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Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von inrosa 17.10.10 - 20:43 Uhr

Guten Abend,
manchmal frage ich mich, ob ich nur noch für arbeiten auf dieser Welt bin.

Heute habe ich mal wieder an einem Sonntag den Haushalt geschmissen (und bin noch lange nicht fertig). Dabei habe ich nur eine 2 Zimmer Wohnung, aber Dreck für 5?

Habe ich gerade geputzt, wartet die Wäsche, der Spülkram. Die Fenster hättens auch nochmal nötig und gemalert müsste gemacht werden.
Vom Auto ganz zu schweigen und der Müll muss auch noch rausgetragen werden .
Das Treppenhaus wäre auch noch dran und den Hof muss ich auch noch kehren.

Tja morgen ist dann wieder arbeiten angesagt und vor 1900 bin ich nicht zu Hause, dann wartet das Studium.

Entlastung, wegdeligieren (von welchem Geld), keine Verwandten in der Nähe hangele ich mich von einer Arbeit zur anderen, mein Kind läuft nebenbei und finanziell bin ich sowieso am untersten Level.

Ich bin abends einfach nur fertig und müde, an ausgehen kann ich gar nicht denken. Ich war schon ewig nicht mehr wie auch, mit welchen Klamotten?

Manchmal wünsche ich mir jemanden der mir einfach nur bei der täglichen Arbeitsbewältigung hilft#schmoll
Mehrgenertionenhäuser sind leider nicht mehr "in"

Beitrag von rosaschnegge 17.10.10 - 22:29 Uhr

Hallo inrosa,

ich kenne das alles sehr gut und kann Dir gerade richtig gut nach empfinden.

Vor gut zwei Jahren als ich mich von dem Kindsvater getrennt habe , meine Tochter war gerade mal zwei Monate und mein Sohn 2Jahre, wußte ich nicht mehr wo mir der Kopf steht. Hatte auch schon vor der Trennung nicht wirklich unterstützung vom Vater.
Ich habe bis abends 22 Uhr den Haushalt geschmissen, dann Nachts ja auch nicht durchschlafen. Tagsüber ging alles immer wieder von vorne los. Es war alles so aussichtslos.
Irgendwann kurz vor dem totalen aus habe ich mir durchs Jugendamt eine Haushaltshilfe geholt. Und ich bin total froh diesen Schritt getan zu haben. Danach hatte ich mir dann noch ne SPFH geholt und die hat mich dann auch gut Seelich unterstützt.
Heute ist es auch noch so das ich immer wieder denke wie kann man das denn alles alleine stemmen, aber dann lasse ich eben mal die Wäsche Wäsche sein und setze mich auch mal hin.

Stell Dir nicht so hohe Ansprüche, alles muß jetzt perfekt sein und fertig sein.
Vielleicht ist Dir meine Geschichte eine Hilfe, vielleicht auch nicht, aber auf jeden Fall gibt es eine Lösung die Du jetzt aber im Moment nicht sehen kannst.

Noch zum schmunzeln, Du hast geschrieben das Du vor 1900 nicht nach Hause kommst. Mußte schmunzeln, vielleicht Du auch????

LG Rosa

Beitrag von musikerin 19.10.10 - 14:49 Uhr


Hallo Rosa,

ich kann Dich gut verstehen #liebdrueck

Ich sehe mich auch nur arbeiten (34 STd./Woche - 2 Kinder). Aber siehe es doch auch mal positiv - sei stolz auf Dich, wie Du das alles schaffst !!! Zudem noch Dein Abendstudium - HUT AB

Und ich habe auch meine Prioitäten anders gesetzt, Sauberkeit in Küche und Bad, sowie Wäsche haben oberste Prioität. Alles andere lasse ich auch mal laufen, je nach Lust und Laune. Und somit kann ich mich auch am Abend mal mit den Kindern an den Tisch setzen und etwas spielen, oder lesen oder singen.

Und ich habe mir ein bis zwei Babysitter besorgt, die bei sitten, wenn ich etwas vorhabe. Läuft wirklich super, so kann ich sogar mein Hobby (Orchester) gut weiterführen und auch mal abends ausgehen.

Wenn du finanziell so schlecht da stehst, dann steht Dir doch sicherlich noch etwas zu (Kinderzuschlag, Wohngeldzuschuss)?

Alles Gute für Dich

Claudia mit Gianluca 8 Jahre + Chiara 3 Jahre