlimm das ich schon an Trennung denke,hauptsache es hat ein Ende mit diesem Kind.

Beitrag von jazzbassist 17.10.10 - 11:14 Uhr

Wie kann ich mir denn so einen Tag mit ihrem Sohn vorstellen? Also, was macht er (was machen Sie) täglich, damit Ihr Leben zur Hölle wird?

Also Meiner (11) sitzt gerade vor der X-Box und ist in Halo 3 versunken; aus diesem „Tiefschlaf, wo die Pubertät still steht“ wird er wahrscheinlich erst zum Mittagessen wieder erwachen. Danach wird er sich wahrscheinlich sein Skateboard grallen, und, für den Rest des Tages wird man ihn dann nicht mehr sehen. Auch da steht die Pubertät dann still. Da momentan Ferien sind, wird dann irgendwann im laufe des Abends die obligatorische „Darf ich später nach Hause kommen“-SMS kommen. Okay, dass nervt auf Dauer schon; ich denke aber - das ist noch im Rahmen. Irgendwann spät Abends kommt er wieder, isst, duscht; wird sich wahrscheinlich mit uns einen Film angucken oder, verschwindet in seinem Kinderzimmer; und - dann endet der Tag auch schon. Das ist eigentlich ziemlich stressfrei; was läuft bei Ihnen anders? Wie entstehen diese Situationen, die Sie in den Wahnsinn treiben?

Wenn man mich mit 13 aber noch in einem Hort stecken würde, wäre ich dort auch ziemlich respektlos. Schließlich behandelt man mich dann wie einen 5-Jährigen. Dann darf sich ein 13-Jähriger m.E. auch wie ein 5-Jähriger aufführen. Will er da denn überhaupt hin? Wenn nicht, gäbe es hier eine andere Lösung - z.B. - dass man einfach mal annimmt, dass er wirklich schon 13 ist und er sicherlich auch Nachmittags ohne Babysitter gut klarkommen wird? Richtet sich seine Aggressivität und Respektlosigkeit nur gegen Sie; oder auch gegen den leiblichen Vater? Wenn letzteres; wie geht Er mit dieser Situation um, und, wie nimmt Er diese Situationen wahr?

Was sind das für Situationen, wo er Ihnen gegenüber respektlos ist? Und, wie gehen Sie dann mit dieser Situation um? Reagieren Sie darauf? Bieten Sie ihm Paroli? Ignorieren Sie das gänzlich? Sind sie sofort auf 180? Wird er dann irgendwie bestraft o.ä.? Haben Sie Erziehung da schon aufgegeben? Haben Sie ihn mal gefragt, warum er sich so verhält? Kennt er vielleicht den Unterschied nicht, dass man mit Erwachsenen eigentlich anders umgeht, wie mit seinen 13-Jährigen Freunden? Kennt er den sehr wohl, und macht das einzig und alleine, um sie zu provozieren? Versucht er damit jemanden zu beeindrucken? Kann er es selbst gar nicht steuern, und, es rutscht ihm einfach raus?

Provozieren Sie solche Respektlosigkeiten manchmal; meistens kommen die ja dann, wenn man indirekt Respekt einfordert. Man kann also jeden Morgen „Guten morgen“ sagen und dann etwas vom Anderen erwarten, wenn da aber ein „Ach - lass mich doch in Ruhe“ zurückkommt, würde ich da bei einem jüngeren Kind sicherlich erzieherisch gegenwirken, aber ich befürchte, der Erziehungszug ist bei ihrem Stiefsohn irgendwann mit 10/11 abgefahren. Dann würde ich das „Gute morgen“ morgens einfach mal einstellen; so bekommt jeder, was er will. Er wird in Ruhe gelassen, Sie kriegen keine freche Antwort um die Ohren gedonnert.

Wenn Sie sich mit ihrem Partner über seinen Sohn streiten, worum geht es dann bei diesen Streits genau? Normalerweise streitet man bei Meinungsverschiedenheiten; in welchen Punkten ist ihr Partner unterschiedlicher Meinung? Oder, geht es da mittlerweile nur noch um: „Entweder das Kind, oder ich; beides geht nicht“?

Ganz pauschal würde ich einfach mal empfehlen, eine Erziehungsberatungsstelle aufzusuchen, um mal mit jemanden, der dann von ihnen einen detaillierteren Einblick in ihre Familiensituation haben wird, mal gemeinsam zu überlegen, wie man einen Großteil der Konflikte umgehen oder abwenden kann. Denn - im Regelfall folgt dabei immer eines nach dem Anderen; wen dass erste also gar nicht eintritt, ist der Rest des Tages fast schon gerettet. Auch würde ich einen 13-Jährigen in einer ruhigen Situation mal fragen, wie er selbst die Situation wahrnimmt. Meistens fühlen die sich nämlich selbst nicht so wohl in der Rolle, in der sie (warum auch immer) gedrückt wurden. Und auch dort mal gemeinsam überlegen, wie man diese Situation schrittweise verbessern kann. Das sollte kein: „Ich erwarte, dass du jetzt respektvoll bist“ sein, sondern, wirklich ganz kleine Schritte. Was stört sie am meisten? „Du würdest mir einen ganz großen Gefallen tun, wenn wir wenigens morgens wieder ‚Gute Morgen‘ zueinander sagen würden.“ Was stört ihren Stiefsohn an meisten an Ihnen? Wo können Sie ihm da entgegenkommen? Im Tausch gegen das ‚Gute Morgen‘? Wenn er jeden Tag um 18 Uhr zu Hause sein muss, um Abendbrot zu essen, und ihn das stört, weil seine Clique immer bis 19 Uhr draußen bleiben darf, wäre ja das vielleicht ein Anfang. Im Regelfall sind glückliche Teenager nämlich nicht respektlos.

Was die Aggressivität angeht; wie äußert sich diese? War er hier z.B. mal bei einem Agressionsbewältigungsprogramm? Gegen wen richtet sich diese Aggression? Gegen Sie, gegen seine Geschwister? Gegen Ihren Partner? Auch gegen andere Kinder oder andere Erwachsene? Gibt es im Leben ihres Stiefsohnes irgendjemanden, der ihm paroli bieten kann. Also jemanden, vor dem Ihr Stiefsohn Respekt hat? Wenn nicht, finden Sie diese Person. Suchen Sie ein Hobby für ihn, wo er sein Aggressionspotential ausleben kann. Irgendeine härtere Sportart, Eishockey oder Football; vielleicht ein Boxverein. Es gibt hier viele Möglichkeiten, so ein Kind (denn, dass ist er nach juristischer Definition noch) hier wieder auf ein normales Level runterzukriegen.

Beitrag von manavgat 17.10.10 - 11:25 Uhr

Wäre ich an Deiner Stelle, ich würde mich weigern den Lückenbüsser zu geben, wenn die Ex mit ihren Kindern nicht klar kommt. ADHS kann auch die Eltern (also nicht Stiefeltern) soweit an den Rand der Kräfte bringen, dass eine Fremdunterbringung für alle - auch für das betroffene Kind - am Ende die einzige Lösung ist.

Allerdings frage ich mich, ob ihr bei dem 13 jährigen wirklich schon von einem guten Behandler (Kinderpsychiaterin) betreut werdet. Nötigenfalls braucht der Junge Therapie und Medikamente.

Dein Mann - sorry für die klaren Worte - hat eine Meise unter dem Pony, wenn er glaubt, Du müsstest jetzt alle ungeliebten Kinderlein, die er mit seiner Ex hat aufnehmen. Was ist sein Part? Ist er bereit halbtags zu arbeiten und sich zu kümmern? Nein?

Gruß

Manavgat

Beitrag von monacoengerl 18.10.10 - 08:53 Uhr

Also,Medikamente nimmt er bereits und das seit Jahren....wurde nie besser.Er ist in keinem normalen Hort sondern in einer HPT.Die wissen aber auch nicht mehr weiter.Er war auch kurzzeitig (3 Monate) in einem Internat (Gymnasium) die spezialisiert für ADHS-Kinder sind.Aber die schmissen Ihn nach 3 Monaten raus weil Sie sagten so ein Kind haben sie noch nie erlebt.
Mit der damaligen Sachbearbeiterin vom Jugendamt habe ich mich auch schon unterhalten.Die kennt Ihn seit der 2.Klasse und hat das damals mit dem Internat in die Wege geleitet.Die sagte nur ......oh Gott....der.....na wenn der nur halb so schlimm ist wie damals dann gute Nacht.Die meinte es gäbe nur 2 Möglichkeiten.Entweder solche hammer Medikamte die sogar Elefanten flachlegen oder eine reizarme Umgebung mit Einzelbetreuung im Bayrischen Wald.Ich fand das für ALLE eine super Lösung,aber da spielt der Vater nicht mit und die Mutter macht auf einmal auf "mein arer Sohn"......kümmert sich aber keinen Pfurz um Ihn.

Beitrag von redrose123 18.10.10 - 15:45 Uhr

Mein Cousin hat gleiche Anzeichen und vorgeschichte wie dein Stiefsohn, keine Schule kein Heim will Ihn noch nehmen. Letztes jahr wurde Asperger Syndrom diagnostiziert, vieleicht hat das deiner auch?

Beitrag von raupe-nimmersatt 18.10.10 - 11:45 Uhr

"Dein Mann - sorry für die klaren Worte - hat eine Meise unter dem Pony, wenn er glaubt, Du müsstest jetzt alle ungeliebten Kinderlein, die er mit seiner Ex hat aufnehmen. Was ist sein Part? Ist er bereit halbtags zu arbeiten und sich zu kümmern? Nein?"


#pro#pro#pro

Beitrag von redrose123 18.10.10 - 15:43 Uhr

Naja wäre mein Mann in der lage das eins seiner Kinder zu Ihm ziehen will und ich würde mich querstellne würde er wahrscheinlich rummaulen mit recht, wie wäre es wenn er sagt Ihr sohn stehe im Weg? Auch weggeben ?

Irgendwer muss die 7 Kinder auch ernähren ;-) Oder willst dies übernehmen? Lösungen sollten die zu dritt suchen auch die KM sollte mitarbeiten....

Beitrag von kawatina 17.10.10 - 15:56 Uhr

Hallo,

dein Partner steht dir nicht bei, fällt dir auch noch in den Rücken.
Das merkt ein 13 Jähriger ganz genau.

Wenn dein Mann nicht bereit ist, mit dir an einem Strang zu ziehen und möglicherweise auch Hilfe von außen an zu nehmen, solltest du dir zumnindest mal eine Auszeit nehmen.

Vielleicht kannst du mal ein Weilchen zu Verwandten oder Freunden ziehen und ihn mal allein mit seinem Sohn lassen. Dann hat er das Problem und nicht du. Evenuell kommt ihm dann mal die Erkenntnis was er ah dir hat(te).

LG
Tina

Beitrag von monacoengerl 18.10.10 - 08:58 Uhr

Das ist ja genau der springenede Punkt.Egal was ich sage wird erst vom Vater ne Bestätigung geholt weil meine Meinung eh nicht zählt.

Beispiel:
Er macht täglich in die Hosen,auch tagsüber und rennt mit verpisste Hosen rum.Wenn er dann heinkommt sitzt er sich auf meine Couch und ich raste aus.Habe schon tausendmal gesagt das er das nicht darf.Da wird dann erstmal ewig diskutiert und der Vater sagt ich reagiere da zu extrem.Also ich finde das eklig.Möchte sicherlich nicht da mein Kopf hinlegen wo er vorher gesessen hat.Habe Ihm ja schon seine eigene Couch (die 2 SITZER) eingeräumt mit der Decke drunter,aber die ist ja nicht gut genug für Ihn.

Beitrag von stormkite 18.10.10 - 12:41 Uhr

Oha,

das sind allerdings ganz gravierende Sachen.

Und nein, ich denke nicht, das du diese Sache in den Griff zu kriegen hast. Da wird dir möglicherweise tatsächlich nur die Möglichkeit bleiben, dich von deinen Mann räumlich zu trennen - trotz zweier gemeinsamer Kinder.

Ihr könntet eine Beziehung in zwei Wohnungen führen, du mit deinem und euren gemeinsamen Kindern, er mit den zwei Kindern aus erster Ehe, die bei ihm leben möchten.

ER hat die Verpflichtung, sich um seine Kinder zu kümmern. DU hast sie nicht.

Gruß, Birgit


Beitrag von kristinhms 18.10.10 - 13:16 Uhr

dem gibt es nichts hinzu zu fügen:-D

Beitrag von bluehorse 18.10.10 - 15:27 Uhr

Hallo,

ich kann dir sehr gut nachfühlen, wie es dir geht, weil ich ähnliches erlebt habe mit der Tochter meines Mannes. Bei uns ist es immer weiter eskaliert, bis mein Mann entschieden hat, dass sie nicht mehr bei uns bleiben kann. So hart es sich anhört, sie mußte dann ins Heim und ging (weil sie auch dort keine Regeln einhalten konnte) zu ihrer Mutter zurück. Es ist schlimm für dich, dass dein Mann dir in den Rücken fällt und alles an dir hängen bleibt (zusätzlich zu Schwangerschaft und Kleinkind). Denk an dich, es ist keinem geholfen, wenn du zusammenbrichst, weil du es nicht mehr erträgst. Auch wenn er der Vater des Jungen ist hast du noch lange keine Verpflichtung, dir von ihm dein Leben kapputtmachen zu lassen. Und wenn dein Mann nicht einsichtig ist dann solltest du ernsthaft über eine Trennung nachdenken, zu deinem eigenen Schutz!

LG bluehorse

Beitrag von redrose123 18.10.10 - 15:41 Uhr

naja über das schon vorhandene Kind da kannst du nichts tun, gegen das im Bauch wohl auch nicht mehr, aber wieso musste das dann noch sein? Ihr seid schon mit den vorhandenen Kindern überfordert und dann noch eins nachsetzten ????#contra

Dann habt ihr ja 7 Kinder zusammen #schock Was arbeitet Ihr das Ihr das finanzieren könnt?