Infektanfälligkeit: Was sagen Blutuntersuchungsergebnisse aus? (lang)

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Beitrag von claerchen81 18.10.10 - 13:51 Uhr

Hi,

unser Sohn (knapp 3 Jahre) ist schon von Geburt an relativ infektanfällig (Erkältung, Husten), sogar als Stillkind bereits. Relativ häufig heißt i.d.R 1x im Monat. In diesem Sommer das erste Mal so schlimm, dass wir Antibiotika einsetzen mussten (Gefahr einer Sepsis aufgrund bakterieller und viraler Infektion, 8 Tage über 40 Fieber).

Seit diesem großen Infekt sieht er häufig schlecht aus (kreidebleich, dunkle Augenringe). Dabei ißt er ausgewogen und normal, trinkt und schläft normal (soweit ihn ggf. Husten & Erkältung lassen), ist fröhlich, spielt, ist körperlich sehr aktiv, entwickelt sich gut (Sprache/ Sozialverhalten). Wir haben aufgrund der fahlen Haut sein Blut untersuchen lassen und folgende Ergebnisse bekommen:

1. mittlerer Eisenmangel - erklärt u.a. auch Infektanfälligkeit, seit 1,5 Wochen bekommt er ein Eisenpräparat.
2. Leukozyten und Lymphozyten erhöht.
3. rote Blutkörperchen verringert.

Leider hat mir nur ein Vertretungsarzt die Ergebnisse erläutert und ich bin damit sehr unzufrieden. Er sagte, dass die Leukos (bei 14.000) auf eine baktierielle, die Lymphozyten auf eine virale Infektion hindeuten, irgendwo im Körper. Was genau es sei, könne man nicht so einfach feststellen und da er sonst "gesund" (bis auf Husten, Schnupfen etc.) sei, würde man ohnehin nichts weiter machen.

Seit 2 Tagen hört unser Sohn nun schlecht (muss häufig nachfragen, in den Ohren nichts zu sehen), spricht undeutlich (da verschleimt), sagt, dass ihm seine Zähne weh tun und fummelt mit den Händen ständig im Mund (ihm fehlen aber auch noch 4 Backenzähne), er schnupft, hustet und rotzt. Außerdem beginnen die Augen zu tränen und "suppen" (viel normaler Augenschleim, kein Eiter). Er wirkt müde, angeschlagen. Wir warten erneut darauf, dass er uns "umfällt" (Fieber, i.d.R. über 40 Grad).

Er mag also überwiegend "gesund" wirken (er sieht wirklich kreidebleich aus), aber er IST es lt. Blutergebnis nicht - irgendwas wütet in seinem Körper. Und es geht ihn jedesmal an, diese ewigen Infekte schwächen ihn natürlich. Mind. 1x im Monat hat er über 40 Fieber, 1-2 Tage lang, dann ist es wieder weg und der Spaß beginnt von neuem. Aber ich kann gar nicht sagen, wann er das letzte Mal richtig gesund war!

Zum Hintergrund: er geht seit 2 Monaten in einen neuen Kiga, war aber vorher schon 2 Jahre in einer anderen Kita, dh. sein Immunsystem ist nicht davon plötzlich geschwächt, zumal er vorher auch schon so schlecht aussah. Immunkuren mit Schüssler, Sanostol, Symbioflor haben wir durch, brachte alles keine Besserung. Eisenpräparat zeigt ebenfalls noch keine Wirkung.

Erst nächste Woche ist unser KiA wieder da, daher dachte ich, vielleicht weiß hier schon mal jmd. Rat oder hat ähnliches erlebt?
Ich kann den Lütten einfach so nicht mehr leiden lassen, er scheint bis zum Anschlag verschleimt, aber man sieht einfach äußerlich kaum etwas (bis auf Hautfarbe und leichter Schnotter, der aber noch nicht mal gelb ist....).

Gruß und Danke für die Hilfe, C.

Beitrag von mansojo 18.10.10 - 15:36 Uhr

hallo,

in der enuen kita können durchaus andere virenstämme rumfliegen als in der alten kita

die backterielle infektion folgt auf die virale(sekundärinfektion)

mein sohn war auch die gesammte kitazeit krank
ein virusinfekt nachdem anderen

es ist durchaus möglich das er einen infektherd in den nasennebenhölen hat der immerwieder ausbricht

das schlechte hören klingt nach verstopfter tube
ist es nach nasenspray besser?

spült die nase mit kochsalz
sorgt für ein feuchtes raumklima so das die schleimhäute nicht austrocknen
ich hab gute erfahrung mit bepanthen nasenspray gemacht das pflegt die schleimhaut sehr gut

alles was wir ausprobiert haben um die abwehrkräfte zu stärken hat nichts gebracht
mit beginn der schule ist unser sohn einfach rausgewachsen
die infekte wurden weniger
und mittlerweile hat er gar nichts mehr,nicht mal ein klitzekleinen schnupfen

gruß manja

Beitrag von sweety03 18.10.10 - 16:44 Uhr

Hallo,

ich würde ihn kurzfristig beim HNo vorstellen, wenn er schlecht hört. Eventuell hat Paukenergüsse? Stand mal im Raum, dass seine Rachen- oder Gaumenmandeln vergrössert oder entzündet sind?
Oft ist der Auslöser für permanente Infektionen ja darin begründet.
Und im neuen Kindergarten können wieder ganz andere Viren und Bakterien herumschwirren als in der alten Einrichtung.
Unsere große Tochter (7) hat das erste Kindergarten mehr zu Hause als im Kindergarten verbracht, da sie ständig krank war.
Im letzten Kindergartenjahr wurde es kontinuierlich besser.
Jetzt ist sie in der 2. Klasse und hat in der ersten Klasse 7 Fehltage gehabt, davon 3 wegen eines Armbruchs.
Das wird besser! Und da seine Blutwerte nun nicht soooo beunruhigend waren, würde ich mich erst mal entspannen. Geh mal lieber zum HNo mit ihm, die sind für Ohrengeschichten viel besser als ein Kinderarzt.

Sweety