Wie lerne ich ihm das schreiben richtig? Fast 5 Jahre...

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von simaic 18.10.10 - 22:36 Uhr

Hallo,
unser Sohn wird im Januar 5. Er zeigt momentan großes Intersese daran schreiben zu lernen und kann auch schon ein paar Wörter. Ich habe eigentlich nie groß wert darauf gelegt, dass er schreiben kann bevor er eingeschult wird. Autofahren soll man ja auch nicht können bevor man den Führerschein macht ;-) Aber wenn er halt so großes Interesse zeigt, dann würde ich ihm schon gern was beibringen. Aber ich habe halt Angst, dass er das falsch lernt und ihm die Umstellung in der Schule dann schwer fällt. Weil die einzelnen Buchstaben werden ja in einer ganz bestimmten Reihenfolge geschrieben oder? Meine Schulzeit liegt schon lange zurück und wie es aktuell in der Schule gehandhabt wird weiß ich nicht, weil ich mich mit dem Thema noch überhaupt nicht beschäftigt habe. Unser Sohn wird ja erst 2012 eingeschult. Aber wie gesagt - wenn er was lernen will dann darf er das. Aber halt richtig... Wobei ich ihn auch nicht demotivieren möchte indem ich dann immer daneben sitze und sage: Nein den Buchstaben schreibt man nicht so, sondern so... Bin da jetzt total verunsichert. Wie kann ich das am BEsten anstellen? Soll ich ihn die Buchstaben so schreiben lassen wie er will? oder gibt es vielleicht Lernhefte, die ihr empfehlen könnt? Wie würdet ihr das machen?
Wäre euch für Tips sehr dankbar.
Lg
simaic

Beitrag von jolin80 18.10.10 - 22:45 Uhr

Hallo ,

die Kinder lernen in Druckbuchstaben schreiben .
Angefangen hat meine mit dem Mm , Ii , Oo , und jetzt das Tt .
Wobei ich denke das die Reihenfolge der Buchstaben egal ist .

Wenn sie ein Wort schreiben soll oder will soll sie es (und das ist ganz wichtig) so schreiben wie sie es hört.
Will heißen , wenn sie Ampel schreiben wil schreibt sie Ampl , das e hört sie nicht also schreibt sie es nicht .
Teller schreibt meine so : Tela .

Es wird wert darauf gelegt das sie es schreiben wie sies hören , wobei ich als Mutter davon überhaupt nicht überzeugt bin .

lg

Beitrag von bine3002 18.10.10 - 22:50 Uhr

Das ist aber nicht in jeder Grundschule so. Leider... bzw. vielleicht auch ganz gut. Es ist jedenfalls nicht einheitlich.

Beitrag von jarmina 19.10.10 - 00:50 Uhr

Hi,

in der Klasse meine Tochter wurde von Anfang an Wert darauf gelegt, dass die Kinder die Wörter richtig schreiben.

Das ist von Bundesland zu Bundesland verschieden, teilweise von Grundschule zu Grundschule.

Grüße

jarmina

Beitrag von delfinchen 19.10.10 - 07:29 Uhr

wo geht dein kind denn zur schule????
da will ich meine auch einschulen :-)

ich halte von dem ganzen "schreibe wie du hörst" gaaaaaar nix - zumal ich das gefühl habe, dass sich in meiner beratung die lrs-fälle häufen, seitdem so gelehrt wird.

lg,
delfinchen

Beitrag von jarmina 19.10.10 - 09:19 Uhr

Hi,

meine Tochter geht auf die Grundschule in Bad Neuenahr (RLP) und ich hoffe, dass sie das System noch mindestens 6 Jahre durchhalten (ich habe noch zwei Söhne) und nicht doch noch auf diese "Gruselmethode" reinfallen.

Wir wohnen nur ca. 10 km von der NRW-Grenze entfernt und ich weiß von mindestens einer Grundschule im Kreis, die dieses Lesen-durch-Schreiben-Konzept auch benutzt.

Nach allem was ich gelesen habe, täuscht Dein Gefühl Dich bezüglich LRS nicht wirklich. Ich guck mal, ob ich die Links dazu noch finde.

Liebe Grüße

Jarmina

Beitrag von jarmina 19.10.10 - 09:38 Uhr

Hi,

so den interessanten Link gefunden:

http://www.grundschulservice.de/1116707.htm

Da kannst Du Dir mal die Elternbriefe durchlesen, auch wenn sie schon älter sind durchaus interessant.

Liebe Grüße

Jarmina

Beitrag von delfinchen 20.10.10 - 08:06 Uhr

Ganz lieben Dank!

Beitrag von valada 19.10.10 - 09:34 Uhr

Das ist nicht nur von Bundesland zu Bundesland oder von Schule zu Schule unterschiedlich, sondern sogar innerhalb einer Schule von Lehrer zu Lehrer....

Bei uns kenne ich 3 Lehrer/ Lehrerinnen in der Grundschule:

1. nach Gehör schreiben (finde ich auch grausig) und Lesen lernen NACH dem Schreiben lernen.

2. Schreiben und Lesen werden gleichzeitig beigebracht (ohne Schreiben nach Gehör). Zuerst Druckbuchstaben und ab Osterferien Schreibschrift

3. auch Lesen und Schreiben gleichzeitig, Druck- und Schreibschrift wird gleichzeitig beigebracht (diese Kinder haben im Durchschnitt die schönste Handschrift).

LG

Valada

Beitrag von jarmina 19.10.10 - 09:40 Uhr

Hi,

na Du machst mir Hoffnungen #zitter.

Ich habe noch zwei Söhne und die kommen erst 2012 bzw. 2014 in die Schule.

Unsere Lehrerin benutzt übrigens das zweite Konzept.

Ganz begeistert bin ich davon auch nicht, da meine Tochter lange Probleme hatte Druckschrift in Schreibschrift zu übertragen, aber jetzt kann sie es Gott sei Dank.

Liebe Grüße

Jarmina

Beitrag von katjafloh 19.10.10 - 09:51 Uhr

Bei uns gibt es sogar noch eine 4. Variante. ;-)

Mein Sohn hat Lesen und Schreiben gleichzeitig, Druck- und Schreibschrift gleichzeitig gelernt. Allerdings schreiben sie auch noch viel nach Gehör, da sie ja einfach noch nicht wissen können, wie es richtig geschrieben wird.

Wenn sie zum Bsp. selber eine Geschichte sich ausdenken müssen, dann weiß er doch noch gar nicht, wie die ganzen Wörter geschrieben werden, die er da in seinem Text einbaut. So hat er dann natürlich so Sachen, wie: nemen (nehmen), alz (als), Luftbalongs (Luftballons), fligen (fliegen) usw. mit im Text stehen. Die Lehrerin mag nicht, wenn wir sie verbessern, also berichtige ich ihn nur, wenn er mich fragt, wie man es schreibt. Ansonsten kommt dann in der Schule immer der Kommentar, ob denn die Mama geholfen hätte bei den Hausaufgaben. #hicks

LG Katja + Jannik (2. Klasse)

Beitrag von bine3002 18.10.10 - 22:49 Uhr

1. Besorg ihm eine Buchstabentafel mit A wie Affe, B wie Bär usw. Er sollte erstmal große Druckbuchstaben lernen.

2. Lass ihn die Buchstaben so schreiben wie er es für richtig hält. Es ist durchaus normal, wenn sie anfangs auch spiegelverkehrt sind oder einfach komisch aussehen. Das gibt sich von selbst.

3. Lass ihn z. B. zu Weihnachten Karten schreiben, deren Text Du ihm vorschreibst, kurze Sachen wie "FROHE WEIHNACHTEN" und zeige ihm einige Worte bzw. vermutlich fragt er ja auch danach.

4. Bennene die Buchstaben immer als Laut, also nicht BEEE, sondern "Bö".

5. Versuche die Buchstaben gleichzeitig auch zu beschreiben: "Erinnerst Du dich, die Turnstange (für das H) oder Beule am Kopf und am Po (für das B)." So brauchst Du bald nicht mehr daneben sitzen, sondern kannst auf die Fragbe "Wie schreibt man..." auch aus der Ferne antworten.

6. Irgendwann kommt dann der Übergang zum richtigen Schreiben, nämlich das Schreiben nach Gehör. Ich weiß nicht, ob er das schon versteht, aber ich habe es meiner Tochter erklärt, indem ich ihr erstmal die Silbentrennung erklärt habe. Das war dann also MA-MA. Und dann sollte sie erstmal die erste Silbe MA schreiben die ich ganz deutlich ausgesprochen habe, also MMMMMMMAAAAAA. Irgendwann hatte sie es verstanden. Ich sage ihr jetzt die Buchstaben nicht mehr nur vor, sondern lasse sie selbst überlegen. Dabei ist viel Ruhe und Geduld nötig, denn es dauert manchmal eine Weile.

Vielleicht hilft dir auch dieser Link weiter: http://www.kinder-lernen-lesen.de/buchstab1.htm

Beitrag von erstes-huhn 19.10.10 - 08:11 Uhr

Meinem Sohn haben diese Bücher gefallen, in denen er Übungen machen konnte, gibts in vielen Spielwarenläden, auch online, aber da kann man dann nicht reinschauen.

Aber: mein Sohn ist jetzt in der Schule und möchte lieber schon in Klasse 2, weil die da schon lesen,schreiben und rechnen und er eben noch Zahlen und Buchstaben schreiben üben muß. Das ist ihm oft langweilig.

Beitrag von katjafloh 19.10.10 - 09:32 Uhr

Bringe ihm nur große Druckbuchstaben bei, da kannst Du nix falsch machen.
Evtl. begnügt er sich ja erstmal damit seinen Namen usw. zu schreiben. Weiter würde ich die Sachen nicht vertiefen. Würde das dann doch für die Schule aufheben.

LG Katja

Beitrag von engelchen28 19.10.10 - 09:59 Uhr

Ich mein's jetzt nicht bös, aber du "LERNST IHM das schreiben" nicht, sondern du "LEHRST IHN das Schreiben". Wenn du ihm etwas beibringen möchtest, solltest du sicher sein, dass du es ihm richtig beibringst...

Zum eigentlichen Thema: Es gibt schöne Vorschulhefte (Aldi, Buchhandel...), die Spaß machen und spielerisch Wissen vermitteln.

Meine Große ist 5 Jahre und hat mit 3 angefangen zu schreiben. Erst war es "Buchstaben malen", inzwischen schreibt sie ganze Sätze und ja, ich lasse sie schreiben, wie sie möchte bzw. wie sie es hört (z.B. "FEAT" = Pferd), denn so wird es hier in der Grundschule bei unbekannten Wörtern auch gelehrt. Bekannte Wörter dagegen müssen richtig geschrieben werden.

LG

Beitrag von tauchmaus01 19.10.10 - 10:18 Uhr

Gar nicht wenn Du nicht weiß0t wie es in der SChule gelehrt wird.
Meine Kleine hat es von der Großen gelernt und zwar so wie diese es auch in der Schule lernt. Die Lehrerin riet mir dazu sie einfach zu lassen aber nicht mit ihr zu üben. Sonst hat sie nämlich das Problem dass wieder auszubügeln.
;-)

Beitrag von ballroomy 19.10.10 - 10:34 Uhr

Es gibt doch ganz viele Vorschulhefte. Ist da nichts dabei?
Mein Patenkind hatte damit ganz viel Spaß. Er war etwa 4 als er anfing sich für Zahlen und Rechnen zu begeistern. Aber es gibt bestimmt auch ansprechende Hefte für Lesen und Schreiben.

Viele Grüße
ballroomy

Beitrag von ballroomy 19.10.10 - 12:48 Uhr

Du kannst auch hier mal gucken:

www.kinder-lernen-lesen.de


Grüße
ballroomy

Beitrag von quickys1 19.10.10 - 10:36 Uhr

Hallihallo,

ich bin der Meinung, du solltest es gar nicht beibringen.

Er malt doch jetzt die Buchstaben auch nur ab. Bzw. den eigenen Namen oder so können die Kids in dem Alter schon alleine.

Mein Sohn wird im Dezember 5 und findet schreiben auch toll.
Er hat ein ABC-Puzzle und eine große Schwester, die ihn nur allzu
gerne korrigiert:-p
Ich werde ihm das Schreiben nicht beibringen.
Klar wenn er fragt, dann sage ich ihm wie dieser oder jener Buchstabe
geschrieben wird, mehr aber auch wirklich nicht. Üben werde ich auf
gar keinen Fall. Dafür ist die Schule zuständig.
Meine Große ist jetzt in der 2. Klasse und daher wüßte ich ganz gut,
was ich machen müßte. Das würde mein Sohn in seinem Alter aber auf
keinen Fall mitmachen. So eine ganze Seite I und i schreiben, da hat der
gar keine Lust drauf.

Also, laß es und antworte nur auf seine Fragen. Das ganze drumherum finde ich noch viel zu früh.

Lieben Gruß

Nicole

Beitrag von mikolaus 19.10.10 - 15:32 Uhr

bei uns wird Wert darauf gelegt, dass ein Buchstabe in einer bestimmten Reihenfolge geschrieben wird, also z.B. beim "M" unten links anfangen und alles in einem Zug schreiben. Die Lehrerin ist nicht begeistert davon, dass die Kinder im Kindergarten "irgendwie" Buchstaben und Zahlen malen durften, jetzt haben sie es sich falsch eingeprägt und es fällt doppelt schwer, es richtig zu lernen. Die Buchstaben und Zahlen sehen auch anders aus, als zu meiner Zeit. Kennst du Grundschüler aus der Schule, in die dein Kind gehen soll? Da könntest du dir mal Unterlagen ansehen, wie es bei euch gemacht wird.

Beitrag von zickentwins 19.10.10 - 16:08 Uhr

Hallo!

Meine eine Tochter hatte auch schon sehr früh großes Interesse am Lesen und Schreiben.

Das Lesen hat sie sich selbst beigebracht. Sie hat mich natürlich immer mal wieder gefragt, was steht da. Ich habe ihr dann natürlich geantwortet. Eines Tages wollten wir auf einen Weihnachtsmarkt. Sie sollte sich die Handschuhe anziehen, sie reagierte aber nicht, sondern stand wie apathisch vor einem Haus. Dann fragte sie auf einmal: "Was ist denn ein Steuerberater?" Das stand auf einem Schild vor dem Haus. Sie war damals noch 4. Bald danach konnte sie den anderen Kindern im Kindergarten Texte in den Bilderbüchern vorlesen.

Und das Schreiben wurde dann automatisch auch immer interessanter. Sie hat mich dann immer wieder gefragt, wie schreibt man das. Ich habe es ihr dann buchstabiert, allerdings mit z.B. mit "b" statt "be". Als sie mit 5 Jahren und 2 Monaten mal nicht im Kindergarten war, weil sie stark erkältet war, hat sie dann eine 2-seitige Fantasiegeschichte geschrieben. Zugegebenermaßen konnte man diese Geschichte nur verstehen, wenn man sie sich selbst laut vorlas, aber es war definitiv eine selbstgeschriebene Geschichte.

Ihre Zwillingsschwester hatte zur gleichen noch keinerlei Interesse an Buchstaben. Zur Einschulung konnte sie ihren Namen und Mama, Papa, Oma und Opa schreiben.

Für die erstgenannte war das erste Schuljahr total langweilig. Sie ist sogar mehrere Male im Unterricht eingeschlafen, bis sie Zusatzaufgaben in Deutsch bekam und im Unterricht Bücher von zu Hause lesen durfte.

Ihre Schwester hat das Lesen und Schreiben ganz normal in der Schule gelernt.

Der Unterschied hat sich in der Schulzeit (sie sind jetzt im 5. Schuljahr) ausgeglichen. Beide sind gut in Deutsch. Und im 4. Schuljahr hat die letztgenannte sogar den Vorlesewettbewerb der Grundschule gewonnen. Denn lesen konnte die eine zwar zuerst, aber betonter und interessanter vorlesen kann die andere.

Was ich damit sagen will, frühes Lesen und Schreiben lernen bringt nicht unbedingt Vorteile für die weitere Schullaufbahn (eher das Gegenteil).Wenn ein Kind etwas wissen will, sollte man ihm natürlich auch antworten. Aber forcieren durch gezieltes Üben würde ich sein Interesse nun auch nicht.

Gruss,
zickentwins

Beitrag von manavgat 20.10.10 - 11:17 Uhr

Ich glaube nicht, dass Du mit Deinen Deutschkenntnissen, das Ziel haben solltest, Deinem Kind bezüglich Lesen und Schreiben etwas beizubringen.

Gruß

Manavgat