Noch mal wegen meiner Kündigung...

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von justagirl22 19.10.10 - 12:30 Uhr

Hallo,

ich hatte ja bereits gestern geschrieben, dass ich gekündigt wurde. Nun habe ich meine Kündigung auch endlich erhalten und gesehn, dass sie doch fristlos ist. Könnt ihr mir was zu dem Inhalt sagen und ob das so rechtens ist? Ich versteh einfach nicht warum er das jetzt so macht...kamen eigentlich immer gut klar. :-( So kann man sich täuschen.

Sehr geehrte Fr. X,

hiermit kündige ich das mit Ihnen bestehende Arbeitsverhältnis wegen mehrfacher Arbeitsverweigerungen, innerhalb der Probezeit fristlos.
Rein vorsorglich fristgemäß innerhalb der Probezeit zum 20.10.2010.

Nur als Info..ich habe nie eine Abmahnung vorher bekommen und es gab kein Gespräch, bei dem auf eine eventuelle Kündigung hingewiesen wurde.

Die Arbeitsverweigerung, die er anspricht war wohl die eine Woche, die ich (in Absprache) zuhause geblieben bin, weil meine Oma ins Krankenhaus gekommen ist und es eben sehr schlecht um sie aussah.

Es gab also überhaupt keine Anzeichen für die Kündigung. Wie erkläre ich denen vom A-Amt das? Da bekomm ich doch ne Sperre,oder? Ich kenn mich da nicht aus..bin das erste mal arbeitslos....

Danke.

LG

Beitrag von seikon 19.10.10 - 12:36 Uhr

Ich denke, dein AG hat dir eine Falle gestellt, und du bist drauf reingefallen.
Wenn du keine glaubhaften Zeugen für die eine Woche hast, oder das nicht schriftlich festgehalten wurde, dann schaut es schlecht für dich aus.
Wie lang ist denn das mit deiner Oma her?

Ich meine, da du in der Probezeit bist kann er dir so oder so ohne Angabe von Gründen kündigen. Lediglich die Frist wäre halt geändert, da du ggf. noch 2 Wochen lang Lohn bekommen würdest.

Beitrag von justagirl22 19.10.10 - 12:42 Uhr

Hallo,

das mit meiner Oma war letzte Woche. Letzte Woche Freitag hat er dann die Kündigung geschrieben.
Ja wahrscheinlich war das ne Falle...passiert wohl, wenn man jemandem vertraut. :-( Ich habe bis jetzt auch noch keine einzige Abrechnungen bekommen, obwohl ich ihn mehrmals angesprochen hatte.

Mir fehlen Abrechnungen für August, September und Oktober. Die wollen die vom A-Amt doch bestimmt auch sehn,oder? Zudem hab ich das Gefühl, dass ich zu wenig Gehalt bekommen habe, aber ohne die Abrechnungen kann ich das ja nicht prüfen...

Beitrag von kathi.net 19.10.10 - 12:58 Uhr

Hattest du dann Urlaun letzte Woche. Mit wem war das abgesprochen?

Beitrag von justagirl22 19.10.10 - 13:10 Uhr

Nein, hatte keinen Urlaub. Hatte ihm das mit mit meiner Oma erzählt und er hat Verständnis gezeigt und gemeint, ich könnte die Woche zuhause bleiben,aber dann halt unbezahlt. Also praktisch war ich freigestellt.

Beitrag von kathi.net 19.10.10 - 13:22 Uhr

Hattest du gestern nicht geschrieben, dass du die letzte Woche krankgeschrieben warst? Was stimmt denn jetzt?

Beitrag von seikon 19.10.10 - 13:00 Uhr

Also wenn du eine ganze Woche weg geblieben bist, und nicht beweisen kannst, dass das mit Absprache passiert ist, dann wäre es tatsächlich eine Arbeitsverweigerung und das würde eine fristlose Kündigung rechtfertigen.
Und da würdest du dann auch eine Sperre bekommen.

Beitrag von justagirl22 19.10.10 - 13:11 Uhr

Hm..kann ich natürlich nicht beweisen, weil mündlich vereinbart. War halt so blöd und hab mich drauf verlassen, weil wir bis jetzt alles mündlich abgesprochen hatten...Den Fehler mach ich auch nicht mehr. Wie lange wird die Sperre sein?

Beitrag von myone1985 19.10.10 - 13:12 Uhr

Im schlimmsten Fall 3 Monate

Beitrag von justagirl22 19.10.10 - 13:16 Uhr

#schock Na dann kann ich ja einpacken...

Beitrag von myone1985 19.10.10 - 13:27 Uhr

Ich würde so schnell wie möglich einen Termin machen und dort vorsprechen.
vielleicht wird es ja auch nicht so schlimm aufgrund der sachlage und der probezeit

Beitrag von parzifal 19.10.10 - 14:01 Uhr

Du solltest umgehend Kündigungsschutzklage erheben. Ohne Rechtsschutz geht das aus Kostengründen notfalls auch allein. Erkundige Dich bei Gericht dann nach Vordrucken.

In der Güteverhandlung wird sich dann ja zeigen wo der Hase hinläuft.

Du kannst dann dort immer noch die Klage zurücknehmen. Kosten entstehen Dir dann keine.

Beitrag von vwpassat 19.10.10 - 14:04 Uhr

Du bist in der Probezeit und fragst allen Ernstes Deinen Chef, ob Du mal eben ne Woche daheim bleiben kannst???

Ich fass es nicht.

Beitrag von justagirl22 19.10.10 - 16:22 Uhr

Wir hatten ein ziemlich gutes Verhältnis und er war mit meiner Arbeit auch immer zufrieden, so dass ich nach knapp 1,5 Monaten schon zur Teamleiterin aufgestiegen bin. Ich bin oft länger geblieben und habe bei allem geholfen wo ich konnte.
Die Zeit hätte ich nachgearbeitet...und damit schien er ja einverstanden..er hätte ja auch "Nein" sagen können.
Was hättest Du an meiner Stelle getan?? Ich hätte schlecht zu meiner Oma sagen können "Bitte halte noch durch bis meine Probezeit rum ist.." Es gibt nun mal Sachen, die meiner Meinung nach wichtiger sind als Arbeit und Familie geht eben vor.

Beitrag von kathi.net 19.10.10 - 16:49 Uhr

Was hat er denn nun konkret gesagt? Solche Aussagen wie "...er schien zufrieden oder einverstanden....." sind immer so schwammig #augen

Und was war denn nun mit der Krankmeldung? Vielleicht ist die ihm ja "sauer" aufgestossen?!

Beitrag von sassi31 19.10.10 - 17:17 Uhr

Ich halte das auch für schwammige Aussagen. Es sendet nicht jeder Mensch so eindeutige Signale aus, dass man diese auch richtig deutet. Ganz davon abgesehen sind viele Menschen auch garnicht in der Lage, Signale richtig zu erkennen und sehen nur das, was sie gerne sehen möchten. Das Verhältnis scheint auch nicht so gut gewesen zu sein, denn sonst kündigt man einem Mitarbeiter nicht fristlos.

Ich vermute jetzt mal, dass die TE nur geglaubt hat, er ist mit unbezahltem Urlaub einverstanden und hat nicht erkannt, dass es dem Chef absolut nicht recht war.

Unbezahlter Urlaub ist eine Sache. Da fehlt dem Chef zwar eine Arbeitskraft, aber immerhin muss er sie während der Zeit nicht bezahlen. Sollte dann aber plötzlich eine Krankmeldung eingereicht werden, fühlt sich der Chef zu Recht veralbert. Das ist meine persönliche Meinung.

Beitrag von kathi.net 20.10.10 - 11:25 Uhr

Genau so sehe ich das auch. Leider hat die TE dazu ja nichts mehr gesagt. Warum wohl nicht?#kratz

Beitrag von darkblue81 19.10.10 - 17:07 Uhr

Hallo,

ja wie war es denn nun wirklich?

Gestern hast du noch geschrieben das du eine Woche krank geschrieben warst und heute ist es deine Oma? #kratz

Grüße

Beitrag von manavgat 19.10.10 - 22:49 Uhr

Du brauchst eine Anwältin. imho. Bist Du rechtschutzversichert?

Gruß

Managat

Beitrag von vwpassat 19.10.10 - 23:02 Uhr

Liest Du auch manchmal vorher, bevor Du Deinen Standardsatz runterschreibst?


Sie war noch in Probezeit!

Beitrag von manavgat 20.10.10 - 11:07 Uhr

Dein Ton ist ummöglich. Noch dazu bist Du nicht im Recht!

Auch in der Probezeit müssen Fristen eingehalten werden.

Das Problem ist: es geht um eine eventuelle Sperre beim Arbeitslosengeld, da der AG trotz dass er fristgerecht gar keinen Grund gebraucht hätte, meint fristlos mit einem vorgeschobenen Grund kündigen zu müssen.

manavgat

Beitrag von seikon 20.10.10 - 16:07 Uhr

Wieso ein vorgeschobener Grund? Tatsache ist nunmal, dass sie ohne Urlaub zu nehmen unentschuldigt gefehlt hat und nicht beweisen kann, dass es mündlich abgesprochen war.

Beitrag von windsbraut69 20.10.10 - 07:40 Uhr

Wenn der Chef nicht irgendeine Formulierung im Schreiben vergeigt hat oder eine gesetzliche Frist außer Acht gelassen, wirst Du keine Handhabe gegen die Kündigung haben, schon deshalb, weil Du in der Probezeit warst.

Du widersprichst Dir aber gravierend - hast Du unbezahlten Urlaub gehabt für die Woche oder warst du arbeitsunfähig???


Gruß,

W