Wie Tod beibringen?

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von deschnegge 18.10.10 - 21:25 Uhr

Hallo!

Mal was trauriges. Lest mal bitte!

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=18&tid=2857131

Wie bring ich es meiner Tochter am besten bei? Hab es heut mit "Sie wird nicht wiederkommen" versucht.
Aber sie interessiert sich nicht dafür. Kein bisschen Traurigkeit. Und da haben die beiden sich solieb gehabt.
Oder kann sie es nicht vertsehn weil noch so jung?

Danke!

Beitrag von 3erclan 18.10.10 - 21:32 Uhr

Hallo

hab gerade gänsehaut!!!

Evlt kann der Kiga es aufgreifen???
Besorg dir ein Buch leider kann ich dir keins empfehlen

Benatworte ihr immer die Fragen meinen habe ich immer gesagt dass mein Vater jetzt oben bei den Sternen sitzt.

lg

Beitrag von andrea2909 18.10.10 - 21:35 Uhr

Hallo

könnte mir auch vorstellen das sie es einfach nicht an sich ran lassen will. Wenn sich die zwei so gut verstanden haben, dann kann es ja auch sein das deine Tochter es einfach nur verdrängen möchte. Leider kann man in die kleinen Seelen nicht reinschauen. Ich würde Sie jetzt erst mal lassen, vielleicht kommt Sie mal von alleine auf dich zu, dann kannst du ihr es immer noch vorsichtig erklären. Bedräng sie nicht.


Ich zünde auch eine #kerze an für das Mädchen.


Gruß
andrea

Beitrag von schullek 18.10.10 - 21:35 Uhr

hallo,
du hast es ihr ja nun gesagt. ich denke im kiga werden sie auch vorbereitet sein. wichtig ist, dass du nun auf fragen gefasst bist. denn die werden kommen. mach dir gedanken, was du glaubst udn was du möchtest, dass deine tochter glaubt. überleg dir wieviel wahrheit du ihr zumuten möchtest. dann bist du nicht so perplex, wenn es kommt.

lg

und jetzt vergess ich dieses posting ganz schnell, sonst werd ich traurig.

Beitrag von zahnweh 18.10.10 - 21:36 Uhr

erst mal eine #kerze

schwer zu sagen.
nicht drängen. auf Fragen kindgerecht aber ehrlich antworten. signalisieren, dass sie JEDERZEIT (anfangs auch mitten in der Nacht) zu euch kommen kann und fragen.

In der Bücherei habe ich mal vor einiger Zeit dieses Buch gelesen

http://www.amazon.de/Abschied-von-Rune-Marit-Kaldhol/dp/377076272X/ref=sr_1_5?ie=UTF8&qid=1287430297&sr=8-5

Darin stirbt der Beste Freund des Mädchens. Ob es schon was für 4jährige ist, weiß ich nicht. Wenn du die Möglichkeit hast, in der Bücherei nach passenden Büchern schauen und selbst vorher anschauen!

Würde es helfen mit der Erzieherin zu reden?
Sie ist vermutlich selbst noch durch den Wind und geschockt. Aber grade wenn es die Kindergartengruppe betrifft, werden dort auch Fragen aufkommen und drüber geredet werden. Vllt. sie mal fragen?

Und dann eben wichtig:
Dein Kind in allen Fragen und Gefühlsmomenten ernst nehmen. beim Trauern genauso beim fröhlich sein, wenn sie an Schöne Momente mit dem Mädchen denkt. Auf Fragen antworten so gut du kannst. Auch dann wenn die Fragen erst in einem halben Jahr kommen könnten...

Viel Kraft für euch alle!

Beitrag von annabaggerschaufel 18.10.10 - 22:16 Uhr

Das ist wirklich grausam#schock#heul!!!!!

Die arme Mutter von dem Mädchen......ich will gar nicht weiterdenken!!!

"Abschied von Rune" ist wirklich ein tolles Buch. Es gibt aber noch ein Buch, in dem es um einen Bären geht, der Abschied nimmt.

Aber da es sich ja um den Tod eines Kindes handelt würde ich zu "Abschied von Rune" tendieren.

Vor 8 Wochen ist meine Omi gestorben und als ich das Jakob (fast 4 ) gesagt hab, hat er auch nur gelächelt...

Naja, was hätt ich anderes erwarten sollen?! So kleine Kinder verstehen das nun mal nicht.
Ich hab ihm halt versucht zu erklären, dass die Omi im Himmel ist und mit ihm das Grab besucht.

Soweit reicht das Verständnis einfach noch nicht.

Ich denke aber, dass die Erzieherinnen schon vorbereitet sind auf die Situation.

Alles Gute
Anna

Beitrag von luka22 18.10.10 - 22:36 Uhr

Ich denke Kinder gehen mit dem Tod ganz anders um und vielleicht trauert sie im Moment auch nicht! Ich würde sie einfach in Ruhe lassen. Wenn es sie beschäftigt, dann wird sie sicher ihre Fragen stellen.

Liebe Grüße
Luka

Beitrag von schneeflocke75 19.10.10 - 00:08 Uhr

Wie schrecklich!
Es gibt Kinderbücher zu dem Thema.
Aber ich denke, der Kindergarten wird darüber reden.

Beitrag von meandco 19.10.10 - 03:31 Uhr

das kommt erst mit der zeit ...

meine tochter war 2 und dabei als ihr uropa mit hirnblutung und starken schmerzen ins kh gebracht wurde und am nächsten tag starb ...

am schwierigsten war es ihr beizubringen dass es gut ist ihn ins kh zu bringen. als er dann gestorben war hat sie nicht viel dazu gemeint. ich hab ihr ihre fragen beantwortet (kam nicht viel am anfang) und gut war. dann hab ich ihr auch erklärt, dass ihr uropa da im sarg liegt. sie hat ihm dann blumen gebracht #heul#verliebt

sie hat dann erst die wochen drauf nachgefragt, als der wirklich nicht mehr kam und sein bett an dem sie so gern mit ihm gespielt hat leer blieb. wo ist er, was macht er, ... darauf solltest du dich vorbereiten. alles andere würd ich einfach mal so belassen wie es ist

lg
me

Beitrag von fraggle07 19.10.10 - 07:26 Uhr

Hallo,
das ist sehr traurig!

Aber erwarte nicht von Deiner Tochter dass sie traurig ist. Ich habe in meiner Familie die Erfahrung gemacht, das Kinder anders und erst viel später traurig sind.

Vor zwei Jahren ist der Mann meiner Cousine gestorben.
Ich war auch im Hospiz um Abschied zu nehmen.
Als wir auf dem Rückweg waren, hat der kleine Sohn (damals 8 Jahre alt)
in epischer Breite von einem Otto-Film erzählt und gelacht.

Wie schon gesagt wurde: Mach dich auf Fragen gefasst.

Alles Gute und Grüße

Beitrag von girl08041983 19.10.10 - 07:46 Uhr

Hallo,

ich denke die Kinder gehen damit anders um als wir, wir versuchen grad unseren Kindern beizubringen, dass ihr Oma gestorben ist, die sie erst einmal gesehen haben.
Im Dezember fahren wir alle dahin und wir machen das Schritt für Schritt.

Lg

Beitrag von mikolaus 19.10.10 - 16:25 Uhr

Ich war mal auf einem Vortrag zu dem Thema. Vor dem Grundschulalter, oft erst danach können Kinder nichts mit dem Begriff "Tod" anfangen. Sie verstehen ja noch nicht mal, was "Leben" ist. Sehen keinen Unterschied zwischen ihrem geliebten Spielzeug und einem Haustier. (Über das verlorene Kuscheltier wird auch lange getrauert)

Kinder kennen auch nicht "für immer", ist die Freundin in Urlaub, ist sie weggezogen? Für deine Tochter ist sie nur "weg". Den Rest kapieren sie zum Glück oft noch nicht.

Ich wäre an deiner Stelle einfach froh, dass sie ihre Freundin nicht vermisst.