Schreit beim Stillen

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von ayer 18.10.10 - 23:33 Uhr

halli hallo,ich hab ein großes problem.
ich habe eine 17 Tage alte Tochter und bis jetzt eigentlich keine nennenswerten probleme beim stillen gehabt.
Sie trinkt gut und wächst und gedeiht.
Nun aber mache ich mir sorgen.Seit gestern ist jede Stillmahlzeit (ab 19:00 uhr schlimmer) mit stress verbunden.wenn sie hunger hat lege ich sie an und sie trinkt erstmal ordentlich los aber so nach zwei drei minuten fängt sie an bei jedem schluck mit hochrotem kopf an zu jammern und zu weinen so als ob ihr das trinken schmerzen bereiten würde.wenn ich sie von der brust nehme hat sie sich aber ganz schnell wieder beruhigt.so kommt sie aber nicht richtig zum trinken und wird dementsprechend nicht satt und ich weiß nicht mehr weiter .hat vieleicht jemand eine idee was hier los ist? An Milchmangel kann es nicht liegen weil die Milch spritzt raus wenn sie zwei, drei mal gezogen hat...

Beitrag von tabi 18.10.10 - 23:59 Uhr

Entschuldige ich bin schon etwas müde, will dir aber trotzdem schnell eine Anwort geben.
Klingt ganz nach "Clusterfeeding"(kannst du googeln :-p sry) und abends ist die Milch nicht so kalorienreich wie tagsüber damit die Kleinen hamstern können für die Nacht.
Still sie nach Bedarf und lass sie so oft ran wie sie will.
Abends sind die Kleinen einfach oft überreizt und unruhig und tun sich schwer ruhig zu stillen. denn das erfordet ja auch enorme Konzentration.
Leg dich mit ihr hin oder kuschel dich aufs Sofa und lass sie einfach an der Brust bzw an und abdocken. auch wenn es stressig ist, für sie ist das enorm wichtig und es wird ganz bald wieder besser.
LG

Beitrag von marlene95128 19.10.10 - 05:44 Uhr

Hallo,

Wir hatten das auch immer wieder. Es waren immer Phasen, in denen ich manchmal wirklich an mir und meiner Brust gezweifelt habe, die aber wieder vorrüber gegangen sind. Probier aus was euch gut tut. Bei uns war es immer was anderes. Eine Zeitlang wollte sie z.B. nur im Liegen gestillt werden. Und das im Urlaub wo wir uns ja auch manchmal was anschauen wollten... #schmoll In der Zeit habe ich festgestellt, dass auch der Rückengriff ganz gut funktioniert. Nur die Wiegenposition durfte es nicht sein. Bis ich das raus hatte hat sie einmal mehrere Stunden, fast einen Tag nichts getrunken. Dann hatten wir eine andere Phase in der sie tagsüber nur ganz kurz getrunken hat, gerade so das der Durst weg war... Nachts hat sie sich dann satt getrunken. #schwitz Dann ein andermal wollte sie plötzlich nur noch links trinken. Rechts bin ich dann fast geplatzt und habe ihr die Seite im Halbschlaf untergejubelt...#kratz
An der Milchmenge lag es bei uns auch nie. Da hatte ich immer mehr als genug.
Es liegt auf keinen Fall an deiner Milch. Irgendwas stört sie. wahrscheinlich findest du durch ausprobieren raus was es ist und so plötzlich wie es gekommen ist geht es auch wieder vorbei. Nicht aufgeben. mach dir keinen Stress solange sie wächst und gedeiht ist alles in Ordnung. Wenn du locker bleibst und kein enormer Druck entsteht geht es wahrscheinlich vorbei und irgendwas Neues kommt...

#liebdrueck Ganz liebe Grüße Marlene mit Matilda (fast 7 Monate alt)

Beitrag von lucaundhartmut 19.10.10 - 06:50 Uhr

Hi ayer,

es könnte sich ums sogenannte Clusterfeeding handeln, das sowohl Brustkinder als auch Kinder, welche ihre Nahrung per Fläschchen erhalten, betreffen kann:

http://www.stillkinder.de/babies_trinken.html

Versuche, abends/nachts nicht für "Reizüberflutung" zu sorgen (kein TV, kein Radio, nur wenig Licht, keine "Menschenmassen" um Euch herum etc.), manchmal ist dies schon eine Hilfe für ein unruhiges Baby.


LG
Steffi

Beitrag von lilly7686 19.10.10 - 08:00 Uhr

Hallo!

Noch eine Stimme für Clusterfeeding.
Das ist relativ normal, wenn dein Baby grad einen Wachstumsschub macht.
Meine Kleine hatte das mit 8 Tagen. Ich war schon am Verzweifeln und wollte schon Flaschenpulver holen. Zum Glück fing sie Samstag Abend damit an und es gab keine Möglichkeit, Pulvermilch zu holen :-)
Ich hab dann in einem anderen Forum nachgefragt und hab eben auch die Antwort bekommen: Clusterfeeding.
Von da an konnte ich mich entspannen, weil ich dann wusste, dass es nicht an mir liegt, sondern einfach "so ist".

Was noch sein kann: Abends verarbeiten die Kleinen die Erlebnisse vom Tag. Das heißt, je mehr du unternommen hast, desto mehr schreit den Baby abends. Je weniger ihr unterwegs wart, je weniger Besuch da war, umso weniger schreien sie.
Bei uns war das so: waren wir viel unterwegs, hat Sophia 3-4 Stunden lang geschrien. Waren wir den ganzen Tag daheim und nur ne Stunde zum Spatzieren draußen hat sie 2 Stunden gebrüllt... Nicht hilfreich...
Was uns da geholfen hat: Pucken. Sophia wird seit ihrer zweiten Lebenswoche gepuckt. Seitdem schläft sie wesentlich besser. Die Schreiphasen waren plötzlich viel kürzer (30 Minuten wenn viel los war, 15 Minuten wenn wenig los war). Schau mal bei youtube und such nach pucken oder swaddling. Die haben tolle Videos dazu.
Ich hab anfangs mit einer dünnen, großen Stoffwindel gepuckt. Und dann haben wir den Swaddle Me gekauft. Das Teil ist genial! Hol ihn aber nur, wenn dein Baby gepuckt werden will. Sonst ist es ne Sinnlosinvestition.

Was ich mir noch vorstellen kann: du sagst, es spritzt die Milch raus. Ich hatte das anfangs auch. Das dauert ne Weile, bis sich die Milchproduktion reguliert und aufs Baby eingestellt hat. Wenn du merkst, dass deine Brüste nicht mehr ständig spannen, dann hat sich die Milchproduktion eingependelt ;-)
Bei uns wars auch so, dass die Milch richtig gespritzt ist. Sophia hat das gehasst. Hat auch immer sofort gebrüllt.
Ich hab dann vor dem Stillen etwas Milch ausmassiert. So dass der große Druck mal weg war. Und plötzlich gings ohne Probleme.
Versuch das mal! Einfach vorm Stillen bisschen Milch ausmassieren und erst dann anlegen.

Alles Liebe! Und noch herzlichen Glückwunsch zur Geburt! :-)

Beitrag von muffin357 19.10.10 - 09:44 Uhr

oder dein milchspendereflex ist ihr zu stark, sie verschluckt sich und luft mit und das drückt im bauch ...

hast du versucht, nach 2min mal kurz ein bäuerchen machen zu lassen? -- und nach dem spendereflex ein paarmal auszustreichen, dass es nicht mehr so arg schiesst?

das war der knackpunkt bei beiden kindern bei mir...

#winke tanja

Beitrag von steffi0413 19.10.10 - 10:30 Uhr

Hallo,

die sind für mich typische Anzeichen für einen zu starken Milchspendereflex. Die Milch spritzt zu stark, sie kann nicht mittrinken. Abends ist sie noch dazu müde und ist noch weniger tolerant. ;-) Kommt es auch vor dass sie verschluckt, hustet beim Trinken?

Helfen können: öfters anlegen; vor dem Stillen (oder beim Anfang des Milchspendereflex) ein wenig Milch ausstreichen; eine Stillposition wählen wo die Milch gegen die Gravitation fliessen muss.

In den meisten Fällen wird es mit der Zeit besser, Nachfrage-Angebot wird sich auch einpendeln und mit der Zeit wird der Milchspendereflex auch "fauler", und die Kleine auch erfahrener, stärker. :-)

LG
Steffi

Beitrag von hikoni 19.10.10 - 18:09 Uhr

Hallo,

bei uns lag es am Reflux. Die Hälfte getrunken und dann gings los. Seit dem wir sie hoch lagern haben wir absolut keine Probleme mehr.
Ich gebe Flasche und stille in der Nacht. Wir dachten am Anfanfg an eine Saugverwirrung aber das war es nicht.
Lg Hikoni