SS-Diabetes Test 25. SSw

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von nic10704 17.10.10 - 13:02 Uhr

Hallo mädels,

wer von euch hat den Test machen lassen, und warum ? ? ? Was waren eure gründe dafür / dagegen...? hattet ihr anzeichen ???

Bin mir noch unsicher....

LG
Nic10704

Beitrag von carlos2010 17.10.10 - 13:11 Uhr

Hallo,

also ich habe ihn machen lassen, da eine unentdeckte SS-Diabetes zu Schäden bei meinem Kind und mir führen kann und ich diesen Test als einen der sinnvollsten in der Schwangerschaft finde.

Anzeichen hatte ich keine und ich bin auch davon ausgegangen, dass ich keine SS-Diabetes habe; esse gesund und auswogen (wenig Weißmehl und Zucker), mache viel Sport und habe auch nicht viel in der Schwangerschaft zu genommen.
Meine Mutter hat Altersdiabetes und was soll ich sagen, sie hat mir die Anlagen vererbt und somit habe ich jetzt leider auch Schwangerschaftsdiabetes.
Da ich ja schon sehr gesund gegessen habe, konnte man durch eine Ernährungsumstellung nicht viel erreichen, so dass ich Insulin spritzen muss.
Ich bin oft genervt wegen der SS-Diabets aber das Gute ist eben, dass sie entdeckt wurde.
Meiner Kleinen geht es gut und ist zeitgerecht entwickelt (nicht zu schwer oder zu dick.
Ich nehme auch nicht mehr viel zu, was ich einfach mal als Vorteil sehe, da ich dann hinterher nicht mit meinem Gewicht kämpfen muss;-).

Ich würde ihn machen lasssen, denn JEDE Frau kann mit oder ohne Vorbelastungen oder Risiken SS-Diabetes bekommen.
Und eine nicht entdeckte SS-Diabetes kann Dir und Deinem Kind sehr große Schäden zufügen.
Die kannst Du übrigens überall im Internet nachlesen; googel` einfach mal.


Alles Gute#klee

Carlos 33.SSW

Beitrag von nathalie210 17.10.10 - 13:14 Uhr

Hallo Nic,

ich habe den Test zwar noch nicht gemacht, aber ich werde ihn durchführen lassen.
Ich will einfach auf Nummer sicher gehen, denn wenn Schwangerschaftsdiabetes übersehen wird, kann es zu Risiken des Ungeborenen und der Mutter kommen. Das Baby würde eventuell zu groß und schwer werden, was eine normale Geburt fast unmöglich macht. Nach der Geburt können Atemnot und Unterzuckerung auftreten. Das möchte ich nicht.
Zudem kostet der Test nicht viel. Gerade mal 15 Euro. Man muss dafür halt 2 Stunden am Morgen opfern, um den Test durchführen zu lassen. Das ist es mir aber Wert.
Außerdem liegt Diabetes in unserer Familie. Meine Großeltern haben alle einen Altersdiabetes entwickelt. Und da liegt es nahe, dass ich ihn vielleicht auch mal bekomme.

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.

Liebe Grüße
Nathalie mit #ei#ei 21+2

Beitrag von muehlie 17.10.10 - 13:29 Uhr

Bei ca. 10% aller Schwangeren kommt es zu einem Schwangerschaftsdiabetes. Unentdeckt kann der nicht nur zu Schwierigkeiten und gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei deinem Kind führen, schlimmstenfalls führt er sogar zum Tod des Babys im Mutterleib.
Ich finde, gerade letzteres ist eigentlich mehr als Grund genug, diesen Test durchzuführen zu lassen.

Beitrag von miau2 17.10.10 - 13:35 Uhr

Hi,
ich habe den Test in beiden Schwangerschaften machen lassen.

Ich habe ein erhöhtes Risiko, aber ich hätte ihn auch ohne das machen lassen. In beiden schwangerschaften hatte ich G-Diabetes, früh erkannt, perfekt eingestellt, und daher folgenlos für meine Kinder.

Es gibt keinen einzigen wirklichen Grund GEGEN den Test.

Dafür spricht:
- obwohl heute die meisten Frauen mit Risikofaktoren den Test machen bleibt nach wie vor ein großer Teil der Erkrankungen unerkannt und daher unbehandelt (je nachdem, wen man fragt wird von weit mehr als der Hälfte der Fälle gesprochen). Spricht schon eindeutig dafür, dass es bei weitem nicht nur Frauen mit Risikofaktoren trifft - es kann jede treffen.
- die Folgen für die Bauchbewohner können schlimmstenfalls fatal sein, andernfalls können sie lebenslang sein - die babys von Müttern mit unbehandeltem G-Diabetes haben z.B. ein erhöhtes Risiko selbst an Diabetes zu erkranken (in jungen Jahren, schon im Jugendalter!) oder an Adipositas. Es geht bei weitem nicht "nur" um ein evtl. zu hohes Geburtsgewicht. Natürlich kann auch alles gutgehen. Wissen tut man das natürlich nie.
- es gibt absolut kein anderes, sicheres Anzeichen. Wenige betroffene Frauen haben Zucker im Urin (hatte ich in beiden Schwangerschaften nie), wenige haben verstärkten Durst (hatte ich in der ersten Schwangerschaft, da aber gleichzeitig meine Nieren nicht mehr richtig gearbeitet haben - andere Erkrankung - kam das vermutlich daher). Ein oft genanntes Anzeichen ist die Größe des Babys. Nur - WENN das auffällig ist leidet das Kind bereits unter den Folgen.

Es gibt keine sinnvollere Zusatzleistung als diesen Test. Lass ihn machen, es geht dabei weniger um deine GEsundheit (die Folgen von ein paar Monaten erhöhten Zuckerwerten kann dein Körper i.d.r. wegstecken), als um die deines Kindes. Und die kann halt gewaltig leiden, wenn diese Erkrankung unerkannt und unbehandelt besteht.

Viele grüße
Miau2

Beitrag von lotosblume 17.10.10 - 14:44 Uhr

Ich verstehe nicht warum dieses Thema immer wieder solche Diskussionen aufwirft...

Da läßt man sein Kind schallen bei jeder Gelegenheit, hocht mit Angelsound wann man kann +++

Einen Mini-Test auf SSD, der wichtig ist für das Wohlergehen des Kindes, den wägt man ab und zweifelt ob er denn sinnvoll sei..

Vor was hast du denn Bedenken - bist du nicht froh, wenn im Falle einer SSD das auch erkannt wird und du behandeln kannst?

Bei zu hohen Zuckerwerten versucht das Kind (es produziert selbst Insulin bereits in der 13 SSW) dies auszugleichen . Es kommt zu Wachstumsstörungen, die Plazenta verkalkt schneller, die Versorgung des Kindes kann kritisch werden. Noch dazu kann das Kind nach der Geburt Probleme bekommen, da der Zuckerspiegel nicht augeglichen ist. Außerdem neigen diese Kinder zu Gewichtsproblemen und eben zur Entwicklung einer Diabetes.

Also, brauchst du noch Anzeichen...nimm dir ein schönes Buch, trinke den Saft und lass dir 3x Blut abnehmen. WEnn alle ok ist umso besser!!

Ich hatte selbst SSD und bin sicher kein Diabetestyp...
In dieser SS war ich bereits in der 12 SSW - und in der 20 SSW muss ich wieder hin.

Ich verstehe nicht warum diese Thema immer noch nicht für wichtig genommen wird.

Beitrag von nic10704 17.10.10 - 15:32 Uhr

Liebste Lotusblume,

ich nehme das Thema schon für wichtig sonst würde ich mich nicht damit auseinandersetzen..

Nur, wenn dir deine durchaus kompetente Hebamme sagt, der Test sei etwas unnötig und oft verfälscht... (sie meint, wenn du vier mal hingehst bekommst du vier mal ein anderes ergebnis...) dann machst du dir doch deine gedanken ob es wirklich sein muss.

Wenn deine Fa dann eh schon ein paar mal mit etwas "daneben" gelegen hat.. dann fragst du dich schon wer kompetener ist oder ob es wirklich "nur" um die Geldmacherei geht.

Nur weil ich mich damit auseinandersetze heißt das noch lange nicht, dass ich das Thema nicht für wichtig halte..

Beitrag von muehlie 18.10.10 - 01:19 Uhr

Deine Hebamme sollte sich mal ganz schnell schlau machen, denn was sie rät, ist ja schon grob fahrlässig.
Verfälscht sind die Werte nur, wenn der Test nicht richtig durchgeführt wurde, und das ist tatsächlich noch bei vielen FA der Fall. Ich lese hier häufig, dass Frauen z.B. zwischen den einzelnen Messungen die Praxis verlassen und nach Hause gehen durften. Dadurch werdern tatsächlich Ergebnisse verfälscht. Wenn du deiner FÄ nicht traust, dann lass den Test bei einem Diabetologen machen.

Zum Thema Schwangerschaftsdiabetes kannst du dich ja auch hier weiter informieren: http://www.diabetes-world.net/Portal-fuer-Patienten-und-Interessierte/Diabetes-erkennen/Diabetes-Typen/Schwangerschafts-Diabetes.htm?ID=2907