stillen, bzw. Flaschennahrung

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von hascherl84 18.10.10 - 12:34 Uhr

Hallo,

auf die Gefahr hin dass ich gesteinigt werde schreibe hierzu mal was.
ich stille meine kleine, sie ist jetzt 5Wochen alt.
Möchte aber höchstwahrscheinlich in 3Monaten abstillen.


Grund:

naja würde dann gerne wieder par Stunden arbeiten gehn.
Für einige hier vielleicht unverständlich.

Ich weis dass jeder Tropfen Muttermilch gut ist für die kleinen.
Aber ganz ehrlich.
Früher hat es auch zwei Alternativen gegeben Flasche/stillen.

Meine Mutter hat uns drei Kinder nur Flaschen gefüttert, und keiner von uns hat Allergien entwickelt oder wären anders als stillkinder.

Und ausserdem musste sie auch wieder arbeiten und das ging halt nur so.

Ich hoffe jetzt keine heisse Diskussionen ausgelöst zu haben.

lg Melanie+Laura 5Wochen alt #verliebt


Beitrag von zweiunddreissig-32 18.10.10 - 12:42 Uhr

Laut der letzten Forschungen "muss" man die ersten 4 Monate ausschliesslich stillen. WHO gibt immer noch 6 Monate an. Wobei es immer noch nicht bewiesen ist, dass Stillen vor Allergien schützt, wie in deinem Fall. Bei dir haut es ja hin, dann ist deine Kleine fast 5 Monate alt;-) Danach Flasche geben oder weiter teilstillen ist rein deine Entscheidung. Momentan ist die Flaschebnahrung so gut entwickelt und so nah an Muttermilch angepasst. Hauptsache, das Kind bekommt die ersten Monate wertvolle MuMilch, wie du es willst.

Beitrag von gussymaus 18.10.10 - 12:56 Uhr

was willst du denn jetzt eigentlich wissen?!

oder willst du nur wieder ein mal die böse-flaschen-mami-diskussion aufwärmen?!

wenn du das für dich so entschieden hast ist das doch ok... letztlich musst du es ja selber entscheiden was du deinem kind fütterst oder nicht. Das beste ist und bleibt muttermilch, das weißt du ja scheionbar. es gibt heute recht gute alternativen, wenn man nicht stillen kann oder will. ob DIR diese gut genug sind ist einzig und allein deine entscheidung. Jeder muss da seine prioritäten setzen... wenn du meinst für deine familie ist es besser wenn du glücklich arbeiten gehst und deinem kind die nicht perfekte flaschenmilch gibst dann mach es. schaden muss es deinem kind nicht...

Beitrag von lilly7686 18.10.10 - 13:08 Uhr

Ich verstehe zwar nicht, was du uns damit sagen willst, aber ich sag dir mal meine Meinung dazu:

Ich persönlich halte das Stillen für das Beste, was eine Mutter ihrem Kind geben kann. Das ist kein Angriff auf Flaschen-Mamas, sondern nur meine persönliche Meinung.

Ich hab ein Flaschenkind und ein Stillkind. Mein "Flaschenkind" wird Ende Dezember 7 Jahre alt. Ist trotz 13 Wochen zu früh geboren ein kerngesundes und wunderbares Kind.
Du hast also schon Recht, auch Flaschenkinder werden groß und sind gesund.

Meine Kleine wird voll gestillt (ist jetzt 4,5 Monate alt). Auch sie ist bisher kerngesund (wobei das noch nicht viel aussagt in dem Alter).

Der Unterschied zwischen beiden?
Nun, wenn ich mit meiner Großen spontan wohin musste, hatte ich ein Problem. Ich musste erst noch Wasser abkochen, in die Thermoskanne füllen, Milchpulver einpacken, saubere Fläschchen einpacken. Und wehe, ich fuhr wohin, wo es kein Fließendes Wasser gab! Da hätt ich oft Hellseher sein müssen, um die Flasche rechtzeitig zu machen, damit sie die richtige Temperatur hat, wenn Madame Hunger hatte!

Jetzt? Wenn ich spontan wohin muss/will dann bin ich auch spontan. Ich muss nichts einpacken. Ich brauch zum Füttern nur meine Brüste, und die können ja weder weglaufen noch kann ich die vergessen ;-)

Meine Meinung zu deinem Vorhaben: du könntest genauso gut Milch abpumpen, um sie deinem Baby geben zu lassen.
Aber das ist natürlich deine Entscheidung.

Was ich allerdings nicht verstehe (und das werde ich niemals): Warum bekommt man ein Kind, wenn man nach 3 Monaten schon wieder arbeiten geht? Das soll kein Vorwurf sein!!! Ich versteh es nur nicht wirklich. Ich meine, wenn ich ein Kind bekomme, dann will ich die ersten 2-3 Lebensjahre auch ausschließlich bei ihm sein! Das ist zumindest bei mir so.
Ich werde 2,5 Jahre daheim sein (bis zum Ende des Elterngeldes) und danach nur noch für 10 Wochenstunden arbeiten gehen.
Gut, das geht nur, weil mein Mann einen guten Job hat. Hätte er ein geringeres Einkommen, müsste ich wohl mehr arbeiten.

Aber irgendwo kapier ich es nicht. Wenn ich ein Kind will, dann bleib ich als Mutter auch länger daheim. Zumindest ein Jahr.
Wie gesagt, es soll kein Vorwurf sein! Auf keinen Fall will ich dir was vorwerfen!
Aber in mein Weltbild passt sowas einfach nicht. Vielleicht bin ich da einfach nur total altmodisch...

Wie gesagt, wie du es machst, wird es schon für dich passen. Aber für mich persönlich wäre das alles nichts.
Ich hab halt mit beidem Erfahrung: Flasche und Busen. Und für mich ist und bleibt das Stillen einfach praktischer, schöner und angenehmer. Vielleicht bin ich da auch einfach ein bisschen egoistisch...

Lg

Beitrag von hascherl84 18.10.10 - 13:39 Uhr

Ja da hast du schon recht.
mein Mann verdient sehr gut, ich muss nicht arbeiten gehn.
Vielleicht bleib ich auch das Jahr zuhause. Wer weis das schon.

Dass ist halt meine momentane Entscheidung.
was in 3Monaten ist, mal schaun.
Ich liebe die Nähe zu meinem Kind und geniesse auch das stillen mit ihr.
Auch wenns manchmal stressig ist.

ich glaube nicht das ich eine Rabenmutter bin nur weil ich wieder arbeiten gehn will. Egal ob nach 1halben Jahr oder 1Jahr.


Beitrag von karbolmaeuschen 18.10.10 - 21:55 Uhr

Liebe Lilly!

>>Was ich allerdings nicht verstehe (und das werde ich niemals): Warum bekommt man ein Kind, wenn man nach 3 Monaten schon wieder arbeiten geht?<<
Es gibt manchmal Situationen, wo es nicht anders geht, oder wo Frau nicht anders möchte.
Die biologische Uhr tickt nunmal und Frau wird ja nicht jünger.

Beim ersten Kind bin ich nach 6 Monaten wieder arbeiten gegangen (400€).

1. Ich bin Krankenschwester in der Intensivpflege. Wenn man dort 6 Jahre raus ist (ich wollte kein Einzelkind) hat sich soviel verändert, dass es schwierig ist einen Job zu bekommen. Zudem gibt es zuwenig Stellen und die sind auch noch mies bezahlt!
400€ entspricht etwa 4-5 Schichten im Monat, die ich am Wochenende gearbeitet habe.

2. War mein Sohn Schreikind. Er schrie täglich mehr als 4 Stunden, kam 2-Stundlich zum Stillen rund um die Uhr (Etwas besser wurde es mit 7 Monaten, als er robben konnte. da hatten wir Stillabstände von 2-4 Std. Beikost bekam er normal)
Ich warso fertig und überfordert, dass ich auf der Arbeit Ruhe und Kraft für zu Hause und meinen Sohn getankt habe.

3. Habe ich meinen Sohn 17 Monate gestillt und stille meine Tochter (im November 2 Jahre) immer noch. Auf der Arbeit habe ich abgepumpt und bei meiner Tochter hat meine KK sogar 10 Monate die Mitgebühr für die Medela Symphony bezahlt.

4. Bei meiner Tochter hatte ich keine Wahl. Mein Mann studiert gerade und ich mußte mit 9 Monaten wieder vollzeit arbeiten gehen, da ich Alleinernährer der Familie bin.

Aber: ich arbeite 12 Stunden Dienste, (bin von früh Morgens bis spät Abends weg, dafür aber nur 3,8 Tage die Woche.
Meine Kinder sind optimal betreut durch Tagesmutter, Kindergarten und Schwiegereltern. Ich mache viel Wochenendschichten um unter der Woche bei meinen Kindern zu sein.

Und wie gesagt: Stillen tun wir immer noch...

LG
Silke

Beitrag von littlelight 18.10.10 - 13:21 Uhr

Hallo Melanie,

ich weiß zwar auch nicht, was du damit jetzt sagen möchtest, aber ich unterstelle dir jetzt einfach mal Meinungsaustausch, wenn es dich nicht stört. ;-)

Wenn du abstillen und wieder arbeiten möchtest ist das dein gutes Recht und vollkommen ok. Jeder muss das selbst entscheiden. Fakt ist aber, dass etwas vom Menschen Geschaffenes niemals an das von der Natur Gegebene ranreichen wird. Da kann Hipp und Co noch soviel in die Pulvermilch machen. Muttermilch kann nicht kopiert werden, was aber nicht heißt, dass Kinder mit Flaschenmilch nicht auch groß werden.

Was die Allergien betrifft: Dafür ist nicht nur das Vollstillen eine bestimmte Zeit lang ausschlaggebend, sonder noch vieles mehr. Z.B. das Teilstillen bei Beikosteinführung. Natürlich ist Stillen aber auch kein Garant für ein Krankheitsfreies Leben. Ich finde es auch sehr schade, wenn Frauen nur aus diesem Grund stillen.

Ich habe mich fürs Stillen aus folgenden Gründen entschieden: es ist natürlich, das Gesündeste was ich meinem Baby bieten kann, praktisch, steht immer in richtiger Zusammensetzung und Temperatur zur Verfügung. Ich möchte das Beste für mein Kind und MuMi ist nunmal das Beste. Was nicht zwangsläufig heißt, dass Formula schlecht ist, aber eben nicht genauso gut wie MuMi. Außerdem werden mit dem Stillen gleich mehrere Bedürfnisse des Babys befriedigt (Hunger, Durst, Saugbedürfnis, Nähebedürfnis, ...), einfacher gehts doch gar nicht?

LG littlelight

Beitrag von helmo 18.10.10 - 13:28 Uhr

Hallo,

hat ja jeder so seine Gründe warum er nach 3 Monaten wieder arbeiten geht, ich verurteile da niemanden, der dazu im Netz 3 Sätze schreibt und ich keine weiteren Hintergründe kenne. Bin mir sicher, dass Dein Kind danach auch in sehr guten Händen ist. In meiner Krabbelgruppe gibt es junge Frauen die gar nicht gestillt haben, die stehen dann nach dem Treffen draußen und rauchen, setzt halt jeder andere Prioritäten!
Aber hier mein Tipp: Versuch doch weiterhin abzupumpen! Meine Chefin hat das auch gemacht, sie ist nach den 8 Wochen wieder voll arbeiten gegangen, weil der Mann daheim bleiben wollte (er war eine gute Mami) sie hat 2-3 mal am Tag abgepumpt und hat die Milch in den Kühlschrank gestellt und zum Feierabend mit nach Hause genommen, dass hat sie fast ein halbes Jahr gemacht.

LG Carmen

Beitrag von 20girli 18.10.10 - 14:49 Uhr

*Früher hat es auch zwei Alternativen gegeben Flasche/stillen.*

sicher....seid Hipp und Co auf dem Markt ist. Flaschennahrung ist auch gut...zumindestens besser als vor 560 Jahren...;-)

Allergien entwickeln sich nicht nur von Flasche und nicht Stillen. Sondern vor allem von zu vielen Puztmitteln...Kinder die nicht spielen dürfen weil sie den Sand sonst in den Mund nehmen könnten. Kinder die für jedes bisschen gleich ein passendes Medikament bekommen...Nasentropfen etc.

Arbeiten mussten viele....aber nicht jeder gab deshalb die Flasche. Man kann Arbeiten auch mit dem Stillen verbinden. Und mit dem Alter bekommt das Kind sowieso etwas anderes als nur Milch. Und somit wird es unabhängiger.

Außerdem weist du doch gar nicht was du wirklich machen wirst in 3 Monaten ...wer weis - vielleicht lernst du die vorzüge des Stillen dann erst einmal richtig kennen und schätzen und hörst gar nicht mehr auf ;-)

lg kerstin

Beitrag von schullek 18.10.10 - 20:36 Uhr

und wieso schreibst du das jetzt nun?
willst du einen rat oder wie?

du kannst das handhaben, wie du magst.
ich persönlich würde immer das stillen vorziehen. udn das auch so lange, wie das kind es möchte und sich selber abstillt.

dieses argument: wir sind auch groß geworden.... hinkt.

du musst es nicht anführen, wenn du irgendwann abstillen möchtest. es klingt wie eine rechtfertigung, wie auch dein gesamtes posting. voir mir udn neimandem, ausser vielleicht deinem kind, musst du dich rechtfertigen.
hab ich auch nicht gemacht, als mein sohn mit 3 jahren noch stillte.


lg

Beitrag von lucaundhartmut 18.10.10 - 22:29 Uhr

Hi Melanie,

egal, ob und wie lange eine Frau ihr Kind per Brust ernähren kann, darf, soll, muss oder möchte: Davon hängt es in der Tat nicht ab, wie "gut" eine Mutter ist.

Du hast das Recht, so zu handeln, wie es für Dich und Deine Familie der beste Weg ist.


LG
Steffi