Verzweifelt - wann hört das auf?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von nugi82 19.10.10 - 22:28 Uhr

Hallo zusammen,

ich habe mich nun doch entschieden über mein "Problem" zu schreiben.

Ich weiß nicht recht wo ich anfangen soll, aber ich fange einfach mal an :-)

Mein Sohn ist 21 Monate alt und zur Zeit durchleben wir eine schwierige Phase. Ich konnte ihn vor 1,5 Monaten noch ohne Probleme bei Oma, Opa und Tante abgeben, weil er sie abgöttlich liebt. Ihre Beziehung ist einfach super. Mit seinem Papa versteht er sich auch super. Aber dadurch dass der Papa zur Zeit einige Tage nicht da ist, lässt er sich nicht von ihm ins Bett bringen. Ist ja auch nicht wirklich schlimm, ich bringe ihn gerne ins Bett.
Das Problem ist, dass er extrem Mama bezogen ist, klar wir verbringen den ganzen Tag zusammen, aber es ist wirklich im moment ganz extrem.

Er geht nicht ohne mich aus dem Haus, nicht mit Papa, nicht mit oma etc.
Diese Situation kränkt uns alle, vorallem aber den Papa. Ihm gehts mittlerweile auch nicht mehr gut, weil er denkt, dass er als Papa einiges falsch macht. Er ist ein total lieber Papa, der alles für ihn tut. Nur unser sohn macht da nicht mehr mit.
ich muss im Moment auf viele Dinge verzichte, die ich vor kurzem ohne Probleme machen konnte. ich musste sogar meinen geplanten Flug stonieren. Ich wäre nur einen Tag weggewäsen. Naja eigentlich verzichte ich gerne wenn es um meinen Sohn geht, nur ich habe langsam aber sicher auch keine Energie mehr. Ich muss einfach wieder tanken.

Ach so, ja ich kann nicht einmal die Toilettentür zu machen, weil er sonst anfängt zu weinen oder ich gehe für eine Minute weg, sodass er micht nicht sieht, weint er und und und
ich erkläre ihm mittlerweile dass ich sofort zurück bin, dann fängt er auf der stelle an zu weinen.
Ich bin soooo verzweifelt und frage mich auch, mache ich was falsch?

Alle vertrösten mich, dass es bald vorbei sein könnte, aber ich möchte einfach was unternehmen....aber was? und wie? ohne meinen Sohn zu kränken......

Könnt ihr mich aufmuntern? Rat geben?

LG

Nugi

Beitrag von zwei-erdmaennchen 19.10.10 - 22:33 Uhr

Erstmal ein #liebdrueck und ein "du bist nicht allein". Ist alles eine Phase und geht vorbei.

Unsere Große hatte immer wieder mal solche Phasen, die Längste begann etwa um den zweiten Geburtstag herum und hört nun - 5 Monate später - wieder langsam auf.

Du brauchst also Geduld. Das wird schon wieder.

Viel Kraft und Energie wünsch ich dir.

Liebe Grüße
Ina#winke

Beitrag von nugi82 19.10.10 - 22:36 Uhr

Ich danke für den Lieben #liebdrueck

Ich hoffe einfach, dass ich es gesund durchhalte.

Hätte nie gedacht, dass es wirklich so schwierig sein kann.

Ich muss nicht nur mich und mein Kind motivieren, sondern meinen Mann, und die Menschen um uns herum, die viel mit meinem Kind zutun haben....denn sie sind auch total traurig.

oh man, hoffentlich dauert es nicht mehr lange....fast zwei Monate sind es ja schon....


LG

Beitrag von zwei-erdmaennchen 19.10.10 - 23:08 Uhr

Wenn's hilft schick ich gleich nochmal einen: #liebdrueck ;-)

Ich kann dies Situation wirklich gut verstehen. Wir leben mit meinen Eltern in einem Haus, auch ich hatte das Gefühl mich rechtfertigen zu müssen bzw. die anderen zu motivieren. Bis ich dann irgendwann beschlossen habe, dass sie sich selber motivieren sollen ;-) Hab auch so genug zu tun...

Bei unserer Kleinen (jetzt 6 Monate) ist es sogar jetzt schon so ausgeprägt, dass sie sich seit zwei Monaten von niemandem mehr halten läßt (zumindest nicht ohne Geschrei) wenn ich nicht im Raum bin. Also hatte/habe ich zwei Kletten - eine auf dem Arm und die andere am Hosenbein ;-)

Wie schon gesagt: Du bist nicht allein...

Viele Grüße
Ina

Beitrag von engelchen100 19.10.10 - 22:56 Uhr

Hallo!

Einen Rat kann ich dir nicht wirklich geben, da mein Sohn, 27 Monate, ganz gleich ist. Bei ihm dauert das schon recht lange. Erhat seit über einem Jahr nicht mehr bei Oma geschafen, obwoh sie im gleichen Haus wohnt. Ich darf nicht mal zur Tür rausgehen, ohne das er anfängt zu weinen. Aufs Klo auch nicht, ohne ihn. Er liebt seinen Papa, aber Mama muss dabei sein.

Mir sagen auch viele Leute, dass das nicht richtig ist,aber ich weiß ehrlich gesagt auch nicht was ich machen soll.
Ich habe schon seit Ewigkeiten keine freie Minute mehr gehabt.

Das wird sich schon ändern, hoffe ich!#zitter

Beitrag von aliciakommt 19.10.10 - 22:57 Uhr

Also, ich sehe das sO: Dein Mann ist der Papa und kein böser Onkel, der dem Kind was will. Nein, er liebt seinen Sohn.
Wir hatten diese Phase auch, haben sie aber schlicht und einfach ignoriert (ignorieren müssen, weil ich hochschwanger war und bin). Das heisst: Mama soll sie ins Bett bringen- geht aber nich. Papa macht das. Fertig. Papa macht das auch ganz großartig, Mama liegt in der Badewanne, weil sie fix und fertig ist.
Das gab ein paar Abende GEschrei und dann war die Phase überwunden. Bei Oma und Opa sehe ich das ja noch anders, aber nicht beim Papa bleiben geht nicht.
Ich bin auch "nur" ein MEnsch, ich hab Bedürfnisse und wenn es halt nich anders geht, geht es nich anders..
Was ich ehrlich gesagt aber auch albern finde, ist dass dein Umfeld verletzt ist und du trösten musst. Sorry, aber wer ist denn bitte 2? Dein Kind oder die?
Meine Kleine (bald Große) hat ja wie gesagt auch so Anwandlungen, aber da stehe ich doch drüber- mein Mann und meine Eltern auch.

Alles Gute von Aliciakommt

Beitrag von amalka. 19.10.10 - 22:58 Uhr

Libeste Nugi, wenn man Anfang deines Beitrages liest, denkt man, du hast wirklich einen Dachschaden. Je mehr man aber liest, dest omehr spürt man, wie groß deine Verwzeifelung ist. Sorry, aber Papa wird es überleben müssen, es ist das normalste der Welt, dass Kinder so reagieren ABER ess geht vor allem um DICH.

Im Kindergarten macht man es so, dass sich die Mama immer stück und strpck mehr entfernt und dann wieder kommt und zeigt:, heya, ich, deine Mama komme immer wieder, du brauchst keine Angst zu hasben...und irgednwann kapieren es die Kids..

ich frage mich, welchen geschützten Rahmen könnte es geben, dass dein Kind dieses genauso lernt.. geht ihr zu irgendwelchem Kinderturnen, macht ihr etwas, wo das Kind gezwungen ist, Spass zu haben, die Mama dabei sein kann aber otrzdem nicht im Mittelpunkt steht...?

Es ist eine phase, jeder wird es dir sagen, jetzt ist nur die FRage, wie überlsbt DU die Pahse am besten ?!?

Ich hatte Notinsel. Ich ging zu IKEA, da gab es doch dieses Rondel wo die kids spielen und ich dabei in Ruhe essen kann, ich sah was anderes, sie lenkte sich mit spielen ab und ich konnte tief Luftholen..vllt hast du Ideen für dich ? was gibt dir im moment kraft, wo das Kind dabe ist, du aber tortzdem entspannen kannst ?

Ich bekomme bald mein zweites kind, das ich nicht wollte...und werde auch 24-stunden anwesend sein müssen...ein krasser Vergleich aber gleiches Problem..und ich will sehr kreativ sein, dass es am Ende beiden gut geht..

Ich halte dir alle Daumen der Welt, dass die Phase bald vorbei ist und du für dich Notlösungen findest!!!

Beitrag von nugi82 20.10.10 - 14:35 Uhr

Hallo amalka,

ich habe mir deine ausführliche Antwort durchgelesen und ich muss sagen, dass es mir wirklich gut getan hat. Du hast mir Mut und Kraft gegeben.

Ich unternehme viel mit meinem Sohn, Kinderturnen dreimal in der Woche, zeimal Kindertreffen, er kennt die Kinder von klein auf schon. und Wochenende Familien besuchen.

Wenn ich so recht überlege, hat er bisher nicht super viel mit Papa unternehmen können, da er ja auch arbeiten geht. Aber ab jetzt werde ich feste Rituale mit Papa einplanen. Sei es Samstags Brötchen holen etc.

Ich hatte wirklich Angst, dass ich, wenn ich mein Kind dazu "zwinge" ohne mich zu gehen, bei ihm was schlechtes zu hinterlassen. Aber du hast recht, er wird es verstehen, wir müssen nur standhaft bleiben.....

Ja, warum ich die anderen um uns herum noch trösten "muss" ist eine andere Geschichte.

Aber heute werde ich mal mit meinem Mann reden und ihn motiviern, nicht sofort aufzugeben, wenn er weint, denn er ruft mich sofort an, wenn er schrecklich anfängt zu weinen....aber er muss ja auch mal lernen mit solchen Situationen umzugehen oder?!

Ich danke Euch allen die mir eine Antwort geschrieben haben.

Ich fühle mich wirklich schon besser.

Herlichen Dank

LG

Nugi

Beitrag von betty38 20.10.10 - 08:22 Uhr

Hallo Nugi,

ich kann nur von meinen Zwillingen berichten, weiß natürlich nicht, ob es auh bei dir so sein kann. Jedes Kind ist anders und ich habe zwei - die sich gegenseitig immer zur Seite wissen.

Ich gehe ein paar Stunden in der Wohe arbeiten und meine zwei kommen dann zur Oma/Opa. In der letzten Zeit (da waren sie auch 21 Monate in etwa), hatten wir das ähnliche Problem.

Ich war ein wenig unter Zeitdruck und habe die Kinder nachmittags schnell weggebracht. habe mich verabschiedet und als die zwei das merkten, fingen sie direkt an bitterlich zu weinen. Ich musste aber nun mal weg und bin schweren Herzens gegangen. Habe natürlich ein paar minuten später angerufen, wie es noch so gelaufen ist und da sagte mir meine Mutter, dass die zwei keine minute später aufgehört haben zu weinen und hatten ihren Spaß mit irgendetwas...Hätte ich keinen Zeitdruck gehabt, wäre ich natürlich noch geblieben. Aber so war es auch gut. Das ging ein paar wochen so. Immer nach dem gleichen Schema...

lg betty

Beitrag von schlafbear 20.10.10 - 10:37 Uhr

Hallo Nugi,

erstmal, Du bist nicht alleine. #liebdrueck
Mein Zwerg ist jetzt 26 Monate alt und hat so seit seinem 2. Geburtstag die gleiche Phase.
Aber ich muß ganz ehrlich sagen, wir machen das so, wie meine Vorschreiberin. Papa hat einfach gewisse Sachen mit dem Zwerg zu machen und die macht auch einfach der Papa. Auch weigert er sich da erstmal ein wenig, aber sobald ich aus dem Blickfeld verschwunden bin, dann ist auch wieder gut, und die 2 haben einen heiden Spaß dann miteinander. Als Beispiel: Mit ging es am Sonntag nicht gerade gut (erkältung) aber das Wetter war schön und man hätte rausgehen und spazierengehen können. Da es mir aber nicht so gut ging, ist der Papa alleine mit ihm losgezogen. Klar hat er gebrüllt und gesagt "Mama mit". Wir haben ihm versucht zu erklären, daß ich krank bin und nicht mit kann. Hat er zwar verstanden, wollte aber doch seinen Kopf durchsetzten. Die beiden sind dann los, ich hatte ein megaschlechtes Gewissen, aber mein Mann hat gesagt, kaum war die Haustüre zu und sie um die Ecke rum, hat er ganz begeistert Blätter und Kastanien gesammelt.
Was ich damit sagen will, Dein Zwerg muß akzeptieren, daß gewisse Dinge ohne Mama stattfinden. Es ist einfach so und Punkt. Auch wenn Dich dann das schlechte Gewissen plagt, da müßt ihr beide durch. Irgendwann geht er mal in die Kita, da kannst du auch nicht den ganzen Tag dabei sein. Und schließlich ist es ja der Papa und nicht sonstirgendjemand fremdes. Setzt Euch durch in der Situation. Du wirst sehen, es tut Dir gut, die freie Zeit und der Papa fühlt sich danach auch wieder besser! Aber wenn ihr es jetzt nicht macht, wann dann??
Ihr braucht Geduld und Nerven, aber wenn Du wieder Du sein willst, mußt Du anfangen es durchzuziehen. Kinder in dem Alter testen auch ganz gut, in wieweit Mama und Papa zu manipulieren sind :-)
Laßt Euch nicht in die Zwickmühle nehmen. Nehmt die Bedürfnisse des Kindes ernst, erkälrt viel und macht dann das, was Ihr braucht und für richtig haltet. Aber achtet darauf, daß Ihr als Mensch nicht auf der Strecke bleibt!
Alles Gute!
Tanja + Maximilian