sind 12 Wochen Ferien noch Zeitgemäß???? Umfrage.

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von katharina1 19.10.10 - 13:41 Uhr

Hallo,
eigentlich brauche ich mich noch nicht mit dem Thema zu beschäftigen, den meine Kinder sind erst 2+4 Jahre alt. Ehrlich geasgt wußte ich bis vor einer Woche nicht mal mehr wie viel Frei die Kinder so im Jahr haben bis es an die Urlaubsplanung ging.
Da gingen bei mir ganz ehrlich die Alarm glocken los und die Farge : was und wie mache ich das in 2 Jahren????
Ich bin alleinerzieheund UND Berufstätig ( 30 Std die Woche)
Ich frag mich ernsthaft ob das noch Zeitgemäß ist?? Ich meine viele Eltern sind doch mittleweile beide Arbeiten, ebenso gibts doch immer mehr AE Mütter. Ich lebe hier eher ländlich und es gibt bei uns so eine Art "Ferienbetreuung" dies aber auch nur 3 Wochen in den Sommerferien und es kostet nen haufen Geld.Dann schliessen die auch noch um 16 Uhr.
Ist das den Eurer Meinung nach noch Zeitgemäß das die Kinder soooo viel frei haben? Wieso eigentlich? auch was teilweise die Bildung unserer Kinder angeht- sehe Pisa Studie. Dann fällt ja noch oft genug der Unterricht aus. Ich kann mir sicherlich auch vorstellen das viele nicht arbeiten gehen können, eben weil sie nicht wissen wie die das mit der Kinderbetreuung regeln sollen. Abgesehen davon- man kann doch einen 6/7 Jährigen erstklässler doch mittags nicht alleine Zuhause lassen weil man arbeiten muß-

Ich persönlich hab keine Familie in der Nähe die sich mittags um meine Kinder kümmern kann. Bin zur Zeit froh das unser Kiga bis . 16.15 auf hat und ich nur an 2 Nachmittagen in der Woche die Kinder bis 18.30 von einer TM betreuen lassen kann. Aber was passiert in 2 Jahren???
Wenn mein Sohn in die Schule kommt?
Bin ich etwa zu unorganisiert? wie macht ihr das? wie ist eure Meinung zu dem Thema? Würden nicht 4 Wochen Ferien reichen? ich meine im Sommer? Wozu Herbstferien? dann 2 Wochen Ostern und 2 Wochen Wihnachten? das könnte man doch auf jewels eine Woche kürzen?

Eure Meinung interessiert mich sehr.

Beitrag von anyca 19.10.10 - 13:45 Uhr

Darf ich fragen, ob Du mal unterrichtet hast? Die Schüler sind irgendwann nur noch ferienreif, und die Lehrer nutzen die "Ferien" zum Korrigieren, Prüfungsaufgaben entwerfen und Unterricht vorbereiten ... die Schule ist kein Kinderhort.

Beitrag von loehmann 19.10.10 - 14:20 Uhr

Das kann ich aber so nicht stehen lassen!

Meine beiden Eltern waren Grund bzw. Hauptschullehrer,
3 von meinen Schwagern/Schwägerinnen sind Lehrer,
und kein einziger hat oder tut in den Ferien korrigieren, vorbereiten oder so etwas in der Art.

Gruß Anja

Beitrag von musicalfever4 19.10.10 - 14:32 Uhr

Das wiederum kann ich so nicht stehen lassen!!!!
Ich sitzt hier gerade in England in Ferien - ja, als Englischlehrer fährt man dann eben nach England um die Sprache wieder im Original zu hören! Und was hab ich in der Tasche??? Meine 3 Klassenarbeiten- sprich 75 Englischarbeiten, die ich am Abend, wenn die Kinder schlafen, korrigiere! Sogar in die Ferien nehme ich REGELMÄßIG meine Arbeit mit. Wenn ich zu Hause bin, bin ich fast täglich abends in meinem Arbeitszimmer, um Sachen zu machen, jedes Wochenende, fast täglich in den "kleinen" Ferien. In den Sommerferien nicht, das sind aber auch die einzigen Ferien, die nicht mit Korrekturen belastet sind. Da gönne ich mir dann mal 4 Wochen gar nichts zu tun. Am Anfang muss das alte Schuljar noch beendet werden und in der letzten Woche finden schon wieder die ersten Konferenzen statt, da bin ich fast täglich sogar in der Schule.
Ich finde es fast frech zu behaupten, dass kein Lehrer in den Ferien etwas tut, nur weil deine Familie das nicht tut.
LG Petra

Beitrag von gussymaus 19.10.10 - 20:08 Uhr

ich kenne viele lehrer, ältere und gerade fertig-studierte. die arbeiten ALLE vor und nach in ferien und WE. geht gar nicht anders... wenn ich mir angucke was die schon "nur" für die grundschule vorzubereiten haben... alle achtung... viele machen das dann mal tagewiese im akkord um dann ein WE frei zu haben aber mehr als arbeit die man einteilen kann ist das eben auch nicht... wer viel am stück frei haben will muss entsprechend vor oder nacharbeiten.

das lehrer keine 12wochen urlaub haben ist doch eigentlich bekannt... traurig dass das immer noch einige glauben... (ich glaube ja kaum dass die genannte lehrerverwandschaft das wirklich so praktiziert... ich würde eher sagen sie machen keinen hehl draus und machen ihre ferienarbeit abends oder wann es passt und keiner dabei steht...)

Beitrag von juniorette 19.10.10 - 14:32 Uhr

"und kein einziger hat oder tut in den Ferien korrigieren, vorbereiten oder so etwas in der Art. "

Dann üben sie ihren Job nicht ordentlich aus.

Ich kenne Lehrer und die arbeiten in den Ferien und an den Wochenenden für die Schule. Deine Lehrerverwandtschaft macht sich anscheinend auf Staatskosten ein bequemes Leben - schlimm.

LG,
J.

Beitrag von delfinchen 19.10.10 - 15:18 Uhr

Kann ich auch nicht so stehen lassen.

In ALLEN Ferien geht bei mir die Hälfte der Zeit dafür drauf, Aufsätze etc. zu korrigieren und den UNterricht für die kommende Zeit vorzubereiten.

Wenn man jetzt noch einrechnet, dass ich im Durchscdhnitt am Wochenende (Samstag und Sonntag) auch noch 4 - 5 Stunden damit verbringe, Hefte/ Proben zu korrigieren, Unterricht vorzubereiten und für die Schüler-Eltern Monatsberichte zu verfassen, auf denen steht, wie die Kinder gearbeitet haben, welche Noten sie in einem Monat geschrieben haben und wie sie ihre Hausaufgaben erledigt haben, dann bleibt auch nicht mehr "Ferien" übrig, als jeder andere auch hat.
Und es ist nicht so, dass ich sonst um 13 Uhr heimkomme und Feierabend habe. Da gehen täglich auch 2 - 3 Stunden für Vorbereitungen und Nachbereitungen drauf, außer an den drei Tagen in der Woche, an denen ich bis 15.30 Schule habe, da arbeite oich dann tatsächlich auch nur noch eine Stunde was.
Und bevor jetzt der Einwand kommt, dass man das eben am Anfangt so macht, ich bin jetzt auch schon 10 Jahre im Dienst.

Unser Vorteil ist halt, dass wir uns die Zeit flexibler einteilen können, als das in vielen anderen Berufen der Fall ist. Das birgnt jedoch den Nachteil mit sich, dass man immer das Gefühl hat, noch was machen zu müssen. Man schließt eben nicht um 16 Uhr seine Bürotür und ist fertig.
Mir wäre es lieber, wäre von 7.30 Uhr bis 16 Uhr in der Schule und könnte dann heimgehen, ohne 2 Klassensätze Hefte und Proben mitzuschleppen, die ich dann korrigieren muss, wenn andere Feierabend haben.

delfinchen

Beitrag von malina1981 19.10.10 - 18:40 Uhr

Ich korriegiere auch in allen Ferien, bzw in den Sommerferien bereite ich den Unterricht fürs kommende Schuljahr vor...

Beitrag von anyca 19.10.10 - 15:45 Uhr

O.k., in meiner Familie gibt es zahlreiche Gymnasiallehrer, vielleicht können Grundschullehrer da eine ruhigere Kugel schieben - vielleicht sind Deine Angehörigen aber auch nicht die engagiertesten Lehrer #gruebel

Beitrag von dominiksmami 19.10.10 - 16:25 Uhr

dann scheinen sie entweder wundersame Fähigkeiten zu ahben oder an eher "laschen" Schulen zu unterrichten.

Ich kenne keinen Lehrer der die Ferien nicht für Nach- oder Vorarbeiten nutzt!

lg

Andrea

Beitrag von ichclaudia 19.10.10 - 17:16 Uhr

Das kann ich bestätigen. Ich kenne auch mehrere Grundschullehrer. Die machen die paar Korrekturen nachmittags nach dem Schulunterricht mal locker in 1 1/2 Stunden weg und haben dann Ferien..Lediglich die letzte Woche in den Sommerferien ist ne Menge wegen der neuen Einschulungen zu organisieren, ansonsten freuen sie sich über den 12-wöchigen Urlaub..

Beitrag von stern290979 19.10.10 - 21:34 Uhr

tut korrigieren, ja halt lehrerdeutsch, was??

Beitrag von gismomo 19.10.10 - 22:28 Uhr

Dann gehört deine Familie genau zu der Art Lehrer, weshalb unser Berufsstand in den Medien so negativ dargestellt wird. Wenn ich so was höre, dreht sich mir wirklich der Magen um. Schlimm, wenn man die Vorteile des Beamtentums so ausnützt und daran beteiligt ist, dass Lehrer so einen schlechten Ruf haben. Auf solche "Kollegen" kann ich verzichten.

Beitrag von katharina1 19.10.10 - 14:34 Uhr

Hallo, nein ich bin kein Lehrer. Jedoch bin ich berufstätig und ebenfalls ABENDS Ko. Nur bekomme ich leider keine 12 Wochen " Erholungsferien"
abgesehen davon, tun sich doch sehr viele Kinder schwer nach der Schule in ein Berufsleben einzusteigen- da man dort seine 8 Std am Tag arbeiten muß und nicht mehr so viel frei hat, es gibt ja genug Ausbildungsabbrecher weil die mit der "Arbeitsdisziplin " nicht zurecht kommen.
Tut mir leid, aber ich denke nicht das wir in der heutigen Zeit Rücksicht auf die zu weing ausgeruhten Kinder nehmen dürfen- eben weil wir uns das mittlerweile nicht mehr leisten können.
Katharina

Beitrag von juniorette 19.10.10 - 14:45 Uhr

"Hallo, nein ich bin kein Lehrer. Jedoch bin ich berufstätig und ebenfalls ABENDS Ko. "

Du willst die Belastbarkeit eines Erwachsenen wohl nicht mit der eines Kindes vergleichen, oder? #kratz

Außerdem hat man im Berufsleben, wenn man erstmal eingearbeitet ist, jeden Tag mehr oder weniger den gleichen Ablauf, während Schüler jeden Tag mit neuem Wissen vollgestopft werden, das schlaucht in ganz anderer Form, als wenn man jeden Tag dieselben bzw. sehr ähnliche Arbeitsaufgaben erledigen muss.

"Tut mir leid, aber ich denke nicht das wir in der heutigen Zeit Rücksicht auf die zu weing ausgeruhten Kinder nehmen dürfen- eben weil wir uns das mittlerweile nicht mehr leisten können. "

Genau, am besten führen wir in Deutschland Kinderarbeit ein, funktioniert in anderen Ländern ja auch #augen

J.

Beitrag von juniorette 19.10.10 - 14:49 Uhr

Nachtrag:

"da man dort seine 8 Std am Tag arbeiten muß und nicht mehr so viel frei hat,"

Ich hatte als Jugendliche auch 3x in der Woche von 8.00 - 16.45 Uhr Schule, und während man sich in einem 8 Stunden Bürojob mal ein Pläuschchen mit den Kollegen gönnt oder eine Kaffeepause, hat ein Schüler im Klassenzimmer nicht die Möglichkeit, seine Gedanken abschweifen zu lassen (okay, konnte man machen - aber wehe, der Lehrer hat einen in diesem Moment aufgerufen).

J.

Beitrag von ichclaudia 19.10.10 - 17:14 Uhr

Dafür hatte man in der schule aber ständig Schulpausen...

Beitrag von juniorette 19.10.10 - 20:06 Uhr

Viele Pausen hatte ich im Job auch... #schein

Und man sieht ja bei Urbia, wieviele Berufstätige während ihrer Arbeitszeit noch engagiert bei Urbia mitdiskutieren können ;-)

DAS konnte ich weder während meiner Schulzeit noch im Job.

Beitrag von dominiksmami 19.10.10 - 16:26 Uhr

wenn du das wirklich alles ernst meinst...tun mir deine Kinder sehr, sehr leid.

lg

Andrea

Beitrag von schullek 19.10.10 - 13:53 Uhr

geh doch malö versuchsweise eine woche in eine schule und mach alles mit. ich denke deine frage kannst du dir dann selber beantworten.
ja, ich denke die kinder brauchen die ferien. die zeit, in der sie an nichts anderen denken brauchen, als an spielen, spielen, spielen. und das ist auch gut so.
unser schulsystem ist ein flickenteppich. was hierher gehört ist eine runderneuerung. da das aber wohl eher nicht passieren wird, müssen schüler und lehrer weiter leiden. überfrachtete lehrpläne, 5.klässer mit im schnitt 7 stunden am tag, überforderte lehrer mit 16-30 kindern pro klasse.

also ja! die ferien sind nötig.

lg

Beitrag von paula179 19.10.10 - 14:00 Uhr

Hallo!

Deine Kinder müssten dann wohl in den Hort. Gibt es sowas bei euch? Du bekommst auch Zuschüsse, wenn Du es nicht alleine bezahlen kannst. Mir wurde der Platz eine zeitlang auch mal ganz bezahlt (ausser das Essensgeld). Da gibt es schon Möglichkeiten, du bist ja nicht alleine mit dem Problem.

Ich finde die Ferioen sind angemessen, wir haben uns doch auch früher über die langen Sommerferien gefreut!

LG

Beitrag von fensterputzer 19.10.10 - 14:05 Uhr

Denkanstoß: in den USA haben die Kids 3 Monate am Stück frei.

Beitrag von aylin80 19.10.10 - 17:03 Uhr

Genau das war auch mein erster Gedanke!

Beitrag von waldwuffel 19.10.10 - 19:08 Uhr

Ja, die kann man aber mitunter besser planen. Da fallen nämlich dann Herbst-, Winter-, Oster- und Pfingstferien weg.

Im Ergebnis ist das dann auch noch weniger ;o)

LG

Beitrag von schullek 20.10.10 - 12:52 Uhr

wie kann man denn 3 monate sommerferien planen?
die amerikaner haben im schnitt weitaus weiger urlaubstage als wir deutschen. kranktage gibts in den meisten fällen mal gar nicht.
wer sein kind dann in der zeit betreuen lassen will, greift tief in die tasche. allerdings haben amerikaner uns eins voraus: absoluten gemeinschaftssinn. da passen die mütter halt ggs. rotierend auf die kinder auf etc.
ein weiteres, was bedacht werden muss. viele amerikanische mütter mit schulpflichtigen kindern sind zu hause!
mal nicht die vielen, die arbeiten müssen oder die unterschicht eingerechnet.

lg