Wie kann ich meinem Frust und Ärger am Besten Luft machen????

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von sonnenschein-lia 18.10.10 - 20:30 Uhr

Hallo,

bin dankbar für jeden Tip oder Erfahrungsbericht!

habe vor sechs Wochen unsere zweite Tochter bekommen. unsere "Große" ist Zwei Jahre alt.

Das Problem ist, mein Mann musste eine Woche nach der Geburt für insgesamt fünf Wochen (haben es also bald geschafft) beruflich ins Ausland, da war leider nichts dran zu machen....

Das bedeutet, dass ich mich seit der Geburt eigentlich garnicht richtig erholen konnte, nur die aller ersten Tage, sondern gleich wieder in die Vollen gehen musst.

Eigentlich hat alles gut geklappt auch wenn es manchmal natürlich anstrengend ist. Die Große macht es wunderbar, die kleine ist recht Pflegeleicht.

Trotzdem ist es so, dass ich an manchen tagen natürlich sehr sehr erschöpft bin, weil ich eben noch keine Zeit hatte mich wirklich zu regenerieren.

Das Alter der Großen (zwei Jahre) ist ja auch nicht gerade unanstrengend. Sie testet viel aus usw. manchmal bin ich dann echt genervt.... Ich weiß ja das es zu dem Alter gehörft und mache ihr da keinen Vorwurf, das Dumme ist nur das sich der Ärger so in mir aufstaut und ich nicht mal eben zu jemand anderem sagen kann " nimm Du mal für ne halbe Stunde die Kinder ich muss mal raus" oder ähnliches.
Ich will es auf GARKEINEN FALL an den Kleinen auslassen und tue das auch nicht, ich verkneife mir alles!
Das Problem ist, wenn mein Mann dann übernächste Woche wieder da ist, dann muss ich auch oft mit den Kindern alleine klar kommen weil er schichtdienst arbeitet und auch immer mal ein paar Tage weg ist.

Habt Ihr Tips wie ich meinen Frust los werde ohne das die Kinder etwas davon abbekommen (mag auch nicht genervt sein in ihrer Gegenwart)?

LG

Beitrag von fraukef 18.10.10 - 20:40 Uhr

hi

ich find ja persönlich, dass kinder "normales genervtsein" ruhig mitbekommen dürfen - ja vielleicht sogar sollten.

Kinder leben doch nicht in einem Vakuum- Gefühle gehören auch bei Mama und Papa dazu. Nicht immer ungefiltert - wutausbrüche sollten sicher nicht sein - aber genervt, weil das kind sich zum 20. Mal schreiend auf den Boden schmeißt - DOCH!!!

lg
Frauke

Beitrag von sonnenschein-lia 18.10.10 - 20:52 Uhr

Stimmt, da hast Du recht, dass hätte ich dazu schreiben sollen, das finde ich natürlich auch!

Ich habe aber das Gefühl das ich einfach durch das erschöpft sein angreifbarer bin und manchmal zu schnell und unangebracht genervt bin und das tut mir soooooo leid. Ich will ihr ja nicht unrecht tun!

LG

Beitrag von chrilli 18.10.10 - 21:52 Uhr

Huhu!

Ich kann mir gut vorstellen, dass das alles momentan sehr anstrengend für Dich ist #liebdrueck. Hast Du denn keine Oma oder Freundin die mal wenigstens ein - zwei Std. auf Deine Kids aufpassen können? Dann kannst Du in Ruhe ein Bad nehmen, Sport machen - wenn Du schon darfst (ich reagiere mich immer super beim Joggen ab) oder was auch immer Du gerne machst.
Wenn Dein Mann wieder da ist solltst Du ihn unbedingt einspannen so gut es geht, damit Du Dich doch noch ein wenig erholen kannst.

Alles Gute #herzlich

Beitrag von kleenerdrachen 18.10.10 - 22:05 Uhr

Hast du eine gute Freundin, der du die Kinder mal für eine halbe Stunde anvertrauen kannst oder jemanden Verwandtes? Es würde dir ja schon helfen, wenn du mal ein Stück für dich allein wärest und einfach nur mal durch den Park läufst oder so...?
Oder gibt es bei euch ein Mutter Kind Cafe, wo du dich mit anderen Müttern treffen kannst?
LG

Beitrag von uliku 18.10.10 - 22:08 Uhr

Hallo s-l,
als meine ältere Tochter (das dritte Kind) sechs Wochen alt war, hatte ich auch ein ganz schönes Tief. Sie war ein Schreikind, und nach sechs Wochen ohne nennenswerten Schlaf war einfach die Kraft am Ende. Aber ab dann wurde es besser. Nicht unbedingt das Schreien, aber ich lernte besser damit umzugehen. Was ich damit sagen will: keine Sorge, es wird ab jetzt bei euch mit jedem Tag wieder ein bisschen leichter.
Nun sind meine jüngsten Kinder knapp ein Jahr und zweimal zwei Jahre alt (besagte ältere Tochter wird bald sieben, und aus dem brüllenden Säugling wurde nach vier Monaten ein superfröhlicher Wonneproppen). Ich habe also hier auch noch ein nicht unerhebliches Stresspotenziel zu Hause. Aber: ich bin die Ruhe selbst und genieße mein Leben größtenteils entspannt und fröhlich. Weißt du wie ich das mache? Ich nehme die vielen schönen Momente des Tages bewusst war. Heute z.B. hatten wir einen Arzttermin (U). Es war sehr voll, und wir hätten länger als eine halbe Stunde warten müssen. Draußen war herrliches Wetter, also sind wir noch eine halbe Stunde spazieren gegangen. Ich liebe es, in Gegenden, die ich noch nicht wie meine Westentasche kenne, spazieren zu gehen! Wir kamen also tiefenentspannt genau zur richtigen Zeit wieder in die Praxis, anstatt eine halbe Stunde lang im vollbesetzten Wartezimmer graue Haare zu züchten. Am Nachmittag habe ich mich ein Stündchen mit ins Kinderzimmer gesetzt und mitgespielt und beobachtet. Meinen Kindern beim Spielen zuzusehen ist für mich auch eine Kraftquelle. Ich sehe meine Kinder glücklich und konzentriert spielen und bin so dankbar für sie! Der gelegentlich auftretende Frust und Stress verpufft dabei so schnell! Ich habe nicht das Bedürfnis, die Kinder für eine Weile abzugeben, ich erhole mich einfach mit ihnen.
Nun habe ich dir gegenüber natürlich den großen Vorteil, dass ich nächtens durchschlafen und körperlich regenerieren kann. Aber das dauert sicher nicht mehr so lange bei euch (bzw. nach ein paar Monaten hat man sich dran gewöhnt... meine obige ältere Tochter "kam" nachts noch bis ca. zum ersten Geburtstag, und es hat mich nicht mehr gestört).
Langer Rede kurzer Sinn: 1.es wird besser, 2. genieße bewusst die schönen Momente, das lässt den Frust verpuffen.
LG Ulrike