Buchtips zum Lesenlernen gesucht

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von ballroomy 18.10.10 - 13:33 Uhr

Hallo zusammen,

unser Sohn lernt nach der Methode in dem Video lesen: http://www.youtube.com/watch?v=67sRaBaKZBs
(Kleinkindlesen nach Glenn Doman, Prof. Lückert)

Jetzt suche ich nette Kinderbücher, die ich zuerst vorlesen kann und die er dann später selber liest.
Die Schrift muss groß sein, mind. 1 besser 2 cm hoch.
Und nur 1-3 Sätze pro bunt bebildeter Seite.

Kennt Ihr sowas? Ich war schon in einer Buchhandlung fragen, die hatten nur die Erstleserbücher die natürlich viel zu anspruchsvoll sind. Sowohl vom Inhalt als auch von der Menge an Wörtern.

Freue mich über Tips,

viele Grüße
ballroomy

Beitrag von engelchen28 18.10.10 - 13:49 Uhr

hallo!
wenn ihr an so einem kurs teilnehmt, wird der kurslehrer euch sicher bücher empfehlen können. ansonsten: mach' doch selber bücher, lass deinen sohn dazu etwas malen / ausmalen, einfache sätze fallen dir doch bestimmt ein. ich finde das buch-gestalten in intensiver arbeit mit mama zusammen sinnvoller und wertvoller als seinem 2jährigen lesen beibringen zu wollen. ich sage nicht, dass das programm quatsch ist, aber ob es sinnvoll ist und wirklich zum LESEN führt, wage ich zu bezweifeln. das, was die kinder in dem video machen, ist auswendig gelernte worte als bild zu erkennen und aufzusagen. mit buchstaben-aneinanderreihen (was lesen ja ist) hat das für mich nichts zutun. vielleicht wurde auch einfach verpasst, etwas ältere kinder zu zeigen, die dann wirklich schon worte LESEN können (z.b. quatschworte) und die - und das ist viel wichtiger - den text auch VERSTEHEN und erzählen können, was sie gelesen haben.
lg
julia

Beitrag von ballroomy 18.10.10 - 13:56 Uhr

Wir machen keinen Kurs,
das war nur zur Verdeutlichung.
Ich habe ihm solche Lesekarten selber hergestellt.
Die Methode funktioniert. Der Mann einer guten Freundin hat so Lesen gelernt (seine Schwestern auch).
Am Anfang lernen die Kinder die "Bilder" ausendig. Genauso, wie sie z.B. Automarken wiedererkennen. Daraus entwickelt sich später aber dann richtiges Lesen.
Das Buch von Glenn Doman heißt: How to teach your baby to read, gibts z.B. bei amazon zu kaufen

Ans selber Buch basteln habe ich auch schon gedacht, bloß kann ich leider nicht malen.
Auf spanisch haben wir solche Bücher, dort gibt es Bücher für Kindergartenkinder und 1. Schuljahr (mein Sohn ist zweisprachig), aber auf deutsch konnte ich bisher leider nichts finden.

Viele Grüße
ballroomy

Beitrag von engelchen28 18.10.10 - 14:02 Uhr

huhu!
wie wär's denn z.b. mit einer geschichte über die feuerwehr und ihr schneidet gemeinsam z.b. aus einem katalog ein feuerwehrauto aus, dann malst du noch einen feuerwehrmann oder so ähnlich...! ich stelle mir das nicht so schwer vor.
dass die bilder auswendig gelernt werden, ist mir klar - aber ob dann später wirklich lesen draus wird, das bezweifle ich eben - zumindest in so frühem alter. da muss schon enormes interesse des kindes dahinterstehen (und nicht nur der eltern!!!) - und lesen lernt jedes kind, ob nun mit 4 oder mit 6. meine große ist 5 und fängt auch gerade an zu lesen - aber nicht durch lesekarten, sondern ganz von alleine und aus ihrem (!!) interesse heraus.
lg
julia

Beitrag von hanni123 18.10.10 - 14:01 Uhr

#zitter#zitter#zitter

Aber egal...

Wie wär's denn mit diesen Büchern, wo die Hauptwörter durch Bilder dargestellt sind?

http://www.amazon.de/Lesemaus-zum-Lesenlernen-Sammelb%C3%A4nde-Band/dp/3551066019/ref=pd_sim_b_4

Mein Sohn mochte die mit 2,5 schon sehr...

Ansonsten kannst Du solche Bücher eventuell selbst machen...

Trotzdem finde ich die Quelle ausserordentlich gruselig... "Institutes for the Achievement of Human Potential" ... #zitter#zitter#zitter

LG

Hanna

Beitrag von ballroomy 18.10.10 - 14:08 Uhr

Hi Hanna,
das deutsche buch heißt: Wie kleine Kinder lesen lernen, von Heinz-Rolf Lückert.
Das gibts allerdings nicht mehr neu zu kaufen.


Gerade das Wörter durch Bilder ersetzen gefällt mir nicht.
Ich suche einfach Bücher mir großer Schrift.
Vermutlich werde ich doch welche basteln müssen ;-)

VIele Grüße
ballroomy

Beitrag von hanni123 18.10.10 - 14:38 Uhr

Huhu,

nimm doch einfach ein schönes Bilderbuch mit wenig Text und überklebe dort die Schrift mit grösserer Schrift. Einfach am Rechner ausdrucken und mit Klebefolie überziehen. Dann sollte es auch halbwegs stabil sein.

Darf ich mal fragen, warum Du möchtest, dass Dein Kind in diesem Alter lesen lernt, wenn er es doch erst viel später wirklich gewinnbringend einsetzen kann?

Ich finde einfach Bücher mit Titeln wie
How to Teach Your Baby to Be Physically Superb
How to Teach Your Baby Math: A Remarkable Guide to Inceasing Your Baby's Intelligence
How to Multiply Your Baby's Intelligence

wirklich erschreckend. Die Titel verheissen ja, dass man als "Laie" sein Kind so fördern/trainieren kann, dass sich seine Intelligenz vervielfacht, dass es anderen überlegen ist, etc.

Warum zum Geier sollte ein Baby/Kleinkind "Mathematik" beherrschen, wenn es noch nicht einmal alleine über die Strasse gehen kann?

Ich finde das reisserisch und eine Vorspiegelung falscher Tatsachen. Förderung schön und gut, aber gezieltes Training, um Lesen und Rechnen zu lernen.... Pfffff..... Mir ist persönlich es wichtiger, dass mein Sohn die Welt begreift, dass er sich sozial verhält, dass er Gesellschaft und Kultur kennenlernt, als dass er mit 4 Lesen und Rechnen kann bzw ich ihn aktiv dazu trainiere...

Klar muss das jeder selbst wissen, aber ich halte das auch für Geldschneiderei und das Wecken einer zu hohen Erwartungshaltung...

LG

Hanna

Beitrag von zucchini78 18.10.10 - 14:08 Uhr

Ich weiß immer nicht genau, was ich von diesen Dingen halten soll. Einerseits scheint es zu funktionieren, aber ist es wirklich sinnvoll? Ohne es auf dich beziehen zu wollen, aber ich habe oft das Gefühl, dass Eltern auch gern mal damit angeben: mein Kind ist erst 2 Jahre und kann schon lesen. Ja, dafür kann meiner aber fließend englisch. Und mein Kind lernt schon ein Intrument.... #augen

Warum möchtest du, das dein Kind lesen lernt? Die Synapsen verschaten sich auch beim Spielen, singen, vorlesen.

LG

Ach ja, meine Tochter (4) liest auch gerne: erst bastelt sie sich ein Buch aus Papier, dann mal sie bunte Kringel drauf (= schreiben) und liest es mir dann vor. ;-)

Beitrag von basket 18.10.10 - 14:41 Uhr

Sorry, aber ich finde das total doof!
Warum dürfen unsere Kinder eingentlich nicht mehr Kinder sein und frei spielen! Wenn man sich mit seinen Kinder beschäftigt, viel in der Natur unterwegs ist, entwickeln sich Kinder prächtig (mein Sohn ist warscheinlich hochbegabt und ich habe ihn nicht derart gefördert).
Ich glaube der Anspruch von uns Eltern ist sehr viel zu hoch, als es der Anspruch unserer Eltern an uns war und aus uns ist doch auch was geworden!
Was soll dein Kind denn dann in der Schule machen? Gleich die dritte Klasse besuchen?
Sorry das mußte jetzt mal raus!
Lg Basket

Beitrag von nicicolli 18.10.10 - 15:10 Uhr

Warum muss ein zweijähriges Kind lesen können? Was hat man davon? Was hilft es einem? Was vor allem hilft es dem Kind? Wenn es dann in die Schule kommt, und alle Kinder lernen neu, das Kind muss umlernen, tut sich schwer und ist trotzdem gelangweilt?

Hat sicher seinen Sinn, das es das in Deutschland so nicht gibt, aber egal!

Wenn sowas sein muss, bleibt halt nix anderes übrig als selbst basteln! Kleine Ironie am Rande "vergiss die Zahlen nicht"!

Beitrag von ballroomy 18.10.10 - 17:52 Uhr

Mmh,
mit soviel negativen Reaktionen habe ich echt nicht gerechnet.
Das amerikanische Buch von Glenn Doman habe ich nicht gelesen.
Ich kenne nur das deutsche "Wie kleine Kinder lesen lernen" von Prof. Lückert. Das Buch habe ich vor einem halben Jahr von einer Freundin ausgeliehen bekommen. Es gibt das nicht mehr zu kaufen. Ich war von dem Buch total begeistert.
Die Kinder lernen erstmal Muster wiedererkennen, später kommt es dann zum "richtigen" Lesen. Dabei trainieren sie ihr Gedächtnis.
Es ist eine ganz spielerische Methode, hat nichts mit Pauken oder so zu tun. Du hälst dem Kind eine Karte vor und sagst: Das heißt Mama.
Mehr ist das nicht.

Warum soll mein Sohn erst in der Schule lesen lernen? Laut dem Buch, fällt es einem 6 Jährigen schwerer Lesen zu lernen als einem 3 Jährigen. Und für mich waren die Erklärungen sehr einleuchtend.
Viele Länder schulen mit 4 Jahren ein, dann gehts doch auch schon mit dem Lesen los.
Es gibt auch Kindergärten, die schon mit dem Lesen lernen beginnen, wenn auch meist mit der klassischen Methode: Buchstaben, Silben, etc. Die funktioniert aber, laut dem Buch, erst bei größeren Kindern.

Ob jemand das mit seinem Kind machen möchte ist doch eine individuelle Entscheidung. Mir macht es Spaß.

Der Tip mit dem Buch überkleben war übrigends prima, habe ich direkt in die Tat umgesetzt.

Viele Grüße
ballroomy



Beitrag von humor 18.10.10 - 20:59 Uhr

Hallo,
ich habe mit großen Interesse dein Beitrag gelesen.
Mein Kind wird jetzt 4 Jahre im Januar und ist vermutlich hochbegabt. Er ist heiß hinter Buchstaben her und ließt, allerdings von selber, schon kleine Sätze. Über die vermutliche Hochbegabung (hat der Kindergarten erkannt) rede ich auch nicht, denn dann kommen so Sätze wie : Du verdirbst deinen Kind die Kindheit, Warum dürfen KInder nicht Kinder sein etc. Die Sätze die hier auch zu lesen sind. Anfangs hat mich das sehr wütend gemacht, aber inzwischen denke ich, da steckt neid hinter.Natürlich bin ich stolz, dass mein Sohn lesen kann, aber die Akzeptanz in der Gesellschaft diesen Kindern und deren Eltern gegenüber ist zum Haare raufen. Man sollte bedenken, dass dieses können auch Schattenseiten hat.
Ich bin überzeugt, dass Kinder es einfacher haben, wenn sie Lesen können vor der Schule.Nur leider sind die Lehrer nicht geschult, um mit der Situation umzugehen, zumindest die meisten. OB Hochbegabt oder antrainiert. Ich kann dich da nur unterstützen.
Es gibt eine Lesereihe vom Mondbären. Das hat sehr schöne Bilder und wenig Text. Leider kann ich dir keine Quelle nennen. Viel Erfolg beim Googeln!Ich habe sie in Marktkauf gesehen.

Lg, Anna

Beitrag von ballroomy 19.10.10 - 19:29 Uhr

Hallo Anna,
danke für Deine Antwort.
Ich werde in der Buchhandlung mal nach den Büchern fragen. Danke für den Tip.

Mein Sohn interessiert sich auch schon länger für Buchstaben und Zahlen. Ganz toll findet er die griechischen Buchstaben. Die versucht er auch schon zu malen, was aber noch nicht sehr gut klappt. :-) Er ist schließlich erst 2....

Ich lese hier so oft Diskussionen zu dem Thema Schwierigkeiten beim Lesenlernen. Dem will ich einfach aus dem Weg gehen, indem ich es ihm vor der Schule beibringe.
Hochbegabung ist ein spannendes Thema, gibt hier auch einen Club dazu: Hochbegabung Fluch oder Segen, kannst ja mal reinschauen.


Viele Grüße
ballroomy


Beitrag von nicicolli 18.10.10 - 21:25 Uhr

"Warum soll mein Sohn erst in der Schule lesen lernen? Laut dem Buch, fällt es einem 6 Jährigen schwerer Lesen zu lernen als einem 3 Jährigen. Und für mich waren die Erklärungen sehr einleuchtend. "

Weil in der Schule ein bestimmtes Lernsystem vorherscht! Wenn dein Kind jetzt schon lesen lernt, könnte es dann Probleme bekommen! Weniger weil es sich langweilt, sondern weil es schlicht umlernen muss, da wird erst mal mit Lauten gelernt und nicht nach der Schreibweise der Wörter! Mittlerweile ist es in den meisten Schulen so!

Bevor ich mit dem System anfange dem zweijährigen Kind das Lesen beizubringen, würde ich mich erst mal mit den gängigen Schulsystemen auseinandersetzen! Und schauen inwiefern sich diese Sachen miteinander verbinden lassen! Nicht das du wirklich mehr Probleme schaffst! Die Schulsysteme in anderen Ländern sind auch anders, da lässt sich das vielleicht besser einbinden!

Der andere Punkt den ich sehe, wenn ein Kind in dem frühen Alter schon lesen kann, dann kann es ja auch viel lesen was vielleicht einfach noch nicht für Kinderaugen bestimmt ist! Und dann bekommen die Kinder Dinge vor die Augen in der Umwelt, wo sie hinterfragen müssen weil sie evtl. mit der Bedeutung Probleme haben!

Außerdem was ist der Vorteil daran das ein Kind so früh lesen kann? Muss man dann nicht mehr vorlesen? Soll das Kind dann selber lesen!

Ich denke ein Kind sollte erst mal wissen was ein Ball ist bevor es weiß wie man Ball schreibt!

Unterm Strich solltest natürlich du es wissen! Aber mir erscheinen viele Ratschläge und Theorien in Büchern einleuchtend, aber oft sind die einseitig erklärt! Jeder will ja seinen Ratgeber als den einzig richtigen erklären! Wenn das sooo toll wäre, gäbe es das Buch doch noch oder nicht?

Beitrag von ballroomy 19.10.10 - 10:45 Uhr

Ich kenne das System mit den Anlauttabellen zumindest grob.
Das klappt gut bei älteren Kindern, aber nicht mit einem 2jährigen. Auf www.kinder-lernen-lesen.de wird das ganz gut erklärt, finde ich.

Ich kann schon verstehen, dass Du Bedenken hast, wenn er ein bißchen was lernt nach einer Methode und dann kommt in der Schule was ganz anderes.

Mein Ziel ist aber ihm richtig lesen beizubringen. Ich höre ja nicht zwischendurch einfach auf. Wenn er schon flüssig lesen kann wird ihn bestimmt niemand mit Lautieren beschäftigen wollen.
Es gibt doch inzwischen in der Grundschule das System der Differenzierung, die Schüler arbeiten in ihrem eigenen Tempo mit Arbeitsblättern. Die Schüler sind eh nie alle auf einem Wissensstand, damit müssen die Lehrer doch klarkommen.

Ich weiß auch nicht, ob Vincent in Deutschland zur Schule gehen wird oder zumindest für einige Jahre im Ausland. Da starten die Schulen z.T. mit 4 Jahren schon.

Ach so, natürlich lese ich weiter vor ;-) Das macht doch Spaß :-)

Viele Grüße
ballroomy







Beitrag von nicicolli 19.10.10 - 21:20 Uhr

Wenn dein Kind auch schon rechnen kann wird es wenn es lesen kann einfach ne Klasse überspringen und direkt in die zweite gehen! Das ist übrigens heftig denn der Sprung zur dritten ist sehr hoch! Zumindest hier bei uns!

Kann er nur lesen ohne schreiben, vermute ich wird er das Lautieren lernen müssen, denn mit dem lautieren lernen sie ja auch schreiben!

Die Kinder sprechen und hören die Buchstaben! Sie hören anfangs nicht die Wörter sondern lediglich wo ein bestimmter Buchstabe vorkommt! Dann fangen sie an mithilfe der Bilder erste Wörter zu schreiben. Sie lesen also nicht in dem sie sich das Wort "einprägen" sondern in dem sie es nennen wir es bilden! Das heißt sie lesen verhältnismäßig zügig und können so auch ihnen unbekannte Wörter "bilden" und müssen sie nicht kennen! Parrallel dazu lernen sie das Buchstabenschreiben und Zahlenschreiben! Greift sozusagen alles ineinander!

Bei deiner Methode lernen sie im Endeffekt das Wort kennen und merken sich sozusagen das Wort wie es geschrieben wird! Über zwei bis drei Jahre merken sie sich dann so allmählich die einzelnen Buchstaben! Und wissen was ein A oder B ist! Aber ich bin mir nicht sicher ob sie diese Buchstaben dann gezielt einsetzen können! Sprich wenn man sagt ein W ein A ein L was ergibt das? Dann sollte das Kind wissen das es ein WAL ist! Ich vermute mal das sie das bei der Methode noch nicht können! Also Buchstabieren können sie denke ich mal nicht! Bei der Methode mit Anlauttabelle können sie das eben! Das müssen sie dann ja trotzdem erst lernen!


Das sind so die markanten Unterschiede die mir aufgefallen sind! Das heißt im Lesen könnte dein Kind sich sehr langweilen, während alles andere ganz schön anstrengend wird! Einziger Vorteil, dein Kind kann die Aufgaben in den Heften schon lesen, aber das wird ja von den Lehrern auch erklärt!

Bei uns an der Schule waren solche Vorkenntnisse nicht erwünscht! Und Arbeitsblätter für Kinder nach dem Wissenstand gibts bei uns nicht! Alle machen das gleiche! Kinder die schneller sind müssen halt mal ein Blatt mehr machen! Also mehr Ms oder Is oder so schreiben oder verschiedene Arbeitsblätter mit Zahlen! Wenn ein Kind selbst das kann ohne was lernen zu müssen, dann wird meist angeraten zu springen!

Wünsche dir viel Glück! Du kannst übrigens auch die Wörter am PC ausdrucken so wie sie es in dem Video gemacht haben! Einfach auf jedes eins, und das ganze dann wie ein Buch zusammen heften!



Beitrag von ballroomy 20.10.10 - 17:14 Uhr

Die Wörter für die Lernkarten habe ich auch ausgedruckt. In rot, genau wie in dem Video zu sehen. Allerdings habe ich sie nicht laminiert, dafür auf festeren Karton (Karteikarten) aufgeklebt.

Die Grundschulen die ich kenne, haben alle dieses System mit der Differenzierung.
Es gibt auch häufig Flex-Klassen.
Na mal abwarten. Kann auch gut sein, dass wir ins Ausland gehen, dann wird er dort in die Schule kommen.


Meine Schwiegermutter konnte mit 4 oder 5 Jahren lesen. Ihr hats nicht geschadet. ;-)
Viele Grüße
ballroomy

Beitrag von annischatzi 21.10.10 - 21:32 Uhr

hallihallo,
ich melde mich dann mal zu Wort. ich bin die Freundin mit dem Mann der so lesen gelernt hat. Und ja, er hat wirklich lesen gelernt nicht nur Wörter erkennen in Texten die er kannte. Es gibt ein Video von ihm mit 2,5 Jahren, wo er ein neues Buch vorliest (die Waldmaus und die Feldmaus ;-))
Auch seine Schwestern, eine von ihnen Schwerbehindert, eine "normal" haben so lesen gelernt.
Ich habe das System also von seiner Mama, also sie hat mir davon erzählt und ich mach das jetzt mit Max auch. Ihm macht es Spaß und es hat nichts mit "Lesen lernen" im Sinne von "Lernen in der Schule" zu tun, sondern es ist ein SPIEL. Es ist genau das selbe, ob ich Max frage "was ist das?" und zeig ihm einen Ball oder ich frag ihn "Was steht da?" und zeig ihm das Wort Ball. alles was Kinder machen, ist lernen, da sind wir uns wohl einig. wir spielen/lernen den ganzen Tag, mit Lego, mit Klettern, Balancieren, Ball spielen, Malen, Kneten...und eben auch mit Karten lesen. Max fragt inzwischen auch immer wenn er Wörter irgendwo sieht "Steht da?" und will wissen, was das heißt.
hier sind einige Argumente gekommen, die für mich einfach keine sind! Dass er in der Schule nach einem anderen System lesen lernen soll spielt doch gar keine Rolle, wenn er dann schon lesen kann. Und wenn er dann das neue System erst erlernen muss, dann ist das doch auch ok, das müssen die anderen Kinder ja auch, also hat er da schonmal keinen Nachteil.
Ich bringe meinem Sohn ja nicht lesen bei damit er es früher kann als andere. Was andere ihren Kindern beibringen ist mir relativ egal. Ich finde es ist sinnvoll, es ist eine Beschäftigung, die Abwechselung zu anderen Spielen bringt und uns Spaß macht. Wenn er mal keine Lust hat, dann eben nicht. Wir spielen auch Karten suchen ( Ich verstecke verschiedene Karten und er soll eine bestimmte holen) und und und. Klar kann man das auch mit Gegenständen machen, aber im Prinzip ist es das gleiche, nur lernt er nebenbei noch lesen.
Viel wichtiger finde ich, dass er lernt zu lernen und dabei Spaß hat. Dass lernen nichts erzwungenes ist, wo man still sitzen muss.

Er könnte Sachen lesen,die nicht für Kinder bestimmt sind??? Na ja , für mich ein sehr dünnes Argument, denn Kinder sind grundsätzlich Dingen ausgesetzt, die nichts für sie sind. Sie sehen Betrunkene in der Stadt sitzen, Unfälle, Prügeleien, Drogenabhängige...da muss man nicht im Ghetto für Wohnen, sondern nur mal durch die Stadt gehen. Beim einkaufen die leicht bekleideten Damen in der Bild Zeitung und und und. Klar kann er dann vielleicht Dinge lesen, die nicht für Kinder sind, aber dann erklär ich ihm das oder aber auch: Nur weil er ein Wort lesen kann, weiß er die BEdeutung ja noch nicht. Da sind Bilder ja schlimmer ;-)

Synapsen bilden sich auch beim singen und so- klar, aber es kann ja nicht schaden noch mehr Synapsen zu bilden ;-)

Ich mach all die Dinge die andere Mamas auch mit ihren Kindern machen. Wir spielen, wir schwimmen, malen, tanzen, singen, gehen spazieren, fahren Laufrad und und und
das einzige andere ist, dass wir unsere "Spielpalette" um das Lesen erweitert haben. Und oh, es gibt auch noch ein Mathe-System mit Punkten, Mengenlehre eben. Auch das spielen wir und es bringt was: er kann Zahlen nicht runter rattern, sondern weiß was 3 und 4 sind, also den "Inhalt"

Ob mein Kind das können muss??? Nein, natürlich nicht. Wenn er nicht richtig lesen lernt, dann eben nicht. Wir haben Spaß dabei und wenn er was lernt, dann ist das super!


Ach und das mit der Schule, so von wegen "Kinder müssen erst mit 6 lesen lernen" ist ahhhh, wenn mein Kind mit 2 Fußball spielt, sag ich dann auch "Nein, nicht den Ball schießen, man darf erst mit 3 in den Fußballverein"#klatsch

so, das waren mein Senf dazu :-)