ständiges NEIN (3 J.)

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von hasiteddy 18.10.10 - 11:39 Uhr

Huhu,

wie geht Ihr damit um, wenn Euer Kind sich auch in dieser schrecklichen Trotzphase befindet. Diese NEINS kann man am Tag ja gar nicht mehr zählen.........

Mittlerweile steigere ich mich nicht mehr hinein, ich will das nicht ständig diskutieren oder die Wände hoch gehen. Bringt nix und Nervenkraft geht dahin ..... Ich versuche, die Situation zu übergehen oder ihn abzulenken.

Meinen Mann bring dieses NEIN aus der Fassung und jeden Tag gibts dann Stress. Mich nervt das tierisch und soll das jetzt 1 Jahr so weitergehen? Ich kann diese Streiterei nicht mehr hören.

Wie verhaltet Ihr Euch in dieser Trotzphase?
Ich hab gelesen, dass man da kaum was ändern kann und dass das alleine vorüber geht

#kratz

LG Manu

Beitrag von redrose123 18.10.10 - 11:47 Uhr

Wenn meine Stieftochter nein sagt und mal was von mir will sage ich auch nein....Oder ich ignoriere es einfach, geht manchmal auch nicht,und ich maule rum wenn mal wieder einer was von mir will....Einmal hat sie sich aus lauter trotz sogar auf dne Boden geworfen und geschrien geheult und gestrampelt wie ne Irre #augen

Beitrag von zahnweh 18.10.10 - 11:54 Uhr

Hallo,

was bei uns NEIN ist, bleibt auch nein. Da sie sich darauf auch verlassen kann, diskutiert sie mit der Zeit gar nicht mehr so sehr.

Wenn sie begründeten Einwand hat und dem Nein auch was hinzufügt, höre ich mir ihre Argumente an und mache ggf. einen Kompromiss.
Wichtig ist aber die generelle Verlässlichkeit.

Auffallend: bei Bezugspersonen, die ihr öfter mal was durchgehen lassen, sie zutexten oder nein sagen ohne einzugreifen, auf die hört sie nicht oder brüllt ein "NEIN" entgegen. Wirkt ja auch. Wenn Bezugsperson 5mal verbietet, aber Mama dann eingreifen/das Verbot durchsetzen muss, dann wird die Person auch nicht mehr ernst genommen und sie kommt mit ihrem Nein weiter...

Je öfter ich NEIN sage, weil's einfacher ist als ihr jedesmal zu zeigen, was sie darf... umso öfter kommt von ihr auch NEIN. Klar, sie schaut es sich von mir ab. Mama kommt damit durch, also versucht sie es auch.

Nehme ich mir die Zeit und gebe ihr Alternativen, reduzieren sich ihre Neins auf einen Bruchteil.
statt "die Schere ist nein"/"Finger weg von der Schere"
sage ich dann "die Schere ist nein. Schau mal du kannst Stempeln" und stelle es ihr bereit...
oder "lass die Messer in der Schublade. Du darfst mir helfen und einen Löffel geben"

Und sie im Positiven wahr nehmen. Wenn ich mir mal anschaue, wie oft sie sich meinen Erwachsen Launen fügt #schwitz und letztlich doch macht, was ICH sage, weil ICH das so WILL. Da kommt doch einiges zusammen.
- jetzt Schuhe anziehen
- jetzt rausgehen; Einkaufen gehen, Kein Eis, schnell zum Kindergarten, nicht balancieren ist zu rutschig, bitte Hausschuhe anziehen, T-Shirt ist zu kalt, DIE Hose muss sein (auf dem Spielplatz stört der Fleck nicht), diese Schuhe...
wenn ich mal das zusammenrechne in der Menge, mir dann überlege, wie oft ich auf sie eingehe, dann fallen ihre Nein, gar nicht mehr auf. Ich sage es nämlich öfter... ;-)

Beitrag von mfrisch 18.10.10 - 12:22 Uhr

ich bin ins forum gekommen um genau diese frage zu stellen, bzw antworten hier drauf zu finden!!! und gleich der erste beitrag ist deiner!!! ich bin soo erleichtert, dass es anderen auch so geht!!!

aber wieso 1 jahr ???????????????????????????????????????????????????????????????? bitte nicht!!!! #zitter#zitter#zitter

ich bin so verzweifelt über die "dagegen-trotz-macht" phase!!!! ich wünsche mir auch unbedingt unsere harmonie zurück und noch dazu kommt, dass wir erst nachwuchs bekommen haben und das gerade gar nicht zusammen passt. der ständige ärger und stress mit dem großen und das neue familienmitglied, was so viel aufmerksamkeit braucht!!

Beitrag von redrose123 18.10.10 - 12:26 Uhr

Dein Kind will sicher auch mal was von dir ;-) Sag auch mal nein und erklär Ihr oder Ihm das du auch nicht gerne immer ein Nein hören willst....Oder ignorier es....

Beitrag von hasiteddy 18.10.10 - 15:01 Uhr

@mfrisch

na siehste, willkommen im Club der Genervten #huepf

1 Jahr Trotzphase (+ / -) hab ich in irgendwo mal gelesen.
Wollten wirs nicht hoffen ............. #schock

Glückwunsch zum Baby. Und genau das ist auch der Punkt, der mich so nervt, weil ständig Stress ist und es mit Baby noch schlimmer ist. Unser Kleiner ist 6,5 Monate #schrei

LG Manu

Beitrag von cajamarca 18.10.10 - 12:49 Uhr

Hallo Manu

Stimmt: man kann da kaum was ändern, es ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung und es geht von alleine vorüber :-).

Was uns geholfen hat:

Erst einmal musst du dir sagen, dass ein trotzendes Kind selber machtlos ist, und von seinen eigenen Gefühlen überrumpelt wird. Wenn ein Kind sich wirklich trotzend auf den Boden wirft, dann muss man versuchen, ihm da wieder rauszuhelfen. Es ist nicht der richtige Moment für einen Machtkampf oder für einen Erziehungsversuch.

Bei ständigen "neins" hilft die richtige Fragestellung, bzw. dem Kind das Gefühl zu geben, mitentscheiden zu dürfen. Also nicht "Komm, ich zieh dir jetzt deine Hose an" sondern "Möchtest du die blaue oder die rote Hose anziehen?"

Und dann: sowohl bei Kindern wie auch bei Erwachsenen steht jedes "Nein" für ein "Ja". "Nein, ich will keine Hose anziehen" kann heissen : "Ich will selber entscheiden" oder "ich will zu Hause bleiben und im Schlafanzug spielen". Es hilft, wenn man dieses "Ja" hinter dem "Nein" hören und verstehen kann. Auch wenn man selbstverständlich nicht auf jeden Wunsch des Kindes eingehen kann, kann man ihm dann etwas in der Art sagen: "Du möchtest gerne selber entscheiden? Ja? Kein Problem, such dir eine Hose aus!" Oder "Du wärst lieber zu Hause geblieben? Weisst du, jetzt geht das nicht, wir wollen ja noch fürs Mittagessen einkaufen. Aber nachher ist noch viel Zeit zum Spielen". Das Kind wird sich verstanden und ernstgenommen fühlen, und leichter kooperieren.

LG Anke