Entwichklungsgespräch. Was meint ihr dazu? Evtl. Erzieher da? Laaaang!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von cherry19.. 19.10.10 - 12:26 Uhr

Hallo,

heute hatte ich ein Entwicklungsgespräch über meinen Sohn. Er geht jetzt ein Jahr in den Kindergarten.

Ihr müsst ihn euch so vorstellen, dass er ein sehr schüchternes Kind ist und eben Probleme damit hat, mit vielen anderen zu spielen.

Das kam heute auch zur Sprache. Wenn Erwachsene ihn ansprechen, ein Spiel zu machen, ist er eigentlich sofort dabei und dabei auch sehr konzentriert. Auch wenn noch zwei andere Kinder dabei sind. Kommen dann allerdings mehrere Kinder mit ins Spiel, stellt mein Sohn dann auf "sturr" und macht nicht mehr mit.

Auch was den Morgenkreis anbelangt. Montags wird darüber geredet, was die Kinder so gemacht haben. Meiner sagt hier nie etwas. Auch wenn sie über gelerntes zwei Tage später reden, sagt er nichts. Obwohl wir - die Erzieher und ich - eigentlich davon überzeugt sind, dass er es sich gemerkt hat.

Sprachlich und feinmotorisch ist er sehr gut drauf. Besser, als er sein müsste. Aktives Spielen macht er sehr selten. Wenn, dann nur, wenn die Gruppe sehr klein ist - bspsweise in der Mittagszeit.
Andere Kinder, wenn auf die Toilette müssen, fragen einfach bzw. sagen, dass sie gehen. Meiner kommt an und versucht sich regelrecht zu rechtfertigen dafür :-( Auch anderweitig sagt er nicht einfach nur Sachen, die er tun möchte, sondern begründet diese wohl jedesmal, was sie wohl als "auffallend" bezeichneten.

Ich habe Ihnen erklärt, dass dies einfach wohl aus seiner Unsicherheit heraus wäre. Er kämpft ne Weile, um überhaupt was zu sagen. Er muss ja sagen, denn einfach gehen darf er nicht. Und vielleicht fällt es ihm leichter mit Begründung. Keine Ahnung. Daheim geht er ja auch einfach.

Auch würde er sich manchmal wie ein Kleinkind verhalten und tappselig laufen. Ich beziehe das alles auf eine Art Unsicherheit. Daheim läuft er nicht tappselig. Wie ein Kleinkind verhält er sich auch hier ab und zu absichtlich, was ich aber nicht so beachte, da dies wohl im Zusammenhang mit seiner kleinen Schwester steht.

Alles nicht so schlimm, werden viele denken. Jedoch haben sie mich total damit feritg gemacht, dass er wohl, wenn die Entwicklung so weiterverlaufen sollte, in der Schule untergehen würde. Da er sich dann bpsweise nicht traut, sich zu melden und Sachen zu sagen, die er ja kann. Er würde sich somit selber im Weg stehen :-(

Nun bin ich auf der einen Seite sehr stolz auf ihn, weil er den anderen Kindern in vielen Sachen wohl sehr weit voraus ist, auf der anderen Seite bin ich traurig, dass er die Gruppenarbeit so gar nicht macht.

In kleinen Gruppen von 2-4 Kindern macht er schon mit. Da malt er auch. Auch wenn die anderen ein Bild zusammen malen und er sein eigenes lieber machen möchte. Aber er unterhält sich mit den Kindern. Kommuniziert. Was er ja auch lange nicht getan hat.

Aber jetzt das Verhalten schon auf die Schule zu beziehen? Ist das nicht ein wenig "überzogen"? Ich meinte halt auch, dass mir auffällt, dass er auf dem Spielplatz anderen Kindern schon aufgeschlossener gegenüber tritt, als vor noch gut 4 oder 8 Wochen. Zwar rennt er nicht freudestrahlen sofort hin, aber er möchte hin und beobachtet udn freut sich mit den anderen gemeinsam. Aber das wollten sie mir nicht so bestätigen.

Am meisten macht es mich nachdenklich, dass das mit der Schule schon erwähnt wurde. Er wird jetzt gerade mal 3,5 Jahre. Er ist sehr wissbegierig. Und auch sehr schlau. Deshalb mach ich mir eigentlich gar keine Gedanken darüber. Habe ich zumindest nicht. Zumal es in der Schule auch sehr ruhig (außer in den Pausen) zugeht und das ja Seins ist. Wenn es ruhig ist und zwei drei andere Kinder sind da. Das ist so seine Welt. Zuviel Gewusel und Geschrei mag er gar nicht.

Tja und dann noch, dass er sich so gar nicht wehrt. Ich habe den Erzieherinnen gesagt, dass ich ihm halt beigebracht habe b zw. nahebringen wollte, dass er dann auch nicht zurückschubst oder zurückhaut, sondern sagt, dass er das nicht möchte und im Notfall geht oder es der Erzieherin sagt. Aber er sagt es nicht. Er sagt nicht, dass jemand ihn gehauen hat oder so.

Alles in Allem ist er wohl nen Tick zu schüchtern und das soll geändert werden. Bloß wie? Was soll ich denn machen? Daheim ist er gar nicht so. Da schreit er schon rum, wenn ihm was nicht passt oder seine Schwester ihn gekniffen hat. Er haut ihr auch mal eine dran. Daheim begründet er auch keine Dinge oder rechtfertigt sich gar.

Warum ist er denn dort so anders????
Nur, weil ich nicht dabei bin?
Was soll ich da tun? Ich kann ihm doch dabei auch nicht helfen.

Was mir noch eingefallen ist, die Erzieherinnen darum zu bitten, ihn mehr auf Seite zu nehmen, damit er sich noch sicherer dort fühlt. Anders kann man da doch nicht rangehen, oder?

Treffen wir Kinder auf dem Spielplatz und sie kommen dann zu uns, dann redet er auch mit ihnen. M.E. alles normal. Er mag halt diese Großgruppen nicht. Aber gibts nicht auch einfach solche Menschen? Ihm gefällt es im Kindergarten und das ist doch die Hauptsache, oder?

Danke fürs Lesen und noch mehr Dank fürs Antworten

Beitrag von twins2302 19.10.10 - 12:35 Uhr

Hallo!

Erstmal kann ich dir raten dich nciht verrückt zu machen. Wenn du selbst das Gefühl hast, er macht Fortschritte, dann ist das doch schon mal was.

Und seine kleine Schwester wir dauch größer, dann gibt sich das auch mit dem Kleinkindverhalten. Alelrdings würde ich ihn auch immer wieder darauf aufmerksam machen, dass er ja jetzt der Große ist, und deswegen vielleicht das eine oder andere mal darf, was seine Schwester nciht darf. Du könntest ihn auch bei Dingen mit einbeziehn, die er sonst nur von Erwachsenen kennt, z. B. kochen (meine Kinder ham in dem Alter auch schon mit mir in der Küche gestanden, und waren immer total stolz) Vielleicht fördert das das Gefühl, dass es doch schöner ein großer Junge zu sein, als ein Kleinkind.

Wenn du sonst das Gefühl, er ist zu schüchtern oder wehrt sich nicht, versuch doch mal Sport o.ä. wofür er sich interessiert, wo er aber dann logischerweise auch aktiv sein muss.

Auf jeden Fall solltest du dr über die Schule noch keine Sorgen machen. Wenn Kinder mit 5 nicht sprechen können, DAS ist ein Problem. Aber jetzt seh ich da noch keinen Grund zur Panikmache!!!


Liebe Grüße, Steffi mit Kevin und Julian ( 5 1/2)

Beitrag von cherry19.. 19.10.10 - 12:48 Uhr

Danke.

Ja, ich werde mich jetzt mal nach einem Mutter-Kind-Turnen-Kurs informieren. Vielleicht macht es ihm Spaß. Da bin ich auch dabei, was ja für ihn noch sehr wichtig erscheint.

Mir ist halt aufgefallen, je mehr ich auf das Kleinkindgetue von ihm eingehe, um so mehr macht er es. Ich beachte es jetzt nicht mehr. Ab und an, wenns mich zu sehr nervt, sag ich dann halt so Sachen, wie: "naja, wenn du noch so klein bist, wie deine Schwester, kansnt du dieses und jenes aber noch nicht machen!" Das zieht auch ganz gut ;-)

Ja, ich finde schon, dass er sich entwickelt hat. Auch spielt er jetzt seit ca. 4 Wochen auch mal mit seiner Schwester gemeinsam, was vorher NIE war.

Beitrag von twins2302 19.10.10 - 12:50 Uhr

beim Mutter-Kind-Turnen, muss er aber wieder nicht alleine agieren...

Nur so als Hinweis, ich dachte an Fußball oder ähnliches. Du kannst ja dabei sein, aber vielleicht nicht unbedingt mitmachen!

Beitrag von cherry19.. 19.10.10 - 13:00 Uhr

Da macht er nie im Leben mit. NIEMALS. Da leg ich meine Hand ins Feuer.
Das müsste was ruhiges sein. Dann vielleicht.
Aber was wäre das?
Da fällt mir gar nichts ein.

Beitrag von misspiggy90 19.10.10 - 13:06 Uhr

Wie wär es denn mit musikalischer Früherziehung?? Bei uns heißt es Musikgärtchen, da wird gesungen, gemalt, Fingerspiele gemacht etc. Zur Zeit ( Leonhard ist Ende Mai 3 Jahre geworden) bin ich noch dabei, ab nächstem Jahr muss ( darf ) er alleine hin. Vielleicht kann Du noch in so eine Gruppe einsteigen???

Beitrag von cherry19.. 19.10.10 - 13:19 Uhr

Da hab ich mich kundig gemacht. So heitß das in unserer Musikschule auch. Aber das kostet fast 400 EUR und DAS kann ich mir beim besten Willen nicht leisten. Vielleicht leg ich aber bis dahin mal jeden Monat was auf Seite, dass ich die Kohle dann auf einmal habe. Daran hab ich nämlich auch schon gedacht, denn er singt sehr gerne.

Beitrag von misspiggy90 19.10.10 - 13:24 Uhr

#schock so teuer ??????????
wir zahlen 18€ irgendwas im Monat. Das ist ja Wucher...
Hast Du bei der Städtischen Musikschule nachgefragt ?? Habt Ihr so eine?

Beitrag von cherry19.. 19.10.10 - 18:01 Uhr

Wir haben halt die eine Musikschule. Ich weiß nicht, ob die Staatlich oder Städtisch ist. Keine Ahnung. Aber mehr gibts hier bei uns nicht. Zumindest laut GELBE SEITEN.

Ich glaube wir machen das jetzt mal mit dem Sport gemeinsam und handhaben das so, wie immer. Er ist er und das ist gut so. :-) Und von solchen Aussagen versuch ich mich nicht weiter beeinflussen zu lassen, da ICH ja die Entwicklung in den letzten Wochen gesehen habe. Auch wenn es nur ne kleine war. Aber es war eine.

Beitrag von nana141080 19.10.10 - 13:38 Uhr

beim Mutter-Kiind-Turnen kann man sich auf jedenfall zurückziehen und das Kind erstmal machen lassen! Klar. ich mache das seit 4 Jahren in verscheidenen Altersstufen.

Er ist nicht mal 4 Jahre alt. Da muß er nirgends Sport alleine machen. Soweit ich weiß gibts das in dem Alter auch noch gar nicht!

Mensch, gebt ihm ZEIT.

LG Nana

Beitrag von abo55 19.10.10 - 13:50 Uhr

Hi,

so was gibt es. Wir haben im Ort "Wassergewöhnung" und Turnen ab 3 Jahre ohne Eltern. Nur so zur Info;-)

Grüße Abo55

Beitrag von twins2302 19.10.10 - 13:07 Uhr

Wie ist es mit Musikschule? Singt er gerne?
Wenn nicht, dann versuch das mit Mutter-Kind-Turnen. Vielleicht gibt es aber auch etwas, dass ihn besonders interessiert. Frag ihn doch mal danach.

Beitrag von cherry19.. 19.10.10 - 13:21 Uhr

Ja, er singt sehr gerne. Nur ist der Kurs hierfür sauteuer. 400 EUR. Aber er könnt er erst ab September nächsten Jahres dorthin. Vielleicht kann ich da monatlich was zur Seite packen, dass es im September nicht so viel ist auf einen Haufen. Omas können ja auch noch dazulegen ;-)

Beitrag von misspiggy90 19.10.10 - 13:03 Uhr

Hallo Cherry,

mein Sohn ist genauso alt wie Dein Sohn und hat mächtig Spaß an Sport, allerdings würde ich an Deiner Stelle nicht mehr zum Mutter - Kind - Turnen gehen. Für Fußball finde ich ihn allerdings auch noch zu jung. Mein Sohn geht zum Turnen, es ist ein Turnen ab 4 Jahren und ohne Eltern. Die ersten paar Male kann man dabei bleiben und dann bleibt das Kinds die Stunde allein.

Ich denke Dein Sohn wird sich , was das Spielen mit anderen angeht, noch entwickeln.

LG Ina

Beitrag von bine3002 19.10.10 - 12:41 Uhr

Er ist gerade mal 3,5 Jahre alt... erwarte nicht so viel.

Sieh zu, dass er irgendeinen Sport macht. Vielleicht kommt er in der nächsten Zeit und möchte etwas machen, ansonsten geh mit ihm zu verschiedenen Schnupperstunden, z. B. Ballsport, Tanzen, Selbstverteidigung für Kids. Eigentlich egal was.

Meine Tochter wollte von sich aus unbedingt zum Ballett. Ich war vorher mit ihr mal beim Kindertanzen (weil meine Freundin Kindertanzlehrein ist), aber das hat ihr nicht so gefallen. Es war ihr wohl zu laut und es waren zu viele fremde Kinder. Jedenfalls saßen wir drei Mal daneben und sie hat zugeschaut. Interessant fand sie es, aber mitmachen wollte sie nicht... zu schüchtern. Und dann, ein paar Wochen später, fragt sie mich von sich aus, ob sie zum Ballett gehen kann. Das kannte sie von einigen Mädels aus dem Kindergarten. Wir sind also dahin und sie ist SOFORT mit in den Tanzsaal gelaufen und hat mitgemacht. In den folgenden drei Stunden gab es noch je eine Situation, wo sie anfing zu weinen oder ihr plötzlich etwas weh tat (bei ihr ein Zeichen für Unsicherheit) und ein Mal wollte sie auch nach Hause und ich musste sie überreden, dort zu bleiben. Seitdem ist es aber vorbei mit ihrer Schüchternheit. Sie ist ein anderes Kind.

Zwischendurch haben wir auch im Alltag geübt. So habe ich sie z. B. zum Bäcker geschickt um Brötchen zu kaufen und als das dann das erste Mal klappte, war sie sehr stolz.

Gib deinem Sohn Zeit und nimm das Gespräch als konstruktive Kritik. Versuche ihn in dieser Richtung zu fördern. Kinder müssen keine perfekten Wesen sein und brauchen manchmal hier und da noch kleine Schubser in die richtige Richtung.

Beitrag von cherry19.. 19.10.10 - 12:53 Uhr

Danke.

Ja, beim DM hab ich ihn jetzt auch schon ab und zu alleine einkaufen lassen. Er durfte den Wagen schieben und alles in den Wagen, dann aufs Band legen und dann selber bezahlen. Auch so lasse ich ihn an der Kasse öfters selber bezahlen.

Ich lass ihn auch daheim staubsaugen (ja, ich Egoist. lach) oder ihn die Fenster putzen. _ ich weiß, Kinderarbeit ist verboten, aber er macht es freiwillig _ :-)

Was noch war, was mir einfällt: Er hüpft fast den ganzen Tag in versch. Rollen. Hausmeister, Kindergärtnerin, Kassiererin. Und spielt das dann alles nach. Er ist also sehr oft am Tag nicht ER. Ist mir nie aufgefallen, weils ihm ja Spaß macht. Aber vielleicht sollter mehr ER sein am Tag, um sich sicherer zu fühlen. Die eine Erzieherin meinte, dass dies wohl ne Art Selbstschutz wäre, wobei ICH der Meinung bin, dass es ihm einfach Freude macht, diese Art Spiel zu spielen. Andere spielen gern mit LEGO. Meiner nicht. Er spielt sehr viel Dinge, wozu er gar keine Spielsachen braucht. Ist manchmal ehct sehr erstaunlich anzusehen, ganz ehrlich. Aber DAS spielt er halt gerne. Und ich habe mir darüber vorher auch NIE Gedanken gemacht.

Beitrag von zaubertroll1972 19.10.10 - 12:44 Uhr

Hallo,

ich habe mich die ganze Zeit gefragt wie alt Dein KInd wohl ist daß sie schon mit Schule anfangen. Als ich dann gelesen habe daß er erst 3 1/2 ist mußte ich fast lachen! Meine Güte....wie sich die Kinder noch bis dahin ändern! Da rechnet man oft gar nicht mit!
Sicher geht er auch noch nicht so lange in den Kindergarten und wird auch mit der Zeit selbstsicherer werden.
Vielleicht kannst Du versuchen daß er mit ein paar Kindern in der Freizeit Kontakt aufnimmt so daß er dann auch im Kindergarten seine festen Freunde haben wird.
Was meinst Du was sie mir alles erzählt haben?! Mein Sohn konnte angeblich nicht spielen und war nicht konzentriert und wollte nicht malen und keine Brettspiele und nicht singen und keine Kreisspiele...meine Güte!!!
Jetzt geht er in die 2. Klasse und ist einer der Besten!
Mach` Dich bloß nicht verrückt! Dumm nur daß es Erzieherinnen gibt die so wenig einfühlsam sind und Eltern dermaßen verunsichern!

LG Z.

Beitrag von cherry19.. 19.10.10 - 12:59 Uhr

Danke.

Naja, er geht jetzt fast ein Jahr in diese Gruppe.

Nur finde ich, dass er halt einfach zu den Schüchternen zählt. Und wenn ihm diese Großgruppenspiele keine Freude machen, ist es halt so.

Zumal ich halt auch eine Entwicklung jetzt sehe in der letzten Zeit.

Ich werde mal Kinderturnen jetzt mit ihm mitmachen. Wenn er möchte. Und dann schauen wir mal.
Wenns jetzt kälter wird, werden wir mal eins zwei Kinder einladen zum Spielen, wenn er möchte.


Und den weiteren Weg wird er doch sicher meistern. Es geht doch nicht jedes schüchterene Kind in der Schule unter. Allein der Ausspruch hat mich echt ferig gemacht. Wo ich sowieso dann dazu tendiere, mich bei sowas verrückt zu machen.

Wenn er dann mal mit anderen spielt auf dem Spielplatz und es sind nicht viele Kinder dabei - vielleicht eins oder zwei - dann kommandiert er die anderen regelrecht rum. Von daher.

Es wurde halt auch gemeint, dass er sich nur sicher fühlt in Situationen, die er zu hundertprozent absehen kann. Sobald dann die weitere Situation nicht mehr für ihn absehbar ist, stagniert er. D.h., er geht nicht zu den anderen zum Spielen, weil er Angst hat, abgewiesen zu werden.

Aber so ist er halt. Wenn man ihn dann zwanghaft zu anderen hinschickt, damit er die Hemmschwelle überwinden könnte, macht er auf sturr. Dann will er gar nicht mehr. Daher lass ich ihn auch. So, wie er möchte.

Ich denke halt auch, dass er noch sehr klein ist und das sicher noch besser wird. Er wird halt nie der Draufgänger werden, aber muss er auch nicht.

Aber Sorgen macht man sich halt trotzdem, gell

Beitrag von zaubertroll1972 19.10.10 - 22:01 Uhr

Mein Sohn ist 7 und geht heute noch nicht zu Kindern die er nicht kennt. Er ist auch gar nicht schüchtern aber er macht es nicht.
Dein Kind ist erst 3 1/2. das ist echt noch unheimlich jung und ich finde sein Verhalten wirklich völlig normal.
Einfach immer wieder ermuntern und ermutigen. Das wird....LG und alles Gute...Z.

Beitrag von hedda.gabler 19.10.10 - 13:07 Uhr

Hallo.

Ich glaube, ich hatte Dir das schon mal geschrieben.

Google mal nach "Encouraging Training" für Kinder, viele Ergotherapeuten bieten das an (wobei ich nicht weiß, ob das schon mit so Kleinen gemacht wird oder erst mit der Schule beginnt).

Ich könnte mir vorstellen, dass das Deinem Kleinen hilft.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von cherry19.. 19.10.10 - 13:18 Uhr

Hallo Hedda,

ich habe auch Ergotherpie heute angesprochen. Ob sie denn der Meinung wären, dass er dies bräuchte. Da wurde dann wieder rumgedruckst.

Ich werde heute abend in Ruhe nochmal danach googlen und dies mal mit dem Kinderarzt besprechen. Denn ich mag ihn nicht in eine Therapie drücken, die er gar nicht braucht. Lieber wäre es mir, er kann einfach er sein und sich allein entwickeln. Sofern es ihm natürlich nicht schadet

Beitrag von hedda.gabler 19.10.10 - 13:19 Uhr

Hallo.

Das "Encouraging Training" ist keine Therapie, sondern ein Training/Kurs ... so wie "Starke Eltern - Starke Kinder" für Eltern, da würde ja auch keiner von Therapie reden;-)

Gruß von der Hedda.

Beitrag von cherry19.. 19.10.10 - 13:22 Uhr

Ahso.
Ich schau es mir heut abend mal in Ruhe an.

Jetzt muss ich erstmal mein kleines Sensibelchen abholen ;-)

Mit neuen Handschuhen. Ist er sicher gleich wieder Hausmeister und kein Keanu mehr. lach :-)

Beitrag von jenny2202 19.10.10 - 13:11 Uhr

Hey,

nachdem ich deinen Beitrag gelesen habe, werde ich nun bestmöglichst antworten. Eins zu deiner Information: ich bin eine staatl. anerkannte Erzieherin mit sieben Jahren Berufserfahrung und zur Zeit in Elternzeit :-D
So wie du deinen Sohn udn sein Verhalten beschreibst, klingt es für mcih überhaupt nicht so, als ob er besonders "auffällig" wäre. Man muss sehen, dass es Kinder gibt, die es lieben im Mittelpunkt zu stehen und eben andere die dies überhaupt nicht mögen, das ist doch genau wie bei uns Erwachsenen. Natürlich ist es für seine Entwicklung wichtig, bestimmte Dinge zu tun, auch wenn ihm diese schwer fallen, aber er ist doch erst 3 1/2 Jahre!!!!! Aus Erfahrung weiß ich, dass nur die wenigsten Kinder in diesem Alter sich beim Morgenkreis oder im Stuhlkreis äußern, sondern lieber erst einmal nur passiv teilnehmen. Wir haben es immer so gehandt habt, dass die Kinder entscheiden durften, ob sie erzählen oder nicht.Meistens fassen sich Kinder im Alter deines Sohnes kurz, wenn sie denn überhaupt erzählen. Glegentlich haben wir versucht durch lockere Fragen die Kinder zum Erzählen zu Bewegen, aber wenn sie trotzdem nicht wollten, ist das für uns okay. Meistens gibt sich dieses verhalten mit dem Alter und oft erzählen sie schon gerne wenn sie ca. 5 sind, aber eben nicht immer. Es gibt eben solche und solche und sie dazu zu zwinge bringt rein gar nichts, es bewirkt eher das Gegenteil. Beim Erzählen oder Spielen in einer kreisrunde mit weiteren 20 Kindern die einen alle angucken fühlt sich eben nicht jeder wohl. Das dein Sohn lediglich das Spiel mit mehreren Kindern meidet ist für mcih ok, da er ansonsten schon Interesse zeigt,was auch nicht alle 3jährigen machen. Vielleicht macht ihm das Spiel mit so vielen keinen Spaß, dauert ihm zu lang oder er schätzt sich selbst so ein, dass er weiß, dass es ihm dann schwer fallen würde sich zu konzentrieren. Da er nicht auf einem Spiel beharrt an dem nur er und eine Erzieherin teilnehmen ist das für mich völlig okay. Und zu dem Punkt, dass er wenig oder kaum aktiv spielt: ich kenne ein Mädchen, dass hat bis zur Einschulung gerne geschaut und mit kleinen Gruppen etwas gemacht, es hat ihr nciht geschadet. Sie war in der Gruppe beliebt und hat genügend soziale Kontakte.Es ist ihre Charactereigenschaft gewesen und ich denke, dass ist bei deinem Sohn ähnlich.Wichtig ist, dass er soziale Kontakte zu anderen Kinder hat, also durch Spielplatz etc. Da du ihm diese Möglichkeit bietest, ist alles ok und er kann selbst entscheiden wann er wie weit auf welche KInder zugeht. Um ihm seine Unsicherheit zu nehmen und ihm mehr Selbstvertrauen zu vermitteln, ist es wichtig, dass er die verschiedene Möglichkeiten zu Kontakten etc hat, aber immer selbst entscheiden kann. Kein Zwang, Druck oder ähnliches, auch nicht im Kiga, denn sonst ist es schnell soweit dass er sihc weigert dorthin zu gehen. Und jetzt schon auf die Schule zu blicken, halte ich für absolut unnötig. Das sind noch 2 1/2 bis 3 Jahre, da passiert doch so enorm viel in seiner Entwicklung.Niemand kann absehen wie er sich zu dem zeitpunkt verhält. man kann versuchen ihn spielerisch immer etwas mehr aus der Reserve zu locken, vielleicht gelingt es. Also, ich hoffe ich konnte dir etwas helfen, und habe auf alles geantwortet. Du kannst dich sonst gerne nochmal bei mir melden.
#herzlich, jenny.

Beitrag von cherry19.. 19.10.10 - 13:16 Uhr

Vielen Dank für die umfangreiche Antwort :-)

Ich muss meinen Sohn jetzt abholen. Ich werde mich sicher noch einmal bei dir melden. :-)

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