wie kann ich es anders machen?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von fragend 18.10.10 - 13:42 Uhr

Hallo!

Ich bin seit über 10 Jahren mit meinem Partner zusammen, er hat psychische Probleme, die er aber dank gut eingestellter Medikation gut im Griff hat, nur passiert es von Zeit zu Zeit,daß er aufgrund einer harmlosen Diskussion, wo vielleicht ein wenig Kritik geübt wird (sorry, aber ich bleibe wirklich friedlich und bin dann nicht verletzend, sage nur einfach dann mal, wenn mir was nicht passt, weil ich finde, es muß angesprochen werden), einfach aufsteht und geht.

Dieses Verschwinden gab es nun schon so 6-7 mal und dauert jeweils zwischen 4-7 Tagen, er kommt dann meistens bei Freunden unter und irgendwann ist er halt dann wieder da.

Nun haben wir seit 2 Jahren ein Kind und je älter sie wird, umso mehr bekommt sie natürlich auch mit, sprich, sie versteht nicht, warum er einfach nicht mehr da ist und dann wieder plötzlich da. Wir haben Rituale, die ich dann natürlich auch allein mache, aber es verunsichert sie, das merkt man ihr deutlich an.

Ich weiß einfach nicht mehr, wie ich damit umgehen soll? Ich nehme mir doch auch nicht einfach ne Auszeit, wenn mir danach ist, es ist unser gemeinsames Kind, aber sie scheint ihm in dieser Zei völlig egal, von mir mal ganz abgesehen.

Kann man einfach so gehen, nur weil einem alles zuviel wird? In einer Partnerschaft muß man doch auch Kritik äußern können, ohne daß der andere dann einfach verschwindet. Ich weiß natürlich, daß dies auch mit seiner Erkrankung zusammenhängt, nur kann man damit alles entschuldigen?


Nach diesen "Auszeiten" sprechen wir dann zwar darüber und er sagt, er würde dies nicht mehr tun, aber wie so oft passiert es eben wieder. Und ich muß unserem Kind dann wieder erklären, warum er nicht da ist. Das finde ich wirklich schrecklich..

Kann mir jemand Tipps geben, wie ich anders damit umgehen kann bzw. etwas anders machen kann? So langsam geht mir das nämlich an die Substanz.

Danke!

LG

Beitrag von redrose123 18.10.10 - 14:00 Uhr

Ist er sonst in Behandlung? Therapeuten? Das ist nicht normal so ein Verhalten und unfair eurem Kind gegenüber.....Einen wirklichen Rat geben kann ich dir nicht leider....

Beitrag von mylife35 18.10.10 - 14:08 Uhr

Leider nicht mehr bei einem Therapeuten, ist beendet wurden, er ist noch in psychiartrischer Behandlung, aber nur vierteljährlich...

Danke Dir trotzdem

Beitrag von cajamarca 18.10.10 - 14:02 Uhr

Hallo

Kann verstehen, dass du genervt bist. Allerdings kann man nicht pauschal festlegen was in einer Beziehung geht und was nicht geht, das macht jedes Paar für sich aus, und das hängt von den jeweiligen Bedürfnissen beider Partner ab. Und wie du selber sagst, kommt bei euch noch die Krankheit deines Mannes hinzu.

Wenn es für dich persönlich nicht tragbar ist, alle anderthalb Jahre ein paar Tage alleine mit dem Kind zu sein, dann ist das möglicherweise ein Trennungsgrund. Wenn es (und bei mir wäre es eher so) in erster Linie um das Prinzip geht, "das macht man nicht", "bei anderen ist das auch nicht so" dann kann man eventuell etwas flexibler sein. Er hat das Bedürfnis, nach einem Streit ein paar Tage Auszeit zu nehmen. Du hast das Bedürfnis, auch offen Kritik aussprechen zu dürfen, ohne dass es gleich eskaliert. Wenn man die zwei Bedürfnisse ohne Wertung einfach auf den Tisch legt, dann findet man vielleicht ein Lösung. Und ein Kind kann verstehen, dass Papa ab und zu mal weg ist, solange die Mutter damit klar kommt.

LG Anke