DKMS? Typisirungen etc....Klärt mich doch mal richtig auf.....

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Beitrag von juniglueck 17.10.10 - 22:15 Uhr

Hallo,


ich habe schon einiges dazu gelesen. Man kann sich registrieren lassen und könnte Leben retten. Ich möchte das auch tun. Aber mein Mann ist sich unsicher, er meint, bei einer Übereinstimmung könnte es für mich gefährlich werden....Inwiefern denn?

Ich glaube er ist nicht richtig informiert darüber. Genauso, wie ich es nicht bin.
Von ddaher möchte ich gern von euch wissen, war schonmal jemand eingeladen worden? Wie läuft denn sowas? Was wird genau gemacht?

Mein Mann meint, mir würde am Rückenmark "rumgespielt" und es sein viel zu gefährlich.

Bei Ihm ist aber schon der Schnupfen lebensbedrohlich, von daher nehm ich das gar nicht für voll.


Helft mir doch mal bitte. Ich wäre euch dankbar.

Viele Grüße
juni

Beitrag von enni12 17.10.10 - 23:00 Uhr

Hallo Juni,

hab mich vor einiger Zeit registrieren lassen. Sag deinem Mann mal nen schönen Gruß: Bevor er solchen Schwachsinn vom Stapel lässt, sollte er sich mal informieren!!! #augen
Am Rückenmark rumgespielt #schock Wie kommt er denn da drauf?
Die Stammzellen werden entweder aus dem Blut gewonnen. Dazu bekommst du ein paar Tage vorher Medis, die die Anzahl der Stammzellen im Blut erhöhen. Dann werden diese aus dem Blut herausgefiltert. Ist ähnlich wie beim Blutspenden. Nur läuft dein Blut aus einem Arm raus, in eine Maschine, die Stammzellen werden gefiltert und der "Rest" läuft auf der anderen Seite wieder rein. Oder man entnimmt dir Knochenmark aus dem Beckenkamm unter Vollnarkose. Beide Verfahren sind mit einem gewissen Risiko für den Spender verbunden aber das ist meiner Meinung nach überschaubar. Einen link hast du ja schon bekommen, lies dich da mal durch.

Liebe Grüße

Dani

Beitrag von och.nee 17.10.10 - 23:24 Uhr

Hi,

es ist übrigens immer freiwillig, auch nach der Typisierung muß man nicht spenden, wenn man eingeladen wird. Es kann ja immer irgendwelche Gründe geben, aus denen man grad nicht kann, sich nicht traut etc. Du verpflichtest Dich zu nichts.

Beitrag von super_mama 18.10.10 - 08:48 Uhr

Hallo,

also wir sind auch typisiert und als Spender gespeichert.
Eingeladen wurden wir bisher noch nicht - aber wenn, dann spielt da niemand am Rückenmark rum ... bitte deinen Mann mal sich den Link den du bekommen hast durchzulesen, es ist nicht so mega viel.
Im Falle einer Übereinstimmung, selbst wenn die Stammzellen aus dem Becken gewonnen werden, ist das Risiko überschaubar - AUA macht es garantiert hinterher, aber das Riskanteste ist und bleibt wie immer die Narkose, aber ich denke da das Risikio von Millionen Menschen täglich eingegangen wird ist es ein sehr sehr überschaubares Risiko sich eine Narkose geben zu lassen und man rettet damit vlt ein Leben !!!
Ich find's klasse das ihr es vlt machen wollt #pro
Informiert euch und bei vielen Ärzten kann man diese Typisierung auch machen lassen und dort auch direkt evtl Risiken besprechen.
Noch ist es ein ungelegtes Ei, nur weil man typisiert ist ist man nicht direkt ein Spender.
LG

Beitrag von mamamia1988 18.10.10 - 10:18 Uhr

Hallo!
Das ist leider das Problem das viele,wirklich ganz viele denken,das es sich da um Rückenmark handelt. Das ist wirklich gefährlich. Hierbei handelt es sich aber um Knochenmark bzw. Stammzellen.
Ich habe letzte Wochen einen Brief bekommen das ich als Spender in Frage komme. Ich musste einen Geswundheitsfragebogen ausfüllen,wurde am Telefon ausführlich beraten und aufgeklärt und gehe morgen zum Blut abnehmen bei meinem Hausarzt.
Durch meine eigene Krankheit,kann ich nur unter Vollnarkose spenden. Da ist die Vollnarkose das einzigste Risiko. Bei einem "gesunden" Menschen geht das ungefähr wie beim Blut abnehmen...
www.DKMS.de dort kannst du stöbern und bekommst auf alle fragen eine antwort!
Lg & ich hoffe das du dich für die Typisierung entscheidest!
mamamia1988

Beitrag von lucccy 18.10.10 - 22:25 Uhr

Hallo,

zum Thema Rückenmark wurde ja das wichtigste bereits gesagt.

Vor der Spende würde man übrigens einen genauen Gesundheitscheck bekommen, die lassen einen zur Spende nicht zu, wenn man nicht 100% fit ist (um die Spender zu schützen). Aber trotzdem ist jede Spende mit einem Risiko behaftet. Bei der Spende über das Blut könnte rein theoretisch die Nadel Probleme machen, also man könnte z.B. durch die Vene stechen oder Nerven verletzen. Und bei der Entnahme aus dem Beckenknochen würde ja das Risiko einer Vollnarkose anstehen. Aber es könnte morgen auch ein Flugzeug vom Himmel auf meinen Kopf fallen. ;)

Ich bin als Knochenmarkspender typisiert und wurde nocht nicht angefordert, aber ich habe schon oft Thrombozyten gespendet (vom Verfahren her ähnlich der Gewinnung von Knochenmark aus dem Blut), dabei ist noch nix spannendes passiert. Vielleicht auch weil man so gut überwacht wird, vor, während und nach der Spende und das Personal so routiniert ist.

Vielleicht nimmst Du mal Kontakt zur DKMS auf und fragst nach den Risiken der Spende und der Häufigkeit des Auftretens dieser Risiken. Dann kannst Du das ja nochmal sachlich mit Deinem Mann durchsprechen. Aber hab dann auch die Gefahren von Verkehrsunfällen, Flugreisen, ... in petto.
Du kannst übrigens auch nach der Typisierung noch einer Spendenanfrage absagen, z.B. weil Du dem Entnahmeverfahren nicht zustimmst.

Gruß Lucccy