Probleme mit meinem Sohn (5J.),was kann ich noch machen?!

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von krebs1985 17.10.10 - 11:04 Uhr

Hallo!

Mein Sohn ist nun 5 Jahre alt, probleme mit ihm hatten wir schon immer, aber es war nie so schlimm,doch nun wird es immer schlimmer :-(.

Es fängt schon am Morgen an, wenn er sich anziehen soll für den Kiga,er hat dafür nachd em Frühstück genau 1 std Zeit, das bekommt er nicht hin, er trödelt, ist bockig, weil ihm der Pulli nicht anziehen will, oder die Hose will er nicht, dann sind es mal die Socken die er nicht anziehen mag.

Alles was ich sage bringt nichts, ruhig mit ihm reden nutzt nichts, wenn ich schimpfe bringt auch nichts,und wenn alles nichts bringt ist es am ende so das ich ihn fertig anziehen muss, das er pünktlich in den Kiga kommt.
Aber ich bin der Meinung 1 std sollte doch ausreichen um sich anzu ziehen.
Ich weiss nicht mehr was ich noch sagen soll, oder machen soll.

Wenn er dann mal angezogen ist, kommt schon wieder das nächste Problem, er möchte seine Jacke nicht anziehen, es ist mittlerweile ja am Morgen schon richtig kalt, das ich ihm die Dickere Jacke anziehe, nein mein Sohn möchte ne Dünne Fleecejacke, die ist aber zu dünn,wenn ich ihn dann mal dazu gebracht habe, das er die Jacke naziehen soll, möchte er sie abe rnicht zu machen, es ist aber total wichtig das er bei dem Wetter warm angezogen ist, denn er ist chronisch Lungenkrank :-(.


Dann geht es am Mittag weiter, er ärgert immer seine Schwester sie ist fast 4,wenn sie sich streiten, entweder schlägt er sie, oder wirft sie mit nem Spielzeug ab, oder aber er spuckt sie an,das gleiche amcht er auch mit uns, entweder er haut uns, oder spuckt uns an, wenn gar nichts mehr geht, schicke ich ihn in sein Zimmer, manchmal nutzt es was, und er kommt und entschuldigt sich, aber das amcht e rnicht oft, oft is es so, das er in seinem Zimmer weiter rum bockt und die Tür zuschmeisst, oder aber sein Spielzeug gegen die Tür wirft.


Das nächste Problem beim Abendessen,egal was ich koche, er möchte mal da snicht essen, mal dieses nicht, und lässt es dann stehen.
Und wenn er mal alles isst, isst er wie ein Schwein, lässt alles auf den Boden fallen, wenn ich dann sage er soll vernünftig essen, findet er das lustig,wenn ich e snochmal sage ebenfalls, beim 3.mal ist dann für ihn das Essen beendet, findet er ebenfalls lsutig und akzeptiert es, er hat ja eh keinen Hunger mehr sagt er mir dann.


Wiederrum gibt es Tage da ist er der brävste Junge, da spielt er ganz normal mit seinen Geschwistern, ist normal zu uns, und macht die oben genannten Dinge überhaupt nicht, aber die Tage sind momentan echt selten geworden.
Und auch im Kiga macht er dies alles nicht, da iste r auch ein total braver Junge.

Ich weiss echt nicht was ich noch sagen oder machen soll :-(.

Wie regelt ihr denn sowas?

Für Ratschläge wäre ich echt dankbar !

Vielen Dank im Vorraus :-)

LG Jenny


Beitrag von 3erclan 17.10.10 - 11:32 Uhr

Hallo

mein Sohn ist auch 5 Jahre alt.

1. ich denke 60 Min. sind viel zu lange.Gib ihm 10 Minuten wenn er dann nciht umgezogen ist geht er mit Schlafanzug in Kiga.
2.Scuht am vorabend zusammen die Klamotten raus du zeigst ihm immer 2 HOsen zb. und er darf sich eine aussuchen
3.alles was nicht zur Termperatur passt räum es in den Keller oder so hoch im Schrank dass er es nicht sieht.
4.Beim Essen wenn er isst wie ein bAby wird er gefüttert und wird behandelt wie ein Baby
5.Wenn er spielt beim essen ist er satt und der Teller kommt weg
6.Es ist eine schwierige Phase als Vorschulkind sie stehen zwischen 2 Stühle: Sie wollen groß sein weil sie sind ja die großen im Kiga abe rmerken dass sie noch die Hilfe und auch Mama bzw Papa brauchen.
7. Bei meinem hilft es wenn er durchtickt dass ich ihn fest in den Arm nehme denn sie brauchen dann oft die Nähe und Grenzen
8.Klare Regeln und evlt ein Belohnungsstystem für nicht spucken usw.
9.evlt den Mittag anfangen mit einer Geschichte dass alle zur Ruhe kommen und dan reden was am Nachmittag gemacht werden möchte.

lg

Beitrag von zahnweh 17.10.10 - 21:01 Uhr

gut zusammen gefasst.

Klappt schon bei meiner 3jährigen.
Auswahl ja, aber nicht zu viel.
Zeit ja, aber nicht zu viel. Eine Stunde ist nicht abschätzbar. Genauso wenig wie das Wetter. Drinnen ist es ja schön gemütlich, da denke ich oft selbst noch an eine dünne Jacke (bis ich die Türe aufmache :-p) und weil ich mehr Erfahrung hab als mein Kind, mache ich das Fenster vorher auf und weiß wie kalt es ist. Mein Kind weiß da noch nicht und spürt nur die Wärme drinnen ;-)

Gut formuliert. So machen wir es auch.
Und wenn es doch mal anders läuft... ich bin auch nciht immer ganz brav...

ach ja, je mehr ich nur auf das negative Verhalten achte, desto mehr kommt es mir so vor bzw. desto mehr kommt es auch zum Vorschein. Sie spürt meine Gedanken, aber ich muss meine Gedanken/Verhalten ändern, dann reagiert sie auch anders.

Beitrag von jazzbassist 17.10.10 - 12:14 Uhr

Warum ziehen Sie ihn morgens nicht einfach direkt an und schenken sich diese ganze Stunde? Ich würde mir einfach Abends mit dem Kind zusammen das raussuchen, was er am nächsten Tag anziehen möchte, und, dann würde ich ihn am nächsten Morgen einfach anziehen. Dann dauert das nur noch 2 Minuten, geht mit wesentlich weniger stress und wesentlich harmonischer. Er wird deswegen nicht unselbstständiger oder ähnlich; vielleicht braucht er sie da momentan morgens einfach noch - unabhängig davon, dass Sie wissen, dass er es eigentlich könnte. Er wird sich schon von ganz von alleine melden, mit: „Mama, ich bin jetzt ein großer Junge, du brauchst mich morgens nicht mehr anziehen; dass kann ich nämlich alleine.“

Bei dem „Jacke“ anziehen würde ich Eltern eigentlich raten, dass zu akzeptieren, was dass Kind möchte (Fleecejacke), und, einfach noch eine wärmere Jacke mitznehmen, falls es im dann doch zu kalt wird. Meine Frau hat in ihrer Handtasche auch alles Zweifach und Dreifach - dann darf ein Kind auch gerne mit 2 Jacken im Kindergarten auftauchen. Auch hier würde ich es also eigentlich nicht auf einen Machtkampf ankommen - denn - „Mir ist kalt“/„Mir ist nicht kalt“ kann ein 5-Jähriger wesentlich besser beurteilen, als die Mama. Denn, im Regelfall wollen Kinder ihre Eltern mit diesem Verhalten nur (unbewusst) provozieren. Was meinen Sie, wie schnell er die Jacke zumachen wird, wenn die Mama das einfach ignoriert. Wenn das bei Ihnen - z.b. mit einem gesundheitlichen Background - nicht funktioniert und das ein immer wiederkehrendes Problem ist, könnte man es z.B. mal mit einem kleinen Belohnungssystem versuchen. Alternativ könnte man auch versuchen, da einfach ein Spiel oder ein Ritual o.ä. raus zu machen. Dann muss man sich hier morgens einfach mal diese 5 Minuten nehmen - sie sparen ja schon beim Anziehen 55 Minuten :-p Z.B. ein Wettrennen, wer zuerst die Jacke anzogen und zugezogen hat. Vielleicht ein „Wir ziehen uns gegenseitig die Jacken an“-Ritual. Vielleicht fährt man am Mittag einfach mal einkaufen und sucht eine Jacke, die warm genug ist und sooo toll aussieht, dass Ihr Sohn kaum erwarten kann, die am nächsten morgen anzuziehen?

Das Kinder Geschwisterkinder streiten, finde ich m.E. ziemlich normal. Ich kann hier leider nicht aus Erfahrung berichten, da ich nur ein Einzelkind großziehe; aber, es gibt hier auf Urbia einen schönen Artikel mit dem Titel „Wenn’s im Kinderzimmer kracht (http://www.urbia.de/magazin/familienleben/erziehung/wenn-s-im-kinderzimmer-kracht)“. Den würde ich mir einfach mal durchlesen, da dort viele Interessante Dinge und Tipps drin stehen; vielleicht hilft es Ihnen ja ein kleines bisschen. Vielleicht erübrigt sich dann „Das ins Zimmer schicken“ in dieser Situation bereits (ist ohnehin eine doofe Strafe - da ein Kind mit seinem Verhalten in der Regel nur die Aufmerksamkeit der Eltern erlangen möchte…).

Wenn er beim Abendessen etwas nicht essen möchte, ist das völlig in Ordnung. Meine Frau und ich haben hier immer die Regel gehabt: „Wir entscheiden, was und wann gegessen wird; unser Sohn entscheidet, ob und wie viel er essen möchte.“ Wenn er etwas scheinbar nicht mag (oder einfach nur spielen möchte), stellen sie seinen Teller einfach in den Kühlschrank. Wenn er im laufe des Abends noch Hunger bekommt, können sie den ja in der Mikrowelle wieder warm machen oder ihm Obst/Gemüse als Alternative anbieten. Er wird schon nicht verhungern, und, wenn ein Kind feststellt, dass es hier mit seinem Verhalten nichts erreichten kann, essen die eigentlich etwas mehr. Zumindest in der Theorie - bei meinem Sohn hat das nie so wirklich funktioniert :-p Auch soll helfen, ein Kind einfach mitkochen zu lassen - also das Essen mit dem Kind gemeinsam zuzubereiten. Auch hier - so die Theorie (hat bei uns in der Praxis ebenfalls nicht funktioniert :-p) - sind Kinder dann eher gewillt, etwas zu probieren, essen, als etwas, dass sie nicht selbst zubereitet haben.

Wenn er wie ein Baby isst, ist das (sofern Sie in der Küche keinen empfindlichen Boden haben) auch in Ordnung. Sie schreiben ja selbst, dass er Sie damit nur provozieren möchte; wenn sie sich hier nicht mehr provozieren lassen, geht das ganz ganz schnell von alleine wieder weg. Die Konsequenz für das „Kleckern“ ist natürlich, dass das Kind das dann nach dem Essen selbst wegmachen muss, und, nicht die Mama. Ich sehe da kein allzugroßes Problem. Irgendwie ließt sich Ihr Beitrag so, als, ob Ihr Sohn ein bisschen nach Ihrer Aufmerksamkeit kämpft. Das ist völlig normal und soll nicht heißen, dass Sie ihm zu wenig Aufmerksamkeit spenden. Nur - wie ein Kind subjektiv etwas wahrnimmt, ist oftmals etwas anderes, als, wie wir als Erwachsene etwas objektiv wahrnehmen würden. Versuchen Sie doch einfach mal, sich eine ganze Woche lang auffällig intensiv mit ihrem Großen (und den Kleinen) zu beschäftigen.

Holen Sie sie morgens einfach zu ihnen ins Bett und kuscheln einfach mal etwas länger mit beiden. Wenn Sie eine Stunde für das Anziehen übrig haben, scheinen Sie ja genügend Zeit zu haben :-p Konzentrieren Sie sich also mal fast einzig und allein auf Ihre Kinder; dann muss der Haushalt mal irgendwie dazwischengeschoben werden. Als Student habe ich das so auch hinbekommen :-p Sie werden wahrscheinlich überrascht sein, die sich die Kids dann verhalten. Hier muss man glaube ich einfach den passenden Weg finden; genießen Sie diese Zeit einfach. Meiner ist jetzt 11, und, da mutiert die Elternrolle eher zu einer Bank, Inkassounternehmen und Grenzpolizei :-p

Beitrag von redrose123 18.10.10 - 05:56 Uhr

Mit dem Anziehen, versuch mal Abends die Sachen zusammenhinzurichten, wenn er dann weiter bockt schick Ihn doch mal im Schlafanzug hin....Manchmal reicht allein das androhen;-)

Mit dem Abendessen auch gemeinsam raussuchen was es geben soll, wenn er dann nichts isst geht er hungrig ins bett....Wenn er isst wie ein schwein ist das essen beendet.....#winke

Beitrag von schullek 18.10.10 - 10:53 Uhr

hallo,

ich finde eine stunde morgens zu lang.
bei uns ist es, auch wenn wir mal bissl mehr oder weniger zeit haben, immer der gleiche ablauf morgens. frühstück, dann anziehen, dann zähne putzen und dann kann er noch spielen, da ich mich fertig mache. dann gehts los. klar mault meiner auch mal.
aber zumeist ( nicht immer) bleibe ich ruhig.
er zieht sich meist alleine an, wenn er hilfe braucht kommt er. wird er nicht fertig, sage ich: gut, dann hast du keine zeit mehr zum spielen, kommst zu spät in den kiga (zieht insbesondere gut, wenn waldtag ist oder sport;-)). da gehts dann sehr schnell mitunter.

wäre er niocht chronisch krank würde ich sagen: lass ihn mit denn sachen, insbesondere jacke, mal auflaufen. er wird seine meinung sicher schnell ändern. aber das müsst ihr selbst entscheiden.

ich denke generell solltet ihr euch mal zusammen setzen. versucht mal ein paar leitlinien im umgang mit ihm aufzustellen. so habt ihr immer etwas, was ihr im kopf zur hand nehmen könnt und springt nicht von situatuion zu situation und versucht jedes mal was anderes.
er muss sehen, dass ihr eine einheit bildet und auch nicht abweicht.
so gibts bei uns wenige wirklich feste regel und dann regeln, die können auch mal geändert werden. an den festen gibts aber nicht zu rüttel. und dazu gehört: anderen nicht körperlich schaden, wozu ich jetzt mal spucken zähle. das ist ein nogo.
hier könntet ihr sagen: spucken, ab ins zimmer.
haben die kinder getrennte zimmer? dann führt schilder ein, die besagen, ob wer jetzt rein kann oder auch nicht. dann hat die kleine eine rückzugsmöglichkeit.
wenn mein jungs derart unfreundlich mit mir ist, dann muss er damit rechnen, dass auch ich nicht mehr nett bin. dann gibts kein: mama mach mal, mama hilf mal. dann hat er pech. und das merkt er dann ganz schnell. wichtig ist aber, dass ihr immer gleich reagiert.
in anderen situationen muss man sich dem geschehen anpassen. wenn mein junge müde ist und dummheiten macht reagiere ich anders, als wenn er tagsüber top fit ist.

hat er ein hobby?
wie wäre es mit einem sport, wo er regelmäßig hingeht, mal nicht in der familie ist udn in einem team quasi
'arbeiten' muss?

lg