Ich kann nicht mehr...

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von Am Ende 17.10.10 - 18:44 Uhr

Hallo,

ich bin seit zirka 6 Monaten mit meinem Freund zusammen. Ich wusste von Anfang an dass er ein paar Wertschätzungsprobleme hat (mit sich selbst) aber ich habe es wohl unterschätzt.

Wir waren zusammen im Urlaub und seither hat sich fast komplett von mir zurück gezogen, nach einem Zusammenbruch auf der Arbeit hat er sich in die Hände von einem Psychiater und einer Psychologin begeben. Er hat schwere Depressionen, ist zerfressen von Selbsthass und stellt sich und die ganze Welt in Frage.

So jetzt habe ich selbst ein schwere OP hinter mir und bin noch bis Ende des Jahres im Krankenurlaub. Er meldet sich regelmässig und war mittlerweile auch wieder hier aber er fehlt mir so unwahrscheinlich. Ich kann nicht mehr, ich bin auf meine Freunde und Familie angewiesen um im Alltag klar zu kommen aber ich vereinsame komplett hier. Die Woche Urlaub hat so gut getan wir sind so gut zurecht gekommen und alles und jetzt kann er nicht mehr und er will mich nicht verlieren aber er kann irgendwie auch nicht mit mir zusammensein wegen seiner Gesundheit.

Ich weiss nicht mehr ein und aus... klar kann ich ihn in den Wind schiessen aber dann bin ich immer noch einsam und die Gefühle für ihn sind immer noch da... ich habe keine Lust mehr. Ich habe eine gescheiterte Ehe hinter mir , zwei Fehlgeburten, eine Beziehung in der ich Schläge bekommen habe (hab die Beziehung sofort beendet) , mein Mum ist gestorben als ich noch ein Kind war.... ich will doch einfach auch nur ein bisschen Glück haben, und geliebt werden.

Sorry das musste alles raus aber ich hab keine Ahnung wie ich jetzt wieder positiv nach vorne kucken soll

Beitrag von milka700 17.10.10 - 19:04 Uhr

Sich in emotionale Abhängigkeit zu begeben schadet dir mehr als dir nützt. Ich würde dir ebenso empfehlen, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ihr zieht euch gegenseitig herunter und ich für mich nehme bei depressiven Leuten immer schnell die Beine in die Hand.
Sowas zöge mich mit der Zeit super schnell herunter und ich kann eh nicht helfen. Nur mir selbst.

Beitrag von buzzi2 17.10.10 - 19:47 Uhr

". Nur mir selbst. " Sry, aber das mekrt man an deinen Beitragen.

Beitrag von milka700 17.10.10 - 19:52 Uhr

Jap. Deswegen bin ich auch nicht (mehr) der verzweifelte Fragensteller. ;)
Nach 12 Jahren alleinerziehend mit 4 Kindern bin ich etwas weiter und stolz drauf.
Bei mir fluppts jedenfalls. :)

Beitrag von Am ende 17.10.10 - 20:35 Uhr

Klar zieht es mich auch herunter aber ich weiss nicht was die Lösung darauf ist. Ich habe zwei therapien hinter mir (vor allem wegen meiner Mum an den Fehlgeburten) und trotzdem hat es mir nicht wirklech geholfen.

Beitrag von milka700 17.10.10 - 21:02 Uhr

Dir muss ganz bewusst sein, dass NIEMAND deine Mutter ersetzen kann und soll.
Aber auch DU kannst niemandem die Mutter oder etwas anderes ersetzen. Du kannst nur versuchen, möglichst ohne weitere Verletzungen durchs Leben zu gehen.
Der Tod deiner Mutter und die FG waren nicht vermeidbar.
Aber solche Beziehungen zu Menschen die dir wehtun, sind vermeidbar. Es ist auch nicht wichtig, ob du von diesen Leuten bewusst oder ungewollt verletzt wirst.
Wichtig ist nur, dass du in dich hineinhorchst und FÜR DICH entscheidest! Okay?
Es ist immer schwer, konsequent zu sein. Aber du BRAUCHST jemanden, der dich schätzt und stärkt. Nicht jemanden, der dir Energie raubt.
Alles Gute!

Beitrag von bruchetta 17.10.10 - 19:53 Uhr

Innerhalb einer Beziehung, die über Jahre besteht, würde ich schon sagen, dass man auch solche Dinge zusammen meistern sollte.
Und dann ist es hart genug!

AAABer Ihr kenn Euch 6 Monate. #schock

Ich möchte Dir dringend raten, Dich zu trennen und vielleicht anschließend innerhalb einer eigenen Therapie mal zu ergründen, warum Du scheinbar immer auf die falschen Pferde (Männer ;-)) setzt.
Die meisten, die psychisch krank sind, die schlagen usw. strahlen so etwas nach außen aus, was für die meisten Frauen, Finger weg, signalisiert.
Dich scheint das anzuziehen und dem solltest Du auf den Grund gehen!

Auch in Deiner Einsamkeit kann Dein psychisch kranker Partner Dir nicht helfen, sondern nur Du Dir selbst.
Such Dir Hobbies, geh raus, triff Dich mit Freundinnen.....
Sich deshalb an den falschen Partner zu klammern ist Unsinn!!!

Beitrag von Am Ende 17.10.10 - 20:38 Uhr

Danke für deine Antwort... das heisst für dich kann man nach 6 Monaten nicht an einer Beziehung festhalten, ich bin immer noch in meinen Freund verliebt und leider kann ich meine Gefühle nicht so einfach abschalten.

ich habe ein Hobby und ich habe Freunde aber im Moment bin ich ans Bett gefesselt, kann mich kaum bis gar nicht bewegen also bin ich die ganze Zeit zu Hause und dadurch habe ich natürlich auch unwahrscheinlich viel Zeit über alles nachzudenken.

Beitrag von bruchetta 17.10.10 - 21:46 Uhr

Du mußt es selbst wissen, aber die Überschrift lautet ja "ich kann nicht mehr" und dann wird von Dir hauptsächlich die Sache mit Deinem Freund thematisiert.
Von daher würde ich Verstand über Gefühle walten lassen. Ganz klar!!
Es kann doch nicht sein, dass alles, aber auch alles negative in einer Partnerschaft unter das Deckmäntelchen der Gefühle gepackt wird.