Arbeitnehmer Alkoholiker in verantwortungsvollem Beruf - MELDEN?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von klumpfussindianer 19.10.10 - 09:00 Uhr

ICh hab mal eine Denunziantenfrage.

ICh weiss aus eigener Erfahrung, also habe es jahrelang miterlebt und konnte mich aus der Co-Abhängigkeit der Person nicht befreien.
Mittlerweile habe ich den Absprung geschafft. Er ist immernoch schwerer Alkoholiker, mindestkonsum eine Flasche Vodka oder meistens eben Doppelkorn, ist ja billiger.

Der mann ist Maurer in einem bekannten Betrieb.

Er fährt an- und betrunken Auto, geht auch an- und betrunken zur Arbeit. Wobei man ihm das nicht sofort als Laie ansieht, nur wenn man weiss, das er Alkoholiker ist. er kann relativ normal sich verhalten und hat schon so einige Mittelchen, mit denen er seine Fahne überdeckt.

Würdet ihr dem Arbeitgeber melden? Es sind auch schon einige Dinge passiert, die er seinen Lehrlingen in die Schuhe geschoben hat.....und die haben aus Angst, die Lehrstelle zu verlieren, den Mund gehalten und eine Abmahnung in Kauf genommen......

Der Arbeitgeber müsste nur zu seinem Firmenwagen gehen und den aufschliessen und mal reinsehen.......da sind überall flachmänner, ebenso trägt er immer nen Flachmann bei dich......

Beitrag von thea21 19.10.10 - 09:09 Uhr

Hallo,

sobald er jemanden schaden kann, würde ich ihn anscheissen.

Und das tut er, wenn er im öffentlichen Straßenverkehr betrunken ein Kraftfahrzeug führt.

Das tut er ebenso, wenn er gefährliche Arbeitsmaschinen, oder schwere Baustoffe transportiert, bedient.

Da hört für mich der Spaß auf.

Beitrag von bert 19.10.10 - 09:14 Uhr

Hallo,

klar kannst du ihn melden!
Ggf. verliert er dann seinen Job, einer der ersten Dinge auf dem Weg nach unten.
Ggf. kann man das dem Arbeitgeber auf eine andere Art und Weise mitteilen. Viele Arbeitgeber sehen sich heutzutage auch in der Pflicht für ihre Arbeitnehmer. D.h., man versucht ihnen zu helfen, kein Rauschmiss sondern beim Erkennen der Alkoholsucht, die betreffenden Person an die Hand nehmen und Wege aufzeigen. Das geht aber meistens nur in größeren Betrieben mit Interessenvertretung für Arbeitnehmer, sprich Betriebsrat. Ansonsten ist das halt leider eine schwierige Situation.

Gruß

Beitrag von klumpfussindianer 19.10.10 - 09:23 Uhr

Ich möchte einfach nur wissen, was andere machen würden. Ich weiss nicht, wie ich mit der Situation umgehen soll. Da ich ja Mitwisser bin.


Um jemandem Wege aus der Alkoholsucht zu zeigen, muss dieser auch dazu bereit sein. In vorliegendem Fall, gesteht der Abhängige sich seine Sucht nicht einmal ein.


In seinen Augen ist das alles ok und er ist völlig in Ordnung weill er auch mal ein zwei Tage nichts trinken kann (dann setzen allerspätestens die Entzugserscheinungen ein)

Beitrag von arienne41 19.10.10 - 09:34 Uhr

Hallo

Ja ich würde ihn dem Arbeitgeber melden.

Bei der Polizei würde ich ihn auch melden mit Kennzeichen.

Ich würde die Last eines schweren Verkehrsunfalls den er vielleicht verursacht nicht mit tragen wollen.....

und mir hinterher sagen "hätte ich mal"

Beitrag von bert 19.10.10 - 09:54 Uhr

Dann würde ich ihn nicht "melden".
Ggf. über die Familie, Frau, Freundin Einfluß nehmen wobei ich mir vorstellen kann, dass dieser Personenkreis sowieso schon Bescheid weis.

Beitrag von nick71 19.10.10 - 12:02 Uhr

Darf ich fragen, in welchem Verhältnis du zu diesem Mann stehst (bzw. gestanden hast) und warum es dir ausgerechnet jetzt einfällt, ihn anzuschwärzen? Hört sich ja nicht so an, als würdet ihr euch erst seit gestern kennen...

Beitrag von sandra7.12.75 19.10.10 - 09:35 Uhr

Hallo

Mein Mann hat mal einen Kollegen den Schlüssel abgenommen.Tage später hat der Typ sich aufgeregt das er fast 300 Euro fürs Taxi bezahlen mußte #klatsch.
Vier Wochen später wurde er dann aber richtig erwischt.

Mein Mann hatte das auch beim Chef angesprochen aber der hat lieber #fest#festmitgesoffen.

Ich würde es machen,immerhin bringt er ja nicht nur sich in Gefahr sondern auch viele andere Menschen.

lg

Beitrag von eishaendchen80 19.10.10 - 09:35 Uhr

Bei meinem Männe sind auch einige Kollegen die ein Problem mit Alkohol haben.

Haben sie aber nur wenn es keinen gibt.

Aber wie das da geregelt ist weiß ich nicht und da halte ich mich persönlich raus.
Bei vielen ist dadurch die Beziehung kaputt gegangen.

Ich würde es einfach mal beim Chef unter 4 Augen ansprechen inwiefern er das verantworten will. Als Chef hat man nämlich auch die Verantwortung allen andren gegenüber.
Es gibt zich Möglichkeiten eine Therapie zu machen bzw. Hilfe zu bekommen nur wird es nicht viel helfen. Denn wenn der Alkoholiker nicht will dann wird es auch nichts.

Mein Vater ist auch Alkohiliker und bekam vor knapp 3 Jahren 7 neue Bypässe welche über 15cm lang waren. Er musste 14 Tage lang im KH entgiftet werden damit es dann mit ner OP was wird. Er war kaum in der Reha und ging da schon wieder zur Tanke und holte sich das nächste BIER.

Beitrag von halbling 19.10.10 - 09:36 Uhr

Hallo!
Ich finde es ja heldenhaft was du vorhast aber trotzdem seh ich das kritisch.....
Ich meine,der Mann geht arbeiten,verdient sein Geld.Immernoch besser als zuhause dem Staat auf der Tasche zu liegen.
Das er Alkoholabhängig ist,ist schlimm genug!!Ist es DEINE Aufgabe dem Mann zu helfen??Hat der keine Familie?
Ich kann kaum glauben,dass sein Arbeitgeber nichts von seiner Sucht weiss......kannst mir nicht erzählen!
Ich kenne in fast JEDEM "Bauarbeiterunternehmen" Männer die während der Arbeit einen heben oder sogar noch den Rausch vom Vortag mitbringen.
Geht mich aber nichts an......
Wenn ich jeden der eine Gefahr für andere darstellt(in welcher Hinsicht auch immer) aus dem Verkehr ziehen müsste...............da würd ich ja nie fertig werden!Es geht immer um die jeweilige Situation............wenn ich z.B. von Missbrauch an KIndern was mitbekomme ist das was Anderes.
Wenn den Mann jemand anschwärzen sollte,dann seine Mitarbeiter!!Sorry aber die sind selber schuld wenn sie sich das gefallen lassen..
LG
Alex

Beitrag von klumpfussindianer 19.10.10 - 09:50 Uhr

Er hat Familie......ich und sein ungeborenes Kind sind ein Teil davon....

Beitrag von halbling 19.10.10 - 09:54 Uhr

Du hast ja bereits erwähnt,dass du den Mann gut kennst aber was willst du damit erreichen??
Denkst du,dass eure Beziehung oder die Beziehung zu seinem Kind dadurch besser wird?

Beitrag von scrapie 19.10.10 - 10:05 Uhr

Bist du wirklich so ekelhaft? Die Frau hat sich gerade aus der Co-Abhängigkeit dieses Mannes befreit! Warum sollte sie eine Beziehung zu ihm haben wollen?

Beitrag von halbling 19.10.10 - 10:11 Uhr

Wieso ekelhaft??Sie hat ein ungeborenes Kind von ihm,also wird sie wohl oder übel für immer eine Verbindung zu diesem Mann haben oder nicht?

Beitrag von scrapie 19.10.10 - 13:33 Uhr

Man merkt, dass du keinen blassen Schimmer hast...

Beitrag von klumpfussindianer 19.10.10 - 10:47 Uhr

Mein einzigste Wunsch ist, um deine perfide Frage zu beantworten, das sein Kind doch einmal stolz auf seinen Papa haben kann.

Wir werden kein einfaches Leben haben.......also soll es wissen, es kann stolz sein und seine Eltern haben nicht viel, aber sind eben seine Eltern, ob sie zusammen sind oder nicht.


Und nein ich will nicht mehr eine Beziehung mit dem führen. Ich bin endlich frei. Die drei Jahre waren sehr schlimm.

Beitrag von halbling 19.10.10 - 11:12 Uhr

Euer Kind kann stolz auf seinen Papa sein,wenn er SELBST es schafft von der Alksucht loszukommen!Ob du das mit deinem Vorhaben erreichst..........?Da würde ich eher ein persönliches Gespräch mit ihm suchen,bei dem es um euer Kind geht!Wie stellt er sich die Zukunft vor?

Beitrag von mamamia1988 19.10.10 - 20:25 Uhr

Verstehst du nicht das jemand der ein Alkoholproblem hat, es meistens nicht wahrhaben will?
So jemand wird nie allein einsehen,das er ein Problem hat,wenn nichts passiert oder jemand aussenstehendes ihn darauf hinweist.
Ich weiß wovon ich spreche. Ich habe selbst jemandem in meinem Umkreis,aber bei ihr hilft kein reden von mir oder jemanden aus der Familie.

Ich würde es melden.Viele Arbeitgeber sind heute sehr verständnissvoll. Meine ehemalige Chefin hat auch mal ihre Angestellte darauf hinewiesen das sie mehrfach nach Alkohol riecht. Irgendwann hat sie unter Tränen gestanden,das sie Alkoholkrank sei und meine Chefin half ihr diese zu besiegen und sicherte ihr vorher schon zu, das sie sich um ihren Arbeisplatz keine Sorgen machen müsste!

lg und ich hoffe du tust diesen Schritt.Denn wenn erst was passiert ist, ist das schlechte Gewissen noch viel größer.


Beitrag von thea21 19.10.10 - 09:53 Uhr

Ok, könntest du mit dem Wissen leben, dass er evtl n Kinder oder im Prinzip egal wen, totfährt, weil er alkoholisiert ein KFZ führt?

Bzw von mir genannte Themen alkoholisiert ausführt, dir eben dann ums gefährlicher sind, wenn er nicht mehr Herr seiner Sinne ist?

Beitrag von halbling 19.10.10 - 09:57 Uhr

Wie schon gesagt,ich kenn viele die nicht "Herr ihrer Sinne" sind,sei es durch Drogen oder Alkohol!
Und du findest tatsächlich,dass ich zur Polizei gehen sollte und jeden einzelnen von ihnen anschwärzen sollte?Sorry aber das geht zu weit!
Lieber erst mal vor der eigenen Haustüre kehren...

Beitrag von thea21 19.10.10 - 10:06 Uhr

Also hier kann ja nur jeder einzelne von sich selbst ausgehen.

Also gehe ich von mir aus und sage: Nein, ich kenne niemanden der das tut, würde ich es aber mitbekommen, würde ich es melden, wo es nötig wäre. In erster Linie stößt mir da "Alkohol am Steuer" sauer auf.

Und: Ich kann beruhigt vor meine Haustür treten, ohne kehren zu müssen, denn vorzuwerfen habe ich mir nichts.

Ich könnte aber nicht damit leben, leichtfertig einen Trinker, bzw. jemanden der Alkohol in Verbindung mit der Nutzung eines KFZ, ans Steuer zu lassen. Ja, ich würde das melden, weil ich allein die Vorstellung das er jemandem schaden könnte, nicht ertragen könnte.

Beitrag von lady_chainsaw 19.10.10 - 11:22 Uhr

Hallo Alex,

>>Ich kann kaum glauben,dass sein Arbeitgeber nichts von seiner Sucht weiss......kannst mir nicht erzählen! <<

Mein Schwager war 20 Jahre Alkoholiker - und nicht mal seine eigene Ehefrau hat es mitbekommen!!!

Wenn es die Leute geschickt genug anstellen, bekommt es wirklich keiner mit.

Auf dem Bau wird leider viel gesoffen (mein Mann arbeitet auch auf dem Bau, trinkt aber GSD nicht), aber ich sehe dort auch sehr viele Gefahenquellen, die gerade im Suff entstehen.

Und ich möchte nicht, dass mein Mann eines Tages im KH landet (oder noch schlimmer), nur weil ein besoffener Kollege die Maschine nicht richtig bedient hat - oder mein Kind, weil ein alkoholisierter LKW-Fahrer bei Rot über die Ampel ist.

Mit Alkohol ist nicht zu Spaßen - und wenn irgendwo auch nur annähernd Gefahren für Außenstehende entstehen können, so sollte man den Mann melden.

Gruß

Karen

Beitrag von halbling 19.10.10 - 12:58 Uhr

Dann frag mal deinen Mann wieviele Kollegen er kennt(auch aus anderen Betrieben) die während der Arbeit trinken!Und dann geht zur Polizei und meldet jeden einzelnen!

Beitrag von lady_chainsaw 19.10.10 - 15:30 Uhr

Die Firma, in der mein Mann arbeitet, ist nicht so groß - und es gibt z.Zt. keinen von dem er weiß, dass er trinkt. Aber in der Vergangenheit hatte er schon ein paar Kollegen, die morgens mit dem Sechserträger ankamen.

Das kam natürlich auch bei seinem Chef auf den Tisch - und die Kollegen arbeiten heute nicht mehr für ihn!

Mein Vater (inzwischen verstorben) war auch Alki - auch wenn er es nicht eingesehen hat #augen. Es gab bei ihm im Bekanntenkreis auch einen, der meinen Vater jedes Mal an die Polizei verpfiffen hat, wenn er sich mit einem Fahrzeug auf den Weg gemacht hat. Es hat meinen Vater leider nicht interessiert, trotzdem sie ihn den Führerschein weggenommen haben, ist er gefahren - was will man da noch machen?

Als ich noch in einem Autohaus gearbeitet habe, habe ich auch die Autoschlüssel nicht herausgegeben, wenn ich den Verdacht hatte, der Kunde hat getrunken #flasche - und unser Chef stand hinter uns. Wir hätten uns strafbar gemacht.

Beitrag von 161102 19.10.10 - 09:52 Uhr

JA, ich würde es melden...
Möchte nicht das der mal MEINE / DEINE / EINS UNSRER KINDER
auf dem Gewissen hat,
weil er betrunken Auto gefahren ist...
hinterher ist das Gejammer !!!

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