ICh bin fertig

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von flexi 19.10.10 - 09:36 Uhr

Hallo.

meine tochter geht jetzt seit 21.9. in den Kiga und sie hat am anfang auch alles toll gemacht, hat nicht geweint und wollte nach einer woche bis um 14 uhr bleiben. seit 1,5 wochen macht sie nur noch theater, sie weint schon wenn ich sie hin bringe und so muss sie im kiga uch ständig weinen, so dass sich die kinder schon die ohren zu halten. ich kenn sie so gar nicht. dieleiterin hat gestern mit ihr ein gespräch geführt und ihr gesagt, dass es so nicht geht, sie weint nicht weils ie traurig ist, sondern sei weint wenn was nicht klappt und dann alles ohne tränen.

Was kann ich tun, außer jeden tag mit ihr reden, dass sei nicht weinen soll, sondern um hilfe bitten soll???

Ich bin echt ratlos, ich bin zwar selber kinderpflegerin aber ich bin mit meinem latein am ende.

Danke

Alex

Beitrag von redrose123 19.10.10 - 09:40 Uhr

Wie war es daheim wenn sie mal nicht weiterkonnte? Hat sie geheult und du hast gemacht? So hört es sich ein wenig an nicht böse sein....

Beitrag von flexi 19.10.10 - 09:42 Uhr

Hi,

nein eben nicht, wennn sie was daheim nicht schafft, dann sagt sie:"ich kann das nicht!" Ich ermutige sei dann es alleine zu machen, was auch meistens klappt, ansonsten machen wir es zusammen, baer es sind im kiga ja total doofe dinge, wie sie magnicht mehr brotzeit mechen und weint weil sie nicht weiß was sie jetzt machen soll oder sie hat zu viel zu trinken eingeschänkt, anstatt dass sie es wegschüttet, weint sie.

Alex

Beitrag von redrose123 19.10.10 - 09:50 Uhr

Gehen die Erzieher drauf ein? Und erklären Ihr was sie tun kann wenns owas passiert? Ich mein vieleicht heult sie nicht wirklich weil es schief läuft sondern weil sie sich schämt das es wieder passiert ist? Das sie mal ausgelacht wurde deswegen? Wir können wie du nur raten leider....

Beitrag von zahnweh 19.10.10 - 19:01 Uhr

wie reagieren denn die Erzieherinnen dann?

Ich selbst hab meine Erzieherinnen einst nie um Hilfe gebeten. nur als große Ausnahme und wenn bekam ich nur ein "sei keine Memme" oder "stell dich nicht so an" oder sonstiges zu hören.

Hilfe war auch beim um Hilfe bitten nicht zu erwarten.

Und auch sonst mochte ich sie nicht besonders, wollte daher auch nicht mit denen reden.

Bitte sag ihr nicht, sie solle nicht weinen! Das hat man mir als Kind immer wieder gesagt, bis ich es nicht mehr konnte! Hat Jahre gedauert, bis ich meine Gefühle wieder zeigen konnte.

Sie zu bitten, dass sie nach Hife fragt ist gut. Aber frag sie auch mal, WARUM sie nicht fragt!
Angst? Wenig Vertrauen? Bekommt eh keine Hilfe? Unsicherheit?

Bei uns gehen die Erzieherinnen sowohl auf Weinen, als auch auf direkte Anfragen ein. Ermuntern! es selbst zu versuchen oder muntern andere Kinder auf zu helfen - nicht weil sie nicht wollen, sondern, weil es den Kindern sichtlich gut tut, sich gegenseitig zu helfen :-)

Beitrag von golm1512 19.10.10 - 10:02 Uhr

Hallo!

Bei meinen Söhnen mache ich immer wieder die Erfahrung, das es nichts bringt, wenn "jeden Tag mit ihnen rede", dass sie dieses oder jenes anders machen sollen.
Mein kleiner Sohn ist auch einer, der schnell beleidigt ist und schnell heult. Zuhause wie im Kindergarten. Hier zuhause ist es mein Problem, mit dem ich auch fertig werde. Im Kiga ist es NICHT mein Problem. Da müssen sich die Erzieherinnen Lösungen überlegen und wenn es sie keine finden, möchte ich das zunächst in einem Elterngespräch klären bevor ich meine Kinder zutexte.

Mein großer Sohn hat ganz viele seltsame Eigenarten. Aber je mehr ich die zum Thema mache desto mehr verfestigen die sich. So warte ich immer ab, rede ab und zu kurz mit Lehrerin und Erzieher(innen) darüber, so dass sie wissen, dass mir das Problem bekannt ist, aber ich versuche, keine große Sache daraus zu machen. Die dann auch nicht und irgendwann regelt sich das. Wenn nicht, dann versuche ich auch da ZUSAMMEN mit denen, die mit ihm arbeiten, einen Weg zu finden.

Ich würde an deiner Stelle aus der Heulerei deiner Tochter auch keine allzu große Sache machen. Die Erzieher im Kiga kommen schon damit klar und regeln das mit ihr. Sie hat doch gerade erst dort angefangen. Ich glaube, mich würde es sehr nerven, wenn ich morgens im Kiga ein bisschen Stress hatte, weil alles so neu ist und mittags müsste ich mir dazu schon wieder was anhören. An deiner Stelle würde ich verschärft abwarten und wenn du merkst, dass es dich oder dein Kind wirklich sehr belastet erst einmal mit der Erzieherin reden.

Gruß
susanne

Beitrag von bine3002 19.10.10 - 10:19 Uhr

Meine Tochter weinte auch anfangs viel im Kindergarten, das fing so nach 5 Wochen an. Bei ihr war der Grund ein ausgeprägtes Fehlerbewusstsein. Sie hat einfach gedacht, dass sie etwas falsch gemacht hat und hat sich dafür geschämt. Oftmals wurde das auch noch dadurch verstärkt, dass die Kinder gelacht haben, selbst wenn das gar nicht auf meine Tochter bezogen war.

Dieses Schämen ist mit 3/4 Jahren noch eher ungewöhnlich, aber bei meiner Tochter war das der Grund. Und weil das eigentlich noch etwas früh ist, kamen die Erzieherinnen auch nicht drauf.

Außerdem ist meine Tochter so drauf, dass sie Regeln einhält und nicht aus der Reihe tanzen möchte. Sie wusste aber anfangs noch nicht, welche Regeln auch gebrochen werden dürfen, z. B. aufstehen, wenn man Pipi muss. In solchen Situationen bekam sie dann "Schmerzen" im Bein oder im Arm. Drei mal musste ich sie wegen "Bauchweh" abholen. Sie brauchte dann einfach etwas Zuwendung und Aufmerksamkeit, jemanden der ihr erklärt, was sie nun machen kann und die einzige Möglichkeit hat sie eben in diesen Schmerzen gesehen.

Am Schlimmsten war es bei meiner Tochter beim Essen. Das ging so weit, dass sie schon weinte, wenn die Kinder sich setzen oder ihren Rucksack holen sollte. Sie war einfach total unsicher, was dann das Lachen der anderen bedeutet und eben, ob sie aufstehen darf, wenn sie mal muss. Wir haben sie dann erstmal vom Mittagessen abgemeldet, weil wir zu dem Zeitpunkt ja auch nicht wussten, was los ist. Sie hat erst wieder mit gegessen, nachdem sich eine Woche lang eine erfahrene Erzieherin um sie gekümmert und sich neben sie gesetzt hat. Sie hat das auf eine sehr selbstverständliche Art gelöst, so nach dem Motto: "Also mitgegessen wird, aber alleine bleibst Du dabei nicht."

Ich denke, dass die Erzieherinnen behutsam mit ihr umgehen sollten, also fragen, was denn los ist und ob sie Hilfe braucht. Evtl. mal etwas knuddeln zwischendurch. Dann gibt sich das auch wieder.

Beitrag von mareia17 19.10.10 - 10:38 Uhr

Hallo Alex,

bei uns war es so, dass Henri am Anfang gerne mal andere Kinder geschubst und hin und wieder auch gehauen hat. Das fand ich auch ganz schrecklich und habe ihm dann morgens immer gesagt, dass er das nicht machen soll. Geändert hat sich nichts. Dann meinte eine Bekannte, deren Sohn in einer anderen Gruppe ist und das auch macht, dass man am besten gar nichts sagt, ihn also gar nicht erst auf die Idee bringt. Das mache ich seit dem und es ist viel besser. Wie hier ja schon jemand geantwortet hat: am besten gar nicht groß thematisieren, auch wenn es seeeeehr schwer fällt (zumindest mir).

LG

Mareia und Henri (28.09.2006)

Beitrag von flexi 19.10.10 - 10:56 Uhr

Hi,

danke für die lieben ANtworten von euch.

Ich werdmir dass alles zu herzen nehmenund erstmal nicht mehrmitmeiner Tochter oder in ihrer Anwesenheit mit jemand anderem darüber sprechen. ich lass es erstaml ruhen, hör mir an was die erzieherinnen sagen wenn ich sie abhole und mache dannmal für mitte november ein Elterngespräch aus um dann zu sprechen.

Ich bin ab mitte Mai wieder zu Hause, da wir im Juni ein Baby bekommen, wenn alles gut geht und dann werd ich sie vielleicht auf 12 uhr schieben und nicht bis 14 uhr lassen.

Alex