Wiedereinstieg ins berufsleben mit Baby und Kleinkind?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von selen27 20.10.10 - 08:07 Uhr

Hi,

die Verwandschaft will mir schlechtes Gewissen einreden, da unser Baby sehr klein ist. große wird im März 3 und kleine wird im März 1 jahr alt. Ich möchte mein Elternzeit früh abbrechen um arbieten zu gehen, weil mir die Decke auf dem Kopf fällt. Gründe dafür hab ich genug. Zum einen, würde ich für das Baby kein Platz mit 1,5 Jahren in den Krippen und Tagesmüttern (was bei der großen so) bekommen, weil sie schon da zu alt wäre und ich hätte bis sie 3,5 ist bei mir, weil die Aufnahme in den Kindergärten immer zum September ist. Zweiter grund ist das es für mich bei meinem verdienst und auch noch mit steuerklasse 5 bei der Strecke die ich fahren müsste, netto so wenig übrig bleiben (400 €). Dann der stress (das abholen von Kindern und der haushalt). Meine Verwandschaft will mich davon abbringen, arbeiten zu gehen, zumal die kleine noch (mit einem jahr ) zu klein wäre und laut verwandschaft in einer fremdbetreeung nicht gut aufgehoben wäre. Mich würde interessieren, wie es andere machen.

Selen

Beitrag von redaisling77 20.10.10 - 08:24 Uhr

Guten Morgen!

Meine beiden sind 26 und 8 Monate alt. Habe am 1. oktober angefangen wieder zu arbeiten mit 20 Stunden. Beide Mäuse gehen in die Krippe. Jon seit er 14 Monate alt ist und Nova seit Anfang September. Klappt bis jetzt super!!! Die Eingewöhnung der Kleinen war auch viel einfacher und kürzer, da der Trennungsschmerz nicht so da war!(kommt dann noch mal irgendwann!!!) Mir macht die Arbeit Spaß, kriege den Haushalt auch geregelt und wir haben nachmittags trotzdem noch viel gemeinsame Zeit!
Also ich sage: nur zu!!!

LG
Esther

Beitrag von pegsi 20.10.10 - 08:36 Uhr

Meine Große geht in die KRippe seit sie 9 Monate alt war (Eingewöhnung mit 8 Monaten). Das zweite Kind wird schon mit 6 Monaten eingewöhnt.

Sowohl meiner Tochter als auch mir tut es sehr gut, daß ich (teilzeit) arbeite. Sie freut sich morgens auf die Kinder, ich auf die Arbeit. Danach freuen wir uns aufeinander. Ich finde es klasse!

Was die Entwicklung angeht: Meine Tochter ist gesund, fit und hat gerade auch durch die anderen Kinder sehr schnell sehr viel gelernt. Auch bieten sie ihr natürlich unheimlich viele Anregungen, die einem einzelnen Menschen allein gar nicht möglich sind.

Ich arbeite also (übrigens Teilzeit) nicht nur aus finanziellen Gründen, sondern auch, weil es uns glücklicher macht.

Beitrag von lieka 20.10.10 - 08:54 Uhr

Ich habe zwar nur ein Kind aber mein kleiner geht seit er 11 Monate alt ist in die Krippe.
Ihm gefällts und er hat seit der dort ist so viel so schnell gelernt. Ich finde es gut. Wichtig ist was du und dein man denken ihr müsst das entscheiden nicht die Verwandtschaft.

Beitrag von line81 20.10.10 - 10:12 Uhr

Hallo,

ich habe auch zwei Kinder (2 und 4). Beide gehen seit sie 1 Jahr alt sind in die Kita. Es scheint beiden noch nichts geschadet, aber dafür sehr viel gebracht zu haben und sie gehen jeden Tag mit viel Freude hin. Meist wollen sie gar nicht wieder nach Hause...

Ich gehe wieder 6 Std. täglich (+ 1 4/4 h Fahrzeit) arbeiten und das geht alles. Organisation ist alles. Wie gehen sogar zur Musikschule, zum Sportverein und ich 3 x die Woche zum Fitness und es klappt. Sicher ist es auch oft stressig, aber ich kann ein gutes arbeitendes Vorbild sein. Tue etwas für mich und meine geistige Beanspruchung, sowie sozialen Kontakte und habe zudem noch jeden Monat ein gutes Gehalt auf dem Konto.

Sicher leidet manchmal auch der Haushalt darunter, aber nachmittags ist meine Kinderzeit, die ich nutzen will und so bleibt halt nur mal abends nen Stündchen oder das Wochenende.

LG und lass Dich nicht beeinflussen. Wenn es Dein Wunsch ist und Du Dich damit gut fühlst und den Kindern ein gutes Gewissen gegenüber hast, dann ist das sicher ok.

Line

Beitrag von maschm2579 20.10.10 - 10:18 Uhr

Hallo Selen,

meine Freundin ist nach dem Mutterschutz sofort wieder arbeiten gegangen. Zur Zeit wird der kleine von der Verwandschaft betreut und sie fährt während der Arbeit einmal heim zum stillen. Der Kleine ist jetzt 3 Monate alt.

Die "Große" wird im Jan 2 Jahre und geht in die Krippe meiner Tochter.

Sie hat noch eine große Tochter von 12 Jahren und muss sich somit um 3 kids kümmern. Klappt aber super und im Grunde tut es Ihr total gut. Bei denen geht es allerdings aus finanziellen Gründen nicht anders.

Ihc selber war nach 7,5 monaten wieder arbeiten und fand es toll für meine Tochter in die Krippe zu gehen. Sie ist voll integriert und super glücklcih dort. Sie kennt ja im Grunde kein anderes Leben...

ich persönlich finde Betreuung in der Krippe besser als von den Großeltern oder Verwandtschaft.

lg Maren

Beitrag von brynlie 20.10.10 - 10:46 Uhr

Hi,

ich würde sagen, dass die Verwandtschaft Dir helfen sollte, statt Dir ein schlechtes Gewissen einzureden, wenn sie sich schon in Dein Leben einzumischen versucht.
LG,
brynlie

Beitrag von starfruit 20.10.10 - 13:29 Uhr

Ich gehe auch arbeiten seit meine Tochter 1 Jahr ist - mir fiel auch die Decke auf den Kopf zuhause. Ich arbeite auch Teilzeit und sie geht in der Zeit zur Tagesmutter (21h in der Woche). Ihr gefällt es dort super und sie kommt sehr gut klar dort. In die Krippe hätte ich sie ungern gegeben, da gefällt mir der Betreuungsschlüssel einfach nicht - bei der Tagesmutter ist es auch etwas familiärer mit nur 2 anderen Kindern.

Beitrag von bea-christa 20.10.10 - 13:31 Uhr

Hallo Selen,

also grundsätzlich bin ich auch der Meinung, daß ein Kind unter 2 Jahren - falls möglich - nicht Vollzeit in eine Fremdbetreuung gehen sollte. Ich kann aber auch verstehen, daß Dir die Decke auf den Kopf fällt. War selbst heilfroh, nach einem Jahr wieder Teilzeit in meiner alten Firma anfangen zu können.
Da Deine Verwandschaft ja scheinbar vor Ort vorhanden ist und Dir ständig drein redet: wie wäre es, wenn die Verwandten sich in Deiner Arbeitszeit um Dein Baby kümmern würden??? Unsere Tochter wurde dann auch ab einem Jahr an meinen zwei Arbeitstagen von ihrer Oma betreut ;-)

Lieben Gruß - Bea

Beitrag von selen27 20.10.10 - 14:24 Uhr

Meine Mutter die ja 70 km weit weg wohnt, meine zwei Schwägerinnen arbeiten vollzeit. Bleibt nur die S.-Mama übrig. Obwohl sie eine ganz andere Denkweise

-sie hat ihre vier Kinder überfüttert. Das essen kam bis zum Hals raus. Alle bis auf eins leiden an Übergewicht und eine Diät hilft kaum.
-nur schreit, selbst ihr normaler Ton hört sich nach geschimpfe an
-nie mit ihren Kindern ins Frische Luft raus gegangen ist
(Kinder müssen nur behütet und beschützt werden und kinder wachsen auf dem schoß, so ihr denken)

Ich habe sie trotz allem gefragt, ob sie auf das Baby oder wenigstens auf eins aufpassen kann und bekam die antwort Nein.

Sie macht viel für die Kinder von ihre zwei Töchtern. Holt sie oft ab vom Kindergarten, bzw. Hort, wenn die Eltern länger arbeiten oder wenn die Kinder krank sind. Sie ist ganz schön beschäftigt mit den anderen vier Kindern, und jetzt kommen noch unsere zwei dazu. Ich habe sie auch nicht vor dazu zu zwingen, denn wie bereits gesagt, ihre Einstellung zur Kindererzihung gefällt mir absolut nicht.


Selen

Beitrag von bea-christa 20.10.10 - 16:29 Uhr

Dann würde ich mir aber an Deiner Stelle auch eine Einmischung verbitten, wenn es keine Bereitschaft von Deiner SchwieMu zur Betreuung gibt!

Da leider von der Familie keiner übrig bleibt, würde ich (persönlich) eine TaMu statt einer Krippe bevorzugen. Die Betreuung ist familiärer und es sind nicht so viele Kinder. Allerdings ist eine TaMu (im Vergleich zur Krippe) deswegen auch teurer. Hier i.d. Großstadt muß man 5,-- € pro Stunde kalkulieren zzgl. Essensgeld.

Lieben Gruß - Bea