Umzug - neuer KiGa

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von lilith78 19.10.10 - 11:08 Uhr

Hallo,

wir ziehen in einem halben Jahr wahrscheinlich in eine andere Stadt (10 km entfernt) weil wir dort ein Haus kaufen (werden).
Mein Sohn (3) geht seit Juni hier in den Kindergarten.
Er und ich hatten einen etwas holprigen Start.
Er damit, dass er sich in das "soziale Gefüge" der Gruppe einbringen musste und plötzlich "mit" und nicht "neben" anderen Kindern agiert.
Ich damit, die Abläufe und Gegebenheiten kennenzulernen und zu akzeptieren.
Mittlerweile fühlen wir uns beide pudelwohl und ich bin sowohl von den Erzieherinnen als auch vom Konzept begeistert...
Nun der Umzug!
Der Kleine soll auf alle Fälle dort zum KiGa gehen - wird ja seine neue Heimat!
Trotzdem mache ich mir Gedanken, ob es für uns beide wieder so schwierig wird, ob die Kindergärten dort genauso toll sind und wie mein Sohn das wegsteckt.
Wir verlassen nämlich nicht nur diesen Ort, sondern auch Oma und Opa, in deren HAus wir bislang gewohnt haben.
Für mich (obwohl es meine Eltern sind) ist das dringend nötig, da wir sonst nie eine eigene Familie werden... anderes Thema... aber für meinen Sohn (der der größte Opa-Fan aller Zeiten ist) wird das sicher hart...

Hat jemand von Euch diese Erfahrung schon einmal gemacht?

Für Tipps bin ich dankbar!

Lilith

Beitrag von tanteju78 19.10.10 - 11:29 Uhr

Hallo Lilith,

einen Tipp kann ich dir geben: Zeige deinem Sohn nicht deine Ängste, sondern deine Zuversicht, dass ihr das schaffen werdet! Du musst die selber immer wieder sagen: WIr haben ein sehr schönes Haus gekauft! Mein Sohn hat dort ein suuuuper Zimmer! Der neue Kindergarten ist klasse! Die Erzieherinnen total nett! (Appropos, sobald der Kauf in trockenen Tüchern ist, solltest du deinen SOhn dort anmelden). Suche eher die schönen Seiten, die der Umzug mit sich bringt und denke daran---nicht aber an die negativen Dinge. Je positiver DU an die ganze Sache gehst, desto weniger Ängste und Sorgen wird dein SOhn haben :-)

Achso: 10 Kilometer sind keine große Entfernung. Meine Eltern wohnen auch 10 km weit weg und meine Söhne und ich sind oft 2 mal inder WOche dort. Vielleicht kannst du ja einen festen Oma-und-Opa-Nachmittag in der Woche ausmachen? Deine Eltern könnten deinen SOhn dann aus dem Kindergarten abholen, er isst dort mittag usw. Am Wochenende kann er vielleicht auch mal dort übernachten usw. So leidet die Großeltern-Enkel-Beziehung kaum und dein Sohn kann immer noch anderen Alltag teilnehmen.

SO, muss den Backofen anstellen :-)

LG,
Ju

Beitrag von lilith78 19.10.10 - 11:50 Uhr

... Oma und Opa sind ein bisschen beleidigt, dass wir wegziehen (obwohl das von Anfang an klar war, dass wir nicht für immer in meinem Elternhaus wohnen werden) - alles außer meinem Heimatort ist genauso weit entfernt wie Afrika - zumindest im Kopf meiner ELtern #augen
Sie versuchen auch ständig alles mies zu machen und sparen die Kinder dabei nicht aus - so kam mehrmals der Spruch, dass sie ja dann nicht mehr Babysitten würden, wir das ohnehin alles nicht schaffen, das Haus viiiel zu klein sei, der Ort ganz schrecklich hässlich.... da habe ich gerade wenig Lust Oma-Opa-Tage zu planen...

Aber klar, wenn der "Zorn" verraucht ist, ist das hoffentlich eine Option :-)

Und eigentlich freuen mein mann und ich uns auch total auf das neue zu Hause...

Beitrag von tanteju78 20.10.10 - 13:45 Uhr

Ja, lass den Zorn verrauchen---kommentier am besten die Spitzen deiner Eltern nicht einmal (also nicht eskalieren lassen), sondern mach einfach euer Ding. Wenn es dann konkret wird und ihr umgezogen seid sei einfach weiterhin freundlich zu deinen Eltern und biete ihnen an, ihr Enkel zu besuchen bzw dass du ihn mal dorthin bringst usw.

Am besten unter "Altersstarrsinn" verbuchen *lol*

Nee, sie sind eben traurig, dass ihr wegzieht. Ist ja auch klar, immerhin "verlieren" sie so ihre Tochter (die ja dann auch noch so richtig erwachsen wird) und das Enkelkind. Wenn die merken, dass ihr nach dem Umzug immer noch regelmässig dort seid bzw sie bei euch, wird sich dass alles normalisieren :-)

Beitrag von thea21 19.10.10 - 11:29 Uhr

Sophia hatte einen wirklich langen und schweren Start.

Sie wechselte vor 2 Monaten die Kita und das ohne Probleme. Es gab maximal 1-2 Tage seither wo sie etwas jammerig war, das sie ja keinen mehr kennen würde aus der alten Kita, ich ihr aber anbot, die Leute alle gerne mal zu besuchen mit nem Kuchen als Überraschung.

Ansonsten hat sie den Wechsel mehr als gut weggesteckt, die Eingewöhnung war problemlos und außer ihr die neuen Kinder und die Kita schmackhaft zu machen haben wir es nicht großartig thematisiert, damit es nicht so groß und beängstigend wird für sie.

Beitrag von mamavon2 19.10.10 - 11:35 Uhr

Ganz ehrlich: deutlich weniger Gedanken machen. Wir sind vor ca einem halben Jahr aus meiner Heimatstadt 75 km weiter weg gezogen. Meine Kids sahen Opa täglich, weil der seine Firma im selben Haus wie wir hatte und die Kids hatten jeder einen festen Oma-Nachmittag in der Woche. Kindergarten: Tochter ging dort seit einem Jahr hin, hatte erste Freundschaften geschlossen, fing an sich wohl zu fühlen. Dann der Umzug - Mensch, hatte ich ein schlechtes Gewissen. Aber alles umsonst: meine Tochter lebte sich ratzfatz im neuen Kindergarten ein, schloss innerhalb weniger Wochen neue Freundschaften, hat einen Sportverein in dem sie inzwischen sogar bei zwei Sportarten mitmacht. Oma und Opa sehen beide ca alle 14 Tage für einen Nachmittag. Freundschaften erhalten wir, die Kids sehen die Kinder halt eben nicht mehr regelmäßig, aber dennoch häufig genug.

Freut euch auf euer Haus, lasst den Kleinen beim Renovieren helfen, kauft ihm evtl ein Buch zum Thema Umzug (bei uns fiel die Wahl auf "Conny zieht um" - gibt es allerdings nur noch gebraucht). Umzug ließen wir von einer Spedition machen und die Kids waren den ganzen Tag dabei als der Möbellaster kam... Am Ende steckten es die Kids gut weg. Und wenn die Große mag, darf sie auch immer mal einen Besuchstag im alten Kindergarten machen.

LG
mamavon2

Beitrag von hermina 19.10.10 - 12:10 Uhr

Fahrt doch vielleicht öfter schon in die Gegend, wo er dann "leben" soll. Haltet euch schon viel da auf, vielleicht lernt er schon ein Paar Kinder kennen. Und für den Opa wird es doch keine Hürde sein, mal die 10 km nach seinem Enkel zu schauen. Oder für euch ist es doch auch kein Weg. Plant regelmäßige Treffen und führt sie am Besten jetzt schon irgendwie ein. Dann ist da wenigstens schon mal ein bisschen Gewohnheit drin.

Viel Glück.

LG hermina