Donnerstag Beisetzung..Angst es nicht hin zu schaffen ...

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von delphinchen27 19.10.10 - 23:46 Uhr

Hallo,

am Donnerstag ist die Beisetzung meiner Mama.
Sie kommt direkt zu meinem Paps mit rein (Urnenwand)

Vor der Beisetzung ansich hab ich nicht so dolle Angst.
Aber vor dem Weg dahin.
Ich leide seit Jahren unter Angst-und Panikattacken.

Bin auch bereits wieder in Tehrapie und der Therpeut riet mir, den Weg zu üben (wir fahren mit Auto dahin).
Der Freidhof ist 7km. von mir entfernt.

kein großer Weg, aber fpr mich fast eine halbe Weltreise.
Bisher hab ich es noch nicht geschafft, als wir "übten" den Weg komplett zu schaffen.
Immer überkam mich Panik und wir kehrten um.

So eine Strecke, bin ich das letzemal vor 3.Jahren gefahren.
Manchmal bekomm ich schon panik wenn wir nen knappen Kilometer entfernt nur weg müssen zum Einkaufen.

Ich habe so Angst es am Donnerstag nicht zu schaffen.
Angst eine Panikattacke zu bekommen.

Ich hab immer im Koopf den gedanken, *ich komme nicht mehr nach Hause* :(

Ich muss doch aber dahin zu meiner Mama.

Mein Kind fährt nicht mit uns, sondern mit meinerm Schwager und meiner Schwiegermutter.

Wir fahren auch früh genug hier los, damit ich ohne Zeitdruck da hin komme.

Aber ich hab trotzdem Angst es nicht zu schaffen:(
Alles voll doof :(

Beitrag von dimitpo 20.10.10 - 00:14 Uhr

Mein herzlichstes Beileid und ganz viel Kraft dass du es am Donnerstag schaffst ohne Panikattacke.
Vielleicht hilft es dir wenn du daran denkst dass du zu deiner Mutter faehrst.
Ach was sage ich....es ist superschwer.
Wunsche dir wirklich ganz ganz ganz viel Kraft das alles gut lauft #klee

Gute Nacht,

Dimitra

Beitrag von delphinchen27 23.10.10 - 14:25 Uhr

Danke für deine lieben Worte.

Ich habe es am Donnerstag wirklich geschafft, meine Mama auf Ihren letzen Weg zu begleiten OHNE Panikattacke.

War aber echt froh, alsich wieder nach Hause konnte.

Beitrag von ss120875 20.10.10 - 08:49 Uhr

Hallo,

mein aller herzlichstes Beileid.

Ich weiß wie es dir geht. Mir ist dieses Jahr das selbe widerfahren und ich muss dir sagen, dass der Weg sehr schlimm war bis zum Friedhof, aber die Beerdigung war noch schlimmer.

Es tut immer weh, wenn man einen nahestehenden Menschen verliert, aber bei der Mutter ist es noch schlimmer -finde ich-. Ich kann ja leider aus eigener Erfahrung sprechen.

Meine Worte werden dich zwar nicht sonderlich aufmuntern, aber davon kann man ja auch nicht ausgehen. Wenn du diesen Weg gegangen bist, wird es etwas leichter.

Ich wünsch dir die Kraft die du brauchst.

Hier noch ein kleiner Spruch für alle verstorbenen Mamis:

Wenn sich der Mutter Augen schließen,
der Tod das treue Herz ihr bricht,
dann ist das schönste Band zerrissen,
ein Mutterherz ersetzt sich nicht.

Alles Gute
Silke



Beitrag von delphinchen27 23.10.10 - 14:27 Uhr

Danke für deine lieben Worte.
Ich habe es geschafft meine Mama, auf ihrem letzen Weg zu begleiten ohne Panikattacke.

Es war schwer und so langsam realisiere ich es auch, das sie nicht wieder kommt :(

die letzen 3 1/2 Wochen, war ich wie im Trance.
Sagte mir immer Mama ist nur im Urlaub.
Seit Donnerstag habe ich gewissheit. Sie ist nicht im Urlaub ..sie kommt nicht wieder zurück :(

Ich bin nun ohne Eltern und es tut momentan auch echt weh, wenn ich meine Schwiegereltern sehe :(