was haben wir früher gemacht? *SiLoPo*

Archiv des urbia-Forums Allgemeines.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Allgemeines

Aktuelles und Zeitloses rund um das (Familien-) Leben im Allgemeinen. Auch gesellschaftliche Themen sind in dieser Rubrik willkommen. Alles rund um den Internet-Handel, Versand etc. gehört in das Forum "Internet & Einkaufen".

Beitrag von limette263 18.10.10 - 09:03 Uhr

Hallo liebe Urbianer/Innen und dem Rest der Welt...

ich stelle mir gerade mal die Frage, was haben wir früher gemacht bevor es kein Internet und somit Foren gab?

Wo hat man sich Ideen geholt, was man die ganze Woche kochen könnte?
Wer hat einem Tipps gegeben, welche Küchengeräte, Staubsauger, Waschmaschinen man kaufen sollte und welche Tapete bzw Wandfarbe man nutzen sollte beim renovieren?
Woher hat man Tipps bekommen, welche Rechte man hat, wenn man Sozialhilfe-Empfänger war? (heute Hartz 4 mit Internetzugang)
Wie konnten Frauen früher schwanger werden, ohne daß sie mit zig anderen Frauen ihren Zyklus besprechen konnten? (nicht falsch verstehen, finde das sehr gut, weil man so auch immer noch was dazu lernen kann)
Wem wurde erzählt, auf welche Sexpraktiken man steht und wie man mehr Leben in das Sexleben bringen kann? Oder ob es normal ist, daß der Partner sich Pornos ansieht? (was mittlerweile ja auch immer mehr über's Internet passiert)
Wo hat man seine Eheprobleme rausgelassen und sich Meinungen und Ratschläge geholt?
Wie haben sich Menschen überhaupt früher kennengelernt und dann vielleicht auch noch eine Partnerschaft miteinander versucht?

Das Internet und die ganzen Communities, Foren und Chats sind mit Sicherheit nicht schlecht und bieten sicher auch ne Menge Vorteile. Aber dennoch stell ich mir immer öfters die Frage, ob wir in der heutigen Zeit ohne dieses noch in der Lage wären Probleme zu lösen?

Ich will niemanden zu nahe treten, aber mich würde mal die Meinung von anderen interessieren, die wie ich gern einfach nur gern die Beiträge lesen und sich hin und wieder Gedanken über diese machen.

Lg Limette #blume

Beitrag von klumpfussindianer 18.10.10 - 09:41 Uhr

Als es das Internet noch nicht gab war ich junger Teenie und habe den meisten Teil des Tages mit schule und dem Hintern auf meinem Pony verbracht.
Schwanger werden.....öh ne.

Als das Internet aktuell wurde war ich so 16.......komisches Ding dieses Internet......da hatten wir ein 56k Modem was fürchterlich geschnarrt hat und gepiept und mit chatten und so.....naja, konnte ich nichts mit anfangen.

Mit 17 habe ich mir mein erstes handy geholt.....geile Scheisse, das Ding wog fast ein Kilo, Handygespräche waren Schweineteuer aber egal, ich war mobil erreichbar

Heute mit 30 ok ist das Internet ein netter Zeitvertreib und auch ein guter Ratgeber.

Die Zeiten ändern sich, wieso soll man also nicht mit der Zeit gehen. ISt genau wie mit der Musik und Mode.....

Beitrag von tannosch 18.10.10 - 10:12 Uhr

Moin!

Ich bin (werde nächsten Monat) 30. Zu der zeit, wo Internet und Handy noch "unbekannt" waren, dass war zu meiner Teenie Zeit. Und da war ich mit Schule und der Clique beschäftigt.
Mein 1. Handy hab ich mir mit 17 gekauft. Oh , das war ein riesen "Knochen"#rofl Das war ein Siemens S6.....Lange her.
Internet haben mein Mann (damaliger Freund) und ich uns in der ersten gemeinsamen Wohnung gegönnt. Das war vor ca. 10 Jahren. Damals noch AOL.Vorher hatten meine Eltern zwar Internet, aber dass hatte mich nie sonderlich gereizt. Ich war lieber unterwegs mit den Freunden . Oder war dann mit der Ausbildung sehr eingespannt.
Und es ging auch alles OHNE Handy und OHNE Internet. #pro
Wir hatten sehr viel Spaß in der Jugend ohne diesen ganzen Kram.


LG

Tanja

Beitrag von purpur100 18.10.10 - 10:13 Uhr

Hi #winke

vielleicht wurden mehr Zeitschriften gekauft? Stiftung Warentest gibts ja auch schon recht lange.

Und wegen Problemen wurden eventuell diese "Frag-Frau-wieauchimmer" also die Kummerkastenecke in den Yellow-Press-Zeitschriften angeschrieben.
Wobei ich mir vorstellen kann, daß früher eben über viele Dinge nicht gesprochen wurde bzw. kein Meinungsaustausch stattfand.
In der Anonymität des www ist es einfacher, auch peinliche Fragen zu stellen, die man früher eben nicht getraut hat, zu fragen.
Das www hat Vor- und Nachteile.

Beitrag von germany 18.10.10 - 10:25 Uhr

Morgen,


das frage ich mich auch oft! Ich stelle zwar auch gerne hier fragen, aber als es damals alles so anfing mit Internet und co, konnte ich damit überhaupt nichts anfangen. Als mein Baby geboren wurde, habe ich mich ausschließlich auf mein gefühl verlassen oder meine Mama gefragt was ich anders machen könnte oder wie ich etwas besser machen kann.

Im nachhinein muss ich sagen, dass ich alles so gemacht habe, wie es in hundert verschiedenen Erziehungsratgebern steht, ohne das ich jemals darin gelesen hätte. Ist also gar nicht so falsch sich mal auf seine intuition zu verlassen.

Früher hat man auch mehr mit anderen Menschen gesprochen. Helfer in der Not waren Freunde und Familie. Man hat sich da Hilfe bei schwierigen Fragen gesucht.


Ich bin froh das es das Internet gibt, denn so konnten wir ein Mittel finden, welches meiner Mutter hilft. Sie ist schwer krank und ohne die recherche im Internet, wären wir nie auf dieses Mittel gestoßen, weil sich kaum jemand mit dieser relativ unbekannten Krankheit auseinander setzt.



lG germany

Beitrag von arkti 18.10.10 - 10:29 Uhr

Die Jugendlichen haben sich drausser getroffen.

Anwälte mussten sich nicht mit jedem Kleinscheiß beschäftigen da ja heute scheinbar jeder zum Anwalt rennt.

Wir haben Bücher gekauft die letztendlich auch viele Informationen gegeben haben.
Ohne Internet hat man genauso gut gelebt.

Ehrlich gesagt finde ich eher das viele durch das Internet verblöden.
Als vor kurzem mal bei einer Person das Internet nicht ging rief sie meinen Mann, der dann zu ihr meinte ruf mal bei deinem Internetanbieter an.
Ihre Antwort: Ja wie denn? ich kann ja die Nummer nicht raussuchen weil mein Internet nicht geht.
Darauf mein Mann: Dann guck doch einfach auf der Rechnung oder den Vertrag.
Sie: Achja da steht die Nummer ja auch.
#augen

Zum schwanger werden braucht man kein Internet #augen

Beitrag von 280869 18.10.10 - 10:52 Uhr

So da will mal ein altes Eisen über vergangene Zeiten reden#winke
Also ich war 26 Jahre als es bei uns auch privat ein Telefon gab(vorher gab es das nicht bei uns), das war 1993.
Internet hatte ich erst mit 34 Jahren richtig genutzt.
Schwanger bin ich ohne Urbia gewurden, hätte mir aber viel mehr gebracht mit, ich hatte 1 Fehlgeburt wo ich gar nicht wußte was nun tun oder lasen, man war dann wirklich auf die Ärzte angewiesen, genauso wie Schwangerschaft und Geburt. Schwangerenkurs oder so gab es zwar waren aber sehr verufen also bekam ich meine Kinder auch so raus mit hängen und würgen und nur Schauergeschichten die man so erzählt bekam.Heutzutage beneide ich alle Schwangeren.

Haushaltsgeräte hat man entweder das teuerste oder billigste gekauft, manchmal lag man richtiig oder hat sich auf die Werbung verlassen. Ja meist hat man alles doppelt gekauft weil man nur Schrott gekauft hat. Aber aus Fehlern lernt man.

Kindererziehungstips habe ich mir von Zeitschriften geholt" Leben und Erziehen", "Eltern", "For Familie " es gab da einige aber es stand immer dasselbe drin und man hat dann doch nach Bauchgefühl erzogen.

Ja was hat man den Tag über gemacht? Ich war sehr viel drausen mit der Großen war ich nur zu den Mahlzeiten zu Hause,dementsprechend sah es auch zu Hause aus. Es war nicht so ein unbewußter Konkurenzkampf, es wurde bei allen Bekannten einmal in der Woche oder seltener gesaugt und das war normal. Als ich vor 8 Jahren das erste mal ins Urbia kam(ja damals war ich auch hier) dachte ich ohgott, Userin ABC saugt jeden Tag, Userin BCD wischt täglich und alle anderen machen das auch#schockWas bin ich für eine Schlampe, also nix wie jeden Tag kehren und wischen und ich fühlte mich besser.

Und wegen Hartz4 und so, gut gab es nicht,aber andere Problemchen. aber ich hatte jede Menge Gesetzbücher, Duden, Lexikas usw zu Hause.
Manches wußte man auch nicht bekam man nicht gesagt wie zum Beispiel wenn der Mann zur Armee ging das es da Unterstützung gab.So wurde mir dann kurz vor Ende mal an den Kopf geknallt.So wie warum haben sie denn nicht......
Haushaltstips habe ich auch aus Büchern, Mode und Möbeltips aus Katalogen oder auch Heimwerkerzeitschriften. Es gab ja da auch genug Möglichkeiten.

Ja was würde ich heute ohne Internet machen?
Ich würde heute ohne Internet mehr telefonieren, man hat zwar da nur begrenzte Meinungen, so viele Freunde habe ich nicht,oder viele Probleme nicht als Problem sehen.
Aber mein Internet würde ich nie wieder hergeben!!!!!!!

VG 280869

Beitrag von purpur100 18.10.10 - 10:58 Uhr

soso, ohne Internet würdest du mehr telefonieren?
Und was haben die Leute vor Erfindung des Telefons gemacht?;-)

Beitrag von 280869 18.10.10 - 11:13 Uhr

OK, damals ohne Internet und Telefon, war ich noch Jung und viel mit Freunden unterwegs.Später verheiratet mit ersten Kind, habe ich das nichtvorhandene Telefon nicht vermist, es ging auch so.

Aber die Frage war ja Was würde man ohne Internet machen? Da hätte ich aber noch Telefon ;-)

Beitrag von zucchini78 18.10.10 - 11:44 Uhr

Auch heute noch nutze ich das Internet größtenteils für berufliche Zwecke. Zu Urbia bin ich nur durch Zufall gekommen und habe im Moment etwas mehr Zeit, hier auch mal zu schreiben. Sonst eben für Bestellungen u.ä.

In meiner Jugend gab es noch kein Internet. Wir haben uns einfach getroffen und gequatscht. Ebenso bei Fragen rund um Sex. Da hat man eine gute Freundin gefragt und mit ihr darüber gesprochen. Wenn ich noch nicht so gefestigt wäre, was meine Sexualtiät, und Wünsche diese betreffend angeht, hätte ich das Gefühl, ich müsste auch alles das machen, was hier im Liebesleben steht, sonst käme ich mir wohl dumm vor. Dort kann jeder schreiben, was er denkt (und nicht unbedingt tut, sondern es nur behauptet, um auch mitreden zu können), meine Freundin gibt mir aber eine ehrliche Antwort.

Ich bin auch eine Seltenheit, was irgentwelche Communities angeht. Ich bin in keiner gemeldet, ich habe auch gar keine Zeit für sowas (Arbeit, Kind, Hobbys) und den AGBs traue ich teilweise nicht. Außerdem habe ich in vielen Beziehungen gemerkt, und auch hier bei urbia liest man es immer wieder, dass Chatten Beziehungen schnell mal ins Wanken bringt. Es ist alles unverbindlich, man lernt sich kennen ohne persönlichen Kontakt und dann erzählt man viele intime Details. Das alles heimlich, damit der Partner es nicht mitbekommt. Da ist Stress vorprogrammiert...

Früher habe ich öfters bei Stiftung Warentest gelesen, welche Sachen gut sind, möchte aber heute Kritiken z.B. bei Amazon nicht mehr missen, allerdings muss man auch immer bedenken, dass es subjektive Einschätzungen sind. Auch hier bei urbia kann man sich Tipss holen, immer mit der Vorsicht, nicht alles glauben zu müssen. Meine Tochter habe ich ohne Gerede über ZB, NMT, ES, ZS und "Herzchen" bekommen.

Meinen Mann habe ich auch nicht "aus dem Internet", wir haben uns ganz altmodisch in der Disko über diverse Freunde kennengelernt. Da wußte ich gleich, woran ich bin.

Ich möchte das Internet nicht missen, aber mich auch nicht davon abhängig machen. Ich treffe mich am liebsten mit Freunden persönlich zum Kaffee und muss das nicht virtuell machen. Natürlich schreibe ich auch e-mails, wenn es die Freunde zu weit weg wohnen. Und auch im Urlaub schalte ich mein Handy die meiste Zeit aus.

#winke

Beitrag von frauke131 18.10.10 - 12:16 Uhr

Als ich schwanger wurde (2001) gabs schon Internet, aber ichz persönlich habe es wenig genutzt. Als Schwangere rückt man mit den Frauen in der Familie enger zusammen, alle erzählen von ihren Schwangerschaften, wir gingen zusammen einkaufen und freuten uns. Auch meine Frauenärztin erzählte von ihren Schwangerschaften. Meine Schwangerschaften waren sicher ein Thema, aber dennoch empfand ich es als einen natürlichen Zustand. Alles in allem fühlte ich mich der Schwangerschaft und dem Baby gewachsen und kann die Unsicherheit vieler hier nicht nachvollziehen.

Ehrlich gesagt könnt ich mich kaputt lachen über die vielen Neu-Muttis, die meinen die ultimativen Erkenntnisse zu haben und erfahren Müttern und Großmüttern vorwerfen, sie hätten keine Ahnung.

Weniger im Internet recherchieren und manchmal mehr auf die Erfahrungen "alter" Muttis hören, dem eigenen Gefühl vertrauen und sich nicht um alles einen Riesenkopf zu machen- das scheint mir der Weg zu einer stressfreien Schwangerschaft.


Auch bei anderen Fragen/ Problemen frage ich mich manchmal, ob die Menschen heute keine Freunde mehr haben. ch finde es ok, mal nachztufragen, aber man sollte nicht verlernen, mit "richtigen" Menschen zu kommunizieren und hin und wieder den eigenen Kopf benutzen.

Ich glaube das Internet trägt viel zur Vereinsamung bei und manche verlernen, dass es eine wirkliche Welt da draußen gibt. Andererseits erleichtert das Internbet vieles, z.B. das Kontakt halten mit Menschen, die weiter weg wohnen.

Beitrag von valentina.wien 18.10.10 - 12:32 Uhr

Ich nehme an, dass man es "früher" genau so gemacht hat wie heute auch: man hat alle möglichen Wege der Kommunikation genutzt um an Information zu kommen und sich auszutauschen.

Das tue ich "heute" auch: ich spreche mit Freunden und Bekannten, informiere mich bei zuständigen Institutionen und Plattformen und nutze eben auch das Internet.

Das Internet ist eine Kommunikationsplattform, die hinzugekommen ist und nicht alle anderen abgelöst hat.

Beitrag von jabberwock 18.10.10 - 12:35 Uhr

Vor dem Internet habe ich erheblich öfter mit "echten Menschen" zusammengesessen und gelabert. Bis spät in die Nacht. Ständig kam irgendwer vorbei, lud seine Probleme ab, wollte einfach nur schwätzen oder brauchte irgendwas.
Das ist bei mir persönlich heute komplett anders.
Aber... ich bin mir vollkommen sicher, dass ich das gar nicht wiederhaben will, nicht mal annähernd. Wie viel Zeit ich mit diesen Zeiträubern, Gelangweilten und Dummschwätzern vergeudet habe - fürchterlich! Nee.
Das vermisse ich überhaupt nicht. Im Internet kann ich mir weitgehend aussuchen, mit wem ich mich austauschen will und bin nicht Menschen ausgeliefert, die mit sich selber nichts besseres anfangen können, als andere mit ihren Probleme totzuquatschen.
Ansonsten, was reine Informationen angeht, könnte ich (schweren Herzens) dank umfangreicher Bibliothek und anderen Möglichkeiten auch ohne Internet gut klarkommen.

Beitrag von limette263 18.10.10 - 12:57 Uhr

Vielen Dank für eure unterschiedlichen Ansichten und Antworten.

Im großen und ganzen seh ich es leider auch so, daß Menschen immer mehr vereinsamen, weil die virtuelle Welt einfach die reale immer mehr bei ihnen ersetzt.
Sicher ist das Internet praktisch für die eine oder andere Kommunikation oder um sich bei irgendwas Rat zu holen. Und man kann sich ausloggen, wenn man auf jemanden keinen Bock mehr hat auf ein Gespräch. Wenn mir jemand gegenüber auf meiner Bank sitzt ist das nicht so leicht, ihn loszuwerden.
Aber auf der anderen Seite, das Internet kann doch nicht einen lebenden Menschen ersetzen. Ich weiß nicht, was ich machen würde, wenn ich nicht mehr mit meiner besten Freundin zusammen sitzen könnte, mit ihr tratschen, mich freuen, mit ihr heulen, sie mal in den Arm nehmen.
Mir würden unheimlich die Zwischenmenschlichen Dinge fehlen, die einem das Internet nicht bieten kann. und ich denke mal, daß ist doch auch im Grunde das, was sich jeder Mensch wünscht und vielleicht auch sucht.

Wenn es ein gesundes Gleichgewicht mit Internet und sozialen Leben gibt, spricht sicher nichts dagegen. Aber ich bemerke leider, daß immer mehr Menschen anscheinend nichts mehr anderes haben. Wenn man sieht, daß innerhalb von 48 Stunden drei Beiträge eröffnet werden, weil es einem so schlecht geht. Da merkt man doch, daß im Umfeld keiner da ist, der sich kümmert und diese Person ins Netz flüchten muß.
Wäre es nicht schöner, diese Person hätte jemand, der zu jeder Zeit die Tür aufmacht und da ist, egal wie unpassend oder schlecht das Timing ist?

Aber das Internet ist wie vieles andere im Leben, eben ein Fluch und gleichzeitig auch ein Segen.

Schönen Tag euch noch, und nochmals danke

Limette #blume

Beitrag von meckikopf 19.10.10 - 14:04 Uhr

Huhu,

erst mal - toller und sehr interessanter Strang/Beitrag :-)#freu - und nein, du trittst damit doch niemandem auf die Füße; zumindest mir nicht - und warum denn auch?!


Ich beantworte jetzt mal einige deiner Fragen direkt (und gehe dabei total von mir aus; also wie ICH das "damals" gehandhabt habe:

- <<Wo hat man sich Ideen geholt, was man die ganze Woche kochen könnte?>>

Mir dies selber überlegt bzw. mir selber Gedanken gemacht. Übrigens habe ich mir NIE überlegt bzw. überlege ich mir NIE, was ich die GANZE WOCHE kochen könnte, sondern entscheide das immer spontan.



- <<Wer hat einem Tipps gegeben, welche Küchengeräte, Staubsauger, Waschmaschinen man kaufen sollte und welche Tapete bzw Wandfarbe man nutzen sollte beim renovieren?>>

Indem man direkt vor Ort bzw. im Geschäft nachgefragt hat und sich dort beraten ließ. Oder aber auch mal einen sog. "Vertreter" ins Haus ließ. War bei mir zwar nicht Usus; kam aber auch schon mal - wenige Male - vor.



- <<Woher hat man Tipps bekommen, welche Rechte man hat, wenn man Sozialhilfe-Empfänger war? (heute Hartz 4 mit Internetzugang)>>

Indem man auf den Ämtern direkt nachgefragt hat und sich dort direkt Infos über seine Rechte und Pflichten einholen konnte (und das kann man auch heute noch!). Aber ich hatte - Gott sei Dank(!) - bis jetzt immer das Glück, nicht von Sozialhilfe bzw. Hartz4 leben zu müssen.




- <<Wo hat man seine Eheprobleme rausgelassen und sich Meinungen und Ratschläge geholt?>>

Bei guten Freunden oder "besseren" Bekannten.



- <<Wie haben sich Menschen überhaupt früher kennengelernt und dann vielleicht auch noch eine Partnerschaft miteinander versucht?>>

Oh, da gab es doch auch DAMALS schon zig, zig Möglichkeiten: Beim Weggehen (beim Tanzen, in Lokalen... usw... usf... ), über (andere) Bekannte und Freunde, über (Zeitungs)anzeigen, über Anzeigen in diversen Jugend- und Frauenzeitschriften unter der Rubrik "Freunde/innen gesucht", welche es damals ja noch zuhauf gab.



- <<Das Internet und die ganzen Communities, Foren und Chats sind mit Sicherheit nicht schlecht und bieten sicher auch ne Menge Vorteile. Aber dennoch stell ich mir immer öfters die Frage, ob wir in der heutigen Zeit ohne dieses noch in der Lage wären Probleme zu lösen?>>

Ich behaupte mal JA; wären wir. Denn, wie du schreibst, MUSSTE das früher ja auch OHNE google, Internet und Co. gehen. Und ich selber habe Internet auch "erst"(?) seit fast auf den Tag genau 10 Jahren (genauer gesagt, seit Herbst 2000).


Ach ja, und früher hat man halt mehr und viel öfters noch telefoniert, als man sich noch keine mails schreiben und schicken konnte. Ging auch; obwohl das mail-Schreiben und -Verschicken doch sooo super praktisch und toll ist.

Und ich ergänze noch: Als es noch kein youtube, myvideo... und Co. gab, ging man ganz "stinknormal" ins Geschäft/in Musikläden und hat sich dort direkt umgesehen und sich nach seinen Lieblingsplatten, -Kassetten - und später dann -CDs - erkundigt. Oder aber man machte im Radio und beim Fernsehen in den Wunschsendungen mit und hat sich dort seine Lieblingstitel gewunscht - und zwar natürlich NOCH NICHT im Netz, sondern ebenfalls ganz "stinknormal" per Anruf oder Postkarte (wobei die Trefferquote, seinen Wunsch erfüllt zu bekommen, SUPER BESCHEIDEN war - und eher einem 6er im Lotto glich - bei den vielen Wünschen, die damals eingegangen sind).

Und früher hatte man auch noch mehr Zeit und hat sich noch viel mehr privat getroffen; da war noch nicht die ganze Woche bis obenhin mit Terminen vollgestopft, wie dies heute sehr oft der Fall ist #augen#contra#contra!

An diese "Oschis" von Handies (also der allerersten Handies) kann ich mich gar nicht mehr sooo gut erinnern, weil ich mir "erst" "etwas" später solch ein Dingen angeschafft habe.


Fazit: Früher hat man auch - mehr oder weniger - "gut" gelebt; auch ohne die heutigen tollen und praktischen Medien namens google, Internet und die Option, mails zu jeder Tages- und Nachtzeit zu verschicken, aber missen möchte ich diese Dinge dennoch alle nicht mehr. Denn ich habe mich an selbige in den letzten 8-10 Jahren eben doch schon ZU sehr gewöhnt.



Gruß