Vermieter fordert einbehaltene Miete

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von sophia2001 18.10.10 - 09:41 Uhr

Folgendes Problem!
Wir haben im März 2010 unserem Vermieter eine Mängelliste zukommen lassen (Warmwasserzuführ ging nicht ,Rohrbruch im Keller etc)
Wir zahlen 550 Euro und haben dann nach Absprache mit dem RA die Miete auf 30% gekürzt.Die frist bis zum 30.Mai 2010 hat er verstreichen lassen. In dieser Zeit gab es dieverse Schriftwechsel mit unserer Rechtsanwältin.
Dan am 5 Oktober kam eine Firma die einen Teil der Schäden behoben hat. Heute morgen bekamen wir dann ein Einschreiben über 2.176 Euro vom Vermieter die er jetzt von uns Fordert.(Miete die wir einbehalten haben)
Frage ist dies nun Rechtens? Kann er diese einfordern,obwohl wir über 7 Monate auf Instandhaltung warten mussten????
Wer kann mir da helfen? Meine Anwältin ist noch im Urlaub

Beitrag von raena 18.10.10 - 09:47 Uhr

Soweit ich weiß, kann er die Miete nicht nachfordern, denn der Grund für die Mietkürzung war ja, dass ihr die Wohnung nicht wie beschrieben (Vertrag) nutzen konntet. Der Nutzungsausfall bleibt ja bestehen auch wenn er die Reparaturen hat durchführen lassen.

Die Reparatur bedeutet für euch jetzt, dass ihr wieder die Volle Miete zahlen müßt, bzw. bei einer Teilreparatur eben den Teil wieder bezahlen müßt den ihr wieder nutzen könnt. Nachzahlen müßt ihr aber in keinem Fall.

Bevor ihr aber irgendwas macht in jedem Fall den Anwalt mit einschalten!!!!!

LG
Tanja

Beitrag von nadine3301 18.10.10 - 10:35 Uhr

Wir mussten das damals zahlen.
Bei uns kam dann eine Räumungsklage und da wurde uns nahe gelegt es zu zahlen, weil die Klage richtig teuer werden kann und wenn man bei Gericht verliert, die Kosten man übernehmen muss.:-[

Bereuen es aber heute, denn man lässt sich mit so etwas viel zu schnell einschüchtern#zitter

Beitrag von anarchie 18.10.10 - 11:05 Uhr

Hallo!

Nein musst du nicht.
Denn in der Zeit konntest du ja die wohnung auch nicht sinngemäss nutzen.
Jetzt musst du wieder mehr zahlen, aber nicht rückwirkend.

lg

melanie

Beitrag von missypepermint 18.10.10 - 11:13 Uhr

ich weiß es nicht sicher...

Aber, ich würde dem Vermieter ein Einschreiben zurück senden, dass Ihr noch auf rechtsberatung bzgl. der Rückzahlung wartet - und erst nach Rückkehr Eurer Anwältin am xx.xx.2010 entsprechend Stellung zu seiner Aufforderung nehmen werdet!

LG Missy

Beitrag von wasteline 18.10.10 - 22:30 Uhr

Ich würde gar nichts schreiben, sondern den Anwalt schreiben lassen.

Beitrag von goldtaube 18.10.10 - 11:38 Uhr

Auf jeden Fall solltet ihr mit einem Anwalt Rücksprache halten.

Ihr müsst natürlich nicht zahlen. Es steht dem Vermieter allerdings frei das ganze vor Gericht klären zu lassen und da ist es oft so, das das Gericht entscheidet das die Mietkürzung zu hoch war und man das zuvielgekürzte zurückzahlen muss.

Denn die Sätze für Mietkürzungen sind nicht gesetzlich verankert, sondern nur Richtwerte. Ein Richter kann durchaus entscheiden, dass ihr zuviel gekürzt habt.

Also erst einmal nicht zahlen. Mit einem Anwalt Rücksprache halten und dann schauen ob der Vermieter vor Gericht geht oder nicht.