Unfallfahrer hat sich selbst angezeigt

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Beitrag von tauchmaus01 17.10.10 - 20:55 Uhr

Hallo,

so kann es auch gehen. Ich habe unser Auto in der Tiefgarage geparkt. Mir fiel nichts weiter auf als ich heimfuhr.
Da rief Abends die Polizei an, wir sollen mal nachsehen ob wir einen Schaden haben am Auto... Ok! Ja, tatsächlich, wir haben einen Schaden an der linken Stoßstange, tiefe Kratzer und lockere Zierleiste.
Uns ist im Parkhaus ein Mann reingefahren, er hatte beim Ausparken nicht richtig aufgepasst.
Er hat auf uns gewartet und nach 20 Minuten die Polizei angerufen, unser Kennzeichen durchgegeben und sich selber angezeigt.

Der Schaden liegt bei 1890 €#schock die komplette Stoßstange wird ausgetauscht und muß lackiert werden, zustätzlich hat sie eine Metallleiste verbogen (konnt man sehn als er auf der Hebebühne war)

Ich muß sagen, ich bin baff! Nicht jeder hätte den Unfall der Polizei gemeldet.

Sobald der Schaden behoben ist, werde ich mit einer Packung Merci bei dem guten Mann auftauchen.....ich finde das ist schon ein Dankeschön wert!

Hat das auch schon mal wer erlebt? Ich bin auch jemand der sich selber anzeigen würde, ist ja irgendwie selbstverständlich, oder?

Mona

Beitrag von nephron80 17.10.10 - 21:02 Uhr

leider gibt es davon viel zu wenige.da hattest du Glück

Beitrag von kathrincat 17.10.10 - 21:06 Uhr

wieso hat er sich angezeigt, er hat die polizei gerufen und die haben den schaden aufgenommen, weil ihr nicht da wart.

Beitrag von tauchmaus01 17.10.10 - 21:10 Uhr

Die Polizei ist nicht hingefahren. Er hat unser Nummerschild abgeschrieben, ist nach Hause und hat von dort die Polizei informiert! Er hat sich selbst als Unfallverursacher angezeigt.So jedenfalls meinte es der Polizist am Telefon.
Die fahren sicher nicht wegen einem "Lackschaden" los;-) war ja kein Personenschaden.

Mona

Beitrag von kathrincat 18.10.10 - 07:51 Uhr

ok, das hattest du so nicht geschrieben, ich bin davon ausgegangen die polzei ist da hingekommen, dann hätter er sich ja nicht wegen fahrerflucht angezeigt, sonder nur den schaden aufnehmen lassen.

und klar kommen die wegen einen lackschaden, da man sonst fahrerflucht macht und eine anzeige bekommen kann.

also, hätter der mann sie gleich gerufen, hätter er sich nciht selber wegen fahrerflucht angezeigt.

Beitrag von arya 17.10.10 - 21:36 Uhr

Kann ich Dir ganz genau sagen: Er hat den Unfallort verlassen, ohne die Polizei zu informieren. Das ist Fahrerflucht und ein Straftatbestand. Da er aber die Polizei dann noch informiert hat, wird das wohl keine negativen Folgen für ihn haben.
Ist mir selbst so gegangen, hatte bei einem anderen Fahrzeug einen geringfügigen Schaden verursacht, vergeblich gewartet und einen Zettel ans Auto gemacht, der aber wohl verloren ging. Als sich niemand meldete, habe ich mich an die Polizei gewendet, da ich den Schaden regulieren wollte (so, wie ich es umgekehrt auch erwarten würde). Damit hatte ich mich selbst angezeigt. Tja, den Schaden habe ich zwischenzeitlich beglichen und das Verfahren gegen mich wurde eingestellt. Habe ich gestern schriftlich bekommen. Hurra!
Eine Schachtel Pralinen habe ich nicht bekommen - hätte mich auch gewundert. Schließlich war ich ja die "Böse", und die anderen hatten die Umstände mit der Reparatur.

Beste Grüße
arya

Beitrag von tauchmaus01 17.10.10 - 21:45 Uhr

Hallo,
ich denke nicht dass ein Verfahren gegen den Herrn laufen wird, oder? ist ein älterer Mann der einfach ohne Handy da stand.
Die Schachtel Merci ist eine Herzenssache von mir, hätte er den Anruf nicht getätigt, wäre ich auf dem Schaden sitzengeblieben. Ich finde dass ist schon ein Dankeschön wert, der Arme war echt erschrocken über diese Sache (hab mit ihm telefoniert wegen der Versicherung)

Böse war er ja nicht, ich denke das kann eben mal passieren und wären die Stoßstangen heutzutage nicht alle lackiert, wäre es noch nicht mal so schlimm.

Mona

Beitrag von arya 18.10.10 - 18:57 Uhr

Hallo Mona,

du hast recht, das kann jedem passieren.
Mein "Geschädigter" hat sich auch gefreut, dass wir uns gemeldet haben, und wir haben das in Ruhe geklärt.
Da sich in Deinem Fall der Herr selbst gemeldet (angezeigt) hat, und das am selben Tag, wird er sicher keine Probleme bekommen.
Ich rufe jedenfalls, wenn mir sowas jemals wieder passieren sollte - was ich nicht hoffe - gleich die Polizei. Ich denke, die kommen bei einem kleine Blechschaden sowieso nicht, aber dann ist es wenigstens keine Fahrerflucht.

Dann drücke ich Dir die Daumen, dass Dein Auto bald wieder ganz ist.

Grüße
arya

Beitrag von parzifal 18.10.10 - 01:13 Uhr

Sei bitte vorsichtig mit Strafvorwürfen wenn Du die Sachlage nicht überblicken kannst.

Ich kann nicht 100%ig überblicken, ob der Unfallverursacher eine Straftat begangen hat. Weshalb also Du?

Der Sachverhalt spricht eher für keine Unfallflucht.

Der Unfallfahrer müsste schon weit weg vom Unfallort gewohnt haben oder zu Hause lange mit dem Anruf gewartet haben um den Tatbestand der Unfallflucht erfüllt zu haben. Das gibt der Sachverhalt aber nicht wieder.

Du hattest den Tatbestand erfüllt, weil Du die Polizei viel zu spät informiert hast. Warten ob sich einer meldet reicht nicht aus.

Beitrag von arya 18.10.10 - 18:44 Uhr

Die Polizei hat es mir so mitgeteilt. Entfernen vom Unfallort = Fahrerflucht. Bei google habe ich auch nichts anderes gefunden.

Wenn der Verursacher sich am selben Tag bei der Polizei meldet, ist das natürlich wesentlich besser als wenn man noch paar Tage wartet - so wie ich. Jetzt weiss ich es besser.

Und wem mache ich hier Strafvorwürfe?

Beitrag von parzifal 19.10.10 - 13:22 Uhr

Was wieder mal zeigt, dass die Polizei mit ihren rechtlichen Wertungen oft daneben liegt.

Am selben Tag melden ist aufgrund der zwingenden Strafmilderung (bzw. sogar gegenbenfalls Absehens von einer Strafe) bei geringen Sachschäden immer besser.

"Und wem mache ich hier Strafvorwürfe?"

Dem Unfallfahrer. Wem sonst?

"Er hat den Unfallort verlassen, ohne die Polizei zu informieren. Das ist Fahrerflucht und ein Straftatbestand."

Gerade dem Sachverhalt ist eine Strafbarkeit nicht zu entnehmen (aber auch nicht gänzlich ausgeschlossen).

Wie bereits ausgeführt gibt es Fälle bei denen man den Unfallort berechtigt verlassen darf, wenn man die Meldung unverzüglich nachholt.

Was soll man denn sonst z.B. nachts machen, wenn man einen anrempelt und kein Handy hat? Solange warten, bis der Geschädigte oder die Polizei zufällig vorbeikommt?

Hier darf man nach angemessener Wartezeit die Unfallstelle verlassen ohne sich bereits dadurch strafbar zu machen. Eine erneute Strafbarkeit ergibt sich dann aber, wenn man die unverzügliche Meldung nicht nachholt.

Beitrag von kathrincat 18.10.10 - 07:47 Uhr

wiso hat der den unfallort verlassen, er hat eine halbe stunde gewartet und dann die polzei gerufen, da hat er ja nicht den unfallort verlassen? so wie bei dir würde ich es ja verstehen, da du gefahren bist ohne die pol. zu rufen.

Beitrag von parzifal 18.10.10 - 01:17 Uhr

Weshalb hat er sich nicht selbst angezeigt (als Unfallverursacher)?

Anzeige = Meldung bei der Polizei.

Seine Anzeige kann auch zu einem Bußgeld führen.

Beitrag von kathrincat 18.10.10 - 07:48 Uhr

weil er den schaden gemeldet hat, damit er abgesichert ist und nciht wegen fahrerflucht angezeigt werden kann. so kann der autobesitzer alles melden und hat ein aktenzeichen, die pol. hat doch nur den unfall aufgenommen.

Beitrag von parzifal 18.10.10 - 08:05 Uhr

Eine "Anzeige" ist letztlich nur die Meldung eines Sachverhaltes.

Was die Polizei daraus macht ist allein ihre Sache.

Wegen des Unfalles könnte die Polizei dem Unfallfahrer nunmehr ein Bußgeld auferlegen, was regelmäßig der Fall ist, wenn ein Unfall polizeilich aufgenommen wird.

Beitrag von schnitte19840 17.10.10 - 21:44 Uhr

#pro so soll es sein.

#winke

Beitrag von miau2 18.10.10 - 11:55 Uhr

Hi,
der Mann hat es genau richtig gemacht, wenn er gewartet hat und dann den Schaden direkt gemeldet hat, als du nicht zufällig vorbeigekommen bist. Es hat mit Fahrerflucht nichts zu tun, wenn man eine angemessene Zeit (ok, ob jetzt 20 Minuten angemessen sind kann man natürlich noch kleinlich drüber streiten) wartet, und dann die Sache der Polizei meldet. Der Mann wird wenn es so war auch keine Sanktionen wegen Unfallflucht o.ä. zu fürchten haben.

Wie lange soll man denn warten? Tagelang? Hier parkt ein Auto seit 2 Wochen...aber aufs Klo gehen darf man zwischendrin schon, oder? Wenn der Fahrer mit angemessenem Aufwand und Warten nicht auffindbar ist darf man natürlich das ganze der Polizei melden und "abhauen".

Genau so haben wir es auch gemacht (Tür gegen Nachbarauto), wir haben gewartet, den Fahrer ausrufen lassen - nichts passiert. Also Polizei angerufen, die hatten offenbar von der Zulassung eine Handynummer vom Halter gespeichert, haben den dann anrufen können, der kam und meinte nur, auf eine Beule mehr würde es bei seiner Karre auch nicht mehr ankommen ;-). Wenn der Typ per Handy nicht erreichbar gewesen wäre hätte die telefonische Meldung gereicht (einen Zettel hätten wir dann auch hinterlassen dürfen), es wäre keine Unfallflucht gewesen, und es hätte auch kein Bußgeld o.ä. gegeben!

Ist schon etwas anderes, ob man einfach so einen Zettel hinterlegt und nur dann die Sache der Polizei meldet, weil sich der andere nicht gemeldet hat. Kleiner Unterschied, große Wirkung.

Sollte eigentlich selbstverständlich sein, ist es aber leider nicht, wie mir mein Auto mit dauernd neuen Macken leider regelmäßig zeigt.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von melli061978 18.10.10 - 15:40 Uhr

Na da ahast du ja wirklich Glück.
Bei uns ist auch einer reingefahren vor 5 Wochen. Der ist flüchtig. Wir haben ca vor 2 Wochen einen Brief von der Staatsanwalschaft das das Verfahren eingestellt ist, weil der Verursacher nicht ermittelt werden konnte :-[
Jetzt sitzen wir auf Kosten die sich auf 2500.- belaufen.
Das ist sehr sehr #aerger

Beitrag von teaandfruit 18.10.10 - 19:08 Uhr

Ich habe auch mal ein geparktes Auto mit meinem Auto beschädigt, beim Abbiegen.

Ich konnte auch nicht warten und bin ins nächste Geschäft rein und habe den Schaden telefonisch der Polizei gemeldet.

Ich fragte dann, ob ich mich von Unfallort entfernen könnte und der Polizist meine: kein Problem sie hätten ja alle Angaben, die sie bräuchten.

Aber mit Anzeigen hat das nix zu tun.