Angst vor Weihnachten

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von jellasmami 17.10.10 - 15:45 Uhr

Ich habe Weihnachten immer geliebt, für mich als Familienmensch waren es immer die schönsten Tage im Jahr.
Doch jetzt ist alles anders.
Ich bin seit eingen Monaten getrennt lebend und hab furchtbare Angst vor dem, was mich an Weihnachten erwartet.
Natürlich sind sind meine Kleine und ich an Heiligabend bei meinen Eltern, ich hab eine tolle Familie, doch mein Kind wird ja auch von meinem Noch-Mann geholt werden.

Wie waren denn Eure Erfahrungen, als Ihr das erste Mal Weihnachten allein ohne Partner wart?

Liebste Gruesse, Tini

Beitrag von mani62726 17.10.10 - 16:05 Uhr

Hallo Tini,

letztes Jahr an Heilig Abend waren Maya's Papa u ich ca. 7 Monate getrennt.
Da wir uns aber immer noch verstehen, haben wir auch diesen Tag/Abend gemeinsam verbracht. Nicht als Paar, aber als Eltern von unserer Kleinen.

Bei uns zu Hause war es nach der Trennung meiner Eltern so (ich war damals aber schon 16 Jahre alt), dass wir Mittags am 24. bei meinem Papa waren und abends mit meiner Mama bei unseren Großeltern. Am 25. waren wir dann auch wieder bei meinem Papa und haben mit ihm unsere Oma besucht.

Ich hätte allerdings auch kein Problem damit, wenn Maya zB am 25.12. bei ihrem Papa wäre und dort einen schönen Weihnachtstag verbringt.
Ich würde es mir dann schön gemütlich machen und den ruhigen Tag geniessen ;-)

Mach dir nicht so viele Gedanken- geniesse einfach die Weihnachtszeit!

Liebe Grüße,

Marion

Beitrag von jellasmami 17.10.10 - 16:30 Uhr

Danke für Deinen Zuspruch!
Liebe Worte wirken manchmal Wunder!

Beitrag von sunriel 17.10.10 - 17:57 Uhr

Hallöchen... Ich war letzte jahr bei meiner mama und der vater meiner kleinen hat weder angerufen, noch gefragt wie es ihr geht noch sonst was... ganz am anfang hat es mich sehr verletzt, weil meine kleine da nun am aller wenigsten was für kann...

Ich weiss das es dieses jahr ähnlich ablaufen wird, da er eine neue partnerin hat und dieses weihnachten kurz vor der entbindung steht... aber langsam habe ich mich damit abgefunden, dass seine tochter ihn nicht interessiert...

versuch einfach das beste aus der situation zu machen... und nur am rande, sollte er es sich doch anders überlegen, dann kann er weihnachten gerne einen nachmittag vorbei kommen und mit ihr zusammen weihnachten feiern... ich bin die letzte die da nein sagt...

LG Sunriel

Beitrag von nadinchen82 17.10.10 - 19:22 Uhr

Hallo Tini,

mir ging es vor 2 Jahren auch so.Er hat sich im Oktober getrennt und ich habe den heiligen Abend bei meinen Eltern verbracht. Er kam dann gegen 16 uhr vorbei..b.rachte die geschneke für seinen Sohn und fuhr um 18 uhr vor der eigentlichen bescherung wieder nach hause....
Voriges Jahr hatten wir noch guten Kontakt aber ich habe Weihnachten mit meinem Kind verbracht...er hat voriges Jahr die Geschenke 1 tag vorher vorbei gebracht.

Ich weiß ja nicht ob ihr euch noch gut versteht usw....

Ansonsten würde ich ihm die Gelegenheit geben die kleine am Heiligenabend gegen 16 uhr zu sehen und dann evtl nochmal am 2 Weihnachtsfeiertag...weiß ja nicht wie ihr das in der Familie regelt....

Und mach dir keine Sorgen,wichtiger ist doch das ihr beide zusammen seid und du deine Familie um dich rum hast

lg nadine

Beitrag von katharina1 17.10.10 - 21:11 Uhr

HI,
ich habe dieses Jahr das gleiche Problem. Mein Mann hat uns im Juni im Stich gelassen ( hab jetzt sehr viel Verantwortung für mich, Haus, Job und Kinder- deswegen sage ich " im Stich gelassen")
Da ich mich mit ihm absolut nicht mehr verstehe- er hat uns wegen einer anderen Frau verlassen- möchte ich ihn Weihnachten absolut nicht um mich herum haben- in keinster weise.
ZU meiner Familie kann ich leider nicht da sie ca 200 km entf wohnen und ich seit der Trennung unter Panik Atacken leide und eine Autofahrt über längeren Zeitraum, nahezu unmöglich ist. Die Familie meines Mannes steht voll zu mir und stärkt mir zwar den Rücken, der Bruder ist woh aber Heiligabend immer bei der Familie seiner Frau. So war jetzt geplannt das meine Schwiegermutter Heiligabend bei uns ist. Jetzt muß sie aber wohl wahrscheinlich arbeiten :-(
Da wir das Haus erst im Juni bezogen haben möchte ich diese Jahr auch hier unser 1 Weihnachten im neuen Haus verbringen. Falls meine Schwiegermutter nicht kann- werde ich evtl meinen Bruder mit seiner Freundin bitten hier zu sein. Sonst werde ich einfach einen schönen Tag mit meinen Kindern verbringen- zur Kindermesse gehen, zusammen was Kochen vl backen und Abnends auf dem Sofa Weihnachtsmärchen schauen.
Die vorstellung von Wihnachten zerreisst mir diese Jahr das Herz. Ich ahbe so kleine Kinder ( 2+4 Jahre) wir waren letztes Jahr schon ohne Papa ( er war im Auslandseinsatz- wo er die neue Frau kennen gelernt hat)
Aber das ganze drum herum war schon letztes Jahr ne quall- Weihnachtsmärkte usw. Ich plane so gut ich kann, und werde es langsam und unbeschwert auf uns zu kommen lassen. Ich weiss das Tränen fliessen werden. Ich weiss das ich Stark sein muß, aber wenns nicht geht dann ist es halt so.
Ich wünsche Dir viel Kraft. Die Feiertage an sich gehen ja schnell vorbei- das was einen so sehr quällt sind die ganzen Vorbereitungen und das ganze drum herum. Aber Du hast Deine Familie- die wird für Dich da sein, und wenn Du weinen Muß dann versteck Deine Tränen nicht. Trauere.

Alles gute
Katharina

Beitrag von polar99 18.10.10 - 10:04 Uhr

Hallo Katharina,

ich vefolge deine Geschichte hier schon eine kleine Weile mit und muss sagen, dass sie mich doch sehr berührt!

Ich war 5 Jahre alleinerziehend, die kleinste damals gerade 8 Wochen alt. Der KV hatte sofort eine Neue und kümmerte sich um sein Kind auch nicht. Die ersten 4 Jahre habe ich Weihnachten immer mit meinen Kids allein gefeiert, Nachmittags waren wir auch mal bei meiner Familie, aber abends immer allein.

Mir hat vorher immer geholfen, wenn ich mir für uns kleine Highlights gesetzt habe. Also zum Beispiel eine neue DVD geholt und die Heiligabend mit den Kids das erste mal angesehen (irgend etwas kindgerechtes schönes)... etwas ganz besonderes gebacken oder gekocht...einen Weihnachtsspaziergang an Heiligabend zusammen...Theaterkarten (Märchen) für den 2. Weihnachtstag besorgt etc. So, dass wir immer irgendwie ein kleines Highlight für den Tag hatten.

Ich war mir auch nicht zu schade, bei Freunden anzufragen bzw. diese zum weihnachtskaffee einzuladen...oft haben diese uns abends zum Essen eingeladen.

Nun habe ich einen neuen Partner und musste letztes Weihnchten nicht allein feiern und meine Kids sagen trotzdem, dass die letzten Jahre Weihnachten allein auch immer sehr schön war... :-)

Ich wünsch Dir ganz viel Kraft #liebdrueck

lg polar

Beitrag von katharina1 18.10.10 - 14:36 Uhr

Hallo,
ich bin immer wieder erstaunt wie viele Menschen meine Geschichte berührt hat, ich werde teilweise noch Wochen nach meinen Beiträgen kontaktiert und nach meinem Leben befragt.
Es tut mir sehr gut zu wissen das viele Menschen so mitfühlend sind.
Das Leben besteht nun mal aus Prüfungen und guten und schlechten Tagen.Ich gebe mir mühe mit offenen Augen durchs Leben zu gehen und den Aaltag zu meistern- meistens gelingt es mir- manchmal gibts Rückschläge.
Ich bin mir ziemlich sicher, das mein Mann noch die Einsicht bekommen wird das er einen sehr großen Fehler gemacht hat- immerhin trennt er sich -nach gerade mal 3 Monaten -jetzt schon von sienem Ford Mustang :-)
Ich bin kein böser Mensch und wünsche niemandem was schlechtes- aber meinem Mann wünsche ich das er an dem Schmerz den er durch seine Erkenntniss spüren wird, zerbrechen soll. Und das er ein Lebenlang nach seiner Stellung und Zufriedenheit im Leben suchen soll. Denn all das hatte er und hat es aus Mangel an Ehelichem Wollen und selbst Treue, sowie an verloren gegangener Wertschätzung der Famile gegenüber verloren. Und das Glück liegt nicht einfach so auf der Straße und die Kinder / Familie lassen sich nicht durch eine neue Freundin (die gerade mal spannend ist) ersetzen. Vor allem da er seine gesamte Familie durch die Trennung verloren hat.
Katharina

Beitrag von babylona 17.10.10 - 21:26 Uhr

Och man... #liebdrueck Es ist wirklich zum Heulen. Mir geht es ähnlich. Bin zwar "schon" seit 6 Monaten verlassen, aber es tut immernoch sehr weh. Und an Weihnachten darf ich noch gar nicht denken. Meine Kleine ist nun dieses Jahr in einem Alter, in dem sie, so denke ich, auch erstmals mehr mitbekommt von der "Festlichkeit" und dem Familienrummel. Wie habe ich mich früher immer darauf gefreut, gemütliche Familienweihnachten zu veranstalten... Pustekuchen... Jetzt werde ich bei meinem Bruder und seiner Familie sein zusammen mit meiner Ma. Ist zwar auch schön und alles geben sich immer ganz doll Mühe, aber im Moment kann ich es kaum ertragen, mit so eine Familienidylle ertragen. Ich frage mich dann unentwegt, warum ich das eigentlich nicht geschafft habe. Naja, und dann wird die Kleine noch am 26. vom Papa abgeholt. Da werden bestimmt auch wieder Tränen fließen - mir fällt im Moment noch jedes Abholen schwer und ich hänge dann erstmal in den Seilen, wenn die Tür zu ist. Aber was sollen wir machen - wir müssen uns mit der Situation abfinden und irgendwie voranschreiten. Ideal ist was Anderes, das ist klar.
Auf jeden Fall wünsche ich dir starke Nerven und viel Kraft! Irgendwann scheint auch für uns die Sonne wieder.
Viele liebe Grüße,
babylona

Beitrag von babylona 17.10.10 - 21:28 Uhr

Meine Güte, hätte ja ruhig mal Korrektur lesen können. Entschuldigung #schein

Beitrag von jellasmami 17.10.10 - 22:56 Uhr

1000 Dank für die lieben Antworten und den Zuspruch!
Wir schaffen das schon!

Beitrag von bergfeecg80 18.10.10 - 15:28 Uhr

Hallo Tini,

Ich habe etwas weiter unten schon jemanden geantwortet.Aber da ich über Weihnachten geschrieben habe, setze ich hier mal den Link ein.

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=20&tid=2853340

Ich hoffe ich konnte Dir etwas helfen.

LG Claudia

Beitrag von bergfeecg80 18.10.10 - 15:32 Uhr

P.S.: Ich kenne Deine Geschichte nicht und es war nur in dem Sinne leichter das Flori Heiligabend bei mir war/ ist.

Beitrag von clautsches 18.10.10 - 22:32 Uhr

Hallo!

Wir haben uns im Oktober 2008 getrennt, aber noch bis Silvester zusammengelebt. Weihnachten 08 haben wir gemeinsam in unserer damaligen Wohnung gefeiert, seine und meine Mama waren zu Besuch.
War ein komisches Gefühl. Unsere Mütter passten nicht zusammen, wir waren eigentlich schon getrennt, ich kurz vor dem Umzug in meine Heimat. Alles äusserst merkwürdig..

Letztes Jahr habe ich zusammen mit meiner Familie gefeiert, der Papa schneite erst ein paar Tage später rein. Wir verstehen uns zum Glück alle, insofern kein Stress.
Und ich finde es wunderschön, Weihnachten zusammen mit meinem Sohn, meiner Mama und meiner Großmama zu verbringen - so wird es auch dieses Jahr wieder passieren. :-)

LG Claudi