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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von minkabilly 18.10.10 - 07:09 Uhr

nochmals wegen "Deutschlands kleinste,leichteste Frühchen"....

Ich finde, ihr habt Recht. Ich habs auch nie verstanden, daß hier im Forum so oft so früh gesagt wird "alles ist gut; gesund etc."
Ich finde diese Aussagen bei Entlassung oder im 1.Lebensjahr definitiv zu früh, denn meist zeigen sich die Defizite doch erst noch später...
so war es auch bei meinem Sohn...erst mit 5 Jahren kam bei uns der "Schlußstrich", nämlich die Diagnose.
Schade ist es auch, daß immer über solch "extrem frühe und kleine Babys" 1x berichtet wird...so nach dem Motto "sie haben es überlebt",
aber "für welchen Preis"...das erfährt man leider nicht. Gerade bei den kleinsten ist die Gefahr von Hirnblutungen etc. sehr groß.
Ich hab ja gegoogelt nach den kleinsten, leichtesten Frühchen und fand leider nur diese Artikel "sie haben es geschafft", aber viel mehr hätte es mich interessiert "wie geht es ihnen heute".
Manchmal kommt der Irrglaube auf "zwar so früh geboren, die kleinen müssen nur wachsen und alles ist gut"...aber leider ist es NICHT so.
Auch wir haben mit Lara noch einen langen Weg und die letzten Tage kommt bei mir immer mehr die Angst hoch "was kommt noch"...
zum Glück hatte sie ja keine Hirnblutung, aber halt ihre Lunge ....ja und dann noch die weitere Entwicklung...
Ich hab zwar schon alles mögliche organisiert wie Frühförderung und KG (sie kommen zu uns nach Haus, sobald Lara heim darf)...und trotzdem bleibt die Angst "was uns noch erwartet".
Ich würde niemals sagen "ach, zwar so früh geboren, aber alles ohne Probleme überstanden", ...die Zeit wird es erst zeigen und deshalb muß auch ich noch abwarten...
aber dieses "Abwarten" ist schrecklich...
ich #zitter schon seit 16 Wochen und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht
kurz gesagt: ich hab einfach Angst was uns noch erwartet (auch ich darf mal "schwach" sein, oder???)

Beitrag von simoenchen34 18.10.10 - 08:17 Uhr

Hey

ich les grad den beitrag und bekomm voll die gänsehaut...ja du darfst auch mal schwach sein....
Du bist schon so lange ne ganz starke Mama...denn zu wissen was aus LAra wird ist etwas was dir wohl nicht aus dem Kopf geht...
unser Spatz war zwar schwerer aber das heißt noch lange nicht dass er sich normal entwickelt...
bisher hatten wir Glück..doch ich mekre grade wiees an den Nerven zerrt wenn etwas nicht so läuft wie man es denkt.
Es ist zwar !nur"das trinken..aber trotzdem...

Was aus unseren Kindern wird wissen wir nicht....wir müßen ihnen einfach helfen auf einem guten Weg groß zu werden...mehr können wir..mehr kannst du nicht tun...

Es oist vor allem wichtig über alles zu reden..alles was dich bedrückt...
am besten find ich die Sprüche: Komm mal wieder zur Realität zurück, mach dich nicht verrückt....das wird alles gut werden...
Klar hofft man das..doch ob es so sein wird....das weiss niemand...

Dir wünsch ich weiter ganz viel Kraft...

lg simone

Beitrag von minkabilly 18.10.10 - 10:09 Uhr

ja, am schlimmsten waren die Sprüche "ist doch alles gut gegangen" oder so...
niemand in der Familie hatte geglaubt, daß da doch mehr ist bei meinem Sohn und ich zweifelte schon an meinem "Bauchgefühl"...
aber zum Schluß kam ja die Bestätigung und das tat mir sooooooo gut

und ich werde nicht mehr an meinem "Bauchgefühl" zweifeln ;-)

Beitrag von rene2002 18.10.10 - 09:32 Uhr

Also, bei uns ist der Weg noch lange nicht zu Ende und René wird am 01.11. (8 Jahre), wir haben noch Kg, Ergo, Heilpädagogig. Augenarzttermine, Orthopädie, Früchennachsorge, Esstörung, Hospitalismus etc. nur mal so ein kleiner Auszug aus unserem Katalog. Wie du schon schreibst, is es noch lange nicht vorbei, ab dem Kindergartenalter kommen die Probleme erst richtig, Entwicklungsverzögerung usw, usw, aber brauch ich Dir ja nicht schreiben.;-). Und ja, du darfst Schwach werden, du bist ein Mensch und kein Roboter, wie wir alle keine sind. Trotzdem macht deine Prinzessin es klasse, genauso wie du, da du ja auch noch deinen Kleinen hast, der auch mit seinen Defiziten zu kämpfen hat. Ich drück dich mal#liebdrueck, bist ne klasse Mami#winke.

Lg Anita

Beitrag von minkabilly 18.10.10 - 10:11 Uhr

#danke für die #liebdrueck
ich kann nur sagen "ein Frühchen zu bekommen ist schon eine Herausforderung fürs ganze Leben"

Beitrag von svejuma 18.10.10 - 09:39 Uhr

Hi,

ich kann diese Angst total verstehen und sie begleitet mich auch jeden Tag.
Mein Sohn hatte Hirnblutungen.... sogar mit einer kleinen Einblutung....
und letzte Woche wurde sein erstes EEG geschrieben.
Das ist ohne Befund... sehr schön... trotzdem bleibt die Angst, was kann noch kommen, bisher läuft es gut, wenn man von den "Startschwierigkeiten" mal absieht. Ich weiss, dass das EEG nur eine Momentaufnahme ist, aber es ist trotzdem eine gute Momentaufnahme.
Dieser Gedanke "lebensfähig - lebenswert" lässt mich nicht mehr los.
Aber ich weiss, dass es richtig war für meinen Sohn zu kämpfen. Das Lachen sagt alles.... er hat Spaß.

Und mal ganz ehrlich, ich glaube ich wäre nicht stark genug gewesen, zu sagen: "Stellt die Maschinen ab!"

Und was noch kommt.... keiner weiß es.... bei keinem Früh- oder Reifgeborenen....
Und ich habe beschlossen positiv weiterzumachen... damit mein Matti auch Grund zum Lachen hat!

Grüsse
Julia

Beitrag von minkabilly 18.10.10 - 10:17 Uhr

Die Angst hatte ich bei meinem Sohn auch, er hatte eine Hirnblutung 1.Grades, wo man mir immer sagte "es kann was kommen, muß aber nicht"...und es kam nach und nach mehr :-(
wir haben 5 Jahre bei ihm gebraucht, um etwas zur Ruhe zu kommen;
die Diagnose hat mir eine schwere Last genommen und ja, das Lachen unserer Kids sagt alles #herzlich
auch Lara schenkt mir immer ein Lächeln und das sind die Momente, die mich stark machen

Beitrag von gille112 18.10.10 - 10:16 Uhr

Hallo ,

ich drück dich jetzt erst mal.na klar darfst du auch mal schwach sein!!!Alles andere wäre doch unmenschlisch!!!
Ich stimme dir un d den anderen voll zu.Klar ist es toll, wenn die "Kleinen" "gesund" aus dem KH entlassen werden..aber das heißt noch lange net, das es ab jett ein normales Leben ibt.Viele Arzttermine werden uns begleiten, den Alltag bestimmen.Dazu immer die anst um unsere Würmer, oder die ewigen manchmal nervenden Gespräche mit anderen, die keine "Frühchenerfahrung" haben.
Wißt ihr, manchmal kotzt mich der Satz an"es sind doch echte >Wunder, und wie toll sie sich gemacht haben, sie sind eben nur etwas zurück"
Boah, das weiß man alles selber, muß man es jeden Tag wieder durchkauen?
Ich bin froh, das unser erstes Jahr rum ist , ein Jahr voller Tränen, und nicht immer Freudentränen....
Ich würde meine Mäuse niemals mehr hergeben, und ich hoffe, das in der Zukunft nicht mehr allzu viele negative Überraschungen warten...
Manchmal frage ich mich, wieso gerade wir das "verdient" haben, aber dann sage ich mir:wir wurden nicht gestraft oder so, wir haben das Glück Kinder zu haben, die etwas ganz ganz besonderes sind.


ich wünsche allen Mäusen hier nur das beste!!!

LG Gille mit Hannah und Lara

Beitrag von minkabilly 18.10.10 - 10:20 Uhr

#liebdrueck danke

diese Frage hatte ich mich auch schon gestellt :
warum wir? und warum gleich 2 x?...
aber dann sag ich mir, daß "ich" wohl auserwählt bin, solch ein Kind großziehen zu dürfen (halt eine Spezialmutter)";-)

Beitrag von emilline 18.10.10 - 12:33 Uhr

Hallöchen,#winke

ich möchte mich auch mal wieder zu Wort melden, mein kleiner hält mich den ganzen Tag ganz schön auf Trapp, aber ich verfolge deine Beiträge jeden Tag.;-)

Was du immer schreibst das ist sehr gefühlvoll und mir laufen immer die Tränen über meine Wangen wenn ich neue Videos von Lara sehe.

Jetzt zu der Geschichte der kleinsten Frühchen-da kann ich mich nur anschließen zu den Antworten die ihr gegeben habt.

Mein Sohn war auch ein ganz großer Kämpfer 10 Monate KH und 3 OP´s.
Uns wurde auch immer gesagt das er mal große Lungen und Herzprobleme haben wird und wir waren vor einem Monat beim Kinderkardiologen und der möchte uns erst wieder in drei Jahren sehen(zur Routinekontrolle) weil alles super in Ordnung ist.Das hätte ich nieeeemals gedacht, vorallem brauchte er über ein Jahr lang Sauerstoff.

In den letzten 4 Wochen macht er solche Sprünge das glaubt man gar nicht.Er hat alle Zähne, das Essen klappt auch immer besser und die KG ist suuuper zufrieden.Das alles hätte ich vor einem Jahr selber nicht gedacht und die Ärzte noch viel weniger.Aber wir haben immer an unseren Sohn geglaubt obwohl es auch Zeiten gab die schwer waren aber es lohnt sich zu kämpfen.

Kleine Lara mach weiter so, und sei stolz auf deine Mama.

emilline

Beitrag von minkabilly 18.10.10 - 16:30 Uhr

#danke...ja, es lohnt sich zu kämpfen

Beitrag von yvschen 18.10.10 - 12:26 Uhr

Huhu

ich find es gut das auch andere so denken.
Ich mach den Eltern auch gar kein vorwurf sondern eher den ärzten die die eltern vielleicht nicht richtig aufklären.So nach dem Motto ihr kind ist gut entwickelt muss nicht mehr korrigiert werden und das wars.Aber es ist oft nicht mehr so.
Und klar das die eltern sich extrem freuen und voll stolz hier berichten.ABer was kommt danach.Was ist wenn doch noch probleme auftauchen.Die enttäuschung und bestürzung ist riesen groß



Und dir möchte ich sagen: DU machst alles so toll.Und es ist doch klar das du wahnsinnig angst hast.Manchmal tut es gut , mal so richtig zu heulen.Danach hat man oft wieder neue Kraft und Mut.
Ich denk immer an die kleine Leni.Wie toll sie das gemacht hat, aber wie steinig ihr weg war und noch ist.

Lg yvonne

Beitrag von minkabilly 18.10.10 - 16:28 Uhr

stimmt; Leni macht sich wirklich toll und sie hat es auch nicht leicht

ich war heute bei Lara und das gab mir wiede einen "Kick"...sie ist nun 8 Std. an der Sauerstoffbrille und nur 4 Std. am CPAP #pro...meine Kleine Süße #verliebt

Beitrag von rowan855 18.10.10 - 13:59 Uhr


Hi Du :-)

Du sprichst mir aus der Seele. Auch wenn Mara "nur" in der 30 ssw kam, wir wissen trotzdem nicht, ob da noch irgendwas ist.
Alle halten mich für verrückt und meinen, sie entwickle sich doch prima und ich solle mir keine Sorgen machen. Gerade das macht mir noch mehr Sorgen.

Klar, soweit sieht alles ok aus und der Kia in ihrer Geburtsklinik hat jetzt auch bestätigt, das sie in den so zwischen 21-25 Monaten entwickelt ist und alles in Ordnung sei. Aber er hat auch eingeräumt, das man das jetzt noch nicht sooo genau sagen könne. Meistens sehe man erst mit Kindergartenbeginn, ob man dann noch etwas fördern müsse. Ich fühle mich alleine gelassen, weil alle Welt sagt, sie sei doch prima. Na klar ist meine Zaubermaus super #verliebt doch wer sagt mir, das das wirklich alles sei?

Gerade jetzt hatten wir einen Fall in der Freundschaft, wo der Kleine (Kein Frühchen) Sprachtherapie brauchte, weil er Asthma hat und wohl dementsprechend eine fehlsprachentwicklung davontrug.....

Was sollst Du den dann sagen, die eine noch viel längere Wartezeit und viel viel Kummer/Sorgen hat.

Ich kann nur sagen, drücken wir unseren Mäusen die Daumen und versuchen die Angst etwas zu dämpfen, damit sie unbeeinflusst wachsen können. Auch das habe ich bemerkt. Als ich die diagnostizierten Sachen mehr mit ihr versuchte zu üben, blockte sie immer mehr ab, jetzt lasse ich sie einfach nur machen, bis es wirklich sehr akut sein sollte und es sein muß.

bye Rowan, mit einer noch schlafenden Maus, wo sie derzeit einen Unsinn anstellen kann :-p

Beitrag von minkabilly 18.10.10 - 16:35 Uhr

Vertrau deinem Gefühl und halte einfach immer ein Auge auf deine Kleine..und falls dir etwas "komisch" vorkommt lauf lieber 2x zum Arzt, auch wenn er dann sagt "alles ok"...dann hast du es wenigstens nochmal gehört...auch das hilft

Beitrag von sarah21484 18.10.10 - 15:46 Uhr

Hey Kopf hoch...sicherlich muss man die Kirche immer im Dorf lassen und sollte realistisch bleiben aber hey wo wärt ihr heute wenn man nicht zuversichtlich gewesen wäre?!

Sicherlich sind Spätfolgen noch lang nicht auszuschließen aber bisher macht sich die kleine Lara doch bestens...und was in ein paar Jahren ist, ist noch sooooooooooo fern!

Wer hätte denn gedacht dass Lara überhaupt soweit kommt? ( nicht falsch verstanden aber es ist ja schon ein kleines großes Wunder)

Also Kopf hoch...und JA auch du darfst dir schwache Momente leisten...dafür sind wir alle Menschen.

Dicke Umarmung und 10000000#pro

LG Sarah+Murkelchen 32.SSW

Beitrag von minkabilly 18.10.10 - 16:41 Uhr

Ehrlich gesagt: es hatte niemand daran geglaubt...selbst der Arzt kam ja vor der OP zu mir und meinem Mann und sagte nur "unter 400g siehst sehr schlecht aus"...da fiel es mir besonders schwer, aber ein Funken "Hoffnung" blieb und es hat sich ja gelohnt ;-)
Lara kämpft und auch ich werde weiterkämpfen

Beitrag von schanina 18.10.10 - 16:25 Uhr

Huhu!

Du sprichst mir aus der Seele! Ich muss sagen, ich bin unheimlich froh darüber das meine beiden Mäuschen überlebt haben, und ich weiß auch das es sehr sehr knapp bei beiden war! Und auch ich höre diesen einen Satz sehr oft:"Wirst sehen, es wird alles gut, sie packen das schon,.." Ich hasse es.. Denn keiner kann mir sagen wie sie sich weiterentwickeln werden. Bei Kimberly sind die Chancen auf Folgeschäden leider sehr hoch.. Sie hatte zwar nur eine kleine Hirnblutung 2°bds, aber dafür eine extrem schwere Sepsis mit Hirnhautentzündung, und das über mehrere Wochen! Ich habe schon Angst davor, vor dem was vielleicht noch kommen könnte, aber die Hoffnung stirbt zuletzt und trotzdem liebt man sein Kind deswegen ja nicht weniger.. Es kommt auch immer ganz darauf an von welchen Folgeschäden man spricht! Es gibt Dinge mit denen man einfach besser leben kann und Dinge bei denen man erst einmal schlucken muss! Und ja, auch Du darfst einmal Schwäche zeigen, wäre auch komisch wenn wir alle so abgebrüht wären, oder? Und übrigens, Schwäche zu zeigen, ist auch ein Zeichen von Stärke!

LG Nina

Beitrag von minkabilly 18.10.10 - 16:48 Uhr

ich kenne dieses Gefühlschaos nur zu gut, bei meinem Sohn hatte ich das auch schon durch und die Diagnose nach 5 J. brachte uns endlich "Ruhe";
es war zwar hart zu hören "er ist Autist", aber dennoch war es eine Erleichterung...und unser Alltag gestaltet sich seitdem viel angenehmer ;-)

wie du schon sagst "die Hoffnung stirbt zuletzt"; man darf den Glauben einfach nicht verlieren, auch wenn es manchmal schwer fällt

Beitrag von fruehchenomi 18.10.10 - 17:48 Uhr

Wenn eine Frühchenmama nicht mal einfach sich hängen lassen darf und schwach sein - wer dann ? Einfach mal durchhängen ist doch vollkommen normal. #liebdrueck
Ich könnt auch immer giftig werden, wenn Leute aus der eigenen Verwandtschaft und Bekanntschaft von Enkelmaus Leonie sagen "hach ihr könnt doch froh sein, die ist doch fit und munter" Jaaaaaaaaa - ist sie, unbestritten, und darüber sind wir auch sehr glücklich. Aber immerhin hat sie volle zwei Jahre Kampf um ihre Hüften hinter sich mit etlichen Operationen, einigen Gipsen und Schienen, das war nicht leicht.
Und.....sie nimmt verdammt nochmal seit 2 Jahren kein Gramm zu und wächst langsamer als ein Regenwürmchen. #schwitz Sie wird am 4.12. nun 4 Jahre alt und kriegt gerade mal 91 cm zusammen bei 12,5 kg......Das ist einfach zu wenig. War schon bei 12,9 - eine Grippe - rumms - zurück wieder auf 12,2 kg #zitter
Und wenn der Orthopäde sagt, naja sie muss mal später aufpassen wegen Hüftarthrose usw ist das auch nicht der Brüller. Sportarten kann sie auch nicht alle machen, da wird man ihr noch einiges abschlagen müssen . Aber das will auch keiner wissen, man will auch nicht immer drüber reden.
Wir sind alle sehr glücklich, dass sie bis heute geistig offenbar keine Entwicklungsdefizite hat, aber eine etwaige Lernschwäche kann sich später auch noch offenbaren.

Die Ärzte im Fernsehen entlassen natürlich so ein Frühchen nach 3 Monaten oder so "gesund" - da wird keiner sagen, was noch alles kommen kann - oder wird. Man weiß es da ja auch meist noch nicht.

Wir halten es auch so, wir sind mit dem momentanen Stand zufrieden - und alles andere muss man eh auf sich zukommen lassen. Verrückt machen darf man sich auch nicht - und - auch bei normalgeborenen Kindern kommt viel, mit dem man nicht rechnet am Anfang.

Deine Lara aber bewundere ich (die Eltern mit ! :-D) Dass diese Minimaus sich sooooo klasse durchkämpft, das ist der absolute WAHNSINN !#verliebt Ich wünsche ihr so sehr, dass ihre kleine Lunge nun auch mal einen "Schub" macht und das besser wird #herzlich
LG Moni

Beitrag von minkabilly 19.10.10 - 06:41 Uhr

#liebdrueck vielen Dank für die lieben Worte

Beitrag von turbokristel 18.10.10 - 19:51 Uhr

Hallo Minkabilly,

ich wollte mit meinem Posting auch niemandem den Mut nehmen, sondern einfach nur mal sagen, dass ein Frühchen nicht "fertig" ist, wenn es aus dem Krankenhaus entlassen wird. Sicherlich ist der erste Schritt immer die Entlassung eines hoffentlich "gesunden" Kindes.

Doch dann geht es weiter. Ich weiß nicht, wie es bei euch war/ist, aber bei uns wird irgendwie ständig was gesucht, an dem sie "rumdoktorn" können. Jeder Pups wird fünfmal untersucht, immer wird gleich das Schlimmste vermutet... Wie oft ich hier gesessen und geheult habe, nur weil wieder irgendeine Verdachtsdiagnose im Raum stand, die letztendlich natürlich nicht eingetroffen ist. Dann dieses ständige Bangen um die Gesundheit des Kindes. OK, mittlerweile bin ich relaxter, da Lukas wirklich äußerst selten krank ist. Aber sie haben uns damals entlassen mit den Worten: "Mit der Lunge sehen wir uns diesen Winter bestimmt nochmal wieder" bzw. "er wird wohl viel mit Lungeninfekten zu kämpfen haben" - so, der erste Huster zu Hause kam und ich war fix und fertig, sah uns schon wieder im KH#klatsch. Nächstes Thema: Gewicht. "Ihr Kind muss stetig zunehmen, es hat viel aufzuholen" - also holt man sich eine Waage für zu Hause und verfällt jedes Mal in Panik, wenn das Gewicht am Morgen noch das selbe wie das von gestern ist#klatsch. Und so weiter und so fort...Man wird einfach wahnsinnig gemacht:-[. Ich habe lange gebraucht um wieder gelassener zu werden und meinem Kind einfach zu vertrauen. Heute bin ich wirklich die Ruhe in Person und auch bei Verdachtsdiagnosen wie Epilepsie (gerade aktuell) tiefenentspannt - sollte es wirklich so sein (wovon ich nicht ausgehe) - ich kann es eh nicht ändern und wir machen dann "das Beste" draus.

Und wenn die erste Zeit vorüber ist und das Kind in die Kita kommt, dann geht`s erst richtig los;-). Ja, welcher Kindergarten? Mit Entwicklungsverzögerung ein Regelkind? Oder Integrationskind? Oder vielleicht sogar in einen heilpädagogischen? Welcher Rückstand muss aufgeholt werden? Welche Therapien? Wo muss gefördert werden?

Ich will garnicht wissen, wie es dann mit Schuleintritt aussieht#zitter#zitter#zitter

Aber wir sind stark und schaffen alles#verliebt. Ich finde es sehr schade, dass es z.B. so viele Frühchendokus gibt, aber der Fokus grundsätzlich auf dem KH-Aufenthalt liegt (naja, ist ja eigentlich auch das "spektakulärste). Ich würde gern Erfahrungsberichte von älteren Frühchen haben #schmoll. Aber zum Glück gibt es hier auch ein paar Mamas, mit denen man sich austauschen kann ;-)

So lange Rede, kurzer Abend ;-)

LG Kristin

Beitrag von fruehchenomi 18.10.10 - 22:04 Uhr

Nur für Dich: Meine Nichte hatte auch ein Frühchen, 29. Woche, 1700 g.
Er wurde diesen September in die Realschule eingeschult mit recht guten Schulnoten. Er ist zwar immer noch der Kleinste der Klasse, kompensiert dies aber mit Selbstbewußtsein hoch drei !
Bei ihm kann man nun, glaube ich, sagen, alles okay !
Das 1. Jahr bestand nur aus Bronchitis, Inhalieren und Globulis - bis zum 3. Lebensjahr war es das muffigste unfreundlichste Brüllkind, welches ich kenne#schwitz Er lachte bis dahin einfach nicht ! Bis 7 war es ein Mamakind hoch drei, welches an Mama klebte, aber nun ist er 10 und wie es aussieht, alles ist ausgestanden. Und lachen tut er nun über jeden Mist :-) Freunde hat er auch massig.
Ist doch ein positiver Bericht - oder ?
LG Moni

Was die Ärzte alles an ihm rumdoktern wollten, weiß ich gar nicht mehr alles, es war weitaus zuviel, wie meine Nichte mitmachen wollte ! Und sie behielt recht ! Gesundes Mittelmaß von allen Therapievorschlägen war genau richtig. Er war übrigens trotz seiner "Muffigkeit" in einem normalen KiGa, und das war auch okay so.

Beitrag von minkabilly 19.10.10 - 07:02 Uhr

Ich fand es gut, denn ich habe gemerkt, daß ich nicht alleine dasteh mit meiner Meinung von solch frühen Äußerungen.
Ich habs selbst in der eigenen Familie gemerkt, daß sie einfach eine "falsche Vorstellung" haben so nach dem Motto "muß nur noch wachsen und alles wird gut"...was noch kommt kann keiner sagen, da muß man echt viel Geduld haben.

Bei meinem Sohn hatte ich anfangs das Pech, daß es immer erst hieß von ärztlicher Seite "man kann noch abwarten"; "das kann noch kommen" etc.
Ich selbst zweifelte an meinem Bauchgefühl...ich fand es z.B. nicht normal, daß ein 2 Jähriger den Kopf auf die Fliesen knallt und gar nicht auf Schmerz reagierte; trotz dicker Beule am Kopf...ich hab nicht locker gelassen und es stellte sich dann raus "Wahrnehmungsstörung".

Mit dem Zunehmen mach ich mir keine Gedanken, hab auch keine Waage zuhause ;-); Lara macht das ja schon in der Klinik suuuuuuuuuuuper...bin mal gespannt wann sie die 2500 g hat (vielleicht hat sie die ja schon #schein).
Mein Sohn ist auch noch leicht für sein Alter; er ist 6 J. und kommt auf ca. 19 kg.

Zum Kindergartenbeginn hab ich mich auch auf mein Gefühl und anraten der Frühförderung verlassen und das war auch gut so: mein Sohn war und ist noch im heilpäd. Kiga und das tat und tut ihm richtig gut. Nächstes Jahr steht "Schulbeginn" an. Anfangs dachte ich immer "es wird eine Förderschule" ,aber heute sehen wir es positiver...wenn alles gut geht kann er sogar in eine Regelschule mit I-Helfer.

Ich weiß dieses ewige "Abwarten" ist die Hölle und manchmal ist man echt am zweifeln, ob es ein Ende nimmt...auch ihr werden irgendwann ein Ende vor Augen haben #pro; so wie wir bei Lara.
Für diesen Weg brauchen wir einfach viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel Kraft und noch meeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr Geduld #liebdrueck

Beitrag von svejuma 19.10.10 - 08:37 Uhr

Guten Morgen minkabilly,

ich wollte Dir schon die ganze Zeit sagen/schreiben, dass Du ganz schön tapfer und stark bist. Deine Kinder können richtig stolz auf Dich sein!
Ich bewundere Dich!
So und jetzt wünsche ich Dir/Euch noch einen schönen Tag!

Viele Grüsse
Julia und Matti (der gleich Vojta machen darf....*ohje*)