Verlange ich zuviel ?

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von hoffenicht 18.10.10 - 12:49 Uhr

Mein Mann arbeit seit 1 1/2 Jahren in einer Firma wo man nur ausgebeutet und verarscht wird.
Er hatte Mitte letztes Jahr dort angefangen und hat 1. bis heute keinen Arbeitsvertrag und 2. haben sie ihm den Urlaub von letztem Jahr nicht gegeben.

Er hat die schnauze voll und ist jetzt die 3 Woche krank geschrieben.
Er hat sich mal anderweitig beworben bei den Adressen die ich ihm rausgeschrieben habe und war einmal beim Vorstellungsgespräch.
Ich verlange das er jeden Tag auf diversen Seiten nach Arbeit sucht und dort anruft. Und das täglich.
Er hatte sich bei einer Firma beworben und sollte einen Tag mit fahren was aber nicht ging weil er kein frei bekommen hat.
So jetzt ist er zu Hause und ich denke sowas erledigt man direkt aber er hat Zeit. MACH ICH NOCH dies seine Antworten.
Wir haben vier Kinder zu versorgen und ich bin auch in einer Vollzeitausbildung.
Sehe ich das zu eng??
Seh

Beitrag von carrie23 18.10.10 - 13:02 Uhr

Im Grunde ist es klar dass du dir Sorgen machst aber wenn ich in einer Beziehung lese "ich VERLANGE" dann ists bei mir eigentlich aus mit dem Mitleid für dich.
Du hast nichts zu VERLANGEN, du kannst ihn ersuchen und ihm klar machen wie wichtig das ist aber verlangen geht gar nicht du bist ja nicht sein Chef oder seine Mami.
Und wenns Geld so knapp ist frage ich mich wieso man mit vier Kindern nicht arbeitet sondern lieber ne Ausbildung macht-denn die sind meist wesentlich schlechter bezahlt
Darf er von dir auch verlangen dir einen VollzeitJOB zu suchen?

Beitrag von anyca 18.10.10 - 13:20 Uhr

Schon mal dran gedacht, daß man mit Ausbildung vielleicht dauerhaft bessere Jobchancen hat als ohne?#kratz

Ich finde es klasse, daß sie mit 4 Kindern eine Ausbildung macht, gibt genug, die dann auf "geht nicht, ich muß ja Kinder hüten" machen ...

Beitrag von carrie23 18.10.10 - 13:25 Uhr

Schon mal daran gedacht dass es besser gewesen wäre VOR den vier Kindern so weit zu denken dass man mit Ausbildung bessere Jobchancen hat?
Wieso ist finanziell immer der Mann für die Familie zuständig?
Es wollen doch alle modern sein und dann wirds trotzdem immer noch so praktiziert dass der Mann der Ernährer ist.
DAS verstehe ich solange man in Elternzeit ist, danach aber nicht mehr und ich verstehe genauso wenig wieso man erst nach vier Kindern, wenns finanziell eh scheiße aussieht, auf die Idee kommt ne Ausbildung zu machen.
Sorry aber das ist nun einmal meine Meinung und die werd ich nicht ändern weil es Leute gibt denen diese nicht passt.

Beitrag von anyca 18.10.10 - 13:39 Uhr

Wer alles im Leben ideal macht, wird hier keine Probleme zu posten haben.

Logisch ist es einfacher, erst die Ausbildung zu machen, aber das hilft ja in der geschilderten Situation nicht weiter. Sie WILL ja offensichtlich zum Familieneinkommen beitragen, sonst würde sie keine Ausbildung machen! Dein "warum soll der Mann zuständig sein" Argument finde ich völlig unpassend, sie sitzt ja nicht zuhause und bügelt zum siebten Mal die Socken ...

Beitrag von carrie23 18.10.10 - 13:41 Uhr

Ich habe gesagt warum soll der Mann alleine zuständig sein.
Dir mag mein Argument nicht passen, mir allerdings schon und mir ist nicht sonderlich wichtig ob du mit meinen Argumenten klar kommst.

Beitrag von anyca 18.10.10 - 13:55 Uhr

Er soll doch auf Dauer grade NICHT alleine zuständig sein, sonst bräuchte sie ja keine Ausbildung ...

Beitrag von carrie23 18.10.10 - 13:56 Uhr

Es geht aber um JETZT und nicht darum was in ein paar Jahren ist.

Beitrag von anyca 18.10.10 - 16:22 Uhr

Und Du bist ernsthaft der Meinung, sie soll JETZT ihre Ausbildung abbrechen (und mit vier Kindern vermutlich nie mehr die Chance auf eine weitere kriegen), nur damit der Gatte nicht genervt ist?

Beitrag von frejas.sal 18.10.10 - 13:50 Uhr

Hier geht es nicht, darum, ob deine Meinung ankommt oder nicht - hier geht es um Lösungen.

Ob die Männer grundsätzlich für den Unterhalt der Familie verantwortlich sein sollen oder nicht ist gerade nicht so relevant. Ausserdem Entscheidung jedes einzlene Paares. In diesem Fall ist er es aber nunmal. Soll die Frau jetzt ihre Ausbildung abbrechen, weil er beruflich ein bisschen Pech hat?

DAS wäre ja nun vollkommen sinnfrei.

Beitrag von carrie23 18.10.10 - 13:53 Uhr

Die Lösung wäre sie geht arbeiten solange ihr Mann nicht kann.
Nein es wäre nicht sinnfrei, sinnfrei ist es wenn keiner einen Job hat aber eine Familie zu versorgen ist.
Und jeder hier hat seine Meinung zu dem Thema und meine ist halt eine andere als eure nur ist mir das völlig egal ob ihr einer andren Meinung seid und ich muss eure weder runtermachen noch kommentieren.

Beitrag von frejas.sal 18.10.10 - 14:02 Uhr

Liebe Carrie, deine Meinung kannst du haben, mit Nachdruck kundtun und festhalten. Dafür ist ein Forum doch da....

Dennoch finde ich es sinnfrei, eine Ausbildung abzubrechen - das wäre das letzte, was ich jemandem raten würde. In absehbarer Zeit wird sie nämlich damit in der Lage dazu sein, ihrer Familie gut zu unterstützen. Ohne Ausbildung bekommst du doch nur Aushilfsjobs, die fast immer schlecht bezahlt sind und familienfeindliche Arbeitszeiten haben. Zumal sie und ihr Mann dies so vereinbart haben.

Der Mann ist hier gefragt. Hier und jetzt.

Shit happens - nun muss eine Lösung her. Aber eine, die nicht kurzfristig das Überleben der Familie sichert, langfristig aber selbiges verschlechtert. Für die kurzfristige Lösungen gibt es mehrere Modelle - eine Ausbildung abzubrechen ist nahezu das dümmste, was man machen kann. Hut ab, dass sie mit Ehe, Haushalt und 4 Kinder in der Lage und bereit ist, das durchzuziehen!

Beitrag von carrie23 18.10.10 - 15:35 Uhr

Niemand weiß, und das ist des Pudels Kern, ob und wann sie nach der Ausbildung einen Job bekommt denn niemand reißt sich um eine Mutter mit vier Kindern die erst jetzt eine Ausbildung macht und wahrscheinlich in ihrem Leben kaum gearbeitet hat.
Bitte, meine Mutter hat ihre Ausbildung mit 18 abgeschlossen und erst dann Kinder bekommen, hat ne Zeit die Kinderbetreuung übernommen ( auch wir waren zu viert ) und hat jahrelang einen Job gesucht.
Die Ehe ist übrigens keine Arbeit, der Haushalt und die Kinder ok aber nicht die Ehe.
Wir wissen ja nicht einmal was sie für ne Ausbildung macht, wenn sie erst eine im Verkauf macht sind die Arbeitszeiten erst familienfeindlich und die Bezahlung scheiße.
Und wenn ich sehe wie viele Studierte arbeitslos sind, jahrelang, ist mir ein schlecht bezahlter Aushilfsjob lieber als gar keiner.
Sicher find ichs klasse dass sie mit vier Kindern nochmal ne Ausbildung macht, aber das hier und jetzt ist das Problem wenn ihr Mann keinen anderen JOb findet-dann winkt das Arbeitslosengeld dass ja nicht gerade berauschend hoch ist.

Beitrag von frejas.sal 18.10.10 - 15:57 Uhr

Ne, wir wissen gar nichts über sie. Und wie es für sie und ihn zukünftig beruflich aussieht, auch nicht. Da sie aber bisher über die Runden gekommen sind hatte sie anscheinend die Möglichkeit, eine Ausbildung anzufangen.

Als Ausbilderin und Mutter weiss ich, wie wichtig eine Qualifikation ist. Und wie schwer es ist, einen Ausbildungsplatz zu finden - zumal mit 4 Kindern.

Warum um Himmels Willen soll sie den hinschmeissen, nur weil der Mann gerade Schwierigkeiten hat? Kurzfristig gibt es Vater Staat - bis er etwas passendes gefunden hat. Wenn sie fertig ist kann sie ihm unter die Arme greifen. Denke langfristig. Denn die Familie wird auch in 3 oder 5 oder 10 Jahren existieren - und Geld benötigen. Je höher die Qualifikation der Verdiener, desto besser das Einkommen und desto mehr die Stunden, die sie zu Hause bei der Familie verbringen können.

Beitrag von pupsismum 18.10.10 - 16:29 Uhr

>>Soll die Frau jetzt ihre Ausbildung abbrechen, weil er beruflich ein bisschen Pech hat?

DAS wäre ja nun vollkommen sinnfrei<<

Das seh ich auch so. Lieber vorübergehend eine finanzielle Durststrecke durchschreiten, eventuell auch staatliche Hilfe vorübergehend in Ansprüch nehmen müssen, dafür aber am Ende mit besseren Chanchen für beide dastehen, als jetzt Hals über Kopf die Ausbildung abzubrechen und dann vielleicht dauerhaft sich mit drittklassigen Jobs zufrieden geben zu müssen (sofern sie so einen denn überhaupt findet).

Fänd ich völlig blödsinnig.

Beitrag von frejas.sal 18.10.10 - 13:21 Uhr

Ich kann verstehen, dass du mit der Situation nicht ruhig bist, aber ja, du verhältst dich ein bisschen verbissen.

Von deinem Mann kannst du schon erwarten, dass er seine Familie versorgt - aber wenn du genau hinguckst, tut er das auch. Ich kenne euch und eure Beziehung nicht - vielleicht ist er jemand, der ein wenig Druck braucht, aber kein Dauer-Elektroschocker....

Beitrag von anira 18.10.10 - 21:15 Uhr

BITTE
er hat nichtmal nen arbeitsvertrag?????
ich kannv erstehen warum du so durc drehst
ich würde wohl auch net anders handeln
versuche aber lieber es nochmal in ruhe
und frag wie du helfen kannst
und erkunde dich doch mal warum bis heute kein Arbeitsvertrag