Was gegen "dummes" Heimweh tun?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von dominiksmami 19.10.10 - 20:28 Uhr

Hallo ihr Lieben,

tjaja...irgendwie bin ich ja meist eher die, die zufrieden ist und an und für sich eher weniger Probleme mit sich und dem Leben hat.

Ich habe zwei wundervolle Kinder, eine....hachja...nette Stieftochter und einen wundervollen Mann.

Hund, Haus, Autos und so weiter und so fort...alles drum und dran, die meistens wissens ja nun, schreibe ja oft genug hier mit.


Alles in Allem also kein Grund zur Klage, ganz sicher nicht. Ich sollte glücklich sein und bins eigentlich auch.

Aber, so kindisch wie es auch klingen mag, ich habe Heimweh!

26 Jahre habe ich in meiner Heimatstadt gelebt, 8 Jahre wohne ich jetzt hier.

Eigentlich sagt man doch das Heimweh mit der Zeit weniger wird, oder? Bei mir wird es immer mehr.

Ich fühle mich richtig dumm dabei, schliesslich sinds bis "zu Hause" nur 12 Km.

Hat einer einen guten Rat wie man so ein dummes Gefühl wieder los wird?


lg

Andrea

Beitrag von chaosotto0807 19.10.10 - 21:27 Uhr

hallo andrea,

ich finde es keinesfalls "dummes" heimweh ;-). meinem mann und mir gehts genauso..einziger unterschied zu dir....uns und unsere heimat trennen über 650 km #schmoll...wir wohnen jetzt seit über 8 jahren in bayern...und die sehnsucht nach der ostsee wird von tag zu tag immer mehr...

ich glaube für immer alt werden wir hier nicht werden #schein;-)....

war jetzt zwar kein tip in dem sinne für dich..aber du siehst, du bist nicht allein damit ;-).

LG mareike #winke

Beitrag von dominiksmami 19.10.10 - 22:24 Uhr

Huhu,

>>war jetzt zwar kein tip in dem sinne für dich..aber du siehst, du bist nicht allein damit<<

das tut ja auch schon mal gut, zu wissen das man nicht allein ist.

Ich komme mir so undankbar vor im Moment...denn eigentlich habe ich doch alles was ich immer wollte.

Nunja..mich trennen ja nur 12 KM, aber dazwischen eine Staatsgrenze ( wir wohnen in den Niederlanden) und genau da liegt der Hund begraben *seufz*

Im Prinzip...könnten wir ja einfach umziehen, der Arbeitsweg meines Mannes bliebe fast der Gleiche, meine Eltern würden uns ihr Haus gern verkaufen ( wird ihnen mit dem großen Grundstück langsam sowiso zu viel etc.)...aber...mein Sohn kommt mit der Schule hier absolut gut zurecht und ich erachte das Schulsystem hier auch für viel besser als das Deutsche. Das bremst sämtliche Umzugsgedanken enorm aus.

lg

Andrea

Beitrag von shabnam85 19.10.10 - 23:50 Uhr

Hallo,


also mal ganz im Ernst, bei 12 km kann man doch kein Heimweh bekommen ! Oder sehnst du dich eher nach der ehm. Nachbarschaft?

LG

Beitrag von dominiksmami 20.10.10 - 13:13 Uhr

HUhu,

ja sag ich ja...es sind nur 12 KM.

Wonach ich mich sehne...ja vielleicht die ehm. Nachbarschaft, aber vor allem auch danach in einem überschaubaren und vor allem ruhigen Ort zu wohnen, die Nähe zu meinen Freunden fehlt auch gehörig und noch vieles mehr *seufz*.

Naja..ich arbeite an mir.

lg

Andrea

Beitrag von alkesh 20.10.10 - 08:09 Uhr

Normalerweise würde ich sagen, 12 km ist nichts - aber bei Dir ist ja noch ne Grenze dazwischen ;-)

Ich verstehe Dich sehr gut, ich wohn hier jetzt 10 Jahre und es wird immer schlimmer.
Als wir das Haus gekauft haben, habe ich gedacht ich könne mich nun endlich damit arrangieren, Pustekuchen!

Seit der Zwerg da ist, ist es noch schlimmer! Hilft aber nix, wir werden hier bleiben und ich tröste mich damit das unsere Freunde auch Heimweh haben, denn wir kennen hier fast nur Zugezogene ;-)

LG

Beitrag von dominiksmami 20.10.10 - 13:15 Uhr

Huhu,

ja genauso ists bei mir auch *nick* seit die Kleine da ist wirds immer schlimmer.

Klingt irgendwie saublöd, aber die Mentalitätsunterschiede zwischen Deutschen und Niederländern sind größer als ich selber dachte ( wohne ja immer schon an der Grenze) und obwohl mir einige Dinge hier besser gefallen...überwiegen momentan doch die die mir gar nicht gefallen.

lg

Andrea

Beitrag von lichtchen67 20.10.10 - 12:26 Uhr

Ich lebe hier seit 16 Jahren.. dennoch ist es nicht meine gefühlte "heimat".... meine Heimat ist 367 km entfernt, anderes Bundesland, andere "Sprache", die Menschen sind einfach anders.

ich bin gerne hier wo ich lebe und liebe und habe hier auch meine ARbeit und meinen Lebensmittelpunkt, dennoch hüpft mein Herz, wenn ich die Landesgrenze zu Niedersachsen überquere.

So, das zu dem Thema es wird weniger.

Ehrlich, bei 12 km..... das doch nix, ich fahre täglich 21 zur Arbeit eine Strecke. Fahr so oft wie es geht Eltern besuchen, Freunde besuchen, Du könntest doch sogar einkaufen, Ärzte, alles nach Deutschland verlagern... würde das mehr heimat geben?

Lichtchen

Beitrag von dominiksmami 20.10.10 - 13:21 Uhr

Huhu,

*lach* wir gehen nur in D zum Arzt ( die ärztliche Versorgung ist in D einfach besser) und einkaufen gehe ich zu mindestens 80% auch dort...die deutschen Supermärkte sind sogar näher als die Niederländischen *lach* sind ja nur 300m bis zur Grenze.

Der Punkt ist wahrscheinlich das ich die Gegend hier so schlimm finde, alles ist so eng aufeinander, nicht umsonst sind die NL das Land mit der größten Bevölkerungsdichte Europaweit und der Teil in dem wir leben ist nochmal der mit der größten Bevölkerungsdichte der Niederlande.

Ums mal in Zahlen auszudrücken in meinem Heimatort leben 950 Einwohner pro Quadratkilometer.

Hier wohnen auf der gleichen Fläche 2180 Menschen.

Und das ist es woran ich mich nicht gewöhnen kann es ist eng, es ist laut, es ist....nix für mich.

lg

Andrea

Beitrag von lichtchen67 20.10.10 - 14:28 Uhr

Eng und laut wäre auch nix für mich, das kann ich gut verstehen. Die häuser dort sollen ja auch so muckelig klein sein....

Nee echt, in Holland nochmal umziehen, wo ggf. mehr Platz für euch ist? wäre das eine Alternative? und mal ehrlich, wenn es "nur" der Grund ist, dass Du das Schulsystem dort besser findest... 'Dein Sohn wird dort noch ein paar Jahre zur schule gehen.... in den sauren Apfel beißen und dennoch umziehen. Hier kommen tausende Kinder mit dem deutschen Schulsystem auch gut zurecht. Gerade in "Kleinstädten" ist es doch oft auf dem Schulen sehr akzeptabel. Du ziehst ja nicht nach Berlin oder Frankfurt Downtown.

Ansonsten: Sichtweise ändern. Finde es nicht schlimm, jammere nicht dem verlorenen nach. Du bist dicht genug an Deiner Heimat, dass Du jederzeit hinkannst. Die Nachbarn sind nunmal da und nicht zu ändern, dafür hast Du den Vorteil Schulsystem. Du bist doch sonst so tough - jammern hilft nix, weißte doch selber ;-).

lichtchen

Beitrag von dominiksmami 20.10.10 - 14:41 Uhr

ne..jammern will ich auch nicht, deswegen fragte ich ja nach Tips gegen das Heimweh!

Wir haben das Glück in einem "deutsch" gebautem Haus zu wohnen ( hier war mal Deutschland *g*) also mit Keller und Bad und Kinderzimmern die größer als 2m *2 m sind ( oder was sie hier so "luxuriöses" Bad nennen...1,30 *2m).

Umziehen hier ist gar nicht mal so einfach. Häuser die uns da gefallen würden und ein vernünftig großes Grundstück haben, kosten zur Zeit rund das 1 1/2 fache von dem was so ein Haus in D kosten würde ( war mal genau andersrum...deswegen wohnte mein Mann ja hier *lach*).

Ohne die Entwicklungsverzögerung würde mein Sohn sicher in D auch in der Schule zurecht kommen...aber so hmmm weiß nicht.

Wir überlegen halt hin und her.

Nachbar sind nun mal da stimmt, jetzt wirds erstmal Winter da hat man zumindest vor dem einen Nachbarn mal ein wenig Ruhe ( der baut seit 7 Jahren seinen Garten um), dafür kommt der andere ( der die andere Doppelhaushälfte neben uns hat) jetzt wieder öfter...der baut seit 22 Jahren sein Haus um ( ohne drin zu wohnen *rofl*...Idiot) und das gibt so tolle Geräuschkulissen wie Hämmern und Bohren abends um 9.

Wie gesagt, jammern möchte ich gar nicht...ich suche ernsthaft Lösungen.

lg

Andrea

Beitrag von lichtchen67 20.10.10 - 14:52 Uhr

Na dann wie gesagt, Einstellungsänderung. "Gönne" Deinem Sohn bewusst die Schulzeit dort und mach für dich das Beste draus.

Und jammere ruhig ab und an mal - das hilft dann auch.

Lichtchen

Beitrag von dominiksmami 20.10.10 - 15:02 Uhr

ich versuchs *nick*


Beitrag von lichtchen67 20.10.10 - 15:39 Uhr

#liebdrueck

Beitrag von saya82 20.10.10 - 13:46 Uhr

Hallo!
Mir gehts auch so.
Wir sind jetzt seid 14 Monaten hier.
Mein zu Hause ist 600 km weit weg und dort werde ich wohl nie wieder wohnen (ausser wenn wir in Rente sind #augen)
Vorher haben wir nur 25 km weit weg gewohnt und auch das fand ich alles andere als gut.
Ich hatte immer gehoffe es ändert sich mal aber wenn ich hier so lese...#gruebel
LG

Beitrag von dominiksmami 20.10.10 - 14:21 Uhr

Huhu,

ja genau die HOffnung hatte ich ja auch immer. Das es eben mit der Zeit besser wird.

Das es immer schlimmer wird, damit hätte ich nie gerechnet!

lg

Andrea