Wohngeld? Einfach "zu" Hause bleiben????

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von tahiti 17.10.10 - 20:47 Uhr

Ich wohne derzeit noch bei meinen Eltern. Bin 23 und arbeite in Vollzeit. Bekomme ca. 850 Euro netto bei einer 40 h Woche, aber von dem Geld gehen noch ca. 350 Euro für Autoversicherung/Sprit ( muss jeden Tag ca. 100 km fahren) etc. drauf. Ich will nicht ewig bei meinen Eltern leben, im Moment geht es mir da zwar gut, aber will ja auch mal meine eigene Wohnung, wenn ich schon jeden Tag dafür ewig fahre und 8 Stunden arbeite. Mein Freund und ich wollen gerne zusammenziehen. Er verdient zwar etwas mehr als ich, sodass wir gemeinsam mein Wohngeld mehr bekommen. Aber er hat 140 km am Tag und da geht ja auch wieder viel weg fürs Auto. Eine kleine Wohnung mit max. 400 warm könnten wir uns nur leisten, wenn es dafür nix anderes mehr gibt. Nie Kino, Essen gehen, keine Geburtstagsgeschenke, nur billigprodukte und kaum Frischobst,.... Das ist doch alles total blöd. Und es ist kein anderer Job in Aussicht. Gibt es noch irgendwelche Hilfen?

Liebe Grüße

Tahiti

Beitrag von zwiebelchen1977 17.10.10 - 20:53 Uhr

Hallo

Könnt ich nicht in die Nähe von den Arbeitsplätzen ziehen?

Also 850 Netto für so eine weite Strecke lohnt sich ja fast gar nicht( was machst du beruflich)

Wenn euer Einkommen und Ersparnisse( bis auf Freibeträge) nicht reicht, Wohngeld oder erg ALg II beantragen.

Oder evtl einen besseren Job suchen.

Bianca

Beitrag von tahiti 17.10.10 - 21:07 Uhr


Hallo,

nein wir können nicht dahin ziehen. Jedenfalls nicht zusammen. Wir fahren genau entgegengesetzt. Wäre dann immer 250 m auseinander. Und 100 km bis zu unseren Freunden. Wollten eigentlich gern die Mitte, aber da wird der Fahrtweg nicht weniger. Zurzeit sind leider keine anderen Jobs in Sicht, ich bin ja schon heilfroh überhaupt was als Physiotherapeutin gefunden zu haben. Sieht hier zurzeit echt duster aus.

Ersparnisse sind keine da, und laut Wohngeldrechner liegen wir gerade so über der Grenze und würden nix bekommen. Die ignorieren sowas wir Privatinsolvenz, zwei Autos,... wahrscheinlich total.

Danke für deine Antwort

Tahiti

Beitrag von zwiebelchen1977 17.10.10 - 21:09 Uhr

Hallo

Nun ja, das ist ja euer Privatvergügen die Insolenz. Wieso sollten sie das berücksichtigen?


Was ist denn aus den Plänen mit Thailand geworden?

Bianca

Beitrag von tahiti 17.10.10 - 21:15 Uhr

Hallo,

na als Privatvergnügen würde ich das nicht bezeichnen. Und mein Partner ist da leider ausversehen als Selbstständiger reingerutscht.

WAs unsere Thailandpläne damit zu tun haben, weiss ich nicht. DA wird beide noch zu Hause wohnen, hatten wir bei Beginn der Arbeit überlegt, was nun an erster Stelle steht. Wir hätten wahrscheinlich fast ein Jahr sparen müssen, und so einen Traumurlaub kann man nur machen, wenn man noch keine Wohnung hat. Zumindest bei unserem Gehalt. Aber wir haben uns umentschieden und wollen jetzt lieber nicht länger den Eltern auf der Tasche liegen

Beitrag von zwiebelchen1977 17.10.10 - 21:18 Uhr

Hallo

Ok. Aber berücksichtig wird das wohl nicht.Nur euer Einkommen zählt.
Evtl die einfachen Kilometer zur Arbeit.

Versuch dir einen besser bezahlten Job zu finden. Denn das Gehalt ist definitiv zu wenig.

Binaca

Beitrag von zwiebelchen1977 17.10.10 - 21:20 Uhr

Hallo

Nicht böse sein, aber besser den Eltern auf der Tasche liegen, als dem Steuerzahler( und somit ja auch wiedet mit euren Eltern)

Bianca

Beitrag von vwpassat 17.10.10 - 22:52 Uhr

"ausversehen" rutscht man in keine Privatinsolvenz!

Beitrag von king.with.deckchair 18.10.10 - 08:36 Uhr

"Aber wir haben uns umentschieden und wollen jetzt lieber nicht länger den Eltern auf der Tasche liegen"

Dafür aber dem Staat oder was?!

Tipp: Nach der Decke strecken! Ihr werdet nämlich kein ALG II erhalten.

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=28&tid=2855406&pid=18063301

Beitrag von king.with.deckchair 18.10.10 - 08:34 Uhr

Süß. Da versuchst du mal, "hilfesuchendenfreundlich" zu antworten - und scheiterst auch hier wieder an fehlender Fachkenntnis.

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=28&tid=2855406&pid=18063301

Beitrag von zwiebelchen1977 18.10.10 - 09:48 Uhr

Ach, ja die tolle kleine "Angestellte" der Arge hat gesprochen. Man, man.

Vielleicht ist ihr Freund ja älter und kann es beantragen

Beitrag von ippilala 17.10.10 - 23:40 Uhr

Was sagen denn eure Eltern dazu, wollen die euch raushaben oder wollt nur ihr da raus? Bzw. deine Eltern, du hast ja nicht gesagt, dass dein Freund auch bei seinen Eltern wohnt.

Ich würde an deiner Stelle nicht ausziehen (außer wenn die Eltern es unbedingt wollen). Eigene Wohnung schön und gut, aber wenn ihr sonst nicht mehr leben könnt sind die Vorteile einer eigenen Wohnung ziemlich schnell nichtig.

Hast du dich auch mal gefragt, von was ihr die Kaution und den Umzug bezahlt? Oder was passiert, wenn im neuen Heim etwas kaputtgeht, ihr könnt doch offenbar nichts sparen.
Hättet ihr überhaupt genügend Möbel (Zumindest eine Waschmachine usw. ist ja auch teuer.)
Was passiert, wenn einer den Job verliert, dann könnt ihr die neue Wohnung sicher nicht lange halten.

Bewerbt euch weiter, vielleicht auch in einem anderen Bundesland.
Wenn ihr dort mehr verdient und kaum Fahrkosten habt, könnt ihr euch auch Besuche in die Heimat leisten (falls ihr euch denn so weit weg noch wohlfühlt).

Beitrag von nebula 18.10.10 - 06:54 Uhr

Hallo,

ihr könnt ergänzend ALG2 beantragen.

Euch werden die KFZ-Haftfplichtversicherungen, sowie ein Pauschalbetrag der zu fahrendenen KM des Arbeitsweges berücksichtigt (bei uns 0,20 Euro pro KM). Des Weiteren gibts einen Satz X als Freibetrag.

http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitslosengeld_II
http://de.wikipedia.org/wiki/Einkommensbereinigung

Die Alg2-Rechner aus dem Netz kannst du getrost vergessen, da die KFZ und Arbeitswege meist nicht kalkulieren.

Eventuell an einem zweiten kleinen JOB gedacht?

MFG

Beitrag von king.with.deckchair 18.10.10 - 08:33 Uhr

"ihr könnt ergänzend ALG2 beantragen"

Soso. Sicher können sie das. Fraglich nur, ob sie es bekommen werden, nech?!

Tipp: Die TE ist 23.

Tipp 2 - § 22 SGB II: "(2a) Sofern Personen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, umziehen, werden ihnen Leistungen für Unterkunft und Heizung für die Zeit nach einem Umzug bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres nur erbracht, wenn der kommunale Träger dies vor Abschluss des Vertrages über die Unterkunft zugesichert hat. Der kommunale Träger ist zur Zusicherung verpflichtet, wenn
1.der Betroffene aus schwerwiegenden sozialen Gründen nicht auf die Wohnung der Eltern oder eines Elternteils verwiesen werden kann,
2.der Bezug der Unterkunft zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt erforderlich ist oder
3.ein sonstiger, ähnlich schwerwiegender Grund vorliegt. #aha
Unter den Voraussetzungen des Satzes 2 kann vom Erfordernis der Zusicherung abgesehen werden, wenn es dem Betroffenen aus wichtigem Grund nicht zumutbar war, die Zusicherung einzuholen.

#aha Leistungen für Unterkunft und Heizung werden Personen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, nicht erbracht, wenn diese vor der Beantragung von Leistungen in eine Unterkunft in der Absicht umziehen, die Voraussetzungen für die Gewährung der Leistungen herbeizuführen." (!!!) #aha

Beitrag von nebula 18.10.10 - 08:39 Uhr

Okey, das mit dem U25 hab ich nicht bedacht, da hast du Recht ;)