Lesen lernen. HILFE!

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von lilly7686 18.10.10 - 13:33 Uhr

Meine Lieben, ich verzweifle!

Bitte, ich brauche eure Tipps, sonst werd ich wahnsinnig!

Das Lesen lernen ist eine QUAL!

Mein Kind kann einfach nicht zusammen-lauten.
Da steht AMIR und ich seige Buchstabe für Buchstabe und sage ihr, sie soll jeden Buchstaben einzeln zusammenhängend aussprechen.
Sie sagt: Ein A ein M ein I und ein R. Und ich sag sie soll das ohne "ein" aussprechen. Dann gehts. Dann sag ich ihr, sie soll das ganze Wort aussprechen und sie sagt "Rami". Und ich sag nein, das heißt nicht Rami. Versuchs nochmal.

Sie lautet wieder jeden Buchstaben. Als ganzes Wort sagt sie dann "Mira" und solche Dinge.

Ich würde ja schon an Legasthenie denken. Aber das glaub ich nicht.

Das Problem meiner Tochter ist: sie schaut einfach nicht auf den Zettel oder ins Buch! Sie buchstabiert jeden Buchstaben, dann schaut so woanders hin. Und sagt einfach irgendwas.

Leute, was soll ich machen??? Ich fürchte langsam, ich hab nicht die nötige Geduld, um meinem Kind beim Lesen zu helfen!

Wie bring ich sie dazu, auf die Wörter zu schauen??? Wie schaff ich es, dass sie nicht in der Gegend rum schaut?

Ich hab ihr ja schon angeboten, die Hausaufgaben später zu machen. Aber sie will sie gleich nach dem Essen machen. Beim Schreiben hat sie auch gar kein Problem. Das macht sie immer alleine und sehr gut!

Aber das Lesen ist die Hölle!
Sie will ja lesen! Aber sie ist immerzu mit anderen Dingen beschäftigt. Ich hab versucht, mit ihr im Wohnzimmer zu lesen. TV und Radio sind dabei natürlich ausgeschaltet.
Ich hab schon versucht, mit ihm am Schreibtisch oder in der Küche zu lesen. Am Esstisch, bei den Großeltern...
Es nützt alles nichts.

Ich hab jetzt, nachdem ich absolut keine Geduld mehr hatte, ihr gesagt, wir lesen nach dem Klavierunterricht weiter.
Ich finde ja, sie braucht etwas Pause zwischen Essen und Hausaufgaben. Oder wenigstens nicht alles auf Einmal machen. Aber sie will alles gleich erledigt haben, trödelt dann aber furchtbar. Sie braucht oft eeeewig. Ich lasse sie gerne, so lange sie möchte. Aber warum tut sie das? Ich hab das Gefühl, sie will eigentlich gar nicht. Warum wartet sie dann nicht ein bisschen und lernt erst später?

Habt ihr Tipps, wie ich ihr helfen kann, ohne ungeduldig zu werden? Ich hab wohl einfach keine Nerven...

Beitrag von ilva08 18.10.10 - 13:54 Uhr

Hallo Lilly,

keine Bange: Manchmal scheint es ewig zu dauern, bis die Kinder kapiert haben, wie das mit dem Zusammenziehen der BS geht. Und dann macht es auf einmal FLUPP! und es klappt.
Keine Panik, nach gerade mal sechs Wochen Schule geht es noch vielen Kindern so wie deiner Tochter!

Portioniere ihr die Wörter in Silben, das hilft. Und: Lesenlernen hat auch viel mit Imitation zu tun. Also ruhig auch mal etwas vorsprechen, wenn es partout nicht klappen will.

"Lesetreppen" sind für viele Kinder ebenfalls hilfreich. Hierbei wird das Wort BS für BS aufgebaut:

L
La
Lam
Lama

(immer nur eine Zeile nach der anderen schreiben).

Baue erstmal nur Wörter, die aus Dauerlauten (M, L, S, R... alle Laute,die man in die Länge ziehen kann) und Vokalen bestehen (und zwar im Wechsel: Momo, Limo, Rose, usw.).
Bei den sogenannten Verschlusslauten (P, T, K, G usw.) fällt das Zusammenziehen nämlich wesentlich schwerer.

Ich schick dir mal eine Portion Geduld rüber! #winke

LG Ilva

Beitrag von lilly7686 18.10.10 - 14:50 Uhr

Hallo!

Also das mit der Treppe find ich super! Das werd ich mal versuchen!

Naja, unsere Schule legt sehr viel Wert aufs Lesen. Deshalb hat Leonie auch jeden Tag eine Leseaufgabe. Meist ist noch etwas schreiben (Buchstaben oder Ziffern) dabei, aber Lesen immer.
Es sind bestimmte Worte, die sie als Hausaufgabe lesen muss.
Heute haben sie das R gelernt. Sie kann mittlerweile das M, A, I, O und R. Außerdem haben sie zwei ganze Worte gelernt: ich und gern.
Als Leseaufgabe sind also nur Worte, die aus den gelernten Buchstaben bestehen.


Hm, ich war eigentlich immer der Meinung, man soll nicht vorsprechen! Ich dachte, dann würde das Kind doch nur nachsprechen und nicht lesen lernen!
Aber es stimmt, du hast wohl Recht. Wenn sie keine Ahnung hat, wie das Wort klingen soll, ist das Lesen doch recht schwer...

Danke für die Geduld, ich werd versuchen, die einzusetzen! :-)

Beitrag von ilva08 18.10.10 - 17:31 Uhr

Hallo nochmal,

ja, das mit dem Vorlesen ist natürlich etwas für den Notfall, wenn außer raten nix mehr geht. ;-) Mach es einfach von deinem Bauchgefühl abhängig, wann du einmal etwas vormachst. Eben dann, wenn du das Gefühl hast: Wenn ich jetzt nicht nachhelfe, damit es weitergeht, wird mein Kind völlig frustriert.

Beitrag von lilly7686 18.10.10 - 18:58 Uhr

Hallo nochmal!

Du, ich muss dir echt nochmal richtig danken!

Also: Danke danke danke danke danke!!!

Wir habens gerade mit der Lesetreppe versucht und das geht suuuper! Bisschen nachhelfen musste ich bei wenigen Wörtern, aber das Meiste ging super alleine!

Ich werd ab jetzt alle Wörter erst mal als Lesetreppe rausschreiben und dann soll sie erst aus dem Buch lesen.

Danke dir! Die Idee ist spitze!

Beitrag von celini13 18.10.10 - 13:58 Uhr

Wie lange geht deine Tochter denn schon zur Schule?
Meine Große geht seit 9.8. Was das Lesen betrifft, kann ich auch nicht sagen, dass sie es schon beherrscht. Aber ehrlich gesagt, habe ich das auch noch nicht von ihr erwartet. Sie kann, so wie Deine, kurze Worte buchstabieren oder beim Lesen die einzelnen Buchstaben der Worte benennen, aber unbekannte Wörter kann sie noch nicht selbstständig zusammenziehen. Um mit ihr lesen zu üben, lass ich sie mir also die Buchstaben nennen, die sie kennt. Da versucht sie bekannte Silben im Wort zu erkennen - wie z.B. -mi oder -ma. Wenn sie aber trotzdem nicht das Wort erfassen kann, lese ich es ihr vor und weiter gehts. Irgendwann später arbeite ich das Wort wieder ein. Wenn sie es dann noch nicht erkennt, dann zerlegen wir es gemeinsam. Manchmal kommt sie dann ganz allein auf das richtige Wort, wenn nicht, lese ich es noch einmal vor.
Ich denke mit deiner Methode verlangst du zu viel von ihr. Was wäre so verkehrt daran, ihr das Wort einfach vorzulesen? Sie muss doch erst mal ein Gefühl dafür bekommen, dass das Wort so oder so klingt, wenn es so aussieht.
Was ich auch sehr empfehlen kann: Buchstabenwürfel oder die Lesespiel von Noris oder Ravensburger. Damit kann man Worte und Silben selber legen und vorlesen. Bei den Spielen gibt es noch Bildkärtchen dazu. Wir haben das Spiel von Noris und es geht sehr gut. Meine Große kann so spielerisch ein Gefühl für die Buchstabenwelt entwickeln.
Du erwartest vermutlich einfach schon zu viel von ihr, deswegen kommt es dann zu Ungeduld und die Kleine verliert auch die Motivation. Dabei lässt sich Lesen sehr gut nebenbei lernen - beim Einkaufen, wenn man in der Stadt unterwegs ist, beim Spielen... Überall ist Schrift und Geschriebenes. Da muss man sich nicht stundenlang an den Tisch setzen und versuchen starr vor sich hinzulesen. Überall ein kleines Häppchen ist mehr wert als 1/2 Stunde strammes Training.
Wenn du trotzdem nicht das Gefühl hast, Ruhe und Geduld reinzubringen, dann frage doch jemand in der Familie - Oma oder Opa, Onkel... Vielleicht gibt es ja im näheren Umfeld mit Engelgeduld.
Druck führt leider nur zu Frustration - deshalb schicke ich dir eine Portion Geduld#tasse

Beitrag von lilly7686 18.10.10 - 14:58 Uhr

Hallo!

Leonie geht seit 6.9. zur Schule.

Überall ein Häppchen zu lernen klingt ja eigentlich super! Nur leider ist es so, dass Leonie ihre Lese-Hausaufgaben hat. Und die sollte sie nun mal lesen.

Aber ich bin gerade auf die Idee gekommen, ihr Kärtchen zu machen und einfach ab und zu mal ein Kärtchen zu lesen.
Meinst du, das wäre was?

Das mit Hilfe aus der Familie: meine Stiefmutter liest öfter mit Leonie. Das hilft mir sehr, denn sie hat wesentlich mehr Geduld als ich ;-)
Leider ist sie bis Donnerstag im Urlaub...

Aber ich bin die Mama, ich sollte doch mit ihr lernen, oder? Ich fühl mich so ungut, wenn ich gewisse Verantwortungen auf andere übertrage. Da fühl ich mich nicht wohl damit...

Aber danke für die Portion Geduld! Die brauch ich sicher ;-)

Danke!

Beitrag von celini13 19.10.10 - 08:52 Uhr

Hallo,

Das mit den Kärtchen ist eine sehr gute Idee.

Ich kenne das, dass man als Mama meint, immer alles selber machen zu müssen. Manchmal tut die Abwechslung dem Kind auch gut. Andere haben wieder andere Methoden und manchmal fruchten die mehr. Auch als Mama kann man nicht alles immer gleich gut leisten, da tut ein bisschen Input von außen ganz gut.

Da sie erst so kurz in der Schule ist, ist es auch wirklich noch besser, wenn du ihr die Worte, die sie nicht gleich bringt auch vorliest.

Also, viel Glück und gutes Gelingen

Beitrag von gr202 18.10.10 - 14:02 Uhr

Hab einfach Geduld, bei meinem Sohn hat es letztes Jahr bis ca Februar gedauert und dann - von einem Tag auf den anderen - hat es plötzlich geklappt.

Aber Dein Beitrag hätte vor einem Jahr auch von mir stammen können.

Gruß
GR

Beitrag von 5678901234 18.10.10 - 14:39 Uhr

warum lasst ihr den kindern keine zeit es in der schule in ihrem tempo zu lernen?

ich verstehe nicht warum ihr den job der lehrer übernehmen müsst?!
kein wunder dass viel kinder die lust am lesen verlieren bevor sie es überhaupt ansatzweise beherrschen....

Beitrag von lilly7686 18.10.10 - 14:54 Uhr

Sorry, aber wenn sie als Hausaugabe LESEN soll, dann muss ich wohl mit ihr lesen oder?

Ich habe hier her geschrieben, weil ich Hilfe wollte, und keine Vorwürfe!

Orientier dich mal an den Beiträgen deiner Vorschreiberinnen, die hatten konstruktive Kritik für mich. Was du hier schreibst ist keineswegs hilfreich.

Beitrag von why-is-me-so-dumb 18.10.10 - 16:07 Uhr

Naja, uns wurde am 1. Elternabend gleich von der Lehrerin gesagt, dass die Kinder sehr davon profitieren würden, wenn sie zu Hause täglich 10 Minuten Lesen üben. Sie hat auch angeboten, zu diesem Zweck geeignete Bücher für Leseanfänger zu bestellen.
Wir leihen uns die Bücher und die Mini-Lük Hefte zum Lesenlernen aus der Bücherei aus und unser Sohn hat großen Spaß dabei.

Beitrag von kiki290976 19.10.10 - 11:25 Uhr

Also ich weiß ja nicht, ob Du ein Kind hast und wenn ja, ob es denn zur Schule geht. Denn wenn ja, dann wüßtest Du auch, dass Hausaufgaben oft aus Lesen bestehen und von allen Lehrern empfohlen wird, mit den Kindern das Lesen regelmäßig zu üben.

So wie Du denkst, denken Eltern, die meinen, sie müssen sich gar nicht um Hausaufgaben und Schule kümmern und alles auf die Lehrer abwalzen. Vor allem dann, wenn das Kind dann mal schlecht in der Schule ist, dann sind es die Lehrer Schuld.....

Deine Kritik ist völlig fehl am Platz.

Beitrag von jenni1981 18.10.10 - 14:42 Uhr

Du brauchst Geduld. Meine Tochter ist dieses Jahr auch in die Schule gekommen. Nach den wenigen Wochen verlang ich sowas noch nicht mal von ihr so perfekt. Sie hatten über die Ferien 3 Seiten der Fibel zum Lesen üben auf. Naja diese konnte sie auswendig. Wir schauen überall und sie versucht zb Straßennahmen zu lesen oder beim Einkaufen. Klar sind das dann schwere Wörter aber ich helfe ihr dabei und sage auch wie es heißt. Meine Mutti ist Grundschullehrerin und meinte, dass es bis zu den Winterferien im Februar bei den meisten Kindern dauert bis sie das zusammen ziehen verstehen. Bei manchen macht es wohl erst in den nächsten Sommerferien klick. Naja bei meiner Maus hat es jetzt in den Herbstferien klick gemacht und seitdem wird alles versucht zu lesen und zu schreiben und es klappt schon super. Bei euch wird das auch noch soweit sein. Muss sie denn jeden Tag lesen üben? Das hatte meine Maus noch nicht als Hausaufgabe bisher auf, also außer jetzt in den Ferien damit sie drin bleiben.

Viele Grüße

Jenni

Beitrag von jenni1981 18.10.10 - 14:44 Uhr

Ach so, du kannst ja auch einfach beginnen, dass sie in der Gute-Nacht-Geschichte die ihr bekannten Wörter vorliest und du den Rest. Und fang erstmal nur mit Wörtern wie "im", "am" an.

Beitrag von lilly7686 18.10.10 - 15:03 Uhr

Hallo!

Ja, sie hat jeden Tag eine Lese-Aufgabe auf.
Unsere Schule legt sehr viel Wert aufs lesen.
Mittwochs gibts auch immer eine extra Lese-Stunde. Dafür hat Leonie sich freiwillig angemeldet. Sie will es also gerne können.
Ich lese ihr auch jeden Abend eine Geschichte vor. Ich selbst lese auch sehr viel. Bei uns gehört das Lesen einfach dazu.

Wahrscheinlich verlange ich deshalb einfach zu viel von ihr. Bzw. erwarte zu viel.

Ihr habt ja alle Recht. Ich verlange zu viel.
Ich hab einfach nur nicht drüber nachgedacht. Für mich war es selbstverständlich, dass mein Kind lesen kann, sobald sie schreiben kann.
Dass das zusammenhängen der Buchstaben nicht so leicht ist, war mir irgendwie nicht klar...

Dabei ist meine eigene Schulzeit ja noch nicht gar so lang her! Ich sollte mehr nachdenken, wie es bei mir damals war. Ich konnte es ja auch nicht sofort.

Lieben Dank für deine Antwort! Ich werd mich bemühen, das Ganze mehr aus der Sicht meiner Tochter zu sehen.

Beitrag von luka22 18.10.10 - 14:54 Uhr

Wenn es so einfach wäre, dann hätte kein Kind auf dieser Welt ein Problem beim Lesen. Für dich ist es kinderleicht zu lesen, für deine Tochter und viele andere Kinder hochkomplex. Das darfst du doch nicht aus der Sicht eines erwachsenen Sehen, der schon seit über 20 jahren liest?
Das man ab und an die Geduld verliert, kann ich schon verstehen. Aber deine Tochter geht doch erst seit ein paar Wochen in die Schule! Mein Sohn geht schon in die 2. und kann, wie andere aus seiner Klasse auch, noch nicht flüssig lesen.

Ich kann dir folgendes Werk sehr empfehlen:
http://www.amazon.de/Lesen-Rechtschreiben-lernen-nach-IntraActPlus-Konzept/dp/3540729348/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1287406271&sr=8-3

Ganz wichtig ist es lange genug Silben zu üben, bevor man mit ganzen Wörtern weiter macht!

Grüße
Luka

Beitrag von lilly7686 18.10.10 - 15:07 Uhr

Hallo!

Danke für deine Antwort!
Ach ja, du hast Recht... Nur, ich lese nicht seit "über 20 Jahren" ;-) Ich lese "erst" seit 18 Jahren ;-)

Aber du hast in jedem Fall Recht. Ich hab einfach nicht dran gedacht, ihr Zeit zu geben. Sie liest super Buchstaben, aber bei Wörtern happerts gewaltig. Irgendwie hab ich so vieles dabei nicht bedacht!
Dass sie die Wörter nicht kennt zum Beispiel. Ich dachte immer, ich darf ihr das nicht vorsagen! Aber wie hier schon geschrieben wurde, sollte ich das. Wenn ich drüber nachdenke ist es logisch. Wie soll sie Wörter aussprechen und lesen können, die sie nie zuvor gehört hat?

Naja, aber WAS sie lesen muss, entscheide leider nicht ich.
Sie hat täglich eine Leseaufgabe auf. Die Schule legt viel Wert aufs Lesen, daher muss es jeden Tag sein. Es gibt sogar eine eigene Lesestunde jeden Mittwoch.

Vielen Dank für den Buchtipp!

Beitrag von frauke131 18.10.10 - 17:12 Uhr

Lass uns zusammen verzweifeln. Ich kenne das! Mein Sohn ist ein intelligenter Junge, der Zusammenhänge erkennt und wiedergeben kann (auch in einem anderen Kontext). Aber er kann nicht lesen. Er ist bereits in der 2. Klasse und ich habe große Angst, dass er wiederholen muss!

Er kennt di Buchstaben mittlerweile halbwegs sicher, verwechselt manchmal m und n oder d und b. Er schaut auch in der Weltgeschichte rum und "rät", statt zu lesen.

Er kann ein wenig Schlagzeug spielen, Schach auch- alles Dinge, die ich bedeutend schwerer finde, als lesen.

Ich kann Dir nicht helfen, außer uns beiden Mut machen, dass sie es schon lernen!!!

Beitrag von janamausi 18.10.10 - 20:11 Uhr

Hallo,

meine Tochter lernt u.a. so ähnlich wie mit der "Leseleiter".

Die Lehrerin schreibt z.B. das Wort Amir auf einen Zettel, dann wird jeder Buchstabe einzeln nach hinten gefaltet. Das Lesen wird dann geübt in dem man nach und nach einen Buchstaben nach vorne faltet und so Buchstabe für Buchstabe das Wort zusammen setzt. Also erst seht da nur ein A, dann klappt man das M nach vorne und es steht da AM, dann kommt das I (AMI) und dann das R (AMIR).

LG janamausi

Beitrag von caro300 18.10.10 - 21:32 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist jetzt in der 2. Klasse und hat teilweise noch große Probleme damit. Er ist auch oft unkonzentriert. Heute hat es aber mal wieder gut geklappt. Ich habe letztes Jahr mit der Klassenleherin gesprochen und sie meinte, der Leseerwerb wäre für die 1. und 2. Klasse vorgesehen. Sie haben dann aber auch schon sehr schnell in der ersten Klasse komplexe Texte gelesen. Da hatte mein Sohn keine Chance und mich beschleicht auch der Verdacht, dass es schon Schüler gab, die lesend in die Schule gekommen sind.

Mit Druck lernt leider keiner lesen. Da hilft nur jeden Tag üben. Am besten 5 bis 10 Minuten. Zeitweise lese ich auch vor und er muss die Wörter mitlesen oder ich mache aus dem Text einen Lückentext und er muss das fehlende Wort lesen. Allmählich wird es so immer besser.

LG
Carola

Beitrag von ulli1000 18.10.10 - 21:33 Uhr

Hallo!
Ein Tip wär noch: Bau ihr eine Lesemaschine.
Das ist einfach ein Papierstreifen, in den du senkrecht einen Schlitz schneidest. Dann schreibst du auf einen anderen Papierstreifen (der ein wenig kleiner sein muss - gerade so hoch, dass er durch den Schlitz passt) die Wörter, die sie lesen soll. Den kleineren Streifen schiebst du nun so durch den Schlitz, dass der erste Buchstaben des Wortes zu sehen ist. Alle anderen Buchstaben sind noch verdeckt. Den muss sie nun so lange aussprechen (du schiebst inzwischen weiter), bis der nächste Buchstabe sichtbar wird und diesen ohne Pause dranhängen. Eine Maschine arbeitet auch ohne Pause und man kann die Maschine ständig hören! Vielleicht klappts so!
Am besten du fängst mit einfachen Wörtern an, die sie so auch schon kann, damit sie das System versteht!
Klingt dann ca. so: MMMMAAAAAAMMMMAAAAA

Hoffe, ich hab mich halbwegs verständlich ausgedrückt, sonst frag einfach noch mal!
Später kannst du im Buch,.. auch so lesen, indem du ein Lesezeichen, etc. so über den Text ziehst, dass auch immer nur die einzelnen Buchstaben sichtbar werden. Und wenn sie dann das Zusammenhängen verstanden hat, das ganze wieder weglassen, denn später lesen die Kinder in Silben und das geht ja so nicht!
Hoffe, ich konnte dir helfen!
lg
ulli

Beitrag von manavgat 18.10.10 - 22:01 Uhr

Warum lässt Du das Kind nicht einfach in Ruhe?

Wenn Du keine Geduld hast, dann lass doch Opa oder Oma machen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von lilly7686 19.10.10 - 07:33 Uhr

Also weißt du, sonst finde ich deine Beiträge immer recht hilfreich. Diesmal gar nicht. Im Gegenteil, es klingt sogar beleidigend.

In Ruhe lassen geht nicht, da Leonie täglich eine Leseaufgabe hat.

Oma und Opa sind aber nicht täglich verfügbar.

Hättest du meine Antworten zu anderen Beiträgen gelesen, wüsstest du, dass ich bereits einen Weg gefunden habe, uns beiden das Leben mit dem Lesen zu erleichtern.

Ich habe hier nach Hilfe gefragt, und diese auch bekommen. Mit Ausnahme von zwei Beiträgen: deinem und einem weiteren.

Lg