An die Studenten mit Kind unter euch!

Archiv des urbia-Forums Baby-Vorbereitung.

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Forum: Baby-Vorbereitung

Die Zeit vor der Geburt ist die Zeit des Nestbauens. Hier könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr das Kinderzimmer einrichten möchtet, wo das Baby schlafen soll, welche Kleidungsstücke in die Erstausstattung gehören und vieles mehr... 

Beitrag von jora-jolanda 19.10.10 - 17:33 Uhr

Hallo in die Runde,

vielleicht kann mir ja jemand von euch helfen!
Kurz zu meiner Situation:
Mein Freund und ich bekommen Anfang Februar ein Baby. Ich studiere auf Bachelor und bin im 5.Semester und er schreibt gerade seine Masterarbeit und ist dann im März fertig. Unser Plan war es nun, dass er die Masterarbeit fertig schreibt und die erste Hälfte vom Babyjahr übernimmt, so dass ich im April nach den Semesterferien mein letztes Semester durchziehen kann. Er wäre dann ja noch bis März an der Uni eingeschrieben und würde sich dann für die Zeit mit dem Baby ab April arbeitslos melden. Nun gibts ja für HartzIV-Empfänger ab 2011 kein Elterngeld mehr, darauf wären wir aber angewiesen, wenn wir das so handhaben möchten...
Meine Frage nun an euch: Wäre es für uns günstiger, wenn er die Abgabe seiner Masterarbeit nach hinten schiebt, um im SS2011 noch als Student eingeschrieben zu sein? Dann würde ihm ja Elterngeld zustehen.
(Könnt ihr mir noch folgen??)
Oder wäre es besser (finanziell gesehen) HartzIV für das halbe Jahr zu beantragen?
Über sachliche Beiträge würde ich mich sehr freuen ;-)

Vielen Dank und liebe Grüße,
eure Jora(25ssw.)

Beitrag von julimond28 19.10.10 - 17:40 Uhr

Hallo,
warum nimmst du nicht ein oder zwei Urlaubssemester??

Ich kenne dich ja nicht aber ich finde es, na ja, etwas "blauäugig" wenn du denkst nach so kurzer zeit nach der geburt wieder voll in die uni einzusteigen!
Du weißt ja noch gar nicht wie das so alles wird!
Ich habe es zwar auch vor, aber ich lasse es offen ob ich es schaffe zur uni oder halt nicht!!
LG

Beitrag von wuestenblume86 19.10.10 - 17:51 Uhr

Dann soll dein Freund sein Kolloq eben nach hinten verschieben und sich in der Zwischenzeit einen lukrativen Nebenjob suchen...so bleiben ihm die Vorteile des Studentendaseins und ihr habt mehr Geld in der Tasche.

Ein Vollzeitstudium wirst du wohl eh nicht so hinkriegen #gruebel im Februar und März sind Klausurtermine und ob da alles gut geht, weiß man nie. Also nehm du das Elterngeld und er soll jobben gehen und dann macht ihr einen Zeitplan wie es mit den Betreuungszeiten und den Vorlesungszeiten am besten passt.

Auf ALG2 möchte ich nicht angewiesen sein, wenn ich es nicht muss #aha

Beitrag von jora-jolanda 19.10.10 - 18:03 Uhr

Also, ich habe im letzten Semester schon mehr Veranstaltungen besucht und arbeite auch in diesem Semester schon vor, von daher ist das sechste Semester wirklich entspannt und in meinem Studium muss ich eh mehr von zuhause aus machen. Die Prüfungsperiode im Februar/ März mache ich natürlich nicht mit; mir ist klar, dass das nicht funktionieren würde. Ich habe jetzt sämtliche Prüfungsleistungen(Referate und Hausarbeiten) die ich in diesem Semester erbringen muss, auf die kommenden Wochen (vor Weihnachten) gelegt und glaube, dass ich das jetzt von der Planung so hinkriegen würde.
Für den Fall, dass es dem Kind nicht gut geht, oder das wer weiß was passiert, werden alle Pläne über Bord geworfen- unser Kind steht ganz klar an erster Stelle! Ich möchte mein Studium ohne Pause durchziehen, weil mein Freund die Aussicht auf einen festen Arbeitsplatz hat, wir dafür aber umziehen müssten.
Danke für die Antworten #sonne

Beitrag von erstausstattung 19.10.10 - 20:37 Uhr

Ich würde es so machen, wie du es vorgeschlagen hast. Dein Freund soll seinen Studentenstatus behalten. Das ist die beste Lösung.

Beitrag von meram 19.10.10 - 21:22 Uhr

Hallo,
ich bin in so einer ähnlichen Situation wie ihr - ich schreib grad meine Masterarbeit, will eigentlich bevor das Kind kommt fertig werden und hab dann auch überlegt, wie ich das dann finanziell am besten mache - noch ein Semester länger einschreiben oder gleich arbeitslos melden.
Was du bei deiner Rechnung vergessen hast, ist die Tatsache, dass dein Freund ja dann Hartz IV kriegen würde. D.h. ihr hättet nicht weniger Geld als wenn er weiter als Student eingeschrieben ist und Elterngeld bekommt. Elterngeld sind 300 Euro plus 180 (etwa?) Kindergeld. Wenn er sich arbeitslos meldet bekommt er so etwa 350 Eus Hartz IV, plus einen Teil eurer Miete, plus Kinderzuschlag (weiß grade nicht wieviel das ist, aber sicher nicht weniger als das Kindergeld, das dann damit verrechnet wird). Ihr solltet also eigentlich finanziell dann nicht schlechter da stehen als mit der anderen Variante.
Geh doch mal in eine Schwangerenberatungsstelle. Mir haben die da ausgerechnet wieviel wir genau bekommen würden. Bei uns war es so, dass wir mit Hartz IV besser dran wären. Und das obwohl ich nicht mal den vollen Hartz IV-Satz bekommen würde, weil mein Mann schon arbeitet und zuviel verdient.
LG
meram

Beitrag von redmami 20.10.10 - 22:33 Uhr

Hallo,

mit welcher Variante Ihr finanziell besser wegkommen werdet, kann ich dir nicht genau sagen.
Kann dir nur sagen, welchen Weg wir gewählt haben.
Ich habe 2 Kinder. Mein Kleiner kam glücklicherweise auch in den Semesterferien nach dem Wintersemester im Februar 09 zur Welt. Anfang Februar hatte ich auch noch eine mündliche Prüfung und habe eben auch versucht alle Arbeiten zu bewältigen, bevor das Baby kommt.
Am 01.04. bin ich wieder zur Uni gegangen mit Baby. Er war da 5 Wochen alt. Ich habe ihn das ganze Sommersemester zu den Vorlesungen und Seminaren mitgenommen. In dem Semester hatte ich 10 oder 12 SWS.
Mein Mann geht arbeiten und er hätte mir auch nicht wirklich mit dem Baby helfen können, da er so alle 2 Stunden nach der Brust verlangt hatte.
Während den Veranstaltungen habe ich immer versucht, es so hinzubekommen, dass mein Kleiner schläft, was auch meistens geklappt hat und wenn irgendwas war, bin ich eben raus gegangen.
Mit den Dozenten hatte ich keine Probleme.
Ich würde es wieder so machen, falls NR.3 noch während Studiums kommen sollte.


Wenn Dein Freund Hartz IV beantragen würde und nicht arbeiten geht, bekommt er auch nur den Bedarf für sich und ggbf. für das Kind. Aber nicht für Dich, da du Studentin bist und selber für deinen Anteil an Miete etc. aufkommen musst. So wurde es uns bei der ARGE zumindestens erklärt.

Wenn man erwerbsttätig ist, kann man aber auch noch versuchen Wohngeld und Kinderzuschlag zu beantragen.

Viele Grüße