Vaterschaftstest

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von sil_fide 17.10.10 - 23:51 Uhr

Hallo liebe Leute,

ich habe eine Frage oder eigentlich den Wunsch das mein Unverständnis gelöst wird.

Ich bin immer noch etwas durcheinander.

Meine Tochter wurde vor nunmehr fast 6 Jahren geboren und bevor der leibliche Vater die Vaterschaftsanerkennung unterschrieben hatte, habe ich ihn angeboten, dass er auch gerne einen Vaterschaftstest machen lassen kann - da ich zu dem Zeitpunkt der Zeugung nicht mehr mit ihm zusammen war und mir auch Trost oder was auch immer gesucht habe.

Er wollte dies nicht.

Nun wird diesen November sein zweites Kind mit seiner jetzigen Freundin geboren.

Seine Mutter trat heute an mich heran und bat mich um Zustimmung zu einem Vaterschaftstest. Ihrer Erläuterung war dazu, dass für den Fall falls sie stirbt, meine Tochter erbrechtlich abgesichert ist.

Nun, naja, rechtlich gesehen erbt meine Tochter erstmal gar nicht - da ihr Sohn lebt. Also ist es erbrechtlich vorerst gar nicht interessant. Es sei denn ihr Sohn ist strebendskrank (davon weiß ich allerdings nichts). Und da sie nur ein Kind hat, kann sie meines Wissens nach über die Hälfte ihres Vermögens frei entscheiden. Sie müsste mein Kind doch nur testamentarisch bedenken. Also warum will sie diesen Vaterschaftstest?

Mir geht es auch nicht darum, ob meine Tochter irgendwann in hoffentlich ferner Zukunft irgendetwas erbt oder nicht.
Mir geht es nur darum, was es für beziehungstechnische Konsequenzen für meine Tochter haben könnte, wenn ihre Oma nicht ihre leibliche Oma ist.

Ich will nur das mein Kind glücklich ist und sehe jetzt dieses Glück in Gefahr.
Wenn sofort nach ihrer Geburt eine Test gemacht worden wäre, dann wäre die mittlerweile entstandene Bindung garnicht vorhanden und es wäre mir (schon damals) viel lieber gewesen. Deshalb stand ich auch zu Beginn einer Bindung zwischen den Beiden kritisch gegenüber - aber nun ist diese Bindung da.

Ich habe ihrem leiblichen Vater die Tatsachen auf den Tisch gelegt und sofern ist mein Gewissen rein, aber ich weiß nicht wie weit ihr diese Tatsachen auf den Tisch gelegt wurden.

Nun bin ich besorgt über das Ergebnis genauso wie über ihre Absichten.

Was denkt ihr, steckt dahinter? Was würdet ihr tun?

Interessant zu wissen ist vieleicht auch, dass der Unterhaltsvorschuss bald ausläuft und sie für ihre Enkelin unterhaltspflichtig werden könnten (laut wohlrecherchierte Aussage meiner Mutter).

Was meint ihr?


Beitrag von 16061986 18.10.10 - 09:02 Uhr

Sorry aber das mit dem erbe ist ja totaler quatsch! Wenn ihr sohn die vaterschaft anerkannt hat hätte deine tochter im fall des falles auch ein erbrecht (es sei denn,wie du schon sagtest,der vater wäre nicht mehr da).

Ich denke eher auch,dass es ihr um den unterhalt geht, wieso zahlt der vater denn schon 6 jahre nicht?

Beitrag von sil_fide 18.10.10 - 10:02 Uhr

Weil er schlichtweg nicht zahlungsfähig ist.

Ich will persönlich garnicht so über sie denken, dass es ihr darum geht. Ich mag sie viel zu sehr und habe (solange man mich nicht zwingt) auch nicht vor bei ihr Unterhalt einzufordern. Bin nicht der Meinung, dass man ein Leben lang für seinen Sohn einstehen muss.

Beitrag von redrose123 18.10.10 - 09:42 Uhr

Wenn er der Vater ist hast du doch nichts zu befürchten zwecks der Bindung#kratz

Beitrag von sil_fide 18.10.10 - 10:08 Uhr

Und wenn nicht habe ich ein Problem.
Ich würde am liebsten schonmal einen Vorvaterschaftstest machen, damit ich Bescheid weiß... (so ganz alleine) ... allerdings sah sie gerade als Baby wie er aus, als besteht immer noch Hoffnung.

Ich meine, ich hatte nicht an jeder Hand ein anderen oder sowas, aber einer reicht ja schon.

Beitrag von redrose123 18.10.10 - 10:13 Uhr

Naja ich kannd ich nicht so ganz verstehen, erst wolltest du einen weil du dir sicher bist er ist es und nach 6 jahren bist du dir nicht mehr sicher? Mach Ihn einfach, wenn die Oma die Kleine liebt ist es wurst welches Blut durch die Adern laufen oder nicht? Ich kenn die Frau ja nicht.....Wenn du zweifel hast bist du wohl damals fremdgegangen?!

Beitrag von rubia71 18.10.10 - 10:31 Uhr

Hmmm,

soweit ich weiß können die notfalls den Test einklagen......wenn Du Dir unsicher bist und die Möglichkeit hast (an brauchbares "Material" des Vaters ran kommst), würde ich auch vorher einen heimlichen Test machen.

Wenn er dann nicht der Vater ist und Du befürchten musst, dass seine Familie Deine Tochter dann verstößt kannst Du Deine Tochter iorgendwie ein wenig vorbereiten, indem Du den Kontakt schonmal ein wenig einschränkst und es kein zu heftiger Bruch für die Kleine wird.

Blöde Situation, ich wünsche Dir viel Kraft!

Beitrag von sil_fide 19.10.10 - 14:24 Uhr

Ja, können sie! Der Test hat rechtlich gesehen, sobald ich weiß keine Konsequenzen, da ich ihn bereits vor der Vaterschaftanerkennung über die Möglichkeit, dass er es nicht ist, informiert habe und somit die zweijähres fRist schon abgelaufen ist.

Vieleicht gehe ich aber auch erstmal zu einem Anwalt um mich zu informieren, da 2008 ja Änderungen eingetreten sind.

Ich wüsste nicht wie ich ans Material kommen sollte, kenne ja nicht mal seine neue Anschrift - also mit Einbruch ist da auch nichts. ;-)

Die Begründung für den Vaterschaftstest ärgert mich nur so, da sie nicht haltbar ist. Von der Oma erben kann sie direkt ja eh nicht - also wäre es sein Bier und nicht ihres. Wenn sie direkt sagen würde, sie hätte Zweifel - könnte man über die Eventualitäten sprechen. Ein offenes und ehrliches Gespräch führen. Aber so frage ich mich, ob das "neue" Kind auch getestet wird und ob sie nicht schon längst heimlich einen gemacht hat etc..

Ich hasse es nur in offene Messer zu rennen - wer tut das schon gerne??

Beitrag von sil_fide 19.10.10 - 14:16 Uhr

Naja, ich lese über Themen, welche für mich aktuell sind, nun mal einiges und nun habe ich gelesen, dass nach neusten Studien man die Ähnlichkeit zwischen Kind und Verwandten nur reininterpretiert und dass es so garnicht ist, dass Baby ihren Väter ähnlich sehen. Sie versuchen ehr niemanden ähnlich zusehen, damit sich möglichst viele um sie kümmern. Das wirft mich etwas aus der Bahn.

Und nein, ich bin nicht fremdgegangen, wie ich bereits schrieb, waren wir gar nicht mehr zusammen (weil er fremdgegangen ist). Ich bin bloß nicht von ihm losgekommen. Leider kann man Gefühle nicht einfach so abschalten.

Ich weiß auch nicht wie sie reagiert. Damals wäre ein negatives Ergebnis nicht so schlimm gewesen, da die Bindung zwischen Oma und Kind noch nicht bestand.

Beitrag von clautsches 18.10.10 - 22:20 Uhr

Was ich mich die ganze Zeit frage: wie hältst DU es aus, nicht zu wissen, wer der Vater deines Kindes ist??

Beitrag von sil_fide 19.10.10 - 14:30 Uhr

Die Möglichkeiten sind begrenzt und zu dem anderen Mann besteht in keinster Weise (charakterlich, äußerlich, talentmäßig ...) eine Ähnlichkeit. Als ich sie sass war ich mir einfach sicher und nun bin ich verwirrt.

Zudem liebe ich sie und für mich ist es nicht mehr von Bedeutung von wem sie ist, es ändert nichts an meiner Liebe zu ihr. Interessant wäre dieser Test für mich nur wegen der Erbkrankheiten.