Auto verkauft.... Recht? Pflicht?

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Beitrag von jade_ffm 18.10.10 - 10:18 Uhr

hallo an alle,

haben unseren Wagen verkauft.
Eine Stunde später wurden wir vom Käufer angerufen, sie hätten vollgetankt und Benzin laufe aus.
Der Wagen wurde vom Käufer zur Werkstatt gebracht. Der Tank müsse ausgewechselt werden.
Nun hat man uns gefragt, was wir denn vorhaben zu machen, ob wir den Wagen nun wieder zurücknehmen, oder die Kosten für die Reparatur übernehmen.

Wir hatten nie dieses Problem. Bei uns lief das Auto einwandfrei. Der Käufer hat sich den Wagen nur oberflächlich angesehen, wahrscheinlich hätte er nicht mal die Haube aufgemacht, wenn wir es nicht getan hätten. Wir haben schriftlich den Kaufvertrag aufgesetzt und drin festgehalten, dass der Käufer nacch der Übergabe für eventl. Schäden aufkommt.

Wie sieht es rechtlich aus? Können die von uns verlangen den Kauf rückgängig zu machen, oder anderweitig für den Schaden aufzukommen?

Falls jemand sich da auskennt, bitte um Antwort..

danke

Beitrag von nadine3301 18.10.10 - 10:29 Uhr

Bei meinem Auto verkauf war es so ähnlich.
Die Käufer haben Probe gefahren und konnten sich alles ansehen.
Keine 24h später kam ein Anruf,möchten Auto zurück geben, weil angeblich der Motor nicht ausginge ( schlüssel steckt nicht im Zündschloss) ist mir die ganzen 7 Jahre nicht passiert und die haben mein auto keine 24h und schon so etwas.

Habe mich mit meinen Anwalt in Verbindung gesetzt und er sagte mir, das ich das Auto nicht zurück nehmen brauch.
Es gibt bei Privatverkauf keine Garantie.
( Können ja Betrüger sein, und sonst was ausbauen an deinen Auto und einfach wieder abgeben)
Hab denen das gesagt und die Nummer von meinen Anwalt gegeben, wo sie sich nie gemeldet haben.Und auch bei mir nicht mehr.

Brauchst das Auto nicht mehr zurück nehmen.

Lg

Beitrag von smartysandra 18.10.10 - 10:42 Uhr

die sache kommt mir auch net ganz sauber vor. ich würde auf den privatverkauf hinweisen und auch es so machen, wie meine vorschreiberin geraten hat-auf anwalt verweisen. schätze, da sind betrüger am werk! klingt echt sehr danach!
lg sandra, die sagt: lasst euch net verunsichern!
gekauft wie gesehn und ggf. probe gefahren.

Beitrag von jade_ffm 18.10.10 - 11:15 Uhr

hi ihr lieben,

danke für euren aufmunternden Worte.
Erlich gesagt hat mich der gestrige Anruf von den Käufer verunsichert.
Die sagten auch sowas nach dem Motto "unser Anwalt hat gesagt, wir hätten ein rücktrittsrecht usw."
Ich fühle mich halt total blöd dabei. Klar, ist es nicht schön für den Käufer und kann mich in die ihrige Situation reinversetzen. Ich würde mich auch ärgern! wiederrum ist es nicht unsere schuld. Sie sind probegefahren und im KV steht es auch drin.

lg

Beitrag von thea21 18.10.10 - 11:35 Uhr

Hallo,

wenn du mit ruhigem und bestem Gewissen sagen kannst, der Wagen war in einem guten Zustand und somit liegt es nicht in deiner Schuld was passiert ist, dann ist alles ok.

Es ist blöd für den Käufer, aber wenn du dir nichts vorwerfen brauchst und er besser hätte gucken können, dann hat er Pech.

Solltest du rechtschutzversichert sein, sprich deinen Anwalt an, schilder alles genau, der wird dir aber nichts anderes sagen als: Pech und gekauft wie gesehen. Das würde ich dem Käufer mitteilen, an deinen Anwalt verweisen und gut.

Desweiteren, kann ich auch behaupten, das mein Anwalt gesagt hätte ....glauben müsstest du es mir eh, ob ich dir die Wahrheit erzähle oder nicht?!

Beitrag von jade_ffm 18.10.10 - 11:35 Uhr

eben wurden wir wieder angerufen, der Käufer war total unfreundlich und hat angedroht, dass er jetzt direkt zum anwalt geht, wenn wir das auto nicht zurücknehmen...

was nun....

Beitrag von sonne.hannover 18.10.10 - 11:48 Uhr

wünsche ihm einen guten weg dorthin und kümmere Dich nicht weiter darum.

Beitrag von thea21 18.10.10 - 11:55 Uhr

Wenn du dir nichts vorzuwerfen hast (aus rein moralischen Gründen) sage mit fester klarer Stimme:

"Dann einen guten Weg dorthin und alles gute!"

Es kann dir nichts passieren, du bist privat, hast ein Rückgaberecht ausgeschlossen.

Beitrag von hermina 18.10.10 - 12:03 Uhr

Bleibe ruhig und weiße auf den Kaufvertrag hin. Gekauft wie gesehen und geprobt.

Er war ziemlich schnell mit Werkstatt und Anwalt. Alles innerhalb einer Stunde#schein. Drohe auch mit Anwalt. Lass dir die Nummer seines Anwaltes geben und sage, dass du seinem Anwalt die Nummer deines Anwaltes geben möchtest. Mal sehen, wie er reagiert.

Viel Glück.

LG Hermina

Beitrag von myimmortal1977 18.10.10 - 14:07 Uhr

Kommt drauf an, was im Vertrag steht. Habt Ihr einen Vordruck, z. B. vom ADAC verwendet? Was im Vertrag steht ist bindend.

LG Janette

Beitrag von windsbraut69 18.10.10 - 12:07 Uhr

"http://www.telefon-treff.de/showthread.php?postid=122401"

Schau Dir mal den Link an.
Ich sehe die Sache nicht ganz so eindeutig wie meine Vorschreiberinnen, da es auf die genaue Formulierung im Vertrag ankommt!

Gruß,

W

Beitrag von jade_ffm 18.10.10 - 12:51 Uhr

hallo W,

danke für den Link, der trifft auf uns sehr genau zu, vorallem das mit der Ummeldung.

Auch wir/ich haben vertraglich festgehalten, dass der Käufer bis 19.10 den Wagen ummeldet. Wir sind darauf eingegangen, weil der Käufer so den Wagen gleich mitnehmen konnte, da sie ja 200 km weiter weg wohnen.
Da wir ja guten Gewissens den Wagen verkauft haben, sahen wir da gar keine Probleme auf uns zu kommen.
Konnte ja niemand ahnen, dass aufeinmal Benzin ausläuft.

Ich bin seit gestern total drucheinander. Mach mir Gedanke wg. der Androhung und natürlich wg. der Ummeldung ob die sich noch dran halten, oder nun extra nicht, weil sie auf eine Rücknahme des Wagens bestehen.


Ach mann, warum immer ich..:-(

Beitrag von windsbraut69 18.10.10 - 13:43 Uhr

Mir ging es eigentlich um den Gewährleistungsausschluß.
Wie habt Ihr den denn formuliert?

Gruß,
W

Beitrag von arienne41 18.10.10 - 18:57 Uhr

Hallo

Die Sache hat für mich 2 Seiten.

Hier wurde schon gesagt Betrüger aber in einer Fachwerkstatt würden sie sehen ob der Tank getauscht wurde und ihr nun einen kaputten bekommen habt.

Andererseits kann es auch ein ganz normaler Käufer gewesen sein der Volltankte und dann bemerkte das der Wagen Benzin verliert.

Aber was meinst du wie viele Autos ich mir angesehe habe die vom Verkäufer als tadellos angepriesen wurden und die reinsten Leichen waren.

Wenn du fair gewesen währest hättest du gesagt kommen sie sofort mit dem Wagen her dann hättet ihr es zusammen in die Werkstatt bringen können.

Frag Dich mal wie du dich fühlen würdest wenn du so einen Wagen gekauft hättest.

Beitrag von jade_ffm 18.10.10 - 19:57 Uhr

Hi,

ja, habe schon oben geschrieben, dass ich mich in die Situation hineinversetzten kann und ich mich miserabel fühle, daß ihnen sowas passierte.

Und ja, ich habe am Telefon angeboten, es soll den Schaden reparieren, wir würden uns an den Kosten beteiligen.

lg

Beitrag von mami05-08 18.10.10 - 20:30 Uhr

Wir hatten so was auch, allerdings waren wir die Käufer.. die Sachen läuft nun schon seit Wochen über den Anwalt. Wir haben ein Auto Privat verkauft, es gab schwerwiegende "verschwiegene" Mängel. Wir wollten dann vom Kauf wieder zurück treten, dies war laut "Verkäufer" nicht möglich.
Nach langem Gezeter und hin und her, hat der Verkäufer das Auto wieder abgeholt, das Geld haben seit dem her NIE wieder gesehen :-[

Leider sind wir in dem Fall wohl die Gearschten, soviel zum Thema Lehrgeld.
Ich hoffe dennoch das es endlich bald vor Gericht geht und wie das Geld wieder bekommen... ich hab auch nichts zu verschenken.


Mein Fazit ich werde NIE NIE wieder ein Auto Privat kaufen.#nanana
Wir haben allgemein nie Glück damit #schmoll
Das erste Auto was wir Privat kauften ging nach 7 Monaten mit einem saftigen Motorschaden in den aller wertesten #augen


Also ich bin mir nicht ganz sicher in wie fern sie trotz des Mängel ein rücktritts recht haben.


Informiert euch doch einfach selber mal über einen Anwalt. Die Rechtsberatung am Telefon kostet ja nichts.


LG

Beitrag von windsbraut69 19.10.10 - 07:41 Uhr

"Informiert euch doch einfach selber mal über einen Anwalt. Die Rechtsberatung am Telefon kostet ja nichts. "

Seit wann?

Gruß,

W

Beitrag von mami05-08 19.10.10 - 11:16 Uhr

Also mir wäre es neu wenn die Info und Beratung vorweg am Telefon Kostenpflicht wäre.


lg

Beitrag von windsbraut69 19.10.10 - 12:16 Uhr

Und mir wäre es neu, dass Anwälte nix Besseres zu tun hätten, als kostenlos am Telefon zu beraten.

Beitrag von vwpassat 18.10.10 - 21:43 Uhr

Ich würd ja auch gern meinen Senf dazugeben.


Um was für ne Karre, Alter, km und um was für ne Summe geht es denn überhaupt?


Weiterhin verstehe ich nach wie vor nicht, dass die Fahrzeuge im angemeldeten Zustand den Besitzer wechseln.

Beitrag von sassi31 19.10.10 - 03:11 Uhr

Hallo,

ich hab vor Jahren ein 11 Jahre altes Auto privat verkauft an Bekannte meines Bruders. Sie haben den Wagen zusammen mit meinem Bruder (KFZ-Mechaniker) abgeholt und eine Probefahrt gemacht (ca. 50 km incl. Autobahn, Stadt, Landstraße). Dann haben sie den Wagen genau angeschaut (Motor, Karosserie, Unterboden usw.) und sich entschieden, dass sie ihn kaufen möchten. Die Gewährleistung habe ich vertraglich ausgeschlossen. Ich habe einen Vordruck vom ADAC verwendet und mich vorher dort schlau gemacht, wie die Formulierung genau lauten muss, damit sie rechtsgültig ist.

Auf viel Gedrängel habe ich den Wagen direkt (2 Wochen früher als ursprünglich vereinbart) abgegeben. Und nach 1 Woche erhielt ich einen Anruf, dass die Wasserpumpe defekt wäre und ausgetauscht werden müsse. Der Wagen verlor Wasser, so dass sich unter dem geparkten Auto eine Pfütze gebildet hat und der Motor nach nur wenigen gefahrenen Kilometern zu heiß wurde.
Hätte der Wagen beim Verkauf bereits Wasser verloren, wäre das direkt aufgefallen. Als sie den Wagen aus der Garage geholt haben, haben sie sich erst einmal hingekniet und geschaut, ob keine Pfützen (Öl) unter dem Auto sind. Da hätte man eine Wasserpfütze sofort gesehen. Und die doch recht lange Probefahrt hätten sie mit defekter Wasserpumpe auch nicht geschafft.

Fakt ist, es ist ein Risiko, ein so altes Auto zu kaufen. Da kann auch mal etwas von heute auf morgen kaputt gehen. Damit muss man halt rechnen. Hätte ich den Wagen wie ursprünglich vereinbart erst später abgegeben, hätte ich ihn selbstversändlich repariert. So aber habe ich mich dafür nicht mehr zuständig gefühlt und die Kostenübernahme abgelehnt.

Natürlich haben sich die Käufer geärgert. Aber sie wußten auch, dass ich den Wagen günstiger verkauft habe, als geplant war. Eben weil sie Bekannte meines Bruders sind. Selbiger hat übrigens den Wagen repariert und die Wasserpumpe eingebaut. Hat knapp 100 DM gekostet. Die zusätzliche Investition hat sich auf jeden Fall gelohnt. Soweit ich weiß, fährt sie den Wagen nämlich noch immer. Inzwischen ist er stolze 19 jahre alt.

Gruß
Sassi